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6 Stunden her

Golf Rules

Manchmal ist es schon sehr unverständlich, dass Spieler ihren eigenen Ball nicht individuell markieren. Was bei den Pros und guten Amateuren völlig normal ist, scheint im normalen Clubgolf eher exotisch zu sein, wie die häufigen Anfragen zum Spiel von falschen Bällen in den letzten Wochen zeigen.

Dabei heißt es doch in R7.2 "Identifizieren des Balls":
Ein ruhender Ball eines Spielers darf durch eine der folgenden Möglichkeiten identifiziert werden:
- Durch den Spieler oder jeden, der einen Ball in Situationen zur Ruhe kommen sieht, in denen es bekannt ist, dass es sich um den Ball des Spielers handelt.
- Durch ein sichtbares Kennzeichen des Spielers auf dem Ball (siehe Regel 6.3a).
- Indem ein Ball mit gleicher Marke, Typ, Nummer und in dem Zustand des Balls des Spielers in einem Bereich gefunden wird, in dem der Ball des Spielers vermutet wird (aber dies gilt nicht, wenn ein gleicher Ball in demselben Bereich liegt und es nicht möglich ist, festzustellen, welcher der Ball des Spielers ist).
Ist der provisorische Ball des Spielers nicht von seinem ursprünglichen Ball zu unterscheiden, siehe Regel 18.3c(2).

Sprich, der Spieler selber trägt die Verantwortung genau den einen (seinen) Ball zu identifizieren. Die Benennung der Farbe, Ballmarke, Nummer, ... ist schon einmal besser als nichts, setzt aber voraus, dass zumindest diese Eigenschaften durch den Spieler bekannt sind. "Gleiche" Bälle (z.B. bei der sofortigen Nutzung des TeeOff-Geschenkes eines Sponsors) führen auch häufiger mal dazu, dass keine Unterscheidung getroffen werden kann.

Warum also nicht einfach der Griff zu einem wasserfesten Stift und der Kennzeichnung durch eine individuelle Markierung?

Ein passendes Beispiel findet sich in dem Link zu einer YouTube-Serie eines namhaften Ballherstellers, der seine Markenbotschafter nach dessen Markierungen auf dem Ball und den Hintergründen befragt hat:

www.youtube.com/playlist?list=PLbY3VIgx2ZAc3m143d3Lvdy1hn-Nh0IX1

Welche Art findet Ihr am besten? Und - wie markiert Ihr Eure Bälle? (tk)
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Manchmal ist es schon sehr unverständlich, dass Spieler ihren eigenen Ball nicht individuell markieren. Was bei den Pros und guten Amateuren völlig normal ist, scheint im normalen Clubgolf eher exotisch zu sein, wie die häufigen Anfragen zum Spiel von falschen Bällen in den letzten Wochen zeigen.

Dabei heißt es doch in R7.2 Identifizieren des Balls:
Ein ruhender Ball eines Spielers darf durch eine der folgenden Möglichkeiten identifiziert werden:
- Durch den Spieler oder jeden, der einen Ball in Situationen zur Ruhe kommen sieht, in denen es bekannt ist, dass es sich um den Ball des Spielers handelt.
- Durch ein sichtbares Kennzeichen des Spielers auf dem Ball (siehe Regel 6.3a).
- Indem ein Ball mit gleicher Marke, Typ, Nummer und in dem Zustand des Balls des Spielers in einem Bereich gefunden wird, in dem der Ball des Spielers vermutet wird (aber dies gilt nicht, wenn ein gleicher Ball in demselben Bereich liegt und es nicht möglich ist, festzustellen, welcher der Ball des Spielers ist).
Ist der provisorische Ball des Spielers nicht von seinem ursprünglichen Ball zu unterscheiden, siehe Regel 18.3c(2).

Sprich, der Spieler selber trägt die Verantwortung genau den einen (seinen) Ball zu identifizieren. Die Benennung der Farbe, Ballmarke, Nummer, ... ist schon einmal besser als nichts, setzt aber voraus, dass zumindest diese Eigenschaften durch den Spieler bekannt sind. Gleiche Bälle (z.B. bei der sofortigen Nutzung des TeeOff-Geschenkes eines Sponsors) führen auch häufiger mal dazu, dass keine Unterscheidung getroffen werden kann.

Warum also nicht einfach der Griff zu einem wasserfesten Stift und der Kennzeichnung durch eine individuelle Markierung?

