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6 Stunden her
Golf Rules

Das Grün des Par 3 verfehlt und am Entfernungspfosten der Nachbarbahn zur Ruhe gekommen. Und jetzt? Der Pfosten selbst war hier künstlich und beweglich, sprich ein bewegliches Hemmnis. Blieb noch das Fundament aus Beton, dass die Lage des Balls beeinflusste. ein unbewegliches Hemmnis. Der Spieler hatte also den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden und von dort innerhalb einer Schlägerlänge seinen Ball straflos zu droppen, R16.1b.

Tat er und versenkte den folgenden Schlag zum Birdie.

die.

#gehtnichtgibtsnicht
nicht iveup
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Das Grün des Par 3 verfehlt und am Entfernungspfosten der Nachbarbahn zur Ruhe gekommen. Und jetzt? Der Pfosten selbst war hier künstlich und beweglich, sprich ein bewegliches Hemmnis. Blieb noch das Fundament aus Beton, dass die Lage des Balls beeinflusste. ein unbewegliches Hemmnis. Der Spieler hatte also den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden und von dort innerhalb einer Schlägerlänge seinen Ball straflos zu droppen, R16.1b. 

Tat er und versenkte den folgenden Schlag zum Birdie.

#gehtnichtgibtsnicht #nevergiveup #upanddownImage attachment
1 Tag her
Golf Rules

Es gibt manchmal merkwürdige Lochpositionen, wie hier beim Greenkeepers-Rache-Turnier im wundervollen Golf Club Verden. Statt auf dem Grün stand die Fahne kaum einen Meter vom Wasser entfernt, ein Dankeschön an den Balltaucher und alle Angler unter den Golfern.

Klar, das Turnier war nicht handicaprelevant, trotzdem heißt das nicht, dass die Golfregeln nicht gelten oder gar egal sind. Und so konnte man an dieser Stelle gut beobachten, wie regelfest die Golfer tatsächlich sind, denn annähernd jede Spielgruppe traf das Wasser hinter der Fahne. Und dann?

Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass die Penalty Area dahinter gelb ausgepflockt wurde. Was heißt, dass der Ball aus der Penalty Area gespielt werden darf und dass die Erleichterungsverfahren nach R17.1d (1) & (2) zum Tragen kommen, nicht aber das nach R17.1d (3), auch seitliche Erleichterung genannt.

Spielen wie er liegt wurde hier nicht gewählt, das lag augenscheinlich an den Temperaturen und der Wassertiefe.

R17.1d (1) erlaubt es dem Spieler mit einem Strafschlag vom letzten Ort zu spielen, auf diesem Par 5 hieß das für die meisten Spieler gute 100 bis 150 Meter zurück.

R17.1d (2) gestattet Erleichterung "auf der Linie Loch - Bezugspunkt beliebig weit zurück und da wurde es schwierig. "Zurück" heißt nicht Richtung Abschlag, sondern der Linie, die im Loch beginnt und durch den Bezugspunkt läuft, folgend. Wie man auf dem zweiten Bild sieht kommt dann zunächst das Grün, auf dem nicht gedroppt werden darf und dann (Semi-)Rough, Büsche, Bäume und die nächste Spielbahn, Lagen, die die meisten Golfer wohl nicht mochten, denn hier waren auffällig viele Spieler zu beobachten, die vom Bezugspunkt mit einer (!) oder zwei (R17.1d (3)) Schlägerlängen seitlich raus maßen, droppten und den Ball weiterspielten, statt korrekt vorzugehen. und sich einer den drei oben beschriebenen Varianten der Erleichterung auszusuchen.

Im Ergebnis ist das dann Spielen vom falschen Ort mit der Folge der Grundstrafe (hier zwei Strafschläge) (R14.7b) und der Pflicht den Fehler vor dem nächsten Abschlag zu korrigieren, da droppen quasi neben dem Loch statt etwa 15 Meter entfernt ein schwerwiegender Verstoß ist. Andernfalls ist der Spieler disqualifiziert ( "Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag spielt, um ein anderes Loch zu beginnen oder am letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist der Spieler disqualifiziert.").

Und, wie wäre das in Eurem Club ausgegangen?
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Es gibt manchmal merkwürdige Lochpositionen, wie hier beim Greenkeepers-Rache-Turnier im wundervollen Golf Club Verden. Statt auf dem Grün stand die Fahne kaum einen Meter vom Wasser entfernt, ein Dankeschön an den Balltaucher und alle Angler unter den Golfern.

Klar, das Turnier war nicht handicaprelevant, trotzdem heißt das nicht, dass die Golfregeln nicht gelten oder gar egal sind. Und so konnte man an dieser Stelle gut beobachten, wie regelfest die Golfer tatsächlich sind, denn annähernd jede Spielgruppe traf das Wasser hinter der Fahne. Und dann?

Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass die Penalty Area dahinter gelb ausgepflockt wurde. Was heißt, dass  der Ball aus der Penalty Area gespielt werden darf und dass die Erleichterungsverfahren nach R17.1d (1) & (2) zum Tragen kommen, nicht aber das nach R17.1d (3), auch seitliche Erleichterung genannt.

Spielen wie er liegt wurde hier nicht gewählt, das lag augenscheinlich an den Temperaturen und der Wassertiefe.

R17.1d (1) erlaubt es dem Spieler mit einem Strafschlag vom letzten Ort zu spielen, auf diesem Par 5 hieß das für die meisten Spieler gute 100 bis 150 Meter zurück.

R17.1d (2) gestattet Erleichterung auf der Linie Loch - Bezugspunkt beliebig weit zurück und da wurde es schwierig. Zurück heißt nicht Richtung Abschlag, sondern der Linie, die im Loch beginnt und durch den Bezugspunkt läuft, folgend. Wie man auf dem zweiten Bild sieht kommt dann zunächst das Grün, auf dem nicht gedroppt werden darf und dann (Semi-)Rough, Büsche, Bäume und die nächste Spielbahn, Lagen, die die meisten Golfer wohl nicht mochten, denn hier waren auffällig viele Spieler zu beobachten, die vom Bezugspunkt mit einer (!) oder zwei (R17.1d (3)) Schlägerlängen seitlich raus maßen, droppten und den Ball weiterspielten, statt korrekt vorzugehen. und sich einer den drei oben beschriebenen Varianten der Erleichterung auszusuchen.

Im Ergebnis ist das dann Spielen vom falschen Ort mit der Folge der Grundstrafe (hier zwei Strafschläge) (R14.7b) und der Pflicht den Fehler vor dem nächsten Abschlag zu korrigieren, da droppen quasi neben dem Loch statt etwa 15 Meter entfernt ein schwerwiegender Verstoß ist. Andernfalls ist der Spieler disqualifiziert ( Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag spielt, um ein anderes Loch zu beginnen oder am letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist der Spieler disqualifiziert.).

Und, wie wäre das in Eurem Club ausgegangen?Image attachment

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Greenkeeper‘s Rache! 😂😂😂 Wie geil ist das denn? 😜😊

....die "drohten und den Ball weiterspielten" drohten wohl nicht, sondern droppten, oder? Aber was wäre die Lösung nach R17.1d (2)? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Würde mich über eine bildliche Erläuterung freuen!

2 Tage her
Golf Rules

Und heute wieder einmal eine Frage - dieses Mal von Walter: "Ich hätte eine Frage: Ich chippe meinen Ball auf das Grün, mein Ball liegt anschließend ca. 40 cm vom Loch entfernt. Mein Mitspieler (ebenfalls am Vorgrün) sagt zu mir, lass den Ball, brauchst ihn nicht markieren- darf er das, oder will er sich dadurch einen Vorteil verschaffen? Welche Regel ist hier anwendbar?"

Letztendlich ist der Grund der Äußerung entscheidend. Wenn der Mitspieler damit bezwecken möchte, dass sein Ball ggf. auf dem Grün am Loch aufgehalten wird, dann ist dieses nicht zulässig.

Regeltechnisch wird diese in R15.3a "Ball auf dem Grün unterstützt das Spiel" abgewickelt. Vereinbaren im Zählspiel zwei oder mehr Spieler, einen Ball an seiner Stelle liegen zu lassen, um damit einen Spieler zu unterstützen und dieser Spieler schlägt, während der unterstützende Ball noch an seiner Stelle liegt, zieht sich jeder an der Vereinbarung beteiligte Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. (tk)
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Und heute wieder einmal eine Frage - dieses Mal von Walter: Ich hätte eine Frage: Ich chippe meinen Ball auf das Grün, mein Ball liegt anschließend ca. 40 cm vom Loch entfernt. Mein Mitspieler (ebenfalls am Vorgrün) sagt zu mir, lass den Ball, brauchst ihn nicht markieren- darf er das, oder will er sich dadurch einen Vorteil verschaffen? Welche Regel ist hier anwendbar?

Letztendlich ist der Grund der Äußerung entscheidend. Wenn der Mitspieler damit bezwecken möchte, dass sein Ball ggf. auf dem Grün am Loch aufgehalten wird, dann ist dieses nicht zulässig. 

Regeltechnisch wird diese in R15.3a Ball auf dem Grün unterstützt das Spiel abgewickelt. Vereinbaren im Zählspiel zwei oder mehr Spieler, einen Ball an seiner Stelle liegen zu lassen, um damit einen Spieler zu unterstützen und dieser Spieler schlägt, während der unterstützende Ball noch an seiner Stelle liegt, zieht sich jeder an der Vereinbarung beteiligte Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. (tk)

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Aber grundsätzlich darf er das natürlich! Dass er davon einen Vorteil hätte ist unwahrscheinlich. Welchen? Zielhilfe vielleicht? Den Ball absichtlich treffen vom Vorgrün aus? Schwierig und das Ergebnis unkalkulierbar. Der Normalfall ist doch, dass er einfach Komplikationen vermeiden möchte, zB dass der andere Ball zurückgelegt werden muss falls er ihn trifft ("wo genau lag er denn jetzt?") oder sein eigener Ball abgelenkt wird und dann gespielt werden muss wie er liegt.Also prüft er, ob ihn der Ball dort stört. Du MUSST zwar nicht markieren, solange er noch auf dem Vorgrün ist, aber wenn Dein Ball seinen Schlag behindert, wäre es normalerweise trotzdem sinnvoll. Wenn er proaktiv sagt "nicht nötig" dann würde ich das als Lockerheit sehen und nicht als Hinterlist 😁

3 Tage her
Golf Rules

Dieses Mal erreichte uns ein Anruf mit der Frage, was denn ist, wenn auf einem Grün die Lochgröße nicht stimmen sollte?

Eine sicherlich etwas ungewöhnlich Frage, denn die Größe des Lochs ist in den Definitionen eindeutig beschrieben. Dieses muss einen Durchmesser von 108 mm (4,25 Inch) haben und mindestens 101,6 mm (4 Inch) tief sein. Wird ein Einsatz verwendet, darf dessen äußerer Durchmesser 108 mm (4,25 Inches) nicht überschreiten. Der Einsatz muss mindestens 25,4 mm (1 Inch) unter die Grünoberfläche eingelassen sein, es sei denn, die Bodenbeschaffenheit macht einen kleineren Abstand zur Oberfläche erforderlich.

Muss durch Witterungseinflüsse, Pflege- oder Umbaumaßnahmen in einem Wettspiel auf ein Wintergrün gespielt werden, so bleibt eine Runde über 18 Löcher weiterhin handicaprelevant, wenn die Voraussetzungen der Lochgröße erhalten bleiben. Spezielle vergrößerte "Winterlöcher" sollten dann entfernt werden, damit die handicaprelevanten Bedingungen erhalten bleiben.

Anmerkung: Nach den neuen Regelungen für das World-Handicap-System kann die Spielleitung auch festlegen, dass das betroffene Loch überhaupt nicht gespielt werden muss / darf. Hier wird dann ein Netto-Par für die Handicap-Berechnung verwendet. (tk)
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Dieses Mal erreichte uns ein Anruf mit der Frage, was denn ist, wenn auf einem Grün die Lochgröße nicht stimmen sollte?

Eine sicherlich etwas ungewöhnlich Frage, denn die Größe des Lochs ist in den Definitionen eindeutig beschrieben. Dieses muss einen Durchmesser von 108 mm (4,25 Inch) haben und mindestens 101,6 mm (4 Inch) tief sein. Wird ein Einsatz verwendet, darf dessen äußerer Durchmesser 108 mm (4,25 Inches) nicht überschreiten. Der Einsatz muss mindestens 25,4 mm (1 Inch) unter die Grünoberfläche eingelassen sein, es sei denn, die Bodenbeschaffenheit macht einen kleineren Abstand zur Oberfläche erforderlich.

Muss durch Witterungseinflüsse, Pflege- oder Umbaumaßnahmen in einem Wettspiel auf ein Wintergrün gespielt werden, so bleibt eine Runde über 18 Löcher weiterhin handicaprelevant, wenn die Voraussetzungen der Lochgröße erhalten bleiben. Spezielle vergrößerte Winterlöcher sollten dann entfernt werden, damit die handicaprelevanten Bedingungen erhalten bleiben.

Anmerkung: Nach den neuen Regelungen für das World-Handicap-System kann die Spielleitung auch festlegen, dass das betroffene Loch überhaupt nicht gespielt werden muss / darf. Hier wird dann ein Netto-Par für die Handicap-Berechnung verwendet. (tk)
4 Tage her
Golf Rules

Harald fragte kurz bei uns nach: "Was ist wenn ich zum Messen einer Schlägerlänge nicht meinen längsten Schläger verwende."

Die Messgröße der Schlägerlänge (s. hierzu auch Definition im Golfregelwerk) wird für die maximale Begrenzung bestimmter Bereiche genutzt. Wird zum Beispiel ein Ball hinter den Abschlagmarkierungen aufgeteet oder der Ball in einem Erleichterungsbereich gedroppt, dann muss sich dieser in dem durch die Schlägerlängen maximal definierten Bereiches befinden, damit der Ball regelkonform gespielt / gedroppt wird. Ist der Abstand beim Droppen oder Aufteen offensichtlich geringer, dann ist dieses auch zulässig. Das Ausmessen erübrigt sich in diesem Fall.

Spannend wird dieses Maß insbesondere auch in Verbindung mit dem Droppen im Erleichterungsbereich, wenn der Ball dann nicht innerhalb der geforderten Schlägerlänge zur Ruhe kommt. Hier gilt die Schlägerlänge aus den Definitionen weiterhin, also die Länge des längsten der 14 Schläger (mit Ausnahme des Putters).

Also die Idee, mit einem kurzen Schläger einen Erleichterungsbereich ausmessen, um dann den Ball anschließend legen zu können, weil dieser immer knapp herausrollt, ist nicht zulässig, da der "falsche" Schläger zur Bestimmung der Größe des Erleichterungsbereiches gewählt wurde. Dieser ist dann nicht nur so groß, wie der gewählte kurze Schläger, sondern es bleibt dann bei der Driverlänge (also ggf. max. 43 Inch = 109,22 cm).

Aber welche Gründe sollte es geben nicht den längsten Schläger nutzen zu wollen? (tk)
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Harald fragte kurz bei uns nach: Was ist wenn ich zum Messen einer Schlägerlänge nicht meinen längsten Schläger verwende.

Die Messgröße der Schlägerlänge (s. hierzu auch Definition im Golfregelwerk) wird für die maximale Begrenzung bestimmter Bereiche genutzt. Wird zum Beispiel ein Ball hinter den Abschlagmarkierungen aufgeteet oder der Ball in einem Erleichterungsbereich gedroppt, dann muss sich dieser in dem durch die Schlägerlängen maximal definierten Bereiches befinden, damit der Ball regelkonform gespielt / gedroppt wird. Ist der Abstand beim Droppen oder Aufteen offensichtlich geringer, dann ist dieses auch zulässig. Das Ausmessen erübrigt sich in diesem Fall. 

Spannend wird dieses Maß insbesondere auch in Verbindung mit dem Droppen im Erleichterungsbereich, wenn der Ball dann nicht innerhalb der geforderten Schlägerlänge zur Ruhe kommt. Hier gilt die Schlägerlänge aus den Definitionen weiterhin, also die Länge des längsten der 14 Schläger (mit Ausnahme des Putters). 

Also die Idee, mit einem kurzen Schläger einen Erleichterungsbereich ausmessen, um dann den Ball anschließend legen zu können, weil dieser immer knapp herausrollt, ist nicht zulässig, da der falsche Schläger zur Bestimmung der Größe des Erleichterungsbereiches gewählt wurde. Dieser ist dann nicht nur so groß, wie der gewählte kurze Schläger, sondern es bleibt dann bei der Driverlänge (also ggf. max. 43 Inch = 109,22 cm).  

Aber welche Gründe sollte es geben nicht den längsten Schläger nutzen zu wollen? (tk)

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Zitat: „… wenn der Ball dann nicht innerhalb der geforderten Schlägerlänge zur Ruhe kommt… Aber welche Gründe sollte es geben nicht den längsten Schläger nutzen zu wollen? (tk)“ Genau DIESEN Grund 😊

Zuerst ein Dankeschön an die Herren, die unermüdlich und viel mit viel „know how“ Tag für Tag die Golfregeln einem breiten Publikum verständlich nahe bringen. Zum Messen von Schlägerlänge noch eine Ergänzung: Der Erleichterungsbereich definiert sich für jeden Spieler durch den längsten Schläger in seinem Bag (mit Ausnahme des Putters). Misst er den Bereich mit seiner PW und droppt er dann seinen Ball knapp außerhalb des gemessenen Bereichs und der bleibt dort liegen (siehe Skitze), befindet sich sein gedroppter Ball trotzdem im Erleichterungsbereich. Der Ball ist im Spiel und muss gespielt werden wie er liegt. Der Ball darf nicht erneut gedroppt werden.

5 Tage her
Golf Rules

Wind - insbesondere auf schnellen Grüns kann diese "Naturkraft" dazu führen, dass sich der Ball ohne sichtlichen Grund in Bewegung setzt. Normalerweise kein Problem, denn ein durch Naturkraft bewegter Ball ist in der Regel straflos immer von der Stelle zu spielen, an der dieser dann anschließend zur Ruhe gekommen ist (s. Regel R9.3).

Es gibt eine Ausnahme - bewegt sich der Ball des Spielers auf dem Grün,
nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, von der er bewegt wurde, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (s. Regel 13.1d(2)). Grundlage für die Entscheidung ist, ob der Ball zuvor bereits aufgenommen wurde:

Wurde der Ball bereits aufgenommen und zurückgelegt: der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2, obwohl er durch Naturkräfte und nicht durch den Spieler, Gegner oder Einfluss von außen bewegt wurde (siehe Ausnahme zu Regel 9.3).

Wurde der Ball noch nicht aufgenommen und zurückgelegt: der Ball muss von seiner neuen Stelle gespielt werden (siehe Regel 9.3). (tk)
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Wind - insbesondere auf schnellen Grüns kann diese Naturkraft dazu führen, dass sich der Ball ohne sichtlichen Grund in Bewegung setzt. Normalerweise kein Problem, denn ein durch Naturkraft bewegter Ball ist in der Regel straflos immer von der Stelle zu spielen, an der dieser dann anschließend zur Ruhe gekommen ist (s. Regel R9.3).

Es gibt eine Ausnahme - bewegt sich der Ball des Spielers auf dem Grün, 
nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, von der er bewegt wurde, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (s. Regel 13.1d(2)). Grundlage für die Entscheidung ist, ob der Ball zuvor bereits aufgenommen wurde:

Wurde der Ball bereits aufgenommen und zurückgelegt: der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2, obwohl er durch Naturkräfte und nicht durch den Spieler, Gegner oder Einfluss von außen bewegt wurde (siehe Ausnahme zu Regel 9.3).

Wurde der Ball noch nicht aufgenommen und zurückgelegt: der Ball muss von seiner neuen Stelle gespielt werden (siehe Regel 9.3). (tk)

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Interessant wäre der GRUND für diese abstruse Unterscheidung bzw. Die LOGIK dahinter - falls es eine gibt. Nur wenn man etwas versteht kann man es sich auch merken.

6 Tage her
Golf Rules

Gabriele fragte uns: "Bei uns ergab sich gerade die folgende Frage: Ein Spieler puttet seinen Ball. Bevor dieser zur Ruhe gekommen ist, setzt er den Putter erneut an und puttet nochmals. Phil Michelson muss das einmal getan haben und nach dem Spiel sein Tun dahingehende erklärt, dass er lieber sich den Strafschlag notiert hatte als den Ball in die Richtung laufen zu lassen, wo er drohte hinzulaufen.
Unsere Frage ist: Ist es tatsächlich damit getan, ein solches Vergehen nur mit einem Strafschlag zu ahnden? Oder muss ggf der Putt wiederholt werden? Wie ist hier regelkonform zu verfahren?"