Ein passendes Beispiel findet sich in dem Link zu einer YouTube-Serie eines namhaften Ballherstellers, der seine Markenbotschafter nach dessen Markierungen auf dem Ball und den Hintergründen befragt hat:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLbY3VIgx2ZAc3m143d3Lvdy1hn-Nh0IX1

Welche Art findet Ihr am besten? Und - wie markiert Ihr Eure Bälle? (tk)

 

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Ich habe gestern welche, die ich bereits markiert habe, verschenkt. Ich bin mir 100% sicher, die verwechselt keiner... 😉

Aus Fehlern lernt man. Typische Situationen, welche ein Spielen des falschen Balls wahrscheinlich machen: - Selbe Balltype, eventuell gleich oder ähnlich markiert, liegt im Suchbereich zwischen zwei Bahnen oder sogar von der Nebenbahn kommend am Fairway. - Man findet einen eigenen, vorher verlorenen Ball (angrenzende Bahn oder weitere Runde). - Mitspieler sagt, "Das ist Dein Ball." - Mitspieler positionieren sich bei Bällen und man nimmt irrtümlich an, dass der einzig freie Ball der eigene sein muss. Um dem Irrtum bestmöglich vorzubeugen, markiere ich meine Bälle wie folgt: Von einer durch vier teilbare Anzahl, z. B. 12 Bälle, jeweils 3 Bälle mit blauer, grüner, roter und schwarzer Farbe (wasserfester Stift) markieren. Ich ziehe eine durchgehende Linie um den Ball und male meine Initialen (zwei senkrechte Striche für H und darüber ein W) handschriftlich zweimal auf jeden Ball. Zumindest in kurzem Gras ist der Ball dadurch leicht identifizierbar, sogar im Wasser meist noch aus einigen Metern Entfernung. In die rechte Hosentasche kommt dann z. B. ein grünmarkierter Ball, in die linke Hosentasche ein rot markierter für einen Ersatzschlag. Sollte der seltene Fall eines dritten Schlages vom selben Ort notwendig sein, den nehme ich einen weiteren Ball mit anderer farblicher Markierung aus dem Bag. Mehr als ein Ball in der Hosentasche ist gefährlich, wenn man am Grün den aufgenommenen Ball gedankenverloren in die Hosentasche steckt und danach nicht mehr weiss, welches nun der aufgenommene Ball ist.

Ich spiele immer die gleiche Marke von Bällen. Ein Ball ist gelb und die beiden anderen haben unterschiedliche Logos.

1 Tag her

Golf Rules

Gestern hatten wir einen Beitrag zu R6.1b, die uns vorschreibt, den Ball von innerhalb des Abschlags ins Spiel zu bringen.

Jetzt gelten im Lochspiel zwar grundsätzlich die selben Regeln, allerdings sind die Spieler hier Gegner und können über Fehler des jeweiligen Gegners hinwegsehen. Was also, wenn der Spieler seinen Ball von außerhalb des Abschlags ins Aus spielt und der Gegner den Schlag nicht annulliert?

Das sagt uns die heutige

Interpretation des Tages:

I6.1b(1)/1 – Ball im Lochspiel von außerhalb des Abschlags gespielt und Schlag durch den Gegner nicht annulliert

Wenn zu Beginn des Spiels eines Lochs im Lochspiel ein Schlag von außerhalb des Abschlags nicht annulliert wird, sieht Regel 6.1b(1) vor, dass der Spieler den Ball spielt, wie er liegt. Allerdings ist es dem Spieler nicht immer erlaubt, den Ball zu spielen, wie er liegt.

Beispiel: Zu Beginn des Spiels eines Lochs schlägt ein Spieler einen Ball von außerhalb des Abschlags (zum Beispiel von den falschen Abschlagmarkierungen) ins Aus und der Gegner annulliert den Schlag nicht.

Da der Schlag des Spielers nicht annulliert wurde und der Ball im Aus ist, muss er Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen, indem er einen Ball von der Stelle des vorherigen Schlags spielt.

Da der Schlag nicht von innerhalb des Abschlags gespielt wurde, muss der Ball gedroppt und nicht aufgeteet werden (siehe Regel 14.6b – Vorheriger Schlag im Gelände, Penalty Area oder Bunker)

Und damit sind wir auch bei einer Situation, die man als Lochspielfalle bezeichnen kann. Den Schlag von außerhalb hinnehmen und dann abwarten was passiert - spielt der Gegner vom falschen Ort, weil er innerhalb des Abschlags aufteet statt wie oben vorgeschrieben zu droppen ist das Loch für ihn verloren. Also: Obacht beim Matchplay!
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Gestern hatten wir einen Beitrag zu R6.1b, die uns vorschreibt, den Ball von innerhalb des Abschlags ins Spiel zu bringen.

Jetzt gelten im Lochspiel zwar grundsätzlich die selben Regeln, allerdings sind die Spieler hier Gegner und können über Fehler des jeweiligen Gegners hinwegsehen. Was also, wenn der Spieler seinen Ball von außerhalb des Abschlags ins Aus spielt und der Gegner den Schlag nicht annulliert?

Das sagt uns die heutige

Interpretation des Tages:

I6.1b(1)/1 – Ball im Lochspiel von außerhalb des Abschlags gespielt und Schlag durch den Gegner nicht annulliert 

Wenn zu Beginn des Spiels eines Lochs im Lochspiel ein Schlag von außerhalb des Abschlags nicht annulliert wird, sieht Regel 6.1b(1) vor, dass der Spieler den Ball spielt, wie er liegt. Allerdings ist es dem Spieler nicht immer erlaubt, den Ball zu spielen, wie er liegt. 

Beispiel: Zu Beginn des Spiels eines Lochs schlägt ein Spieler einen Ball von außerhalb des Abschlags (zum Beispiel von den falschen Abschlagmarkierungen) ins Aus und der Gegner annulliert den Schlag nicht. 

Da der Schlag des Spielers nicht annulliert wurde und der Ball im Aus ist, muss er Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen, indem er einen Ball von der Stelle des vorherigen Schlags spielt. 

Da der Schlag nicht von innerhalb des Abschlags gespielt wurde, muss der Ball gedroppt und nicht aufgeteet werden (siehe Regel 14.6b – Vorheriger Schlag im Gelände, Penalty Area oder Bunker) 

Und damit sind wir auch bei einer Situation, die man als Lochspielfalle bezeichnen kann. Den Schlag von außerhalb hinnehmen und dann abwarten was passiert - spielt der Gegner vom falschen Ort, weil er innerhalb des Abschlags aufteet statt wie oben vorgeschrieben zu droppen ist das Loch für ihn verloren. Also: Obacht beim Matchplay!

 

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Gleich mal marken. Das klingt ja wie die Schach-Matt-Falle in 5 Zügen oder so... 😀

2 Tage her

Golf Rules

#darferdas?

Darf ein Spieler außerhalb des Abschlags stehen um seinen Ball zu spielen?

Ja, denn nach R6.1 b muss ein Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden, wenn ein Loch begonnen wird. R6.2b (1) erläutert uns, wann der Ball innerhalb des Abschlags liegt:

· Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet.

· Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen.
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#darferdas?

Darf ein Spieler außerhalb des Abschlags stehen um seinen Ball zu spielen?

Ja, denn nach R6.1 b muss ein Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden, wenn ein Loch begonnen wird. R6.2b (1) erläutert uns, wann der Ball innerhalb des Abschlags liegt:

·         Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet.

·         Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen.

3 Tage her

Golf Rules

Ergänzend zu unserem Beitrag vom 06.06.2019 gab es eine Nachfrage – deswegen möchten wir diesen aufgreifen und noch einmal einen separaten Beitrag machen:

"Frage: ich schlage meinen 1. Schlag ins Raff. Sage am Abschlag, ich gebe diesen 1. Ball auf und spiele einen neuen Ball und dieser ist auch im Spiel egal wo mein 1. Ball ist. Geht das?" Dies ist die Frage. Warum sagt die Antwort Nein - Ein Ball kann nicht für "verloren" erklärt werden? Ich kann jederzeit (außer in eine Penalty-Area (hier also nicht gefragt, da Rough)) meinen Ball für unspielbar erklären und so einen neuen Ball schlagen, wenn ich meine, dass das gut ist. Dazu muss ich ihn nach Regel 19.2a nicht finden! Die korrekte Antwort auf die Frage ist also, JA, dies ist möglich! Nur nicht in der hier beschriebenen Wortwahl! [...]"

Das ist korrekt angemerkt - R19.2a "Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust" erlaubt dem Spieler einen neuen Ball ins Spiel zu bringen, auch wenn der ursprüngliche Ball nicht gefunden und identifiziert wurde. Dabei spielt der Spieler seinen Ball von der Stelle, von der er den vorherigen Schlag gemacht hat. (Kleine Anmerkung: Um Erleichterung nach Regel 19.2c in Anspruch zu nehmen, muss der Spieler die Stelle des ursprünglichen Balls kennen.)