Der Vorfall von Mickelson ereignete sich bei den US Open 2018 - wir möchten aber nicht auf das damalige Ruling zurückschauen, sondern blicken lieber einmal ins aktuelle Regelwerk.

Nach R11.2b zieht sich der Spieler die Grundstrafe zu, wenn er einen sich bewegenden Ball absichtlich ablenkt oder aufhält. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um den eigenen Ball des Spielers oder einen Ball handelt, der von einem Gegner oder einem anderen Spieler im Zählspiel gespielt wird.

Da der Schlag auf dem Grün gespielt wurde (s. R11.2c(2)), zählt der Schlag nicht und der ursprüngliche Ball oder ein anderer Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss) (siehe Regel 14.2). (tk)

Ergänzung (Danke an Gregory Croxford für den Hinweis):
Ich hatte die Regelsituation mit Phil Michelson nicht vor Augen und das anscheinend fehlinterpretiert, da ich dachte der Ball wäre aufgehalten / abgelenkt worden. Das Schlagen nach einem sich bewegenden Ball ist ebenfalls untersagt. Nach R10.1d ist dieses ebenfalls mit der Grundstrafe belegt - der Schlag zählt dann allerdings. Sorry für die Verwirrung...
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Gabriele fragte uns: Bei uns ergab sich gerade die folgende Frage: Ein Spieler puttet seinen Ball. Bevor dieser zur Ruhe gekommen ist, setzt er den Putter erneut an und puttet nochmals. Phil Michelson muss das einmal getan haben und nach dem Spiel sein Tun dahingehende erklärt, dass er lieber sich den Strafschlag notiert hatte als den Ball in die Richtung laufen zu lassen, wo er drohte hinzulaufen.
Unsere Frage ist: Ist es tatsächlich damit getan, ein solches Vergehen nur mit einem Strafschlag zu ahnden? Oder muss ggf der Putt wiederholt werden? Wie ist hier regelkonform zu verfahren?

Der Vorfall von Mickelson ereignete sich bei den US Open 2018 - wir möchten aber nicht auf das damalige Ruling zurückschauen, sondern blicken lieber einmal ins aktuelle Regelwerk. 

Nach R11.2b zieht sich der Spieler die Grundstrafe zu, wenn er einen sich bewegenden Ball absichtlich ablenkt oder aufhält. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um den eigenen Ball des Spielers oder einen Ball handelt, der von einem Gegner oder einem anderen Spieler im Zählspiel gespielt wird.

Da der Schlag auf dem Grün gespielt wurde (s. R11.2c(2)), zählt der Schlag nicht und der ursprüngliche Ball oder ein anderer Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss) (siehe Regel 14.2). (tk)

Ergänzung (Danke an Gregory Croxford für den Hinweis):
Ich hatte die Regelsituation mit Phil Michelson nicht vor Augen und das anscheinend fehlinterpretiert, da ich dachte der Ball wäre aufgehalten / abgelenkt worden. Das Schlagen nach einem sich bewegenden Ball ist ebenfalls untersagt. Nach R10.1d ist dieses ebenfalls mit der Grundstrafe belegt - der Schlag zählt dann allerdings. Sorry für die Verwirrung...

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Wenn ich also einen Putt am Loch vorbeischiebe und diesen schnell nochmal ablenke, bevor er zu Ruhe kommt, darf ich den ersten Putt straffrei wiederholen? Da muss ich doch was falsch verstehen, oder?!

Danke euch für euren Beitrag 😊 Ich denke, dass das Beispiel von Phil Mickelson zeigt, dass - wer die Regeln beherrscht - sie auch auf diese Weise zu seinen Nutzen anwenden kann 😉

Er hatte den Regelverstoß ja absichtlich begangen, hätte das nicht zu einer Disqualifikation führen müssen?

1 Woche her
Golf Rules

Der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung - dem ein oder anderen mag es vielleicht schon aus den "Ohren" herauskommen. Aber dieser Punkt ist eines der wichtigen Dinge aus dem Regelwerk, welches man nicht oft genug wiederholen kann. Verbunden mit dem sich daran anschließendem Erleichterungsverfahren ist das eine Handlung, die jedem Golfer in "Fleisch und Blut" übergehen sollte.

Zunächst einmal erhält der Spieler des gelben Balles straflose Erleichterung nach R16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" da sich sein Ball auf einem Tierloch (siehe Definition) und damit auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen (siehe Definition) befindet.

Der Spieler bestimmt den "Nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung", welches der geschätzte Punkt ist, an dem der Ball liegen würde, welche der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch liegt, sich im vorgeschriebenen Bereich des Platzes befindet und an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Zum Schätzen dieses Bezugspunktes muss der Spieler den Schläger, Stand, Schwung und die Spiellinie bestimmen, die er für diesen Schlag gewählt hätte. Der Spieler muss diesen Schlag nicht durch Einnahme des tatsächlichen Stands und Schwingen des gewählten Schlägers simulieren (aber es wird empfohlen, dass der Spieler grundsätzlich auf diese Weise verfährt, um zu einer genauen Schätzung zu kommen).

In dem Bespiel für einen Rechtshänder ist der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung somit auf der linken Seite der niedergefahrenen Maulwurfshaufen (markiert durch den weißen Ball).

Für das nach R16.1 beschriebene Erleichterungsverfahren kann dann von diesem nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung (das ist dann der Bezugspunkt) eine Schlägerlänge ausgemessen werden, in dem der Ball gedroppt und dann gespielt werden kann... (tk)
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Der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung - dem ein oder anderen mag es vielleicht schon aus den Ohren herauskommen. Aber dieser Punkt ist eines der wichtigen Dinge aus dem Regelwerk, welches man nicht oft genug wiederholen kann. Verbunden mit dem sich daran anschließendem Erleichterungsverfahren ist das eine Handlung, die jedem Golfer in Fleisch und Blut übergehen sollte.

Zunächst einmal erhält der Spieler des gelben Balles straflose Erleichterung nach R16.1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) da sich sein Ball auf einem Tierloch (siehe Definition) und damit auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen (siehe Definition) befindet.

Der Spieler bestimmt den Nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung, welches der geschätzte Punkt ist, an dem der Ball liegen würde, welche der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch liegt, sich im vorgeschriebenen Bereich des Platzes befindet und an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Zum Schätzen dieses Bezugspunktes muss der Spieler den Schläger, Stand, Schwung und die Spiellinie bestimmen, die er für diesen Schlag gewählt hätte. Der Spieler muss diesen Schlag nicht durch Einnahme des tatsächlichen Stands und Schwingen des gewählten Schlägers simulieren (aber es wird empfohlen, dass der Spieler grundsätzlich auf diese Weise verfährt, um zu einer genauen Schätzung zu kommen).

In dem Bespiel für einen Rechtshänder ist der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung somit auf der linken Seite der niedergefahrenen Maulwurfshaufen (markiert durch den weißen Ball).

Für das nach R16.1 beschriebene Erleichterungsverfahren kann dann von diesem nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung (das ist dann der Bezugspunkt) eine Schlägerlänge ausgemessen werden, in dem der Ball gedroppt und dann gespielt werden kann... (tk)

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Wozu dient der rechte weiße Ball? 🏌

Wenn ich auf der linken Seite, innerhalb einer Schlägerlänge droppe, stehe ich auf dem nächsten Hügel und muss das Prozedere wiederholen.....wird dem Spielfluss nicht gerade helfen 🤷‍♂️

Auf der Linken Seite? Steht der Rechtshänder dann nicht mit einem Bein auf dem selben Boden, wie jenem der ursprünglichen Balllage?

Bo

1 Woche her
Golf Rules

Holzwände und Bunkerliner als mögliche unbewegliche Hemmnisse im Bunker von denen straflose Erleichterung nach Regel R16.1 in Anspruch genommen werden darf hatten wir ja schon, ein anderes Hemmnis wartet öfter unter dem Sand und wird dann auf windigeren Plätzen freigelegt. Der künstliche Boden, hier eine Art Tartan. Auch dieser kann, wenn er Stand, Raum des beabsichtigten Schwungs oder Balllage beeinträchtigt ein Umstand sein, von dem Erleichterung in Anspruch genommen werden darf, auch und gerade vor dem Hintergrund des Verletzungsrisikos. Erleichterung muss aber genau wie bei den kürzlich beschriebenen Varianten innerhalb des Bunkers gesucht werden. Ist der gesamte Bunker von dem Umstand betroffen, etwa nach einer Überflutung, die den Sand größtenteils mitgenommen hat, ist der Punkt zu wählen, an dem der Spieler am wenigsten betroffen ist. Oder aber in den sauren Apfel beißen und strafbewehrte Erleichterung außerhalb des Bunkers in Anspruch nehmen... ... MehrWeniger

Holzwände und Bunkerliner als mögliche unbewegliche Hemmnisse im Bunker von denen straflose Erleichterung nach Regel R16.1 in Anspruch genommen werden darf hatten wir ja schon, ein anderes Hemmnis wartet öfter unter dem Sand und wird dann auf windigeren Plätzen freigelegt. Der künstliche Boden, hier eine Art Tartan. Auch dieser kann, wenn er Stand, Raum des beabsichtigten Schwungs oder Balllage beeinträchtigt ein Umstand sein, von dem Erleichterung in Anspruch genommen werden darf, auch und gerade vor dem Hintergrund des Verletzungsrisikos. Erleichterung muss aber genau wie bei den kürzlich beschriebenen Varianten innerhalb des Bunkers gesucht werden. Ist der gesamte Bunker von dem Umstand betroffen, etwa nach einer Überflutung, die den Sand größtenteils mitgenommen hat, ist der Punkt zu wählen, an dem der Spieler am wenigsten betroffen ist. Oder aber in den sauren Apfel beißen und strafbewehrte Erleichterung außerhalb des Bunkers in Anspruch nehmen...
1 Woche her
Golf Rules

Bei Golfstunde wurde uns folgende Frage gestellt:

"Aber wie verhält es sich, wenn ich den ersten Ball finde, dieser aber beim besten Willen nicht spielbar ist und auch durch Besserlegen innerhalb 2er Schlägerlängen im dichten Gestrüpp liegen würde? Der provisorische ist tabu, da der erste gefunden wurde. Die einzige Alternative wäre ein Schlag von der selben Stelle. Also trotz des prov. Balles zurücklaufen und mit Schlag- und Distanzverlust einen dritten Ball spielen?
Danke für Aufklärung"

Der provisorische Ball darf für den Fall, außerhalb einer Penalty Area verloren oder Aus sein könnte gespielt werden, R18.3a. In diesem Fall wurde der Ball gefunden, damit ist der provisorische Ball nicht im Spiel, also quasi nicht existent.

Im Falle der Unspielbarkeit, die hier augenscheinlich vorliegt, greift R19, das heißt, man kann zwischen drei Erleichterungsmöglichkeiten wählen: Seitliche innerhalb zweier Schlägerlängen vom Bezugspunkt Balllage, auf der Linie Loch - Balllage beliebig weit zurück oder Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust, in Deinem Fall also Schlag zurücklaufen zur letzten Stelle und von dort einen neuen Ball ins Spiel bringen (R19.2c, b und a).

Kurze Antwort auf die Frage: Ja, der provisorische ist tabu, da es sich nach Fund des ursprünglichen Balls um eine neue Spielsituation mit einem anderen Erleichterungsverfahren handelt.
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Bei Golfstunde wurde uns folgende Frage gestellt:

Aber wie verhält es sich, wenn ich den ersten Ball finde, dieser aber beim besten Willen nicht spielbar ist und auch durch Besserlegen innerhalb 2er Schlägerlängen im dichten Gestrüpp liegen würde? Der provisorische ist tabu, da der erste gefunden wurde. Die einzige Alternative wäre ein Schlag von der selben Stelle. Also trotz des prov. Balles zurücklaufen und mit Schlag- und Distanzverlust einen dritten Ball spielen?
Danke für Aufklärung

Der provisorische Ball darf für den Fall, außerhalb einer Penalty Area verloren oder Aus sein könnte gespielt werden, R18.3a. In diesem Fall wurde der Ball gefunden, damit ist der provisorische Ball nicht im Spiel, also quasi nicht existent.

Im Falle der Unspielbarkeit, die hier augenscheinlich vorliegt, greift R19, das heißt, man kann zwischen drei Erleichterungsmöglichkeiten wählen: Seitliche innerhalb zweier Schlägerlängen vom Bezugspunkt Balllage, auf der Linie Loch - Balllage beliebig weit zurück oder Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust, in Deinem Fall also Schlag zurücklaufen zur letzten Stelle und von dort einen neuen Ball ins Spiel bringen (R19.2c, b und a).

Kurze Antwort auf die Frage: Ja, der provisorische ist tabu, da es sich nach Fund des ursprünglichen Balls um eine neue Spielsituation mit einem anderen Erleichterungsverfahren handelt.

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Im übrigen ist genau das der Punkt, den ich an David Rickman (R&A) 2012 gesendet habe, mit dem Vorschlag: Im Radius zur Fahne, von der vermeintlichen Verluststelle, bis zu einer spielbaren Stelle, dann innerhalb von 2 Schlägerlängen und zwei Strafschlägen droppen. Heute, nach der Regelreform, ist es eine Platzregel, die dies auf dem Fairway gestattet.

Rozzi, du bist a‘ gscheiter Bua!!!😘

Den Ball in jenem Gelände aus dem man zu 90% gar nicht mehr raus spielen kann einfach gar nicht suchen gehen und dafür den provisional ball weiter spielen. Stellen im Gelände, an denen manche Golfer minutenlang ihre Bälle suchen gehen, widerspricht sämtlicher Logik des Spiels.

Anzumerken ist, dass auch manchmal die zweimalige seitliche Erleichterung (2x einen Strafschlag) eine Option sein könnte. Dann aber bitte aber erst 1x nach R19 Droppen und dann den Ball ein zweites Mal unspielbar erklären und dann noch einmal das Erleichterungsverfahren anwenden...

Ja, der Professor ist obsolet.

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1 Woche her
Golf Rules

Zu unserem Beitrag mit den Range-, Practice- und X-Out-Bällen aus dem letzten Monat erreichte uns noch eine Mail von Bernd aus dem hohen Norden: "In einem mir bekannten Club wurde eine 'Platzregel' in Kraft gesetzt: 'Das Spielen mit gelben Bällen ist verboten.' Hintergrund: die Driving-Range-Bälle sind gelb, vielleicht auch mal ein Hinweis wert...."

Einmal unabhängig davon, dass diese "Platzregel" nicht im offiziellen Regelwerk aufgenommen ist, besteht natürlich für den Clubbetreiber die Möglichkeit regionale Besonderheiten / Hausrecht in einem eigenen Strafenkatalog aufzunehmen. Wenn überhaupt, so sollte die "Bestrafung" für den Golfer dann auch formell über die Verhaltensvorschriften (R1.2) abgebildet werden.

Aber mal in die Runde gefragt: was haltet Ihr denn von so einer Regel, wenn ein Club so geringes "Vertrauen" in die Integrität seiner Mitglieder / Gäste hat, und stattdessen alle Spieler per Regelung bestraft, die einen "normalen" gelben Ball auf der Runde nutzen möchten? (tk)
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Zu unserem Beitrag mit den Range-, Practice- und X-Out-Bällen aus dem letzten Monat erreichte uns noch eine Mail von Bernd aus dem hohen Norden: In einem mir bekannten Club wurde eine Platzregel in Kraft gesetzt: Das Spielen mit gelben Bällen ist verboten. Hintergrund: die Driving-Range-Bälle sind gelb, vielleicht auch mal ein Hinweis wert....

Einmal unabhängig davon, dass diese Platzregel nicht im offiziellen Regelwerk aufgenommen ist, besteht natürlich für den Clubbetreiber die Möglichkeit regionale Besonderheiten / Hausrecht in einem eigenen Strafenkatalog aufzunehmen. Wenn überhaupt, so sollte die Bestrafung für den Golfer dann auch formell über die Verhaltensvorschriften (R1.2) abgebildet werden.

Aber mal in die Runde gefragt: was haltet Ihr denn von so einer Regel, wenn ein Club so geringes Vertrauen in die Integrität seiner Mitglieder / Gäste hat, und stattdessen alle Spieler per Regelung bestraft, die einen normalen gelben Ball auf der Runde nutzen möchten? (tk)

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Such a quatsch - wie der Engländer sagen würde 😁

... Freiheit für die Gelben !!! 😆😂🤣🙏 #playyellow

Gelbe Bälle braucht kein Mensch 😂😂😂😂😂

Also ich bin kein Experte, aber nachdem ich diesen Beitrag von Anfang bis Ende analysiert habe, alle Aspekte und Möglichkeiten beachtet, basierend auf meiner intellektuellen Kapazität und meinem umfangreichen Wissen, von Anfang an taktisch und vorsichtig geprüft, insbesondere im Lichte der geistlichen Evolution, bin ich zu einem konkreten, eindeutigen und fundierten Ergebnis gekommen, dass ich nichts sagen kann, weil ich, wie anfangs erwähnt, kein Experte bin!

Im GC Lich gilt die selbe, sehr fragwürdige, Platzregel. Denn wie schon erwähnt wurde...da dürfte man im Umkehrschluss ja auf anderen Plätzen keine weißen Bälle spielen. Ziemlich Banane, die Regel! War vor allem spannend, da mein Spielpartner bei einem Einladungsturnier ausschließlich gelbe Bälle dabei hatte 🙈. Haben uns zum Glück geeinigt und durften dennoch raus 😜. Wäre auch schade gewesen...der Platz und vor allem die Grüns sind der Hammer 😃!

Im Märkischen GC Hagen muss auf Bahn 1 mit farbigen Bällen gespielt werden, da sich die weißen Range Bälle sich oft auf Bahn 1 verirren. Somit findet man seinen eigenen Ball etwas leichter.

Hallo zusammen, alle unter Generalverdacht zu stellen finde ich nicht gut.

Hmm... also bei uns sind die Rangebälle weiß - da dürfen auch keine weißen Bälle mehr gespielt werden 🤣😂 Naja, also zumindest schon mal ein Grund, dass sie mich, mit meinen weißen Bällen, dort nicht sehen werden 😝

Schon etwas seltsam. Was machen die denn, wenn sie demnächst einen Sponsor für weiße Range Bälle finden. Müssen dann alle in pink, gelb und orange spielen?

Idiotische regel, einfach wo anders spielen. Warscheinlich auch noch jeansverbot.

Schaut aus, als ob der Club schlecht ausgebildete Mitglieder hat - denn sonst wüssten sie, dass man vor dem Schlag nach 😉 Regel 7 seinem Ball identifizieren sollte 🤭 Solche Platzregeln sind zum 🤮🤢

Und als nächste Platzregel: keine roten Hosen mehr da der Marshall die immer trägt und somit Spieler und Marshall nicht mehr erkennbar ist 👍🙈 Freiheit für die gelben Bälle 🎾 P.s ich spiele nur die weißen Bälle

Ich kenne den Platz und wurde damals freundlich vom Marshal darauf hingewiesen. Er drückte mir dann einen weißen Ball zum Weiterspielen in die Hand.

Ist der Club ein e.V. ? Dann könnte man die Regel ja mal bei der Mitgliederversammlung ansprechen . Ansonsten mehr Marshal einsetzen um die Spieler zu prüfen die einen gelben Ball spielen ... und nicht ein generelles verbot auszusprechen. Die Frage ist nur, was ist billiger . Marshal oder der Verlust von gelben Rangebällen . Versteh ich sowieso nicht das man die spielt . Wenn ich wenig Geld habe , suche ich nach Bällen. Das macht sogar Spaß und hält fit

Da dadurch faktisch Regel 4.2a (zugelassene Bälle) ausgehebelt wird, was ist, wenn jemand einen zugelassenen gelben Ball bei einer HC-relevanten Runde spielt?