Insofern ist es dann egal, welche Äußerung der Spieler gemacht hat. Das sehr häufig geäußerte "ich geben den Ball verloren" hat dabei keine Relevanz - strenggenommen geht das nicht (s. den Beitrag vom 06.06.2019). Schlägt der Spieler ohne Ankündigung einen weiteren Ball, dann ist dieser nach der o.g. Regel automatisch der Ball im Spiel.

Spannend wird es, wenn der Spieler einen provisorischen Ball nach R18.3 spielt und dann der verbal "aufgegebene" Ball innerhalb der zulässigen Suchzeit gefunden wird. Dann bleibt der ursprüngliche Ball Ball im Spiel. Selbstverständlich kann der Spieler den Ball als "unspielbar" nach R19.2 (dann inklusive der Optionen b+c) erklären - der provisorische Ball ist dann aber aufzunehmen und kann nicht weitergespielt werden. Entschließt sich der Spieler nach R19.2a einen Ball von der Stelle, von der er den vorherigen Schlag gemacht wurde, zu spielen, muss dann zwangsläufig zurück zur ursprünglichen Stelle und einen neuen Ball spielen. (tk)
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Ergänzend zu unserem Beitrag vom 06.06.2019 gab es eine Nachfrage – deswegen möchten wir diesen aufgreifen und noch einmal einen separaten Beitrag machen:

Frage: ich schlage meinen 1. Schlag ins Raff. Sage am Abschlag, ich gebe diesen 1. Ball auf und spiele einen neuen Ball und dieser ist auch im Spiel egal wo mein 1. Ball ist. Geht das? Dies ist die Frage. Warum sagt die Antwort Nein - Ein Ball kann nicht für verloren erklärt werden? Ich kann jederzeit (außer in eine Penalty-Area (hier also nicht gefragt, da Rough)) meinen Ball für unspielbar erklären und so einen neuen Ball schlagen, wenn ich meine, dass das gut ist. Dazu muss ich ihn nach Regel 19.2a nicht finden! Die korrekte Antwort auf die Frage ist also, JA, dies ist möglich! Nur nicht in der hier beschriebenen Wortwahl! [...]

Das ist korrekt angemerkt - R19.2a Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust erlaubt dem Spieler einen neuen Ball ins Spiel zu bringen, auch wenn der ursprüngliche Ball nicht gefunden und identifiziert wurde. Dabei spielt der Spieler seinen Ball von der Stelle, von der er den vorherigen Schlag gemacht hat. (Kleine Anmerkung: Um Erleichterung nach Regel 19.2c in Anspruch zu nehmen, muss der Spieler die Stelle des ursprünglichen Balls kennen.)

Insofern ist es dann egal, welche Äußerung der Spieler gemacht hat. Das sehr häufig geäußerte ich geben den Ball verloren hat dabei keine Relevanz - strenggenommen geht das nicht (s. den Beitrag vom 06.06.2019). Schlägt der Spieler ohne Ankündigung einen weiteren Ball, dann ist dieser nach der o.g. Regel automatisch der Ball im Spiel. 

Spannend wird es, wenn der Spieler einen provisorischen Ball nach R18.3 spielt und dann der verbal aufgegebene Ball innerhalb der zulässigen Suchzeit gefunden wird. Dann bleibt der ursprüngliche Ball Ball im Spiel. Selbstverständlich kann der Spieler den Ball als unspielbar nach R19.2 (dann inklusive der Optionen b+c) erklären - der provisorische Ball ist dann aber aufzunehmen und kann nicht weitergespielt werden. Entschließt sich der Spieler nach R19.2a einen Ball von der Stelle, von der er den vorherigen Schlag gemacht wurde, zu spielen, muss dann zwangsläufig zurück zur ursprünglichen Stelle und einen neuen Ball spielen. (tk)

 

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Äh, wenn ich den gefundenen ersten (ursprünglichen) Ball aufgebe/n muß/kann, schlage ich dann also (trotz provisorischem Ball) ein drittes Mal ab?

Wie immer sehr gut erklärt. Kompliment dem Golf Rules Teams.👏👏👏👏

Nach Regel 18.1 kann ich jederzeit mit einem Strafschlag unter Schlag und Distanzverlust einen Ball von der Stelle, von der der vorherige Schlag gemacht wurde, ins Spiel bringen. Eine Begründung dafür ist nicht erforderlich.

Äh, wenn ich den gefundenen ersten (ursprünglichen) Ball aufgebe/n muß/kann, schlage ich dann also (trotz provisorischem Ball) ein drittes Mal ab?

4 Tage her

Golf Rules

Häufig wird ein "Automatismus" in Spielergruppen bei schlechten Balllagen angewandt, den wir mit der heutigen "Interpretation des Tages" noch einmal näher beleuchten möchten:

Boden in Ausbesserung/1 – Von der Spielleitung oder den Greenkeepern verursachte Schäden sind nicht immer Boden in Ausbesserung

Ein von Greenkeepern gemachtes Loch ist Boden in Ausbesserung, auch wenn es nicht als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet ist. Jedoch sind nicht alle von den Greenkeeper verursachten Schäden automatisch Boden in Ausbesserung.

Beispiele von Schäden, die nicht automatisch Boden in Ausbesserung sind, schließen ein:
- Eine Fahrspur eines Traktors (die Spielleitung darf jedoch eine tiefe Fahrspur zu Boden in Ausbesserung erklären).
- Ein alter Lochpfropfen, der unter die Grünoberfläche abgesunken ist, siehe jedoch Regel 13.1c (Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind).

Deshalb sollte die Spielleitung durch entsprechende Platzregeln den Sachverhalt vor dem Wettspiel klären, damit der Spieler regelkonform die Runde beenden kann. (tk)
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Häufig wird ein Automatismus in Spielergruppen bei schlechten Balllagen angewandt, den wir mit der heutigen Interpretation des Tages noch einmal näher beleuchten möchten:

Boden in Ausbesserung/1 – Von der Spielleitung oder den Greenkeepern verursachte Schäden sind nicht immer Boden in Ausbesserung

Ein von Greenkeepern gemachtes Loch ist Boden in Ausbesserung, auch wenn es nicht als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet ist. Jedoch sind nicht alle von den Greenkeeper verursachten Schäden automatisch Boden in Ausbesserung.

Beispiele von Schäden, die nicht automatisch Boden in Ausbesserung sind, schließen ein:
- Eine Fahrspur eines Traktors (die Spielleitung darf jedoch eine tiefe Fahrspur zu Boden in Ausbesserung erklären).
- Ein alter Lochpfropfen, der unter die Grünoberfläche abgesunken ist, siehe jedoch Regel 13.1c (Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind).

Deshalb sollte die Spielleitung durch entsprechende Platzregeln den Sachverhalt vor dem Wettspiel klären, damit der Spieler regelkonform die Runde beenden kann. (tk)

 

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Die Frage ist doch eigentlich:"Warum ist denn das eigentlich so?" --> Erstbeste Antwort, die ich hierauf erwarte ist, Regel 1. Nun zum Problem. Als Regel 1 ausgedacht wurde, gab es keine TRAKTORSPUREN, da es noch keinen Traktor gab. Ich wage zu behaupten, dass Traktorspuren damals als Hemniss definiert worden wären, da es künstlich erzeugte Änderung der Schlagbedingung ist. 😀 Wir wollen doch einfache, verständliche und faire Golfregeln haben. Ich fände es nur fair, wenn man aus Traktorspuren IMMER rauslegen darf. Wenn sowas auf der Tour passiert, dann steht da 2 Minuten später nen Referee und eine weitere Minute später liegt der Ball nach Freedrop am Mast! Das Spiel ist schwierig genug. Jede Möglichkeit die wir einem Spieler geben sich völlig unnötig aufzuregen erhöht Zeitgleich die Chance, dass er irgendwann frustriert dem Sport seinen Rücken kehrt. MAKE GOLF SIMPLE! It's the spirit of the GAME! Vielleicht wäre diese Schreibweise mal angebrachter 😀

5 Tage her

Golf Rules

Rücksicht auf die Mitspieler - nicht nur vom Abschlag ein ernst zu nehmender Vorsatz. Und wenn das Fairway einmal nicht einzusehen ist, dann kann man auch schon einmal kreativ sein und sich - wie in diesem Club - auf physikalische Besonderheiten besinnen 😉

Das neue Regelwerk ermöglicht nach R1.2a In den Verhaltenvorschriften Sanktionen gegen Etikettenverstöße oder Gefährdung von anderen Spielern auszusprechen. Wenn man diese Regelung als Club aktivieren möchte, dann sollte man sich ggf. an den Turnierbedingungen des DGV oder der Landesverbände orientieren.