Nun, wenn in diesem Club nun mal die Rangebälle gelb sind ( wie wohl in vielen Clubs) und die Verlustrate dermaßen hoch, dass es schon schmerzt, kann ich das nachvollziehen. Natürlich werden dadurch die Liebhaber gelber Spielbälle eingeschränkt, aber es wird Ihnen ja nicht das Spiel selbst untersagt. Es ist wie sonst auch im Leben... weil sich eine ganze Reihe von Menschen nicht sachgerecht oder vernünftig verhält, werden Regelungen eingeführt, die alle betreffen und einige in Ihrem Handeln beschränken. Was allerdings die Verwendung von Rangebällen auf dem Platz angeht, weiß ich aus langjähriger Erfahrung, dass es sich da nicht nur um einige wenige „Ausreißer“ handelt. Und wenn man dann auf der Range den Mitgliedern freundlicherweise hochwertige Bälle zur Verfügung stellt, atmet man bei jedem Fund eines Rangeballs auf dem Platz mal tief durch, um den dicken Hals abzubauen.

Golf halt

Da gibt es nur eines - einen anderen Club suchen, denn dieser kann mit Problemen nicht sachlich umgehen. Derselbe Club verbietet dann wegen der Verwechslungsgefahr demnächst das Anbringen von einem Längsstrich am Ball, weil die weißen Rangebälle auch so einen Strich haben.

Moin. Ich kenne auch einen entsprechenden Hemden Platz hier im Norden. Ich glaube in der Vergangenheit haben viele den Platz mit Rangebällen gespielt, da es faktisch keine Bahn gibt die nicht mindestens 3 Wasserhindernisse hat. In der Regel linksbündig rechts der Bahn und mindestens einmal quer. Bei der einen Bahn die links kein Wasser hat, ist Aus gesteckt mit Betreten verboten! Der Platz wird gefühlt von 50% der Golfer gehasst wegen der Wasserhindernisse. 😂

Die Frage ist ob es darum geht dass nicht mit Rangebällen gespielt wird oder ob die Range so im Golfplatz liegt, dass versehentlich falsche Bälle gespielt wurden und es schon den ein oder anderen Ärger deshalb gab. So oder so eine ziemlich schräge Platzregel.

Ich selbst spiele ausschließlich gelbe Bälle und finde, dass ein Verbot von gelben Bälle einem Armutszeugnis für den Club gleichkommt.

Das Gelb der Rangebälle ist ja ein anderes als das Neongelb der Spielbälle, daher ist die Regel eigentlich überflüssig. Als wir noch weiße Rangebälle im Club hatten, hat man doch einige davon im Unterholz gefunden. Deshalb machen gelbe Rangebälle schon Sinn. Das Problem mit (weißen) Rangebällen, die auf ein Fairway fliegen und das Auffinden des eigenen Spielballes fast unmöglich machen, kenne ich vom GC Bruchsal. Dort ist die Landezone vom Abschlag aus zudem nicht einsehbar. Platzkenner nehmen deshalb für die entsprechende Spielbahn vorsorglich einen bunten Ball.

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2 Wochen her
Golf Rules

Anbei mal ein schönes Beispiel aus der Praxis von hilfreicher Regelkenntnis: der Ball liegt an einem Maulwurfhaufen, der in Spielrichtung (gelber Pfeil) den Schlag beeinträchtigt.

Allerdings wurde an diesem Teich die Grenze der Penalty Area nicht "sauber" definiert. Korrekt wäre die Kennzeichnung mit dem nachträglich in das Bild aufgenommenen "blaue" Pfosten, denn so befände sich der Bereich des Wassers vollständig in der Penalty Area (eingezeichnet durch die blaue Linie).

Wenn allerdings die Grenze eines Gewässers nicht durch die Spielleitung definiert worden ist, so wird diese Penalty Area durch ihre natürliche Grenze bestimmt (das heißt dort, wo der Boden abzufallen beginnt, um die Vertiefung zu bilden, die Wasser enthalten kann) (eingezeichnet durch die rote Linie).

Allerdings ist dieses kein Pauschalurteil, denn Interpretation I17.1a/1 "Ball ist in Penalty Area, auch wenn Penalty Area unsachgemäß gekennzeichnet ist" bezieht sich noch einmal auf solche Situationen. Wenn nämlich Pfähle, die ein Gewässer als Penalty Area kennzeichnen, unsachgemäß platziert sind, darf ein Spieler aus solch einem Fehler der Spielleitung keinen Vorteil ziehen. Beispiel: Ein Ball ist in einem Teil eines Gewässers, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit deutlich Teil der Penalty Area ist, aber außerhalb der Pfähle und daher eigentlich außerhalb der Penalty Area. Der Spieler darf für sich nicht beanspruchen, dass der Ball in zeitweiligem Wasser liegt, da eine Penalty Area jeden Teil eines Gewässers auf dem Platz einschließt, egal ob durch die Spielleitung gekennzeichnet oder nicht (siehe Definition „Penalty Area“).

Insofern wäre in diesem Fall sogar ein "Regelball" und eine anschließende Information der Spielleitung sinnvoll, um dem tatsächlichen Grenzverlauf der Penalty Area abzuklären.

Denn - und jetzt kommen wir zum großen Unterschied in Bezug auf die Behinderung durch den Maulwurfhaufen: befinden sich dieser (ungewöhnlichen Platzverhältnisse) nämlich im Gelände (und nicht in der Penalty Area), so kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" in Anspruch nehmen... (tk)
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Anbei mal ein schönes Beispiel aus der Praxis von hilfreicher Regelkenntnis: der Ball liegt an einem Maulwurfhaufen, der in Spielrichtung (gelber Pfeil) den Schlag beeinträchtigt. 

Allerdings wurde an diesem Teich die Grenze der Penalty Area nicht sauber definiert. Korrekt wäre die Kennzeichnung mit dem nachträglich in das Bild aufgenommenen blaue Pfosten, denn so befände sich der Bereich des Wassers vollständig in der Penalty Area (eingezeichnet durch die blaue Linie). 

Wenn allerdings die Grenze eines Gewässers nicht durch die Spielleitung definiert worden ist, so wird diese Penalty Area durch ihre natürliche Grenze bestimmt (das heißt dort, wo der Boden abzufallen beginnt, um die Vertiefung zu bilden, die Wasser enthalten kann) (eingezeichnet durch die rote Linie). 

Allerdings ist dieses kein Pauschalurteil, denn Interpretation I17.1a/1 Ball ist in Penalty Area, auch wenn Penalty Area unsachgemäß gekennzeichnet ist bezieht sich noch einmal auf solche Situationen. Wenn nämlich Pfähle, die ein Gewässer als Penalty Area kennzeichnen, unsachgemäß platziert sind, darf ein Spieler aus solch einem Fehler der Spielleitung keinen Vorteil ziehen. Beispiel: Ein Ball ist in einem Teil eines Gewässers, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit deutlich Teil der Penalty Area ist, aber außerhalb der Pfähle und daher eigentlich außerhalb der Penalty Area. Der Spieler darf für sich nicht beanspruchen, dass der Ball in zeitweiligem Wasser liegt, da eine Penalty Area jeden Teil eines Gewässers auf dem Platz einschließt, egal ob durch die Spielleitung gekennzeichnet oder nicht (siehe Definition „Penalty Area“). 

Insofern wäre in diesem Fall sogar ein Regelball und eine anschließende Information der Spielleitung sinnvoll, um dem tatsächlichen Grenzverlauf der Penalty Area abzuklären.

Denn - und jetzt kommen wir zum großen Unterschied in Bezug auf die Behinderung durch den Maulwurfhaufen: befinden sich dieser (ungewöhnlichen Platzverhältnisse) nämlich im Gelände (und nicht in der Penalty Area), so kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände in Anspruch nehmen... (tk)

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Würde dann auch bedeuten, wenn keine Pfosten oder Linien die Penalty Area ( Wasserhinderniss) einzeichnen, diese trotzdem als solche behandelt werden können? Richtig? Hat man auf der Tour in USA auch schon gesehen, dass es bei manchen PA keine üblichen Linien gab.Sollte dann so etwas in den Platzregeln beschrieben werden?

2 Wochen her
Golf Rules

Passend zum gestrigen Beitrag hier eine Frage von Christian: "Beim gestrigen Turnier ergab sich die auf dem Bild gezeigt Situation, dass der Abschlag am, in Spielrichtung bzw Richtung Fahne, rechts am Drahtverschlag zur Ruhe kam. Am Bildrand ist noch der Stamm einer massiven Eiche erkennbar. Die Frage ist nun, wo straflose Erleichterung vom Drahtverschlag genommen werden darf (die rote Fahne ist Mitte rechts erkennbar). Erleichterung vom Verschlag nur soweit, dass der Schwung nicht mehr behindert ist, er aber noch in der Spielrichtung ist? Für einen kleinen Chip auch rechts vom Draht zwischen Baum und Draht?"

Auch hier gilt, dass zunächst einmal der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung gefunden werden muss, an dem der Spieler weder bei der Balllage noch Schwung oder Stand von dem unbeweglichen Hemmnis behindert wird. Dabei sein noch einmal explizit erwähnt, dass nur durch die Beeinträchtigung der Spiellinie oder bei Ausführung eines "unvernünftigen" Schlages nach R16.1a(3) der Spieler keinen Anspruch auf straflose Erleichterung nach R16.1 erhält.

Für einen Linkshänder wäre dieser Punkt wahrscheinlich rechts des Drahtzauns - von dort könnte dann der Erleichterungsbereich in Größe einer Schlägerlänge ausgemessen werden, um den Ball zu droppen und das Spiel nach strafloser Erleichterung R16.1b "Erleichterung für einen ball im Gelände" fortzusetzen.

Für einen Rechtshänder ist das anhand des Bildes etwas schwieriger abzuschätzen - wahrscheinlich liegt der nächstgelegene Punkt dann links / etwas zurück von der aktuellen Ballposition. In diesen Fällen empfiehlt es sich den gewählten Schläger zur Hand zu nehmen und zu probieren, an welcher Stelle das Hemmnis den Schwung / Stand / Balllage nicht mehr behindert.

Anmerkung: Durch die Option, dann einen Erleichterungsbereich in Größe einer Schlägerlänge zu nutzen, könnte es zu einem weiteren Erleichterungsverfahren kommen (ggf. vom unbeweglichen Hemmnis "Boden mit künstlicher Oberfläche" (schwer zu erkennen) oder dem Hemmnis "Schild" (sofern dieses unbeweglich ist)). Aus dieser Position könnte dann der Drahtverschlag ggf. überspielt werden oder dieser befindet sich vielleicht sogar überhaupt nicht mehr auf der Spiellinie zum Grün.

Aber auch die gestern erwähnte Option, das Einrichten einer Dropzone nach Musterplatzregel E-6 wäre eine denkbare Lösung... (tk)
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Passend zum gestrigen Beitrag hier eine Frage von Christian: Beim gestrigen Turnier ergab sich die auf dem Bild gezeigt Situation, dass der Abschlag am, in Spielrichtung bzw Richtung Fahne, rechts am Drahtverschlag zur Ruhe kam. Am Bildrand ist noch der Stamm einer massiven Eiche erkennbar. Die Frage ist nun, wo straflose Erleichterung vom Drahtverschlag genommen werden darf (die rote Fahne ist Mitte rechts erkennbar). Erleichterung vom Verschlag nur soweit, dass der Schwung nicht mehr behindert ist, er aber noch in der Spielrichtung ist? Für einen kleinen Chip auch rechts vom Draht zwischen Baum und Draht?

Auch hier gilt, dass zunächst einmal der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung gefunden werden muss, an dem der Spieler weder bei der Balllage noch Schwung oder Stand von dem unbeweglichen Hemmnis behindert wird. Dabei sein noch einmal explizit erwähnt, dass nur durch die Beeinträchtigung der Spiellinie oder bei Ausführung eines unvernünftigen Schlages nach R16.1a(3) der Spieler keinen Anspruch auf straflose Erleichterung nach R16.1 erhält. 

Für einen Linkshänder wäre dieser Punkt wahrscheinlich rechts des Drahtzauns - von dort könnte dann der Erleichterungsbereich in Größe einer Schlägerlänge ausgemessen werden, um den Ball zu droppen und das Spiel nach strafloser Erleichterung R16.1b Erleichterung für einen ball im Gelände fortzusetzen.

Für einen Rechtshänder ist das anhand des Bildes etwas schwieriger abzuschätzen - wahrscheinlich liegt der nächstgelegene Punkt dann links / etwas zurück von der aktuellen Ballposition. In diesen Fällen empfiehlt es sich den gewählten Schläger zur Hand zu nehmen und zu probieren, an welcher Stelle das Hemmnis den Schwung / Stand / Balllage nicht mehr behindert.

Anmerkung: Durch die Option, dann einen Erleichterungsbereich in Größe einer Schlägerlänge zu nutzen, könnte es zu einem weiteren Erleichterungsverfahren kommen (ggf. vom unbeweglichen Hemmnis Boden mit künstlicher Oberfläche (schwer zu erkennen) oder dem Hemmnis Schild (sofern dieses unbeweglich ist)). Aus dieser Position könnte dann der Drahtverschlag ggf. überspielt werden oder dieser befindet sich vielleicht sogar überhaupt nicht mehr auf der Spiellinie zum Grün. 

Aber auch die gestern erwähnte Option, das Einrichten einer Dropzone nach Musterplatzregel E-6 wäre eine denkbare Lösung... (tk)

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Die Ballage ist in der Tat interessant. Gehe ich davon aus, dass ich als Rechtshänder zwischen Baum und Zaun droppen darf, wäre ich im Schwung dennoch durch den Zaun behindert. Den Baum fällen darf ich nicht - der nearest point of relief wäre aber mitten im Baum. In diesem Fall würde ich einen Referee (sofern er zur Verfügung steht) zur Entscheidung bitten und ich bin mir sicher, dass er mir einen NPOR rechts neben dem Baum gewähren würde.

Ein sehr schöner Fall mit vielen zu beleuchtenden Aspekten

David Maximilian Rumpf 😉

Würde Golf Rules bei ihren Referee Einsätzen so einen Zaun zumindest für die Dauer dieses Wettspiels nach E-6 aus der Spielrichtung nehmen? Für Golfer die sich Rettungsschläge zutrauten sind solche Zäune dabei ein echtes Problem

So ein relativ großes künstliches Gebilde mitten auf dem Golfplatz sollte meiner Meinung nach wie die Tribünen auf den Touren behandelt werden. Dort dürfen die Spieler solche künstlichen Gebilde in der Regel durch Freedrops aus der Spielrichtung nehmen. In dem Video geht es zwar um temporäre Gebilde, aber eben auch darum wenn diese in Spielrichtung im Weg sind youtu.be/gxvN7f3qYhE

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2 Wochen her
Golf Rules

Ein Schutzzaun hinter dem Grün schütz Unbeteiligte vor unpräzise gespielten Bällen - sorgt aber auch in der ein oder anderen Spielsituation für Fragen zur Fortsetzung des Golfspiels. Denn von dem zweifelsfrei unbeweglichen Hemmnis erhält der Spieler nach R16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" nur dann Erleichterung, wenn der Ball dieses berührt oder darauf liegt oder aber der beabsichtigten Stand oder der Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigt ist. Erleichterung bei Beeinträchtigung der Spiellinie ist im Regelwerk nicht vorgesehen.

Allerdings kann die Spielleitung durch das Inkraftsetzen von Musterplatzregel E-6 "Erleichterung von einem Schutzzaun in der Spiellinie" in Zusammenhang mit der Einrichtung einer Dropzone die Spieler unterstützen. Die Spielleitung sollte beim Einrichten der Dropzone berücksichtigen, dass Erleichterung nur für die Fälle verfügbar ist, in denen sie eine solche straflose Erleichterung für gerechtfertigt hält.

Insofern gilt auch in diesem Fall: "Augen auf" und am besten vor der Runde die Platzregeln (insbesondere auf fremden Plätzen) lesen... (tk)
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Ein Schutzzaun hinter dem Grün schütz Unbeteiligte vor unpräzise gespielten Bällen - sorgt aber auch in der ein oder anderen Spielsituation für Fragen zur Fortsetzung des Golfspiels. Denn von dem zweifelsfrei unbeweglichen Hemmnis erhält der Spieler nach R16.1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) nur dann Erleichterung, wenn der Ball dieses berührt oder darauf liegt oder aber der beabsichtigten Stand oder der Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigt ist. Erleichterung bei Beeinträchtigung der Spiellinie ist im Regelwerk nicht vorgesehen. 

Allerdings kann die Spielleitung durch das Inkraftsetzen von Musterplatzregel E-6 Erleichterung von einem Schutzzaun in der Spiellinie in Zusammenhang mit der Einrichtung einer Dropzone die Spieler unterstützen. Die Spielleitung sollte beim Einrichten der Dropzone berücksichtigen, dass Erleichterung nur für die Fälle verfügbar ist, in denen sie eine solche straflose Erleichterung für gerechtfertigt hält. 

Insofern gilt auch in diesem Fall: Augen auf und am besten vor der Runde die Platzregeln (insbesondere auf fremden Plätzen) lesen... (tk)Image attachment
2 Wochen her
Golf Rules

Wieder einmal Protagonist einer interessanten Regelsituation am Wochenende war Si Woo Kim (wir erinnern uns an unseren Beitrag vom 10.04.) in der dritten Runde beim RBC Heritage. Nach dem Putt aus dem Vorgrün bleibt der Ball knapp neben der Lochkante liegen. Der Südkoreaner geht zum Loch und beobachtet seinen Ball. Nach ca. einer Minute fällt dieser tatsächlich ins Loch zum Birdie. Sicher?

Nein, denn ragt ein Ball des Spielers nach einem Schlag teilweise über den Lochrand hinaus, ist es dem Spieler gestattet, innerhalb einer angemessenen Zeit das Loch zu erreichen und weitere zehn Sekunden zu warten, um zu sehen, ob der Ball in das Loch fällt (siehe Regel R13.3a "Wartezeit, um festzustellen, ob ein über den Lochrand hinausragender Ball ins Loch fallen wird").

Fällt der Ball innerhalb dieser Wartezeit ins Loch, hat der Spieler mit seinem
vorherigen Schlag eingelocht. Fällt der Ball nicht innerhalb dieser Wartezeit ins Loch, gilt er als in Ruhe befindlich.

Fällt der Ball anschließend ins Loch, bevor er gespielt wird, hat der Spieler mit dem vorigen Schlag eingelocht, aber er zieht sich einen Strafschlag zum
Ergebnis des Lochs hinzu.

Insofern dann doch kein Birdie sondern ein Par...

PS: Auf jeden Fall war erfreulich zu sehen, dass Si Woo Kim wieder mit einem Putter im Bag beim Turnier unterwegs war, nachdem dieser ja bei den Masters in Augusta "etwas Schaden" genommen hatte... 😉 (tk)

www.pgatour.com/video/2021/04/17/si-woo-kim_s-unlikely-par-ruling-after-birdie-putt-eventually-dr...

Si Woo Kim’s unlikely par ruling after birdie putt eventually drops at RBC Heritage - PGA TOUR Video
In the third round of the 2021 RBC Heritage, Si Woo Kim hits a 32-foot birdie putt from the fringe that hangs on the edge of the cup. Over a minute later, the ball drops in the hole. An official rules that because Kim exceeded time without unreasonable delay, the ball was deemed to be at rest, and t...
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Auf diversen Social Media Seiten wurde das Thema sehr kontrovers diskutiert. Denn die "Beteiligten" (Spieler / Caddie) sagen, dass der Ball sich definitiv noch bewegt hat (also die Regel mit dem Passus "gilt als Ball in Ruhe") hier nicht greift. Genau deswegen hätten sie die Minute gewartet - weil für sie noch eine Bewegung erkennbar war ... Und b) halten einige die Regel + Entscheidung für unsinnig. Besonders weil die Spieler beim Referee mehrfach betonten, der Ball hätte sich in ihren Augen noch bewegt. Und er ja dann hätte gar nicht gespielt werden dürfen. Da die Regel 10.1d dies nicht gestattet.

Nur so eine Überlegung. Der Ball befindet sich eine Minute in Bewegung?

2 Wochen her
Golf Rules

Regel 15 bestimmt, wann und wie der Spieler straflose Erleichterung von losen hinderlichen Naturstoffen und beweglichen Hemmnissen in Anspruch nehmen darf.

Diese beweglichen natürlichen und künstlichen Gegenstände werden nicht als Teil der Herausforderung angesehen, den Platz zu spielen. In den meisten Fällen ist es einem Spieler gestattet, sie zu entfernen, wenn sie das Spiel beeinträchtigen. Aber außerhalb des Grüns muss der Spieler beim Bewegen loser hinderlicher Naturstoffe in der Nähe seines Balls vorsichtig sein, da eine Strafe anfällt, wenn das Bewegen dieser Gegenstände verursacht, dass der Ball sich dabei bewegt.