Zu empfehlen ist, dass die Entscheidung über eine Sanktion einzig und allein durch die Spielleitung ausgesprochen und dieses nicht den Spielern überlassen wird. Die Spielleitung kann dann entscheiden, ob es sich ihrer Ansicht (überhaupt) um ein Fehlverhalten oder ggf. sogar um ein schwerwiegendes Fehlverhalten handelt und die entsprechenden Sanktionen bewirken. (tk)
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Rücksicht auf die Mitspieler - nicht nur vom Abschlag ein ernst zu nehmender Vorsatz. Und wenn das Fairway einmal nicht einzusehen ist, dann kann man auch schon einmal kreativ sein und sich - wie in diesem Club - auf physikalische Besonderheiten besinnen ;-) 

Das neue Regelwerk ermöglicht nach R1.2a In den Verhaltenvorschriften Sanktionen gegen Etikettenverstöße oder Gefährdung von anderen Spielern auszusprechen. Wenn man diese Regelung als Club aktivieren möchte, dann sollte man sich ggf. an den Turnierbedingungen des DGV oder der Landesverbände orientieren. 

Zu empfehlen ist, dass die Entscheidung über eine Sanktion einzig und allein durch die Spielleitung ausgesprochen und dieses nicht den Spielern überlassen wird. Die Spielleitung kann dann entscheiden, ob es sich ihrer Ansicht (überhaupt) um ein Fehlverhalten oder ggf. sogar um ein schwerwiegendes Fehlverhalten handelt und die entsprechenden Sanktionen bewirken. (tk)

6 Tage her

Golf Rules

Jan hatte eine Frage an uns:

"Hallo Torben,
Ich lese eure Beiträge immer sehr gerne und bin über die Feinheiten der Regeln oft überrascht.
Jetzt habe ich aber auch einmal eine Frage:

Neulich kam mein Ball direkt an der bunkerkante gerade noch auf dem Fairway zum liegen.
Dummerweise musste ich zum schlagen mich in den Bunker reinstellen, der um einiges tiefer lag.
Hätte ich auch straflose Erleichterung nehmen können, da der Bunker ja ein unnatürliches Hindernis darstellt und ich keinen festen Stand habe? Das wäre eine Regel Auslegung wie bei Wegen.
Vorsichtshalber habe ich mit Stand im Bunker den Ball geschlagen. Mehr schlecht als recht.😆
In meinem flight konnte niemand die Frage beantworten und auch in den Regeln habe ich keine Antwort gefunden.
Wäre toll wenn ihr mir weiter helfen könntet.
Herzliche Grüße aus dem GC Gernsheim von
Jan (...)"

Jan hat richtig gehandelt als er den Ball mit Stand aus dem Bunker geschlagen hat. Vom Stand im Bunker hätte es nur Erleichterung mit einem Strafschlag nach R19 (Ball unspielbar) gegeben. Bunker sind keine "unnatürlichen Hindernisse", sondern einer der 5 Bereiche des Platzes. Was er wahrscheinlich gemeint hat, ist, ob es Erleichterung nach R16 vom Bunker gibt, wie es sie für künstlich angelegte Wege (als unbewegliche Hemmnisse) geben würde. Da der Bunker aber zu den 5 Bereichen des Platzes gehört (vgl. R2.2), fällt er nicht unter R16.
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Jan hatte eine Frage an uns:

Hallo Torben,
Ich lese eure Beiträge immer sehr gerne und bin über die Feinheiten der Regeln oft überrascht.
Jetzt habe ich aber auch einmal eine Frage:

Neulich kam mein Ball direkt an der bunkerkante gerade noch auf dem Fairway zum liegen.
Dummerweise musste ich zum schlagen mich in den Bunker reinstellen, der um einiges tiefer lag.
Hätte ich auch straflose Erleichterung nehmen können, da der Bunker ja ein unnatürliches Hindernis darstellt und ich keinen festen Stand habe? Das wäre eine Regel Auslegung wie bei Wegen.
Vorsichtshalber habe ich mit Stand im Bunker den Ball geschlagen. Mehr schlecht als recht.😆
In meinem flight konnte niemand die Frage beantworten und auch in den Regeln habe ich keine Antwort gefunden.
Wäre toll wenn ihr mir weiter helfen könntet.
Herzliche Grüße aus dem GC Gernsheim von
Jan (...)

Jan hat richtig gehandelt als er den Ball mit Stand aus dem Bunker geschlagen hat. Vom Stand im Bunker hätte es nur Erleichterung mit einem Strafschlag nach R19 (Ball unspielbar) gegeben. Bunker sind keine unnatürlichen Hindernisse, sondern einer der 5 Bereiche des Platzes. Was er wahrscheinlich gemeint hat, ist, ob es Erleichterung nach R16 vom Bunker gibt, wie es sie für künstlich angelegte Wege (als unbewegliche Hemmnisse) geben würde. Da der Bunker aber zu den 5 Bereichen des Platzes gehört (vgl. R2.2), fällt er nicht unter R16.

 

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Schön aufgefüllter Bunker

Vielen Dank das ihr die Fragen so schnell, kompetent und leicht verständlich beantwortet 👍

1 Woche her

Golf Rules

Da es in der letzten Zeit immer wieder einmal Anfragen zum Thema "bekannt oder so gut wie sicher gab" - hier noch einmal der Verweis auf die Definition in den Golfregeln:

Der Maßstab für die Entscheidung, was mit dem Ball eines Spielers passierte - zum Beispiel ob der Ball in einer Penalty Area zur Ruhe kam, sich bewegte oder wodurch die Bewegung verursacht wurde.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
- Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.
- Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat.

„Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann. (tk)
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Da es in der letzten Zeit immer wieder einmal Anfragen zum Thema bekannt oder so gut wie sicher gab - hier noch einmal der Verweis auf die Definition in den Golfregeln:

Der Maßstab für die Entscheidung, was mit dem Ball eines Spielers passierte - zum Beispiel ob der Ball in einer Penalty Area zur Ruhe kam, sich bewegte oder wodurch die Bewegung verursacht wurde.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
- Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.
- Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat.

„Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann. (tk)

1 Woche her

Golf Rules

Letzte Woche auf der PGA Tour kämpfte Martin Kaymer in der Finalrunde endlich mal wieder um einen Titel - der spätere Sieger Patrick Cantlay zog mit einer 64 aber an ihm vorbei. Cantlays Ball landete auf einer Spielbahn nach einem ziemlich missglückten Drive rechts des Fairways in den Zuschauern. Doch statt im dicken Rough zu verschwinden traf er den Sitzplatz eines Zuschauers und kam auf dem Stuhl zur Ruhe. Und nun - was sagen die Regeln zu dieser Lage?

Zunächst einmal handelt es sich bei dem Stuhl um ein bewegliches Hemmnis - insofern ist Regel R15.2 eine geeignete Stelle für einen tieferen Blick ins Regelbuch. Hier wiederum ist R15.2a(2) "Erleichterung, wenn Ball auf dem Platz, aber außerhalb des Grüns, in oder auf einem beweglichen Hemmnis liegt" der entscheidende Passus:

Der Spieler darf straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball
in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):

- Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.
- Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
- Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
» Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und
» darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt.

Als "Eselbrücke" kann man sich merken: bewegt sich der Ball beim Entfernen eines beweglichen Hemmnisses und liegt der Ball auf dem Platz (also berührt den Boden), dann muss er nach dem Entfernen zurückgelegt werden. Berührt er den Boden nicht, weil irgendetwas zwischen Ball und dem Untergrund ist, dann muss der Ball gedroppt werden. (tk)
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Letzte Woche auf der PGA Tour kämpfte Martin Kaymer in der Finalrunde endlich mal wieder um einen Titel - der spätere Sieger Patrick Cantlay zog mit einer 64 aber an ihm vorbei. Cantlays Ball landete auf einer Spielbahn nach einem ziemlich missglückten Drive rechts des Fairways in den Zuschauern. Doch statt im dicken Rough zu verschwinden traf er den Sitzplatz eines Zuschauers und kam auf dem Stuhl zur Ruhe. Und nun - was sagen die Regeln zu dieser Lage?

Zunächst einmal handelt es sich bei dem Stuhl um ein bewegliches Hemmnis - insofern ist Regel R15.2 eine geeignete Stelle für einen tieferen Blick ins Regelbuch. Hier wiederum ist R15.2a(2) Erleichterung, wenn Ball auf dem Platz, aber außerhalb des Grüns, in oder auf einem beweglichen Hemmnis liegt der entscheidende Passus:

Der Spieler darf straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball
in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):

- Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.
- Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
- Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
» Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und
» darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt.

Als Eselbrücke kann man sich merken: bewegt sich der Ball beim Entfernen eines beweglichen Hemmnisses und liegt der Ball auf dem Platz (also berührt den Boden), dann muss er nach dem Entfernen zurückgelegt werden. Berührt er den Boden nicht, weil irgendetwas zwischen Ball und dem Untergrund ist, dann muss der Ball gedroppt werden. (tk)

1 Woche her

Golf Rules

Auch die Beendigung der Runde ist für die regelkonforme Abwicklung von Bedeutung. In Regel 5.3b "Ende der Runde" heißt es hierzu:

Die Runde eines Spielers endet
- im Lochspiel, sobald das Ergebnis des Lochspiels nach Regel 3.2a(3) oder (4) feststeht,
- im Zählspiel, sobald der Spieler am letzten Loch einlocht (einschließlich Berichtigen eines Fehlers, zum Beispiel nach den Regeln 6.1 oder 14.7b).