Den Ball zu spielen, wie dieser zur Ruhe gekommen ist, ist dann manchmal die einzige Option. Und Stewart Cink zeigte am Wochenende in der dritten Runde der RBS Heritage an Loch 12 eindrucksvoll, wie das geht... (tk)

www.pgatour.com/video/2021/04/18/stewart-cink-saves-par-from-a-stick-at-rbc-heritage.html

Stewart Cink saves par from a stick at RBC Heritage - PGA TOUR Video
In the third round of the 2021 RBC Heritage, Stewart Cink hits his drive left on the par 4 12th hole, and it ends up against a stick in the pine straw. He’d avoid the stick on his second shot, hitting it greenside, then chipping it close to set up his par putt.
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Ein großartiger Golfer 👏

Wer will das kontrollieren, wenn nicht 100 Kameras den Ball verfolgen. Manche Regeln gehören auf den Prüfstand, wenn man den Golfsport wirklich attraktiv halten will

Golf Rules warum einzige Option "spielen wie er liegt? Ich kann doch den Ball für unspielbar erklären.

2 Wochen her
Golf Rules

Ein schönes Fundstück aus dem Internet wurde uns von Detlef zugetragen, der Autor liegt mit seinem Kommentar nämlich regeltechnisch daneben.

Wenn Pfosten die Grenze einer Penalty Area kennzeichnen, dann wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area.

Ferner heißt es in R17.1a: ein Ball befindet sich in einer Penalty Area, wenn er zum Teil innerhalb der Grenzen der Penalty Area entweder auf dem Boden liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) berührt oder sich oberhalb der Grenze oder eines anderen Teils der Penalty Area befindet.

Voraussetzend, dass der Ball den Pfosten berührt, ist dieser somit in der Penalty Area. Und da es sich in diesem Fall um eine Spielverbotszone handelt, muss der Spieler nach R17.1d "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" das Spiel mit einem Strafschlag fortsetzen... (tk)
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Ein schönes Fundstück aus dem Internet wurde uns von Detlef zugetragen, der Autor liegt mit seinem Kommentar nämlich regeltechnisch daneben.

Wenn Pfosten die Grenze einer Penalty Area kennzeichnen, dann wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area. 

Ferner heißt es in R17.1a: ein Ball befindet sich in einer Penalty Area, wenn er zum Teil innerhalb der Grenzen der Penalty Area entweder auf dem Boden liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) berührt oder sich oberhalb der Grenze oder eines anderen Teils der Penalty Area befindet. 

Voraussetzend, dass der Ball den Pfosten berührt, ist dieser somit in der Penalty Area. Und da es sich in diesem Fall um eine Spielverbotszone handelt, muss der Spieler nach R17.1d Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area das Spiel mit einem Strafschlag fortsetzen... (tk)

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Beim Tennis würde man sagen "zwei neue"

Ist dieser Ball jetzt in der PA, nur weil er den Pfosten berührt? Oder weil er den Pfosten nicht mittig berührt und daher 1-2mm des Balls über die virtuelle Auslinie hinüber ragen?

Bo

Geht ja eigentlich nur um die Spielverbotszone durch die grüne Kappe.Bei normal rot ,dasDing rausgezogen und gespielt und fertig.

nicht bei Unstimmigkeiten ohne Schiedsrichter

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2 Wochen her
Golf Rules

Unser Leser Tilman markierte uns unter einem Beitrag des GC Bad Münstereifel mit der Frage, wie eigentlich zu verfahren ist, wenn der Ball im Schnee zur Ruhe kommt.

Klar, spielen wie er liegt geht. Und was noch? Schnee ist zu finden in der Definition von zeitweiligem Wasser, einem der ungewöhnlichen Platzverhältnisse. Dort heißt es:

"(...) Sonderfälle:
• Tau und Reif sind kein zeitweiliges Wasser.
• Schnee und natürliches Eis, sind (anders als Reif), entweder lose hinderliche Naturstoffe oder, wenn sie sich auf dem Boden befinden, zeitweiliges Wasser je nach Wahl des Spielers."

Also, nach Wahl des Spielers lose hinderliche Naturstoffe, die auf jede Weise straflos entfernt werden dürfen ohne den Ball zu bewegen oder zeitweiliges Wasser, von dem straflose Erleichterung nach R16.1b (Ball im Gelände) in Anspruch genommen werden darf.

Und, was hättet ihr getan?
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Unser Leser Tilman markierte uns unter einem Beitrag des GC Bad Münstereifel mit der Frage, wie eigentlich zu verfahren ist, wenn der Ball im Schnee zur Ruhe kommt.

Klar, spielen wie er liegt geht. Und was noch? Schnee ist zu finden in der Definition von zeitweiligem Wasser, einem der ungewöhnlichen Platzverhältnisse. Dort heißt es:

(...) Sonderfälle:
• Tau und Reif sind kein zeitweiliges Wasser.
• Schnee und natürliches Eis, sind (anders als Reif), entweder lose hinderliche Naturstoffe oder, wenn sie sich auf dem Boden befinden, zeitweiliges Wasser je nach Wahl des Spielers.

Also, nach Wahl des Spielers lose hinderliche Naturstoffe, die auf jede Weise straflos entfernt werden dürfen ohne den Ball zu bewegen oder zeitweiliges Wasser, von dem straflose Erleichterung nach R16.1b (Ball im Gelände) in Anspruch genommen werden darf.

Und, was hättet ihr getan?Image attachmentImage attachment

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Also aufgrund ‚Spirit of the Game‘ hätte ich gespielt wie er liegt - da es sicherlich nur eine Gauderunde war 😉😆 aber sonst natürlich R-16.1 - da ja R-15 nichts bringt

Ich hätte ein Training aus der Spaßrunde gemacht, denn Firn ist wie Sand zu spielen und eignet sich perfekt zum Üben wenn man, wie ich auf 900m Höhe im April noch Schnee auf der Wiese hat und der Golfplatz noch geschlossen ist. Aber zum Thema - ich hätte die Situation als zeitweiliges Wasser behandelt oder einfach den Schlag probiert, um zu lernen, wie es sich anfühlt, durch den Schnee zu schlagen!

Hatte letzte Woche die selbe Situation. Erst Dropbereich von Schnee reinigen, dann R16.1b anwenden war irgendwann zu mühsam. Am Ende mit Spaß einfach drauf auf die Murmel. 😂

Ich hätte bei Schnee nicht gespielt. #Platzschonung

Da ich bei den Bedingungen zum Spaß spiele, spielen wie er liegt natürlich!

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3 Wochen her
Golf Rules

Unter einem anderen Beitrag stellte Isa uns folgende Frage:

"Wir haben wahnsinnig viele Gänse, Enten und Schwäne, manche Bahnen sind leider oft übersät von Kot unterschiedlichen Alters. Dass ich den wie auch immer (igitt) entfernen darf rund um meinen Ball ist klar. Frage: einen Ball, der mitten im oder direkt am 💩 liegt muss ich echt so spielen? (Platzregel sagt, bei Tierkot gelte 15.1)"

Erst einmal ist Tierkot ein loser, hinderlicher Naturstoff, der so ohne weiteres nur auf dem Grün vom Ball entfernt werden darf, da der Ball nicht einfach gereinigt werden darf, nur, wenn er aufgenommen werden darf, zB um ein Erleichterungsverfahren zu durchlaufen, nicht aber, wenn er aufgehoben werden darf, zB, weil er den Schlag eines anderen Spielers behindert. Bei Isa auf dem Platz gibt es dazu eine Platzregel, die noch einmal klarstellt, dass Tierkot ein loser hinderlicher Naturstoff ist und dass insoweit nach R15.1 zu verfahren ist, sprich, der Kot darf straflos auf jede Weise entfernt, der Ball aber nicht bewegt werden.

Wenn aber zB solche Gänsetoiletten wie bei Isa entstehen, und gibt es Bedenken über die Auswirkungen des Kots auf ein faires Spiel, darf die Spielleitung den Spielern die Möglichkeit einräumen, Kot als Boden in Ausbesserung zu behandeln, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist, Musterplatzregel F-12 ist dann das Mittel der Wahl:

"Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe nach Regel 8.1a an.]
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen
die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Hiernach hat der Spieler also die Wahl, wie zu verfahren ist und darf - wenn er nach R16.1 verfährt, den Ball auch reinigen, wenn Kot anhaftet.
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Unter einem anderen Beitrag stellte Isa uns folgende Frage:

Wir haben wahnsinnig viele Gänse, Enten und Schwäne, manche Bahnen sind leider oft übersät von Kot unterschiedlichen Alters. Dass ich den wie auch immer (igitt) entfernen darf rund um meinen Ball ist klar. Frage: einen Ball, der mitten im oder direkt am 💩 liegt muss ich echt so spielen? (Platzregel sagt, bei Tierkot gelte 15.1)

Erst einmal ist Tierkot ein loser, hinderlicher Naturstoff, der so ohne weiteres nur auf dem Grün vom Ball entfernt werden darf, da der Ball nicht einfach gereinigt werden darf, nur, wenn er aufgenommen werden darf, zB um ein Erleichterungsverfahren zu durchlaufen, nicht aber, wenn er aufgehoben werden darf, zB, weil er den Schlag eines anderen Spielers behindert. Bei Isa auf dem Platz gibt es dazu eine Platzregel, die noch einmal klarstellt, dass Tierkot ein loser hinderlicher Naturstoff ist und dass insoweit nach R15.1 zu verfahren ist, sprich, der Kot darf straflos auf jede Weise entfernt, der Ball aber nicht bewegt werden. 

Wenn aber zB solche Gänsetoiletten wie bei Isa entstehen, und gibt es Bedenken über die Auswirkungen des Kots auf ein faires Spiel, darf die Spielleitung den Spielern die Möglichkeit einräumen, Kot als Boden in Ausbesserung zu behandeln, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist, Musterplatzregel F-12 ist dann das Mittel der Wahl:

Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe nach Regel 8.1a an.] 
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen
die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Hiernach hat der Spieler also die Wahl, wie zu verfahren ist und darf - wenn er nach R16.1 verfährt, den Ball auch reinigen, wenn Kot anhaftet.Image attachment

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Wir haben das Problem nur an unserem Inselgrün und dazu keine Platzregel. Also müssen wir den Ball so spielen wie er liegt, ich musste da schon durch. Hat mich einen Schlag gekostet, da man nicht unbeeinflusst den Ball spielt.

Das Foto ist Hunde-💩😂 - ein mindestens ebenso großes Ärgernis (und ich hab selbst 2)

3 Wochen her
Golf Rules

Unser Freund Ralph schickte uns dieses wunderschöne Motiv aus einem seiner Golfkalender, verbunden mit der Frage: "Ein Bekannter von mir lag an der 4 Niedersachsen Course (das erste Par 3 über die Schlucht) rechts auf dem dem Weg am rechten Rand. Da ist dann auch nochmal eine Steinmauer. Daher meine wahrscheinlich peinliche Frage: Wird Schlägerlänge eigentlich Luftlinie (wie ich mir ziemlich sicher bin) oder Gelände gemessen?"

Eine spannende Frage, die wahrscheinlich nicht allzu häufig vorkommt. Normalerweise wird der Schläger zum Messen des Erleichterungsbereiches auf den Boden gelegt und der Bereich von ein oder zwei Schlägerlängen gemessen. Was aber ist, wenn sich dort ein Absatz oder ein Graben befindet?

Ihr werdet es Euch schon denken, dass sich auch in diesem Fall in dem Regelwerk die passende Antwort findet. In der Definition "Erleichterungsbereich" heißt es nämlich, dass wenn Schlägerlängen zum Bestimmen der Größe eines Erleichterungsbereichs verwendet werden, der Spieler unmittelbar über einen Graben, ein Loch oder etwas Ähnliches messen und direkt über oder durch einen Gegenstand (zum Beispiel Baum, Zaun, Mauer, Tunnel, Drainage oder Sprinklerkopf) messen darf. Er darf aber nicht durch Bodenwellen hindurch messen.

Insofern zählt die horizontale Länge des Schlägers, wenn sich der Erleichterungsbereich in dem Beispiel der Frage auf zwei Ebenen befindet. (tk)
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Unser Freund Ralph schickte uns dieses wunderschöne Motiv aus einem seiner Golfkalender, verbunden mit der Frage: Ein Bekannter von mir lag an der 4 Niedersachsen Course (das erste Par 3 über die Schlucht) rechts auf dem dem Weg am rechten Rand. Da ist dann auch nochmal eine Steinmauer. Daher meine wahrscheinlich peinliche Frage: Wird Schlägerlänge eigentlich Luftlinie (wie ich mir ziemlich sicher bin) oder Gelände gemessen?

Eine spannende Frage, die wahrscheinlich nicht allzu häufig vorkommt. Normalerweise wird der Schläger zum Messen des Erleichterungsbereiches auf den Boden gelegt und der Bereich von ein oder zwei Schlägerlängen gemessen. Was aber ist, wenn sich dort ein Absatz oder ein Graben befindet?

Ihr werdet es Euch schon denken, dass sich auch in diesem Fall in dem Regelwerk die passende Antwort findet. In der Definition Erleichterungsbereich heißt es nämlich, dass wenn Schlägerlängen zum Bestimmen der Größe eines Erleichterungsbereichs verwendet werden, der Spieler unmittelbar über einen Graben, ein Loch oder etwas Ähnliches messen und direkt über oder durch einen Gegenstand (zum Beispiel Baum, Zaun, Mauer, Tunnel, Drainage oder Sprinklerkopf) messen darf. Er darf aber nicht durch Bodenwellen hindurch messen.

Insofern zählt die horizontale Länge des Schlägers, wenn sich der Erleichterungsbereich in dem Beispiel der Frage auf zwei Ebenen befindet. (tk)Image attachment

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Ich würde meinen, dass diese Art der Problemlösung nicht in Anspruch genommen werden kann und der Schlag zu wiederholen ist, oder in Verlängerung zur Fahne gedroppt werden muss.

3 Wochen her
Golf Rules

"Auch ohne Markierung gelten frisch verlegte Soden als Boden in Ausbesserung". So oder so ähnlich steht es in vielen Turnierbedingungen / Hardcard bzw. Platzregeln. Doch was heißt das für den Spieler?

Boden in Ausbesserung ist als ungewöhnliche Platzverhältnisse einer der Umstände nach dem straflose Erleichterung gemäß Regel R16.1 gewährt wird, das heißt der Spieler hat zunächst einmal ein Wahlrecht, ob er den Ball spielen möchte, wie er liegt oder straflose Erleichterung in Anspruch nehmen mag. So viel zur Grundlage.

Oft möchte die Golfanlage aber gar nicht, dass von dort gespielt wird. Das wird dann aber nicht über den Boden in Ausbesserung an sich sondern über eine weitere Platzregel geregelt, nämlich durch das Einrichten einer entsprechenden Spielverbotszone, ggf. mit Betretungsverbot. Hierbei sollte die Spielleitung im Sinne des "Spirit of the Game" aber zurückhaltend agieren und dem Spieler die Option lassen, wenn es vertretbar ist, aus ungewöhnlichen Platzverhältnissen zu spielen, dieses auch zu dürfen.

Oder, Polle?
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Auch ohne Markierung gelten frisch verlegte Soden als Boden in Ausbesserung. So oder so ähnlich steht es in vielen Turnierbedingungen / Hardcard bzw. Platzregeln. Doch was heißt das für den Spieler?

Boden in Ausbesserung ist als ungewöhnliche Platzverhältnisse einer der Umstände nach dem straflose Erleichterung gemäß Regel R16.1 gewährt wird, das heißt der Spieler hat zunächst einmal ein Wahlrecht, ob er den Ball spielen möchte, wie er liegt oder straflose Erleichterung in Anspruch nehmen mag. So viel zur Grundlage. 

Oft möchte die Golfanlage aber gar nicht, dass von dort gespielt wird. Das wird dann aber nicht über den Boden in Ausbesserung an sich sondern über eine weitere Platzregel geregelt, nämlich durch das Einrichten einer entsprechenden Spielverbotszone, ggf. mit Betretungsverbot. Hierbei sollte die Spielleitung im Sinne des Spirit of the Game aber zurückhaltend agieren und dem Spieler die Option lassen, wenn es vertretbar ist, aus ungewöhnlichen Platzverhältnissen zu spielen, dieses auch zu dürfen.

Oder, Polle?
3 Wochen her
Golf Rules

Und eine weiter Bahn später macht Matt Jones bei dem Masters mit der Penalty Area im Dogleg links an Loch 13 Bekanntschaft. Der Ball bleibt an den Bäumen hängen, prallt ab und kommt im Rae's Creek zur Ruhe.

Er entscheidet sich nach R17.1d(3) "Seitliche Erleichterung" in Anspruch zu nehmen, da es sich um eine roten Penalty Area handelte. Er droppt seinen Ball innerhalb der zwei Schlägerlängen auf der linken Seite der Penalty Area (letzter Kreuzungspunkt), dieser rollt aber wieder zurück in die Penalty Area.

Nach R14.3c(2) "Auf die richtige Weise gedroppter Ball muss im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommen / Was zu tun ist, wenn ein auf die richtige Weise gedroppter Ball außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe kommt." muss der Spieler ein zweites Mal einen Ball auf richtige Weise droppen. Der Australier droppt ein zweites Mal und der Vorgang wiederholt sich - der Ball rollt wiederum in die Penalty Area.

Der Spieler muss dann das Erleichterungsverfahren abschließen, indem er einen Ball nach den Verfahren zum Zurücklegen eines Balls in Regeln 14.2b(2) und 14.2e wie folgt hinlegt:
- Der Spieler muss den Ball an die Stelle legen, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte.
- Bleibt der hingelegte Ball nicht an dieser Stelle liegen, muss der Spieler den Ball ein zweites Mal an diese Stelle legen.
- Bleibt der zum zweiten Mal hingelegte Ball erneut nicht an der Stelle liegen, muss der Spieler einen Ball an die nächstgelegene Stelle hinlegen, an der der Ball liegen bleibt, vorbehaltlich der Einschränkungen nach Regel 14.2e.

Mit Unterstützung des Referees legt Jones den Ball an diese Stelle, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte, spielt das Bogey, schafft nach zwei Runden Cut und beendet das Turnier auf dem geteilten 26.Platz... (tk)
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Und eine weiter Bahn später macht Matt Jones bei dem Masters mit der Penalty Area im Dogleg links an Loch 13 Bekanntschaft. Der Ball bleibt an den Bäumen hängen, prallt ab und kommt im Raes Creek zur Ruhe.

Er entscheidet sich nach R17.1d(3) Seitliche Erleichterung in Anspruch zu nehmen, da es sich um eine roten Penalty Area handelte. Er droppt seinen Ball innerhalb der zwei Schlägerlängen auf der linken Seite der Penalty Area (letzter Kreuzungspunkt), dieser rollt aber wieder zurück in die Penalty Area. 

Nach R14.3c(2) Auf die richtige Weise gedroppter Ball muss im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommen / Was zu tun ist, wenn ein auf die richtige Weise gedroppter Ball außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe kommt. muss der Spieler ein zweites Mal einen Ball auf richtige Weise droppen. Der Australier droppt ein zweites Mal und der Vorgang wiederholt sich - der Ball rollt wiederum in die Penalty Area. 

Der Spieler muss dann das Erleichterungsverfahren abschließen, indem er einen Ball nach den Verfahren zum Zurücklegen eines Balls in Regeln 14.2b(2) und 14.2e wie folgt hinlegt:
- Der Spieler muss den Ball an die Stelle legen, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte.
- Bleibt der hingelegte Ball nicht an dieser Stelle liegen, muss der Spieler den Ball ein zweites Mal an diese Stelle legen.
- Bleibt der zum zweiten Mal hingelegte Ball erneut nicht an der Stelle liegen, muss der Spieler einen Ball an die nächstgelegene Stelle hinlegen, an der der Ball liegen bleibt, vorbehaltlich der Einschränkungen nach Regel 14.2e.

Mit Unterstützung des Referees legt Jones den Ball an diese Stelle, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte, spielt das Bogey, schafft nach zwei Runden Cut und beendet das Turnier auf dem geteilten 26.Platz... (tk)

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Immer wieder erstaunlich, dass Tour-Pros die Regeln ihres schönen von klein auf gelernten Berufs nicht kennen oder zumindest unsicher sind diese ohne Anleitung umzusetzen. Neben Yardage- und Greenbooks ein weiterer Grund für quälend lange Runden.

3 Wochen her
Golf Rules

Gleiche Veranstaltung, gleiches Loch wie in unserem Beitrag von Freitag - allerdings einen Schlag weiter...

Die Blumenbeete hinter dem "Golden Bell" scheinen sich in diesem Jahr größter Beliebtheit zu erfreuen. Die magische Anziehung war auch in der Nachmittagsrunde bei DeChambeau zu sehen, dessen Ball glücklicherweise wieder zurück auf das Vorgrün sprang.

Ian Poulter hingegen musste mit einem kurzen Chip aus den Büschen spielen - was uns zu einer sehr häufig diskutierten Regelsituation führt: das redliche Beziehen der Standposition.

In Regel 8 befasst sich mit einem der wesentlichen Grundsätze des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern. Der Spieler darf jedoch bestimmte angemessene Handlungen vornehmen, auch wenn sie diese Bedingungen verbessern.

Nach R8.1b(6) "Erlaubte Handlungen" darf der Spieler redlich seine Standposition beziehen. Er hat dabei aber keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. Zum Beispiel darf er rückwärts an einen Ast oder eine Ausmarkierung herangehen, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Stand für den ausgewählten Schlag einzunehmen, auch wenn dies den Ast oder die Ausmarkierung aus dem Weg räumt oder verursacht, dass etwas verbogen wird oder bricht. Oder er darf sogar einen Ast mit den Händen wegbiegen, um zum Spielen des Balls unter einen Baum zu gelangen, wenn dies der einzige Weg ist, zur Einnahme des Stands unter den Baum zu gelangen.

Ein Referee-Kollege gab mir mal den Tipp "beide Hände an den Schläger und dann die Standposition beziehen" - das ist eine gute Option damit unerlaubte Handlungen möglichst ausbleiben. Vielleicht denkt Ihr beim nächsten Versuch einfach mal daran... (tk)
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Gleiche Veranstaltung, gleiches Loch wie in unserem Beitrag von Freitag - allerdings einen Schlag weiter...

Die Blumenbeete hinter dem Golden Bell scheinen sich in diesem Jahr größter Beliebtheit zu erfreuen. Die magische Anziehung war auch in der Nachmittagsrunde bei DeChambeau zu sehen, dessen Ball glücklicherweise wieder zurück auf das Vorgrün sprang.

Ian Poulter hingegen musste mit einem kurzen Chip aus den Büschen spielen - was uns zu einer sehr häufig diskutierten Regelsituation führt: das redliche Beziehen der Standposition.

In Regel 8 befasst sich mit einem der wesentlichen Grundsätze des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern. Der Spieler darf jedoch bestimmte angemessene Handlungen vornehmen, auch wenn sie diese Bedingungen verbessern.

Nach R8.1b(6) Erlaubte Handlungen darf der Spieler redlich seine Standposition beziehen. Er hat dabei aber keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. Zum Beispiel darf er rückwärts an einen Ast oder eine Ausmarkierung herangehen, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Stand für den ausgewählten Schlag einzunehmen, auch wenn dies den Ast oder die Ausmarkierung aus dem Weg räumt oder verursacht, dass etwas verbogen wird oder bricht. Oder er darf sogar einen Ast mit den Händen wegbiegen, um zum Spielen des Balls unter einen Baum zu gelangen, wenn dies der einzige Weg ist, zur Einnahme des Stands unter den Baum zu gelangen.

Ein Referee-Kollege gab mir mal den Tipp beide Hände an den Schläger und dann die Standposition beziehen - das ist eine gute Option damit unerlaubte Handlungen möglichst ausbleiben. Vielleicht denkt Ihr beim nächsten Versuch einfach mal daran... (tk)
3 Wochen her
Golf Rules

Eine "8" an einem Par 5 - da muss ja schon eine Menge schief gelaufen sein. Der Blick von Adam Scott verrät es, denn an Loch 15 muss er sich in der dritten Runde der Masters gleich zwei Strafschläge hinzurechnen. Regeltechnisch ist der Schlag ins Wasser dabei aber nicht so interessant - spannend eher der Verstoß gegen R9.4 "Ball durch den Spieler aufgenommen oder bewegt".

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Zudem zieht er sich nach R 9.4b einen Strafschlag zu. (tk)
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4 Wochen her
Golf Rules

Disqualifikationen sind eher die Ausnahme bei Tourspielern, bei den Masters allemal. Trotzdem hat es einer der Spieler am Freitag "geschafft" die golferische Maximalstrafe auf sich zu ziehen. Ihr fragt Euch wie? So:

Für Matthew Wolff liefen die Dinge bei den Masters schon nicht gut, Freitag wurden sie dann aber schlecht.

Wolff, der bereits fünf Top-Ten Platzierungen bei PGA Turnieren vorweisen kann obwohl er erst 21 ist, startete in seine zweite Runde bei den 2021 Masters indem er seinen Drive nach rechts in den Pinienwald verzog.

Das Problem wurde größer als er nach einem vergebenen Chip das Startloch mit einem Quadruplebogey verließ. Aber dafür wird man ja nicht disqualifiziert.

Wolffs größter Fehler auf der Runde war, dass er eine Scorekarte unterschrieb, auf der ein niedrigeres Ergbenis bestätigt wurde, als er gespielt hat.

Er hätte so oder so den Cut nicht geschafft, sodass hier vielleicht ein Verhaltestrend zu erkennen ist, dass ihm Dinge egal werden, wenn es nicht läuft.

Bei den WGC Workday Championships gab er nach einer Eröffnungsrunde von 83 Schlägen auf, ein paar Wochen vorher nach einer 78 bei den Farmers Insurance Open.

Im Januar gab es schon einen Regenfall bei den AMEX Open mit ihm: Auf der ersten Bahn des Stadium Course PGA West, spielte Wolff seinen Ball ins linke Rough, beim Rückschwung bewegte sich sein Ball und Rules Official Slugger White besprach die Situation mit Wolff, Wolff stellte klar, nicht für die Bewegung seines Balls verantwortlich gewesen zu sein.

Diese Situation wurde im Anschluss jedoch neu bewertet, als die Spielleitung TV-Aufnahmen sichtet, die die Bewegung des Balls zeigten. Im Anschluss wurde ihm ein Strafschlag nach R9.4b für das Bewegen seines Balls zugeschlagen.

Es wird also wohl spannend sein, in der Zukunft zu sehen, wie sich das ganze entwickelt...
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Disqualifikationen sind eher die Ausnahme bei Tourspielern, bei den Masters allemal. Trotzdem hat es einer der Spieler am Freitag geschafft die golferische Maximalstrafe auf sich zu ziehen. Ihr fragt Euch wie? So:

Für Matthew Wolff liefen die Dinge bei den Masters schon nicht gut, Freitag wurden sie dann aber schlecht.

Wolff, der bereits fünf Top-Ten Platzierungen bei PGA Turnieren vorweisen kann obwohl er erst 21 ist, startete in seine zweite Runde bei den 2021 Masters indem er seinen Drive nach rechts in den Pinienwald verzog.

Das Problem wurde größer als er nach einem vergebenen Chip das Startloch mit einem Quadruplebogey verließ. Aber dafür wird man ja nicht disqualifiziert.

Wolffs größter Fehler auf der Runde war, dass er eine Scorekarte unterschrieb, auf der ein niedrigeres Ergbenis bestätigt wurde, als er gespielt hat.

Er hätte so oder so den Cut nicht geschafft, sodass hier vielleicht ein Verhaltestrend zu erkennen ist, dass ihm Dinge egal werden, wenn es nicht läuft.

Bei den WGC Workday Championships gab er nach einer Eröffnungsrunde von 83 Schlägen auf, ein paar Wochen vorher nach einer 78 bei den Farmers Insurance Open.

Im Januar gab es schon einen Regenfall bei den AMEX Open mit ihm: Auf der ersten Bahn des Stadium Course PGA West, spielte Wolff seinen Ball ins linke Rough, beim Rückschwung bewegte sich sein Ball und Rules Official Slugger White besprach die Situation mit Wolff, Wolff stellte klar, nicht für die Bewegung seines Balls verantwortlich gewesen zu sein.

Diese Situation wurde im Anschluss jedoch neu bewertet, als die Spielleitung  TV-Aufnahmen sichtet, die die Bewegung des Balls zeigten. Im Anschluss wurde ihm ein Strafschlag nach R9.4b für das Bewegen seines Balls zugeschlagen.

Es wird also wohl spannend sein, in der Zukunft zu sehen, wie sich das ganze entwickelt...Image attachment

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Als Tourspieler darf so etwas nicht sein. Zum Scorekarten-Unterschreiben kontrolliere ich inzwischen immer nochmal genau was ich unterschreibe. Denn nur nach der Runde gegenseitig die Ergebnisse vorlesen und das vorgelesene unterschreiben hatte bei einer Mannschaftsspielerin im Ligaturnier schon schlimme Folgen. Ihr Zähler hatte eine andere Zahl vorgelesen als auf der Scorekarte stand, nämlich ein Schlag weniger. Das fiel natürlich beim Endergebnis auch der Mannschaft auf und entsprach auch nicht der Wahrheit. Beim Nachfragen im Sekretariat und bei der Zählerin konnte dies nicht mehr geklärt und geändert werden. Folge ist, dem Vorlesen der Zähler nicht blind vertrauen. Leider leider

Mein like gilt Eurem Beitrag und nicht dem dargestellten Verhalten des Spielers. Da scheint der "Spirit of the game" noch nicht ausreichend verstanden zu sein ...

Ich möchte angesichts dieses geschilderten „Falles“ hier einmal deponieren, dass es eine Gruppe/Forum/Plattform längst benötigt hat, die mit diesen und bisher geposteten Informationen und Erkenntnissen den Golfsport bereichert. Danke für eure Arbeit, die Top ist 👏👍 Zum Thema Scorekarte falsch unterschreiben braucht es keine Diskussion. Das ist mir und wird mir niemals passieren. Da schon eher, dass ich mir die Startzeit nicht merken kann und deshalb eine DQ bekomme😂 Zum Thema Ball bewegt sich. R&A hätte längst eine Regel implementieren dürfen, die eine minimale Bewegung außer Strafe stellt, da der Golfschlag ohnedies so derartig komplex ist, dass eine Balllage, die um 5mm anders ist als vorher, keinen Vorteil erwirkt. Mir hat der Referee in Murstätten 2011 den Ball um 20cm weiter rechts legen lassen - straffrei. Was war ? Ich droppte unter Anleitung des Referees (weil er zufällig dort stand) ganz korrekt. Er stand zwischen Ball und Wasser. Noch bevor ich den Ball spielen konnte meinte er, dass sich der Ball bewegt hat und ich ihn zurücklegen muss. Ich habe das nicht einmal bemerkt und auch nicht mein Gegner! Nur blieb der Ball um keinen Preis an der Stelle liegen. Also deutete er auf einen Punkt 20cm daneben hin - dort blieb er dann liegen. Völlig sinnbefreite Aktion!

4 Wochen her
Golf Rules

Runde 2 bei den Masters und Si Woo Kim beschädigt frustriert seinen Putter an Loch 14. Ab da nutzte er auf den Grüns dann sein Holz. Aber warum eigentlich - andere Putter sollten in Augusta doch bestimmt verfügbar sein?

Regel 4.1b(3) "Kein Ersatz verlorener oder beschädigter Schläger" besagt, dass ein Spieler, der seine Runde mit 14 Schlägern beginnt, einen Schläger nicht durch einen anderen ersetzen darf, welcher verloren oder durch den Spieler beschädigt wurde.

Eine Ausnahme hiervon gilt nur, wenn der Spieler die Beschädigung nicht selber verursacht hat (zum Beispiel durch einen äußeren Einfluss oder Naturkräfte oder durch eine andere Person (außer dem Spieler oder seinem Caddie)).

Insofern hätte Kim den verzogenen Putter zwar weiterhin nutzen können - er zog es vor aber das Spiel auf dem Grün mit dem Holz fortzusetzen. (tk)
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Runde 2 bei den Masters und Si Woo Kim beschädigt frustriert seinen Putter an Loch 14. Ab da nutzte er auf den Grüns dann sein Holz. Aber warum eigentlich - andere Putter sollten in Augusta doch bestimmt verfügbar sein?

Regel 4.1b(3) Kein Ersatz verlorener oder beschädigter Schläger besagt, dass ein Spieler, der seine Runde mit 14 Schlägern beginnt, einen Schläger nicht durch einen anderen ersetzen darf, welcher verloren oder durch den Spieler beschädigt wurde. 

Eine Ausnahme hiervon gilt nur, wenn der Spieler die Beschädigung nicht selber verursacht hat (zum Beispiel durch einen äußeren Einfluss oder Naturkräfte oder durch eine andere Person (außer dem Spieler oder seinem Caddie)).

Insofern hätte Kim den verzogenen Putter zwar weiterhin nutzen können - er zog es vor aber das Spiel auf dem Grün mit dem Holz fortzusetzen. (tk)

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Was ist bei einem Material Fehler? Hatte mal den Fall bei einem Mitspieler dass das Insert aus dem Putter gesprungen ist. Er hat sich dann den Putter vom Marshal geliehen und wurde nach der Runde Disqualifiziert. War doch nicht sein verschulden?

Ich hatte zwar kein Problem damit auf der Turnierrunde in Adamstal, aber interessant wäre dennoch, ob ich den Schläger hätte tauschen können. Ich hatte das Eisen 4 und den Putter vom Cart mit zum Green genommen, chippte mit dem Eisen den Ball zur Fahne und schupfte das Eisen in Richtung Cart. Mein Flightpartner chippte ein, holte seinen Ball, ging zum Cart und fuhr mir zum Green entgegen. Nachdem ich das Loch fertiggespielt hatte, tauschten wir wieder das Steuer am Cart - das Eisen hatte ich längst vergessen und fuhr mir im Rückwärtsgang über den Kopf des Eisens, der mit lautem Knacks brach. Hätte ich den Schläger ohne DIS tauschen können?

Und wie sieht es aus , wenn der Schlägerkopf beim normalen Schlag wegfliegt/löst ? Selber verursacht aber oder äusserer Einfluss d.h.Materialermüdung

4 Wochen her
Golf Rules

FORE! Die ersten Bälle fliegen wieder im Augusta National bei den Masters - manchmal auch etwas unorthodox. Im Amen Corner macht Steward Cink fast Bekanntschaft direkt nach seinem Abschlag an Loch 12 mit der verzogenen Annäherung von Hendrik Stenson an Loch 11 😉

Aber kein Problem - Cink bleibt unverletzt und spielt das Birdie am "Golden Bell" - wohl einem der bekanntesten Par 3-Löchern.

Aber mal unabhängig von dieser Situation - die Gefährdung der Sicherheit von Spielern kann als "schwerwiegendes Fehlverhalten" gewertet werden. Da die sich hieraus ergebene Disqualifikation die schwerste Form der Sanktion für einen Spieler ist, sollte die Spielleitung unter Berücksichtigung aller Umstände entscheiden, ob das Fehlverhalten wirklich schwerwiegend ist. Und selbst wenn die Spielleitung ein schwerwiegendes Fehlverhalten feststellt, kann sie entscheiden, dass es angemessen ist, den Spieler nur zu verwarnen und anzukündigen, dass dieses Fehlverhalten oder ein ähnliches Fehlverhalten im Wiederholungsfall zu einer Disqualifikation führen wird, anstatt ihn gleich zu disqualifizieren.

Gemäß der Beschreibung in R1.2 "Richtlinien für das Verhalten von Spielern" muss hierfür die Festlegung zwischen "Fehlverhalten" und "schwerwiegenden Fehlverhalten" in Verhaltensvorschriften definiert sein. (tk)
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FORE! Die ersten Bälle fliegen wieder im Augusta National bei den Masters - manchmal auch etwas unorthodox. Im Amen Corner macht Steward Cink fast Bekanntschaft direkt nach seinem Abschlag an Loch 12 mit der verzogenen Annäherung von Hendrik Stenson an Loch 11 ;-)

Aber kein Problem - Cink bleibt unverletzt und spielt das Birdie am Golden Bell - wohl einem der bekanntesten Par 3-Löchern.

Aber mal unabhängig von dieser Situation - die Gefährdung der Sicherheit von Spielern kann als schwerwiegendes Fehlverhalten gewertet werden. Da die sich hieraus ergebene Disqualifikation die schwerste Form der Sanktion für einen Spieler ist, sollte die Spielleitung unter Berücksichtigung aller Umstände entscheiden, ob das Fehlverhalten wirklich schwerwiegend ist. Und selbst wenn die Spielleitung ein schwerwiegendes Fehlverhalten feststellt, kann sie entscheiden, dass es angemessen ist, den Spieler nur zu verwarnen und anzukündigen, dass dieses Fehlverhalten oder ein ähnliches Fehlverhalten im Wiederholungsfall zu einer Disqualifikation führen wird, anstatt ihn gleich zu disqualifizieren.

Gemäß der Beschreibung in R1.2 Richtlinien für das Verhalten von Spielern muss hierfür die Festlegung zwischen Fehlverhalten und schwerwiegenden Fehlverhalten in Verhaltensvorschriften definiert sein. (tk)

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Obwohl heutzutage meistens eher die Knöchel gefährdet sind😈

Fooooooooooore!!!!

Meine Frau fragte mich während der Übertragung, ob Cink seinen Abschlag hätte wiederholen dürfen, wenn Stensons Ball vielleicht noch einen Moment früher neben Cink gelandet wäre. Meine Antwort war, daß er selbst bei einem "Treffer" den Schlag nicht hätte wiederholen dürfen. War das korrekt?

4 Wochen her
Golf Rules

Vielleicht ungewöhnlich, aber einen Tierloch kann auch kann sich auch in einem Bunker befinden. Denn der Begriff Tierloch schließt ja auch das vom Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde ein.

Nach R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker" bekommt der Spieler straflose Erleichterung im Bunker, wenn Ballage, Stand oder Schwung durch das Tierlioch behindert werden. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen.

Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet.

Alternativ kann der Spieler in diesem Fall auch den Ball "auf der Linie zurück" außerhalb des Bunkers droppen - dann allerdings unter Hinzurechnen eines Strafschlags (s. hierzu R16.1c(2))... (tk)
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Vielleicht ungewöhnlich, aber einen Tierloch kann auch kann sich auch in einem Bunker befinden. Denn der Begriff Tierloch schließt ja auch das vom Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde ein.

Nach R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker bekommt der Spieler straflose Erleichterung im Bunker, wenn Ballage, Stand oder Schwung durch das Tierlioch behindert werden. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen.

Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet. 

Alternativ kann der Spieler in diesem Fall auch den Ball auf der Linie zurück außerhalb des Bunkers droppen - dann allerdings unter Hinzurechnen eines Strafschlags (s. hierzu R16.1c(2))... (tk)

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Die Behinderung nur beim Stand kann durch eine Platzregel ausgeschlossen werden (Musterplatzregel F-6). Also wie immer: Platzregeln lesen😉

4 Wochen her
Golf Rules

Falls Ihr es noch nicht gesehen haben solltet - die neuen Clarifications sind da. Allerdings mit wenig spannendem Neuen. Aber irgendwie war es zu vermuten, dass die Auswirkungen des WHS (World Handicap System) es auch ins Regelwerk schaffen (zumindest indirekt)...

www.randa.org/~/media/rules-modernization/resources-center/files/clarifications-of-the-2019-rules...
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Falls Ihr es noch nicht gesehen haben solltet - die neuen Clarifications sind da. Allerdings mit wenig spannendem Neuen.  Aber irgendwie war es zu vermuten, dass die Auswirkungen des WHS (World Handicap System) es auch ins Regelwerk schaffen (zumindest indirekt)...

https://www.randa.org/~/media/rules-modernization/resources-center/files/clarifications-of-the-2019-rules-of-golf---april-2021.ashx

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„Ohne wenig spannendes Neues“? Also viel spannendes Neues 🙂

4 Wochen her
Golf Rules

Folgende Regelfrage stellte Walter:
"In den Interpretationen zur Regel 8.la heißt es in Nummer 4, dass das Zurückbiegen eines im Aus stehenden Zaunteils, das auf den Platz ragt, unzulässig ist, da der Spieler damit ein eigentlich unbewegliches Hemmnis biegt.
Wie ist ein solcher Zaun zu beurteilen, wenn er komplett im Aus steht und nicht überhängt (die Auslinie läuft definitiv vor (!) dem Zaun), dieser Zaun aber z.B. den Schwung des Spielers bei sachgerichteter, vernünftiger Ausrichtung behindert?
Oder andersrum gefragt... Wird ein solches Teil erst dann zum unbeweglichen Hemmnis, wenn es den Platz tangiert, oder gibt es auch Hemmnisse außerhalb des Platzes?"

Es kommt auf die Art des Hemmnisses an:
- Ein bewegliches Hemmnis darf der Spieler überall auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf beliebige Weise entfernen (s. Regel R15.2a(1)).
- Ein unbewegliches Hemmnis wird in den Regeln in R16 den ungewöhnlichen Platzverhältnissen gleichgesetzt. Hier gilt nach Regel R16.1a(2), dass Erleichterung bei Beeinträchtigung nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt (außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17)).

Insofern ist das Zurückbiegen des Zauns (unbewegliches Hemmnis) im Aus in der Interpretation I8.1a/4 eine unzulässige Handlung und führt zu einem Regelverstoß (Grundstrafe) gegen Regel 8.1a. (tk)
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Folgende Regelfrage stellte Walter:
In den Interpretationen zur Regel 8.la heißt es in Nummer 4, dass das Zurückbiegen eines im Aus stehenden Zaunteils, das auf den Platz ragt, unzulässig ist, da der Spieler damit ein eigentlich unbewegliches Hemmnis biegt.
Wie ist ein solcher Zaun zu beurteilen, wenn er komplett im Aus steht und nicht überhängt (die Auslinie läuft definitiv vor (!) dem Zaun), dieser Zaun aber z.B. den Schwung des Spielers bei sachgerichteter, vernünftiger Ausrichtung behindert?
Oder andersrum gefragt... Wird ein solches Teil erst dann zum unbeweglichen Hemmnis, wenn es den Platz tangiert, oder gibt es auch Hemmnisse außerhalb des Platzes?

Es kommt auf die Art des Hemmnisses an: 
- Ein bewegliches Hemmnis darf der Spieler überall auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf beliebige Weise entfernen (s. Regel R15.2a(1)).
- Ein unbewegliches Hemmnis wird in den Regeln in R16 den ungewöhnlichen Platzverhältnissen gleichgesetzt. Hier gilt nach Regel R16.1a(2), dass Erleichterung bei Beeinträchtigung nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt (außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17)).

Insofern ist das Zurückbiegen des Zauns (unbewegliches Hemmnis) im Aus in der Interpretation I8.1a/4 eine unzulässige Handlung und führt zu einem Regelverstoß (Grundstrafe) gegen Regel 8.1a. (tk)

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Danke 👍 Das kann ich mal so weitergeben 😉

Ich habe die Frage anders verstanden: ist etwas Unbewegliches, das sich komplett im Aus ("... und nicht überhängt") befindet und einen am Schwung behindert als Hemmnis zu behandeln, dh gibt es straflose Erleichterung?

Bild sieht nach Loch 9 von C Castrop-Rauxel aus...?

Darf ein einzeln stehender Auspfahl (der in den Platz ragt) straffrei in die Senkrechte gebracht werden, um zu sehen, ob der Ball noch im Spiel ist?

1 Monat her
Golf Rules

Lose hinderliche Naturstoffe sind unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel:
• Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke,
• tote Tiere und tierische Abfälle;
• Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
• Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie
• befestigt sind oder wachsen,
• fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder
• am Ball anhaften.

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich einen Strafschlag
nach Regel 9.4b zu (wenn der bewegte Ball außerhalb des Grüns lag).

Soweit so gut - aber angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, ist auch "Boden in Ausbesserung". Sprich der Spieler hat bei der Balllage in so einem Asthaufen auch die Möglichkeit nach Regel 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich am nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu nehmen. (tk)
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Lose hinderliche Naturstoffe sind unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel:
• Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke,
• tote Tiere und tierische Abfälle; 
• Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
• Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie
• befestigt sind oder wachsen,
• fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder
• am Ball anhaften.

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich einen Strafschlag
nach Regel 9.4b zu (wenn der bewegte Ball außerhalb des Grüns lag).

Soweit so gut - aber angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, ist auch Boden in Ausbesserung. Sprich der Spieler hat bei der Balllage in so einem Asthaufen auch die Möglichkeit nach Regel 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich am nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu nehmen. (tk)

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Wie seht ihr es bei Schnittgut, das (aus meiner Sicht) nicht eindeutig zum Abtransport aufgehäuft wurde? Bei uns wurde eine Art Wall(?) aufgehäuft. Leider direkt hinter einem Grün der Übungsbahnen...

Wir haben wahnsinnig viele Gänse, Enten und Schwäne, manche Bahnen sind leider oft übersät von Kot unterschiedlichen Alters. Dass ich den wie auch immer (igitt) entfernen darf rund um meinen Ball ist klar. Frage: einen Ball, der mitten im oder direkt am 💩 liegt muss ich echt so spielen? (Platzregel sagt, bei Tierkot gelte 15.1)

1 Monat her
Golf Rules

Schön sind sie ja, die Bunkerwände auf dem WINSTONopen. Doch manchmal stören sie das Spiel. Müssen sie nicht, wie dieses Video zeigt, schließlich sind sie unbewegliche Hemmnisse. Und dann wird das ganze doch einfach, oder?

Und, mögt ihr diese Bunker? Ich, Torben, liebe sie...

Schöne Ostern!
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Wer die (Platz)Regeln kennt, ist klar im Vorteil 😎 Allen ein schönes Osterfest 🐰

Gilt dies auch für Bunkerwände, die aus Grasmatten bestehen?

Nur noch einmal zur Klarstellung: es bedarf KEINER gesonderten Platzregel. Alles nicht bewegliche Künstliche ist lt. Definition ein unbewegliches Hemmnis, von dem es nach R16.1 bei Behinderung in Balllage, Schwung oder Stand straflose Erleichterung gibt. Eine Platzregel ist insofern zwingend notwendifg, wenn solche Kanten (häufig auch aus Kunstrasen) zum Bestandteil des Platzes gemacht werden sollen...

Wie heißt es so schön: Es hat Dich keiner gezwungen rein zu schießen.

Trotzdem brandgefährlich und auch unnötig.

Karl-Heinz Ahrens Gerd Arends-könig

Wie kann man Bunker lieben, in denen man Gefahr läuft einen Strafschlag zu bekommen? Üblicherweise sind die Bunker dazu da, das Green oder die Spielbahn gegen den Spieler zu verteidigen und nicht den Spieler zu bestrafen, wenn er darin einen Ball deponiert. Außer, dass sie optisch gut aussehen, finde ich keine Bereicherung im Golfspiel.

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1 Monat her
Golf Rules

Wiederholung schadet bekanntlich ja nie - ein unbewegliches Hemmnis auf der Spiellinie berechtigt nicht zur straflosen Erleichterung. Diese wird nach R16.1a(3) nicht gewährt, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen und wenn sich die ungewöhnliche Platzverhältnisse nicht auf dem Platz befinden (z.B. im Aus) oder der Ball in einer Penalty Area liegt.

Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie

Befinden sich die ungewöhnlichen Platzverhältnisse nahe genug, um den Spieler abzulenken, aber erfüllen sie keine dieser Anforderungen, ist keine Beeinträchtigung nach dieser Regel gegeben.

Insofern hatte ich (Thomas) in dieser Situation einfach "Pech" und zu wenig "Mum". Statt den Ball durch den Ring aufs Grün zu "dengeln" habe ich es vorgezogen nach R19.3b den Ball unspielbar zu erklären, um mit zwei Strafschlägen "auf der Linie zurück" den Ball in sicherer Entfernung auf dem Fairway zu Droppen und dann die Annäherung zu spielen. (tk)
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Wiederholung schadet bekanntlich ja nie - ein unbewegliches Hemmnis auf der Spiellinie berechtigt nicht zur straflosen Erleichterung. Diese wird nach R16.1a(3) nicht gewährt, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen und wenn sich die ungewöhnliche Platzverhältnisse nicht auf dem Platz befinden (z.B. im Aus) oder der Ball in einer Penalty Area liegt.

Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie

Befinden sich die ungewöhnlichen Platzverhältnisse nahe genug, um den Spieler abzulenken, aber erfüllen sie keine dieser Anforderungen, ist keine Beeinträchtigung nach dieser Regel gegeben.

Insofern hatte ich (Thomas) in dieser Situation einfach Pech und zu wenig Mum. Statt den Ball durch den Ring aufs Grün zu dengeln habe ich es vorgezogen nach R19.3b den Ball unspielbar zu erklären, um mit zwei Strafschlägen auf der Linie zurück den Ball in sicherer Entfernung auf dem Fairway zu Droppen und dann die Annäherung zu spielen. (tk)

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Wäre die Strafe nicht ein Strafschlag?

In Verlängerung der Fahne zurück auf den Fairway und EIN Strafschlag - oder ist das ein Sandbunker vor dem Wasser? Die roten Pflöcke sehe ich nicht, deshalb dürfte der Sand innerhalb des PA sein.

Da der Ring beweglich ist, könnte man ihn nicht einfach entfernen?

Gäbe es für Droppen außerhalb des Bunkers nicht sogar 2 Strafschläge?

1 Monat her
Golf Rules

Besondere Flächen auf dem Platz (wie auf dem Bild z.B. ein Blumenbeet), auf dem die Spielleitung das Spiel verbieten möchte, können als Spielverbotszonen deklariert werden.

Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen,
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung.

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. Da eine Spielverbotszone entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert werden muss, werden in unseren Gefilden meistens rote Pfähle mit grünen Köpfen oder blaue Pfähle mit grünen Köpfen benutzt.

Alternativ möglich wäre auch die Begrenzung durch physische Merkmale (wie bei einem Blumenbeet oder einem Sodengarten). Die Festlegung / Definition sollte sich in den Platzregeln wiederfinden. (tk)
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Besondere Flächen auf dem Platz (wie auf dem Bild z.B. ein Blumenbeet), auf dem die Spielleitung das Spiel verbieten möchte, können als Spielverbotszonen deklariert werden.  

Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch  verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen, 
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung.

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. Da eine Spielverbotszone entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert werden muss, werden in unseren Gefilden meistens rote Pfähle mit grünen Köpfen oder blaue Pfähle mit grünen Köpfen benutzt. 

Alternativ möglich wäre auch die Begrenzung durch physische Merkmale (wie bei einem Blumenbeet oder einem Sodengarten). Die Festlegung / Definition sollte sich in den Platzregeln wiederfinden. (tk)

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Leider liest sich selten ein GF-Spieler vor dem Spiel die Platzregeln auf der Scorekarte oder Aushang durch. Deshalb würde ich mir oft einheitliche Kennzeichnungen wünschen. Statt unbekannte anders bemalte Pfähle, könnte auch ein kleines Hinweisschild aufgestellt werden.

1 Monat her
Golf Rules

Nach dem neuen World Handicap System beginnt heute die "Hauptsaison". Das bedeutet, dass ab diesem Monat bis Ende Oktober handicaprelevante Ergebnisse zum Zweck der Handicapberechnung eingereicht werden müssen. Diese generelle Regelung ist insofern modifiziert worden, dass in den Monaten April und Oktober der Club aus wichtigen Gründen (witterungs- oder platzbedingt) entscheiden darf, Turniere nicht handicaprelevant durchzuführen.

Aufgrund der wohl ziemlich umfangreichen Rückmeldungen hat sich der DGV bei der Handicap-Umstellung jetzt noch zu einer weiteren Anpassung durchringen können. Wie auf der DGV-Seite (www.rules4.golf/?page_id=82) publiziert, kommt auf den Spieler jetzt eine weitere Anpassung der initialen Handicap-Berechnung zu.

Wahrscheinlich primär um die zahlreichen Handicap-Verschlechterungen auszugleichen, kann ein Spieler die neue, zusätzliche Option in Anspruch nehmen, dass sein bestes handicaprelevantes Ergebnis als zusätzliches Anker-Ergebnis für die Handicapberechnung genutzt wird. Rein theoretisch hätte dieses zur Folge, dass die Herabsetzung einiger Spieler zu Beginn der Saison etwas abgefedert wird und sich der Zeitraum für das Erspielen der 8 aus 20 handicaprelevanten Ergebnisse etwas verlängert.

Lt. der aktuell vorliegenden Informationen ist derzeit allerdings noch unklar, ob die Spieler, die von dieser Option Gebrauch machen möchten, sich an den Club oder direkt an den DGV wenden müssen. Die auf der Webseite verlinkte Aktivierung ist aktuell zumindest noch nicht funktionsfähig bzw. online gestellt.

Gebt uns Bescheid, wenn Ihr ggf. über Euren Club hierzu weitere Infos bekommen habt. Spannend ist wäre auch von unseren Lesern aus Österreich oder der Schweiz zu hören, ob dort ein ähnliches Verfahren vorgesehen ist... (tk)
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Nach dem neuen World Handicap System beginnt heute die Hauptsaison. Das bedeutet, dass ab diesem Monat bis Ende Oktober handicaprelevante Ergebnisse zum Zweck der Handicapberechnung eingereicht werden müssen. Diese generelle Regelung ist insofern modifiziert worden, dass in den Monaten April und Oktober der Club aus wichtigen Gründen (witterungs- oder platzbedingt) entscheiden darf, Turniere nicht handicaprelevant durchzuführen. 

Aufgrund der wohl ziemlich umfangreichen Rückmeldungen hat sich der DGV bei der Handicap-Umstellung jetzt noch zu einer weiteren Anpassung durchringen können. Wie auf der DGV-Seite (http://www.rules4.golf/?page_id=82) publiziert, kommt auf den Spieler jetzt eine weitere Anpassung der initialen Handicap-Berechnung zu.

Wahrscheinlich primär um die zahlreichen Handicap-Verschlechterungen auszugleichen, kann ein Spieler die neue, zusätzliche Option in Anspruch nehmen, dass sein bestes handicaprelevantes Ergebnis als zusätzliches Anker-Ergebnis für die Handicapberechnung genutzt wird. Rein theoretisch hätte dieses zur Folge, dass die Herabsetzung einiger Spieler zu Beginn der Saison etwas abgefedert wird und sich der Zeitraum für das Erspielen der 8 aus 20 handicaprelevanten Ergebnisse etwas verlängert.

Lt. der aktuell vorliegenden Informationen ist derzeit allerdings noch unklar, ob die Spieler, die von dieser Option Gebrauch machen möchten, sich an den Club oder direkt an den DGV wenden müssen. Die auf der Webseite verlinkte Aktivierung ist aktuell zumindest noch nicht funktionsfähig bzw. online gestellt. 

Gebt uns Bescheid, wenn Ihr ggf. über Euren Club hierzu weitere Infos bekommen habt. Spannend ist wäre auch von unseren Lesern aus Österreich oder der Schweiz zu hören, ob dort ein ähnliches Verfahren vorgesehen ist... (tk)

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Ich hatte ja gehofft, dass das neue Handikap System die Golfwelt vereinfacht .... wie konnte ich nur so dumm sein .... 😂😂

WHCS - größter Schwachsinn für Deutschland mit überbordender Bürokratie, Golfclubs sind entmündigt bei der laufenden WHI-Aktualisierung, Spieler bekommen nach einem Wettspiel keine Ergebnissrückmeldung, weil die DGV--Server am Wochenende überlastet sind. BER, Stuttgart21 und Corona-Chaos lassen erneut grüßen 👎

Der April, der tut was er will 😂

🤣🤣🤣🤣

Also, ich finde das neue SYstem nicht schlecht. Ich habe schon eine RPR Runde gespielt. Bei mir fiel eine 85 raus, das sieht man in seinem History Sheet. Ich habe mich um 0,2 verschlechtert. Man hat deutlich schneller sein realistisches HCP. 😜

Einen Teufel werde ich tun, von 10.8 auf 16.5 - das bedeutet endlich wieder Netto-Siege - her mit den PReisen 😀

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1 Monat her
Golf Rules

Der Bunker ist eine der fünf definierten Bereiche des Platzes. Es handelt sich um eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde.
Zum Bunker gehören nicht:
- eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,
- Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche,
- Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und
- alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Ein Ball liegt in einem Bunker, wenn er zum Teil
- den Sand auf dem Boden des Bunkers berührt oder
- innerhalb der Grenzen des Bunkers liegt.

Aus diesem Grund sollte die Pflege der Bunkerkanten ein besonderer Schwerpunkt des Greenkeepings sein, damit der Spieler zweifelsfrei erkennen kann, dass sein Ball im Bunker liegt (oder nicht) und Regel 12 beim nächsten Schlag zu tragen kommt... (tk)
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Der Bunker ist eine der fünf definierten Bereiche des Platzes. Es handelt sich um eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde. 
Zum Bunker gehören nicht:
- eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,
- Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche, 
- Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und 
- alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Ein Ball liegt in einem Bunker, wenn er zum Teil
- den Sand auf dem Boden des Bunkers berührt oder
- innerhalb der Grenzen des Bunkers liegt.

Aus diesem Grund sollte die Pflege der Bunkerkanten ein besonderer Schwerpunkt des Greenkeepings sein, damit der Spieler zweifelsfrei erkennen kann, dass sein Ball im Bunker liegt (oder nicht) und Regel 12 beim nächsten Schlag zu tragen kommt... (tk)

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Guten Morgen Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen tollen und erhellenden Tipps und Anregungen. Meine Frage: Wie genau definiert sich die Bunkerkante, wenn der Sand schräg aufsteigend bis auf Niveau des angrenzenden Geländes angefüllt wurde oder eben scharf abgestochen wurde? Danke und schöne Feiertage

1 Monat her
Golf Rules

Noch ein Nachtrag zum WGC-Dell Match Play beim Match Palmer gegen Rahm aus der dritten Runde. Nach einer verzogenen Annäherung kommt Palmers Ball hinter dem Grün in suboptimaler Lage zur Ruhe.

Palmer überlegt den Ball nicht direkt zur Fahne sondern stattdessen nach rechts zu spielen, um Erleichterung von dem sich dort befindlichen "TIO" (Temporary Immovable Obstruction) zu bekommen.

Lt. der Definition ist die Spiellinie die Linie, auf der sich der Ball nach Absicht des Spielers nach dem Schlag bewegen soll, einschließlich eines angemessenen Bereichs auf dieser Linie oberhalb des Bodens und zu beiden Seiten der Linie. Die Spiellinie ist nicht unbedingt eine gerade Linie zwischen zwei Punkten (zum Beispiel kann sie eine Kurve sein, je nachdem wohin der Spieler seinen Ball spielen will).

Gegenüber dem herbeigerufenen Referee konnte Palmer seine Argumentation jedoch nicht behaupten, da die Regel beinhaltet, dass keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Behinderung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, Stand oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist (s. Musterplatzregel F-23).

Der US-Amerikaner wählte nach der Ruling dann doch den direkten Weg und spielte den Ball aufs Grün... (tk)
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Noch ein Nachtrag zum WGC-Dell Match Play beim Match Palmer gegen Rahm aus der dritten Runde. Nach einer verzogenen Annäherung kommt Palmers Ball hinter dem Grün in suboptimaler Lage zur Ruhe. 

Palmer überlegt den Ball nicht direkt zur Fahne sondern stattdessen nach rechts zu spielen, um Erleichterung von dem sich dort befindlichen TIO (Temporary Immovable Obstruction) zu bekommen. 

Lt. der Definition ist die Spiellinie die Linie, auf der sich der Ball nach Absicht des Spielers nach dem Schlag bewegen soll, einschließlich eines angemessenen Bereichs auf dieser Linie oberhalb des Bodens und zu beiden Seiten der Linie. Die Spiellinie ist nicht unbedingt eine gerade Linie zwischen zwei Punkten (zum Beispiel kann sie eine Kurve sein, je nachdem wohin der Spieler seinen Ball spielen will).

Gegenüber dem herbeigerufenen Referee konnte Palmer seine Argumentation jedoch nicht behaupten, da die Regel beinhaltet, dass keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Behinderung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, Stand oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist (s. Musterplatzregel F-23). 

Der US-Amerikaner wählte nach der Ruling dann doch den direkten Weg und spielte den Ball aufs Grün... (tk)
1 Monat her
Golf Rules

Andreas schickte uns ein Birdiebook-Auszug und fragte dazu: "Bei einem Dogleg rechts ist auf der rechten Seite des Fairways zum Grün ein kleines Wäldchen das als Penalty Area rot markiert ist. Das Wäldchen läuft schmaler werdend Richtung Grün hin zu und hinter dem Wald läuft der Weg zum nächsten Abschlag. Zwischen Wald und Weg stecken weiße Auspfosten.

Folgende Situation: Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag zweifelsfrei in die Penalty Area (den Wald). Er nimmt sich einen Strafschlag und droppt vorschriftsmäßig. Er spielt das Loch zu Ende findet aber auf dem Weg zum nächsten Abschlag seinen Ball ( durch die weißen Pfosten mit denen der Weg abgegrenzt ist, eben im Aus). Wie ist hier nun zu verfahren?"

Letztendlich ist entscheidend, ob es für den Spieler bekannt oder so gut wie sicher war, dass seinen Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist. Der Spieler muss eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) bei der anschließenden Bestimmung vornehmen, wo sich der Ball nach dem Schlag befindet, um so nach der entsprechenden Regel zu verfahren.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.
• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. „Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann.

Zurück zur Frage: sobald der Spieler einen anderen Ball nach R17.1d ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe hierzu auch Regel 6.3b).

Insofern - vorausgesetzt, der Ball war bekannt oder so gut wie sicher in der Penalty Area, zählt das Ergebnis mit dem nach R17 gespielten Ball. (tk)
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Andreas schickte uns ein Birdiebook-Auszug und fragte dazu: Bei einem Dogleg rechts ist auf der rechten Seite des Fairways zum Grün ein kleines Wäldchen das als Penalty Area rot markiert ist. Das Wäldchen läuft schmaler werdend Richtung Grün hin zu und hinter dem Wald läuft der Weg zum nächsten Abschlag. Zwischen Wald und Weg stecken weiße Auspfosten.

Folgende Situation: Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag zweifelsfrei in die Penalty Area (den Wald). Er nimmt sich einen Strafschlag und droppt vorschriftsmäßig. Er spielt das Loch zu Ende findet aber auf dem Weg zum nächsten Abschlag seinen Ball ( durch die weißen Pfosten mit denen der Weg abgegrenzt ist, eben im Aus). Wie ist hier nun zu verfahren?

Letztendlich ist entscheidend, ob es für den Spieler bekannt oder so gut wie sicher war, dass seinen Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist. Der Spieler muss eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) bei der anschließenden Bestimmung vornehmen, wo sich der Ball nach dem Schlag befindet, um so nach der entsprechenden Regel zu verfahren.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben. 
• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. „Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann.

Zurück zur Frage: sobald der Spieler einen anderen Ball nach R17.1d ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe hierzu auch Regel 6.3b). 

Insofern - vorausgesetzt, der Ball war bekannt oder so gut wie sicher in der Penalty Area, zählt das Ergebnis mit dem nach R17 gespielten Ball. (tk)

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Ein wunderbares Beispiel für den Irrsinn dieser neuen überall aus dem Boden sprießenden furztrockenen Penalty-Areas. Früher - als Golf noch ein Sport war - hätte der Schlag wiederholt werden müssen. Egal ob im Wald verloren oder ins Aus geschossen. Weg war weg. Heute schießt man den Ball irgendwo hin, geht nach vorne und droppt gemütlich. Wahrscheinlich auch hier um das Spiel schneller zu machen wenn dreistellige Wanderer rechts und Links suchen und Angeln.

Habe schon hunderte verschiedene Plätze gespielt,aber vorne rot,dahinter weiß,ist mir noch nie untergekommen

Müsste der Text nicht "... ist auf der LINKEN Seite des Fairways zum Grün..." heißen - sonst macht das Bild irgendwie keinen Sinn?

1 Monat her
Golf Rules

Kommen wir mal wieder zu etwas "Aktuellem" - beim WGC-Dell Match Play kam es gestern am frühen Abend zu einer sehr interessanten Handlung beim Match zwischen Fleetwood und DeChambeau. Und dabei ist nicht der Schlag von Fleetwood vom Cartweg gemeint, sondern die Handlung seines Caddies zuvor.

Was sagen die Regeln?

Lt. Definition ist ein bewegliches Hemmnis ein Hemmnis, das ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann.

In Regel R8.1a "Handlungen des Spielers, die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen / Unerlaubte Handlungen" heißt es, dass der Spieler bestimmte Handlung nicht durchführen darf, welche die Bedingungen für den Schlag verbessern. Unter Punkt (1) wird dabei auf das Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder eines unbeweglichen Hemmnis / Bestandteil des Platzes / Ausmarkierung genommen. Die Strafe für den Verstoß gegen Regel 8.1a ist die Grundstrafe.

Und Regel 11 definiert, dass der Spieler für die Handlungen seines Caddies während der Runde verantwortlich ist und sich bei einem Regelverstoß des Caddies die entsprechende Strafe zuzieht.

Aber da es sich ja um ein Lochspielformat handelt und DeChambeau mit dem Wirken des Caddies einverstanden war, konnte Fleetwood seinen Schlag vom Weg fortsetzen, ohne dass die Handlung seines Caddies eine Auswirkung hatte. (tk)

twitter.com/PGATOUR/status/1375476112952791043?s=20

PGA TOUR on Twitter
“We all need a caddie like this in our life. 💪 The sign goes down and @TommyFleetwood1 strikes a beauty from the cart path. #QuickHits t.co/HFxPR6qNcW
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Eindeutig, dass der Caddy keine Ahnung von Regeln hatte, außer er hätte vorher DeCambeau gefragt - was ich nicht glaube - hab’s aber auch nicht gesehen... dürfte auf der Tour nicht passieren 😉😉

1999 hatte Tiger in Phoenix einen Felsen von Zuschauern entfernen lassen. 🤔 youtu.be/fLNxabaPLLo

Entscheidend ist ob das Schild ein bewegliches- oder ein unbewegliches Hemmnis war. Wenn beweglich, durfte er versuchen das Schild rauszuziehen (so hat es den Anschein). Wenn unbeweglich, hätte Fleetwood Erleichterung erhalten (Line of sight relief für Profis immer in Kraft). Ich tippe mal, das Schild war als bewegliches Hemmnis anzusehen.

Habe das Spiel auch nicht gesehen. Aber auf dem Video hatte ich den Eindruck das er des Schild lockern und rausziehen wollte. Das Schild ist also aus Versehen gebrochen. Zieht man sich dann trotzdem die grundstrafe zu?

So schaut’s aus 👍🏌🏼

Mich irritiert eure Aussage, das BdC es hätte monieren müssen? Bedeutet das im Umkehrschluss, das er einen Regelverstoß dulden dürfte?

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1 Monat her
Golf Rules

#DARFERDAS? Ist es erlaubt, so zu putten?

Werfen wir dazu einen Blick in Regel R10.1. Dort heißt es:

"Ein Schlag wird ausgeführt, indem mit einem Schlägerkopf ehrlich nach einem Ball geschlagen wird. Die grundlegende Herausforderung liegt darin, den ganzen Schläger frei zu schwingen, ohne ihn zu verankern."

In R10.1a wird das ganze präzisiert und führt uns zur

Interpretation des Tages

"Int I10.1a/1 – Beispiele für Stoßen, Kratzen oder Löffeln
Diese Begriffe haben teilweise identische Bedeutungen, aber sie können durch die folgenden drei Beispiele der Verwendung eines Schlägers auf regelwidrige Art und Weise unterschieden werden.

• Ein Spieler locht einen kurzen Putt ein, indem er den Ball mit der Unterseite des Schlägerkopfes trifft, mit einer Bewegung ähnlich wie beim Billard. Den Ball so zu bewegen, ist Stoßen.

• Ein Spieler bewegt den Schläger entlang der Bodenoberfläche und zieht ihn dabei zu sich. Den Ball so zu bewegen, ist Kratzen.

• Ein Spieler schiebt einen Schläger unter und sehr dicht neben den Ball. Er bewegt den Ball dann durch eine Bewegung nach vorne und oben. Den Ball so zu bewegen, ist Löffeln."

Also: Vorausgesetzt der Spieler "ankert" hier nicht und schiebt den Ball nicht sondern schwingt seitwärts am Körper, darf er den Ball so spielen, auch wenn er dabei in Spielrichtung blickt.

Wie sieht es bei Euch aus - kennt ihr jemanden, der so puttet oder macht es gar selbst?
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#DARFERDAS? Ist es erlaubt, so zu putten?

Werfen wir dazu einen Blick in Regel R10.1. Dort heißt es: 

Ein Schlag wird ausgeführt, indem mit einem Schlägerkopf ehrlich nach einem Ball geschlagen wird. Die grundlegende Herausforderung liegt darin, den ganzen Schläger frei zu schwingen, ohne ihn zu verankern.

In R10.1a wird das ganze präzisiert und führt uns zur 

Interpretation des Tages

Int I10.1a/1 – Beispiele für Stoßen, Kratzen oder Löffeln
Diese Begriffe haben teilweise identische Bedeutungen, aber sie können durch die folgenden drei Beispiele der Verwendung eines Schlägers auf regelwidrige Art und Weise unterschieden werden.

• Ein Spieler locht einen kurzen Putt ein, indem er den Ball mit der Unterseite des Schlägerkopfes trifft, mit einer Bewegung ähnlich wie beim Billard. Den Ball so zu bewegen, ist Stoßen.

• Ein Spieler bewegt den Schläger entlang der Bodenoberfläche und zieht ihn dabei zu sich. Den Ball so zu bewegen, ist Kratzen.

• Ein Spieler schiebt einen Schläger unter und sehr dicht neben den Ball. Er bewegt den Ball dann durch eine Bewegung nach vorne und oben. Den Ball so zu bewegen, ist Löffeln.

Also: Vorausgesetzt der Spieler ankert hier nicht und schiebt den Ball nicht sondern schwingt seitwärts am Körper, darf er den Ball so spielen, auch wenn er dabei in Spielrichtung blickt. 

Wie sieht es bei Euch aus - kennt ihr jemanden, der so puttet oder macht es gar selbst?

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Holger Manthey

Winston links...Puttiggreen😁...Ich weiß wer da steht....😁...was habe ich gewonnen.???....ich habe tatsächlich so angefangen zu putten...allerdings war das mit der Regeländerung oft eine zu große Diskussion.....

Wenn ich die Position der Arme sehe bin ich der Meinung das er auf der Verlängerung der Spiellinie steht. Das WAR zumindest mal verboten. Ich glaube es wird bei euch Kratzen genannt. Also ist es nicht ok so zu putten.

bei Amateuren sehr beliebt: wie ein Croupier beim Roulette den Ball zu sich herziehen, wenn er nach dem verschobenen Putt kurz hinter dem Loch liegt.

Aber darf er denn überhaupt hinter dem Ball auf der Ball, Loch Linie stehen?

Ich dachte, man dürfe nicht hinter dem Ball stehen? Oder wurde das mal geändert?

Ist es „Stoßen“, wenn der Ball mit der Spitze des Putters eingelocht wird? 🏌️‍♂️⛳️

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1 Monat her
Golf Rules

2021, die Covidpandemie hat auch die Golfclubs im Griff. Eine Folge davon sind vielerorts geänderte (Platzregeln) zur Kontaktvermeidung, wie zB, dass Flaggenstöcke im Loch zu bleiben haben. Die weitesten Auswirkungen hat das auf die Bunker der Anlagen, da hier die Clubs oft die Harken eingezogen haben oder es dem Spieler freistellen sie zu benutzen und der Spieler vor Bunkerlagen wie dieser hier steht.

Und nun? Es kommt auf die Platzregel an, die im Falle des Harkverbots oder der Freistellung zu installieren ist und sich auf die Balllagen im Bild bezieht. Links ist klar, hier hat ein Spieler unzureichend gerecht. Rechts sind hier im Bunker auch noch Rehe (?) unterwegs gewesen. Und damit beginnt das Problem größer zu werden, denn R16.1c erlaubt zwar die straflose Erleichterung im Bunker von ungewöhnlichen Platzverhältnissen, allein, eine einzelne Laufspur ist kein Tierloch:

"Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose Erleichterung nicht zulässig ist. (Definition Tierloch)"

Es ist also zu empfehlen folgenden Text als Musterplatzregel zu verwenden:

"Liegt der Ball des Spielers in einem Bunker, aus dem die Spielleitung zum Infektionsschutz die Harken entfernt hat, und ist die Lage des Balls durch unzureichendes Einebnen des Sands beeinträchtigt, darf der Spieler einmal straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in folgendem Erleichterungsbereich hinlegt und ihn daraus spielt:

Bezugspunkt: Stelle des ursprünglichen Balls.
Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt:
Eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
Er muss im Bunker liegen und
er darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen.
Bei Anwendung dieser Platzregel muss der Spieler eine Stelle zum Hinlegen des Balls wählen und das Verfahren zum Zurücklegen eines Balls nach den den Regeln 14.2b(2) und 14.2e anwenden."

Und dann kann man den Sand ja auch noch mit den Füßen einebnen, wenn man den Bunker verlässt. Seid einfach fair zu Euren Mitspielern und verlasst den Bunker so, wie ihr ihn vorzufinden wünscht...
... MehrWeniger

2021, die Covidpandemie hat auch die Golfclubs im Griff. Eine Folge davon sind vielerorts geänderte (Platzregeln) zur Kontaktvermeidung, wie zB, dass Flaggenstöcke im Loch zu bleiben haben. Die weitesten Auswirkungen hat das auf die Bunker der Anlagen, da hier die Clubs oft die Harken eingezogen haben oder es dem Spieler freistellen sie zu benutzen und der Spieler vor Bunkerlagen wie dieser hier steht.

Und nun? Es kommt auf die Platzregel an, die im Falle des Harkverbots oder der Freistellung zu installieren ist und sich auf die Balllagen im Bild bezieht. Links ist klar, hier hat ein Spieler unzureichend gerecht. Rechts sind hier im Bunker auch noch Rehe (?) unterwegs gewesen. Und damit beginnt das Problem größer zu werden, denn R16.1c erlaubt zwar die straflose Erleichterung im Bunker von ungewöhnlichen Platzverhältnissen, allein, eine einzelne Laufspur ist kein Tierloch:

Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose Erleichterung nicht zulässig ist. (Definition Tierloch)

Es ist also zu empfehlen folgenden Text als Musterplatzregel zu verwenden:

Liegt der Ball des Spielers in einem Bunker, aus dem die Spielleitung zum Infektionsschutz die Harken entfernt hat, und ist die Lage des Balls durch unzureichendes Einebnen des Sands beeinträchtigt, darf der Spieler einmal straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in folgendem Erleichterungsbereich hinlegt und ihn daraus spielt:

Bezugspunkt: Stelle des ursprünglichen Balls.
Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt:
Eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
Er muss im Bunker liegen und
er darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen.
Bei Anwendung dieser Platzregel muss der Spieler eine Stelle zum Hinlegen des Balls wählen und das Verfahren zum Zurücklegen eines Balls nach den den Regeln 14.2b(2) und 14.2e anwenden.

Und dann kann man den Sand ja auch noch mit den Füßen einebnen, wenn man den Bunker verlässt. Seid einfach fair zu Euren Mitspielern und verlasst den Bunker so, wie ihr ihn vorzufinden wünscht...

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Das funktioniert auch ohne Hygiene Maßnahmen nicht. Siehe Divot und Pitchmarken🤷‍♂️

1 Monat her
Golf Rules

Beim Spielen der Runde müssen zugelassene Bälle genutzt werden. Dieser muss den Anforderungen der Ausrüstungsregeln entsprechen (s. R4.2a).

Die Spielleitung darf in einem Turnier einen Platzregel in Kraft setzen, die von den Spielern verlangt, einen Ball zu verwenden, dessen Marke und Modell auf der aktuellen „List of Conforming Golf Balls“ aufgeführt wird (www.randa.org/RulesEquipment/Equipment/What-we-do/Conforming-Clubs-and-Balls/Conforming-Ball-List).

Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X-Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde.
Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.
Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“-Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen. Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)
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Beim Spielen der Runde müssen zugelassene Bälle genutzt werden. Dieser muss den Anforderungen der Ausrüstungsregeln entsprechen (s. R4.2a).

Die Spielleitung darf in einem Turnier einen Platzregel in Kraft setzen, die von den Spielern verlangt, einen Ball zu verwenden, dessen Marke und Modell auf der aktuellen „List of Conforming Golf Balls“ aufgeführt wird (https://www.randa.org/RulesEquipment/Equipment/What-we-do/Conforming-Clubs-and-Balls/Conforming-Ball-List).

Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X-Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde. 
Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.
Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“-Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen. Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)

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Der Nutzungszweck von Rangebällen ergibt sich schon aus dem ersten Teil der Bezeichnung. Mehr muss man dazu glaube ich nicht sagen...

Das wird jetzt einige freuen. Endlich, die Rangbälle in den Teich schlagen zu dürfen. Aber Achtung, Rangbälle sind Eigentum des Betreibers. Wäre es dann Diebstahl? Glaube schon. Also spielen wir unsere eigenen.

1 Monat her
Golf Rules

Der Ball rollt nach dem Abschlag unter einen Baum - sicherlich nichts ungewöhnliches. Aber wenn dieser im Anschluss unter den Wurzeln zur Ruhe kommt, dann kommt das nicht all zu häufig vor.

Aber ist ja kein Problem - durch die ungewöhnlichen Platzverhältnisse bekommt der Spieler straflose Erleichterung und kann das Spiel nach Nutzung der Regel R161.b fortsetzen. Sicher? Dem ist nicht so, denn dieser Bereich ist weder durch die Spielleitung als Boden in Ausbesserung definiert worden, noch handelt es sich um ein von Greenkeeper gemachtes Loch oder um ein Tierloch. In diesem Fall ist der Ball zu spielen, wie er zur Ruhe gekommen ist bzw. der Ball kann nach Regel 19 unspielbar erklärt werden.

Natürlich könnte / sollte die Spielleitung einen solchen Bereich auch als Boden in Ausbesserung anerkennen bzw. diesen entsprechend markieren. Aber einen "Automatismus" hierfür gibt es erst einmal nicht... (tk)
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Der Ball rollt nach dem Abschlag unter einen Baum - sicherlich nichts ungewöhnliches. Aber wenn dieser im Anschluss unter den Wurzeln zur Ruhe kommt, dann kommt das nicht all zu häufig vor.

Aber ist ja kein Problem - durch die ungewöhnlichen Platzverhältnisse bekommt der Spieler straflose Erleichterung und kann das Spiel nach Nutzung der Regel R161.b fortsetzen. Sicher? Dem ist nicht so, denn dieser Bereich ist weder durch die Spielleitung als Boden in Ausbesserung definiert worden, noch handelt es sich um ein von Greenkeeper gemachtes Loch oder um ein Tierloch. In diesem Fall ist der Ball zu spielen, wie er zur Ruhe gekommen ist bzw. der Ball kann nach Regel 19 unspielbar erklärt werden. 

Natürlich könnte / sollte die Spielleitung einen solchen Bereich auch als Boden in Ausbesserung anerkennen bzw. diesen entsprechend markieren. Aber einen Automatismus hierfür gibt es erst einmal nicht... (tk)

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Als Spieler würde ich einen 2. Ball (Regelball) spielen (Regel 20.1c(3) und die Spielleitung entscheiden lassen🏌

So sah es heute aus... 👍🏻

1 Monat her
Golf Rules

Übungseinrichtungen auf dem Platz dürfen als Aus gekennzeichnet oder durch eine Platzregel dazu bestimmt werden, auch wenn sie sich auf dem Grundstück der Golfanlage befinden (siehe Musterplatzregel A-1).

Zudem empfehlen die Leitlinien für die Spielleitung, dass für auf dem Platz befindliche Übungsflächen in den Platzregeln klargestellt wird, ob Spieler auf diesen Flächen vor und nach ihren Runden üben dürfen. Die Spielleitung darf bei Bedarf die Grenzen der Flächen definieren, auf denen die Spieler üben dürfen.

Es gibt zudem verschiedene Überlegungen in Bezug auf das Zulassen des Übens auf dem Platz, wie Fairness gegenüber den Spielern, mögliche Behinderungen bei der Vorbereitung und Pflege des Platzes, der Zeit vor oder zwischen den Runden, oder ob Spieler dazu ermutigt werden, den Platz außerhalb des Turniers zu spielen. Aus diesen oder anderen Gründen darf die Spielleitung eine Platzregel erlassen, die die übliche Regelungen abändert, entweder durch ein vollständiges Zulassen oder Verbieten des Übens, oder durch Einschränkung, wann und wie ein solches Üben stattfinden darf (siehe Musterplatzregel I-1).

Wichtig für den Spieler ist festzuhalten (insbesondere auf einem fremden Platz) , dass er sich vor dem Wettspiel über die Standorte der zulässigen Übungseinrichtungen bzw. abweichende Erlaubnis oder Einschränkungen informiert... (tk)
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Übungseinrichtungen auf dem Platz dürfen als Aus gekennzeichnet oder durch eine Platzregel dazu bestimmt werden, auch wenn sie sich  auf dem Grundstück der Golfanlage befinden (siehe Musterplatzregel A-1). 

Zudem empfehlen die Leitlinien für die Spielleitung, dass für auf dem Platz befindliche Übungsflächen in den Platzregeln klargestellt wird, ob Spieler auf diesen Flächen vor und nach ihren Runden üben dürfen. Die Spielleitung darf bei Bedarf die Grenzen der Flächen definieren, auf denen die Spieler üben dürfen.

Es gibt zudem verschiedene Überlegungen in Bezug auf das Zulassen des Übens auf dem Platz, wie Fairness gegenüber den Spielern, mögliche Behinderungen bei der Vorbereitung und Pflege des Platzes, der Zeit vor oder zwischen den Runden, oder ob Spieler dazu ermutigt werden, den Platz außerhalb des Turniers zu spielen. Aus diesen oder anderen Gründen darf die Spielleitung eine Platzregel erlassen, die die übliche Regelungen abändert, entweder durch ein vollständiges Zulassen oder Verbieten des Übens, oder durch Einschränkung, wann und wie ein solches Üben stattfinden darf (siehe Musterplatzregel I-1). 

Wichtig für den Spieler ist festzuhalten (insbesondere auf einem fremden Platz) , dass er sich vor dem Wettspiel über die Standorte der zulässigen Übungseinrichtungen bzw. abweichende Erlaubnis oder Einschränkungen informiert... (tk)

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In Österreich durch Platzregel (ÖGV-HardCard) in Kraft

? Die Frage mit der Ausrichthilfe am Abschlag ? Wenn der markierte Ball (linie zum putten) so eingesetzt wird dass dieser die beabsichtigte Fluglinie anzeigt am T Thx

Wie steht es denn um die Fairness, wenn Spieler des Heimatclubs an einem Turnier teilnehmen, also den Platz kennen, fremden Spielern aber das Üben durch die Regel der Spielleitung untersagt ist?

2 Monate her
Golf Rules

Der Ball befindet sich nach dem Schlag in einer Penalty Area - das kommt ja leider hin und wieder einmal vor. Nach R17.1d ermöglicht das "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" dem Spieler mit einem Strafschlag das Spiel nach Möglichkeiten fortzusetzen:
- (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- (2) Erleichterung auf der Linie zurück
- (3) Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas).

Nach der ersten Option kann der Spieler den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde. Die beiden anderen Optionen sehen das Erleichterungsverfahren in einem Erleichterungsbereich vor, welcher als Bezugspunkt den geschätzten Punkt benennt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist nicht die endgültige Lage des Balls in der Penalty Area entscheidend, sondern der letzte Kreuzungspunkt beim Überqueren vom Gelände in die Penalty Area. Dabei gilt es auch zu beachten, dass sich die Grenze einer Penalty Area vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten erstreckt.

In diesem Beispiel gibt es somit drei unterschiedliche Kreuzungspunkte: 1x links der Penalty Area (blau), 1x rechts (lila) und 1x ggf. sogar rückwärtig des Betrachtungspunktes (hellblau), da der Ball längs des Grabens flog und den, in der Penalty Area stehenden, Baum erst später getroffen hat. (tk)
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Der Ball befindet sich nach dem Schlag in einer Penalty Area - das kommt ja leider hin und wieder einmal vor. Nach R17.1d ermöglicht das Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area dem Spieler mit einem Strafschlag das Spiel nach Möglichkeiten fortzusetzen:
- (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- (2) Erleichterung auf der Linie zurück
- (3) Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas).

Nach der ersten Option kann der Spieler den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde. Die beiden anderen Optionen sehen das Erleichterungsverfahren in einem Erleichterungsbereich vor, welcher als Bezugspunkt den geschätzten Punkt benennt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist nicht die endgültige Lage des Balls in der Penalty Area entscheidend, sondern der letzte Kreuzungspunkt beim Überqueren vom Gelände in die Penalty Area. Dabei gilt es auch zu beachten, dass sich die Grenze einer Penalty Area vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten erstreckt.

In diesem Beispiel gibt es somit drei unterschiedliche Kreuzungspunkte: 1x links der Penalty Area (blau), 1x rechts (lila) und 1x ggf. sogar rückwärtig des Betrachtungspunktes (hellblau), da der Ball längs des Grabens flog und den, in der Penalty Area stehenden, Baum erst später getroffen hat. (tk)

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FRAGE ??? Ist es zulässig am Abschlag die Ballmarkierung zu benutzen? Sprich wie beim Putten die Linie auszurichten? Danke

2 Monate her
Golf Rules

Ein weiterer häufiger Diskussionspunkt ist der "angepflockte Baum", von dem die Spieler immer automatisch straflose Erleichterung nehmen. Ja ist doch logisch - wirklich?

Die sogenannte Anpflanzhilfe soll dem Baum ja eigentlich dabei helfen möglichst gerade in den Himmel zu wachsen. Dieser Pfosten ist zweifelsfrei künstlich, so dass dieser regeltechnisch auch als Hemmnis behandelt werden kann. Angedacht ist aber meistens, dass beides zusammen - also der junge Baum plus dem Pfosten - der Bereich ist, welcher den Spieler behindert bzw. welcher vor dem Golfer geschützt werden soll.

Aus diesem Grund kann so eine "Junganpflanzung" als Boden in Ausbesserung / ungewöhnlicher Platzverhältnisse (wenn dem Spieler die Wahl gelassen werden soll, ob er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte) oder sogar als Spielverbotszone (wenn der Spieler zwingend Erleichterung in Anspruch nehmen muss) definiert werden. Bzgl. der Spielverbotszone bietet hier Musterplatzregel E-8 einen gute Grundlage.

Kleine Anmerkung: die Eingangs gestellte Frage erübrigt sich in dem dargestellten Fall für den Rechtshänder - denn dieser kann den Ball spielen ohne von dem Pflanzpfahl behindert zu werden bzw. die Junganpflanzung zu beschädigen. (tk)
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Ein weiterer häufiger Diskussionspunkt ist der angepflockte Baum, von dem  die Spieler immer automatisch straflose Erleichterung nehmen. Ja ist doch logisch - wirklich?

Die sogenannte Anpflanzhilfe soll dem Baum ja eigentlich dabei helfen möglichst gerade in den Himmel zu wachsen. Dieser Pfosten ist zweifelsfrei künstlich, so dass dieser regeltechnisch auch als Hemmnis behandelt werden kann. Angedacht ist aber meistens, dass beides zusammen - also der junge Baum plus dem Pfosten - der Bereich ist, welcher den Spieler behindert bzw. welcher vor dem Golfer geschützt werden soll.

Aus diesem Grund kann so eine Junganpflanzung als Boden in Ausbesserung / ungewöhnlicher Platzverhältnisse (wenn dem Spieler die Wahl gelassen werden soll, ob er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte) oder sogar als Spielverbotszone (wenn der Spieler zwingend Erleichterung in Anspruch nehmen muss) definiert werden. Bzgl. der Spielverbotszone bietet hier Musterplatzregel E-8 einen gute Grundlage.

Kleine Anmerkung: die Eingangs gestellte Frage erübrigt sich in dem dargestellten Fall für den Rechtshänder - denn dieser kann den Ball spielen ohne von dem Pflanzpfahl behindert zu werden bzw. die Junganpflanzung zu beschädigen. (tk)

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Dazu eine Frage! Im GC Murstätten werden bei einem alten Baum die weit nach unten hängenden dicken Äste durch Pfähle gestürzt. Gilt dies auch als künstlich und daher als unbew. Hemmnis mit Erleichterung? Danke!

Warum der Linkshänder? Der RH muss ihn spielen, da ja die Spielrichtung zum Green hingeht, das ja hinten sichtbar ist.Oder?

Eine Frage habe ich trotzdem noch, denn ich meine mich zu erinnern, dass die Spielbarkeit nicht von der Richtung abhängig ist. Wenn also die Spielrichtung für den Rechtshänder ideal ist, für den Linkshänder aber gegen die Spielrichtung möglich ist, kann er dann trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen?

2 Monate her
Golf Rules

Tim fragte uns: "Beim aktuellen Model von XXX (Anm.d.R: Name entfernt) gibt es ja z.B. 2 Varianten. Bei der einen Variante kann man den Slope deaktivieren, bei der anderen Variante ist er immer aktiviert. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es ja in einem Turnier nicht erlaubt, dass der Slope angezeigt wird. Demnach sollte man ja wohl die Version wählen, bei der man den Slope deaktivieren kann.

Jetzt habe ich in diversen Golfshops aber sowohl die eine, als auch die andere Aussage gehört. Manch ein Verkäufer/Shop Besitzer sagt, dass man auch mit nicht deaktiviertem Slope den Rangefinder in einem Turnier benutzen darf, andere sagen, dass man die Version mit deaktivieren nehmen muss, da es sonst ein illegales Hilfsmittel wäre.

Könnt ihr dazu etwas sagen? Ich will jetzt nicht Geld ausgeben und den Rangefinder dann hinterher nicht benutzen dürfen, will aber auch nicht unbedingt die teurere Version kaufen müssen, wenn man mit permanent aktiviertem Slope diesen dann doch benutzen darf. Ich hoffe ihr könnt mich da ein wenig aufklären."

In Bezug auf der Anzeige des Slope sind die Golfregeln ziemlich eindeutig. In R4.3a "Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung" heißt es in Bezug auf die Zulässigkeit der Ausrüstung zunächst einmal, dass diese genutzt werden darf. Allerdings werden dann im Folgenden bestimmte Anwendungsbeispiele benannt, die Verbindung mit Tims Frage entscheidend sind.

Denn wenn der Spieler sich einen möglichen Vorteil verschafft, wenn er Ausrüstung nutzt (außer einen Schläger oder einen Ball), die künstlich die Notwendigkeit einer Fertigkeit oder eines Urteilsvermögens überflüssig macht oder reduziert, der wesentlicher Bestandteil der Herausforderung des Spiels ist, dann ist der Gebrauch dieser Ausrüstung nach R4.3a unzulässig.

Als Bespiel wird dann angeführt:
- Zulässig: Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel durch ein Entfernungsmessgerät oder durch einen Kompass) erhalten
- Unzulässig: Höhenunterschied messen

Strafe für ersten Verstoß gegen R4.3 durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen ist die Grundstrafe, die Strafe für zweiten Verstoß ohne Bezug zum ersten Verstoß die Disqualifikation.

PS: Mal eine Frage in die Runde an juristisch-kundige GolfRules-Leser? Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln? (tk)

Anmerkung: Ich (Thomas) habe den Beitrag nachträglich noch ein wenig umformuliert, denn es schien Irritationen bzgl. zu geben. Es bleibt aber bei der Aussage "Unzulässig ist es Höhenunterschied messen" - wie auch immer...
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Tim fragte uns: Beim aktuellen Model von XXX (Anm.d.R: Name entfernt) gibt es ja z.B. 2 Varianten. Bei der einen Variante kann man den Slope deaktivieren, bei der anderen Variante ist er immer aktiviert. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es ja in einem Turnier nicht erlaubt, dass der Slope angezeigt wird. Demnach sollte man ja wohl die Version wählen, bei der man den Slope deaktivieren kann.

Jetzt habe ich in diversen Golfshops aber sowohl die eine, als auch die andere Aussage gehört. Manch ein Verkäufer/Shop Besitzer sagt, dass man auch mit nicht deaktiviertem Slope den Rangefinder in einem Turnier benutzen darf, andere sagen, dass man die Version mit deaktivieren nehmen muss, da es sonst ein illegales Hilfsmittel wäre.

Könnt ihr dazu etwas sagen? Ich will jetzt nicht Geld ausgeben und den Rangefinder dann hinterher nicht benutzen dürfen, will aber auch nicht unbedingt die teurere Version kaufen müssen, wenn man mit permanent aktiviertem Slope diesen dann doch benutzen darf. Ich hoffe ihr könnt mich da ein wenig aufklären.

In Bezug auf der Anzeige des Slope sind die Golfregeln ziemlich eindeutig. In R4.3a Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung heißt es in Bezug auf die Zulässigkeit der Ausrüstung zunächst einmal, dass diese genutzt werden darf. Allerdings werden dann im Folgenden bestimmte Anwendungsbeispiele benannt, die Verbindung mit Tims Frage entscheidend sind.

Denn wenn der Spieler sich einen möglichen Vorteil verschafft, wenn er Ausrüstung nutzt (außer einen Schläger oder einen Ball), die künstlich die Notwendigkeit einer Fertigkeit oder eines Urteilsvermögens überflüssig macht oder reduziert, der wesentlicher Bestandteil der Herausforderung des Spiels ist, dann ist der Gebrauch dieser Ausrüstung nach R4.3a unzulässig.

Als Bespiel wird dann angeführt:
- Zulässig: Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel durch ein Entfernungsmessgerät oder durch einen Kompass) erhalten
- Unzulässig: Höhenunterschied messen

Strafe für ersten Verstoß gegen R4.3 durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen ist die Grundstrafe, die Strafe für zweiten Verstoß ohne Bezug zum ersten Verstoß die Disqualifikation.

PS: Mal eine Frage in die Runde an juristisch-kundige GolfRules-Leser? Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln? (tk)

Anmerkung: Ich (Thomas) habe den Beitrag nachträglich noch ein wenig umformuliert, denn es schien Irritationen bzgl. zu geben. Es bleibt aber bei der Aussage Unzulässig ist es Höhenunterschied messen - wie auch immer...

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Ich frage mich bei den Dingern ja immer, ob das irgendwer nachprüfen kann, ob jemand den Slope nutzt oder nicht.... es ist doch ein Gucken, das ein bzw. aus zu schalten 😏

Guten Morgen. Bleibt die Frage unbeantwortet (oder ich sehe die Antwort nicht), ob Geräte mit deaktivierter Funktion eingesetzt werden dürfen. Es gibt z.B. auch eine App, die einen Turniermodus hat, in dem sie keinen Schlägervorschlag macht. Diese hat sogar eine Zulassung von der R&A, dass sie im Turniermodus verwendet werden darf. Edit: Genehmigungschreiben der USGA

Ich (Thomas) habe den Beitrag noch einmal etwas umgeschrieben, um vielleicht noch einmal den Sachverhalt zu verdeutlichen. Es bleibt bei der Aussage in R4.3 "Unzulässig: Höhenunterschied messen". Zu dem, wie das dann passiert, haben sich unterschiedliche Hersteller verschiedene Verfahren ausgedacht (Schalter, Kappen, Turniermodus, ...) - da solltet Ihr Euch dann je nach Hersteller individuell informieren. Und - die Integrität des Spielers für den Umgang mit den Golfregeln bleibt bestehen...

Bei uns steht bei Turnieren immer folgendes auf der Ausschreibung: "Entfernungsmesser: Die Benutzung von Entfernungsmessgeräten sind erlaubt. Regel 14-3 Bitte beachten sie, dass nur Geräte, die ausschließlich Entfernungen messen, benutzt werden dürfen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Gerät, mit dem andere Umstände geschätzt oder gemessen werden KÖNNEN, die sein Spiel beeinflussen können (z. B. Steigung, Windgeschwindigkeit, usw.), so verstößt der Spieler gegen Regel 14-3, wofür die Strafe Disqualifikation ist, ungeachtet ob die zusätzlichen Funktionen tatsächlich benutzt wurden oder nicht." Insbesondere der letzte Satz ist dann interessant. Deckt sich das dann mit den Regeln?

Zur juristischen Frage: Geht man davon aus, dass der Käufer den Verkäufer explizit gefragt hat, ob der Entfernungsmesser für Turniere zugelassen ist und der Verkäufer dies bejaht, dann ist diese Auskunft objektiv unrichtig! Das Rechtsgeschäft ist sohin mit einem Geschäftsirrtum belastet! Eine Wandlung (Rückabwicklung) des Kaufvertrages ist sohin möglich!

"Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln?" Ich bin kein Jurist, vermute aber, daß man da kaum Chancen haben wird. Die zugesicherten Eigenschaften des Produkts sind ja erfüllt (nicht deaktivierbare Slope Funktionalität). Wenn man überhaupt eine Chance auf Rückabwicklung haben wollte, dann müßte man den Verkäufer darauf drängen, SCHRIFTLICH im Kaufvertrag festzuhalten, daß er einen Umtausch bzw. Rücknahme zusichert, fall das Gerät doch nicht im Turnier verwendet werden darf.

Die Regel 4.3a beschreibt die zulässige und verbotene Anwendung von Ausrüstung und unter (I) die für Entfernungs- und Richtungsangaben. Des weiteren steht in Regel 1.3b (I) Spieler sind dafür verantwortlich, die Regeln auf sich anzuwenden. Für alle die "schummeln" wollen wird sich immer ein Weg finden das zu tun. Für diese Golfer sind aber die Golfregeln nicht gemacht.

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2 Monate her
Golf Rules

Adleraugen werden es gemerkt haben: 2x das selbe Foto in Golf-Rules - das hatten wir auch noch nicht so oft. Aber bei dem Bild "versteckt" sich ein weiterer Regelfall - der eingebettet Ball in einer Penalty Area. Wie ist denn hier vorzugehen?

Nach R16.3 "Eingebetteter Ball" kann der Spieler straflose Erleichterung von einem Ball in Anspruch nehmen. Erleichterung nach Regel 16.3b wird allerdings nur dann gewährt, wenn der Ball im Gelände eingebettet ist.

Sprich in diesem Fall ist der Ball zu spielen wie dieser liegt oder der Spieler nutzt eine der möglichen Erleichterungsoptionen nach R17 "Penalty Area" - dann allerdings mit dem dazugehörigen Strafschlag. (tk)
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Adleraugen werden es gemerkt haben: 2x das selbe Foto in Golf-Rules - das hatten wir auch noch nicht so oft. Aber bei dem Bild versteckt sich ein weiterer Regelfall - der eingebettet Ball in einer Penalty Area. Wie ist denn hier vorzugehen?

Nach R16.3 Eingebetteter Ball kann der Spieler straflose Erleichterung von einem Ball in Anspruch nehmen. Erleichterung nach Regel 16.3b wird allerdings nur dann gewährt, wenn der Ball im Gelände eingebettet ist.

Sprich in diesem Fall ist der Ball zu spielen wie dieser liegt oder der Spieler nutzt eine der möglichen Erleichterungsoptionen nach R17 Penalty Area - dann allerdings mit dem dazugehörigen Strafschlag. (tk)
2 Monate her
Golf Rules

Regeltechnisch sind Brücken auf dem Platz durchaus unterschiedlich zu behandeln - entscheidend ist nämlich (wie bei Immobilien) die Lage...

Liegt ein Ball auf einer Brücke oder wird Schwung oder Stand behindert, dann stellt sich dem Spieler meistens zuerst die Frage, ob er straflose Erleichterung nach R16.1 "ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschl. unbeweglicher Hemmnisse) erhält. Diese Erleichterung ist aber nach R16.1a(2) nur zulässig, wenn der Ball auf dem Platz außerhalb der Penalty Area liegt. Insofern ist es für die Klärung des Sachverhalts entscheidend, ob sich die Brücke in oder außerhalb der Penalty Area befindet.

Und hier kommen die unterschiedlichen Formen der Brücken ins Spiel, welche eigentlich in zwei Kategorien unterteilt werden können. Zum Einem gibt es speziell verrohrte Übergänge: diese Brücken teilen ein Wasserhindernis in zwei Bereiche, deren Grenze in der Regel am Übergang abschließt. Insofern zählt der Übergang / Brücke selber nicht mehr als Teil der Penalty Area.

Die zweite Kategorie von Brücken sind einfache Übergänge, die das darunter verlaufende Wasserhindernis in Form nicht verändern (als "Eselbrücke" habe ich (Thomas) mir eingeprägt, dass dieses quasi gleichbedeutend ist, als wenn man einfach ein Brett über den Wasserlauf legen würde). Solche Bauwerke sind zwar auch Brücken, allerdings Überwege, die sich in der Regel innerhalb der Penalty Area - also nicht im Gelände - befinden.

Und in Bezug auf "überwiegend" kommen wir wieder einmal auf die wichtige Aufgabe der vorherigen Kennzeichnung von Hindernisgrenzen durch die Spielleitung zu sprechen. Eine Spielleitung sollte im Vorfeld den Platz so herrichten, dass der Spieler in der Lage ist die richtige Einschätzung zu treffen. Und wenn dieses nicht eindeutig möglich ist, dann hat der Spieler nach R20.1c(3) die Option einen zweiten Ball zu spielen, die Stelle zu markieren und den Sachverhalt im Nachgang durch die Spielleitung klären zu lassen... (tk)
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