Regelverstöße, die erst mit dem Einlochen am letzen Loch festgestellt werden, können bis zum Einreichen der Scorekarte korrigiert werden (z.B. Spielen nicht innerhalb des Abschlags (R6.1), Falscher Ball (R6.3c), Spielen vom falschen Ort (R14.7), Partei muss abwechselnd schlagen (R22.3)). (tk)
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Auch die Beendigung der Runde ist für die regelkonforme Abwicklung von Bedeutung. In Regel 5.3b Ende der Runde heißt es hierzu:

Die Runde eines Spielers endet
- im Lochspiel, sobald das Ergebnis des Lochspiels nach Regel 3.2a(3) oder (4) feststeht,
- im Zählspiel, sobald der Spieler am letzten Loch einlocht (einschließlich Berichtigen eines Fehlers, zum Beispiel nach den Regeln 6.1 oder 14.7b).

Regelverstöße, die erst mit dem Einlochen am letzen Loch festgestellt werden, können bis zum Einreichen der Scorekarte korrigiert werden (z.B. Spielen nicht innerhalb des Abschlags (R6.1), Falscher Ball (R6.3c), Spielen vom falschen Ort (R14.7), Partei muss abwechselnd schlagen (R22.3)). (tk)

1 Woche her

Golf Rules

Und wo wir gerade bei den Fragen der Lesern sind - Gernot wollte folgendes wissen:

"Frage: ich schlage meinen 1. Schlag ins Raff. Sage am Abschlag, ich gebe diesen 1. Ball auf und spiele einen neuen Ball und dieser ist auch im Spiel egal wo mein 1. Ball ist. Geht das?"

Die kurze Antwort lautet: einen Ball "aufgeben" oder als "verloren erklären" geht nicht.

Die längere Version findet man in der Interpretation "Verloren/1 – Ball kann nicht als „verloren“ erklärt werden"

Ein Spieler darf seinen Ball nicht durch Erklärung als „verloren“ bezeichnen. Ein Ball ist nur verloren, wenn er innerhalb von drei Minuten nicht gefunden wurde, nachdem der Spieler, sein Caddie oder Partner die Suche nach ihm begonnen hat.

Beispiel: Ein Spieler sucht zwei Minuten nach seinem Ball, erklärt in für „verloren“ und geht zurück, um einen anderen Ball zu spielen. Bevor der Spieler einen anderen Ball ins Spiel bringt, wird der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit von drei Minuten gefunden. Da der Spieler seinen Ball nicht als „verloren“ erklären kann, bleibt der ursprüngliche Ball im Spiel.

Durch das Spielen eines neuen Balls - ohne diesen zuvor als "provisorisch" anzukündigen - wurde dieser Ball nach R18.1 aber automatisch mit Strafe und Distanzverlust (also mit einem Strafschlag) zum Ball im Spiel. Der ursprüngliche Ball ist damit nicht länger Ball im Spiel. (tk)
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Und wo wir gerade bei den Fragen der Lesern sind - Gernot wollte folgendes wissen:

Frage: ich schlage meinen 1. Schlag ins Raff. Sage am Abschlag, ich gebe diesen 1. Ball auf und spiele einen neuen Ball und dieser ist auch im Spiel egal wo mein 1. Ball ist. Geht das?

Die kurze Antwort lautet: einen Ball aufgeben oder als verloren erklären geht nicht. 

Die längere Version findet man in der Interpretation Verloren/1 – Ball kann nicht als „verloren“ erklärt werden

Ein Spieler darf seinen Ball nicht durch Erklärung als „verloren“ bezeichnen. Ein Ball ist nur verloren, wenn er innerhalb von drei Minuten nicht gefunden wurde, nachdem der Spieler, sein Caddie oder Partner die Suche nach ihm begonnen hat.

Beispiel: Ein Spieler sucht zwei Minuten nach seinem Ball, erklärt in für „verloren“ und geht zurück, um einen anderen Ball zu spielen. Bevor der Spieler einen anderen Ball ins Spiel bringt, wird der ursprüngliche Ball innerhalb der Suchzeit von drei Minuten gefunden. Da der Spieler seinen Ball nicht als „verloren“ erklären kann, bleibt der ursprüngliche Ball im Spiel. 

Durch das Spielen eines neuen Balls - ohne diesen zuvor als provisorisch anzukündigen - wurde dieser Ball nach R18.1 aber automatisch mit Strafe und Distanzverlust (also mit einem Strafschlag) zum Ball im Spiel. Der ursprüngliche Ball ist damit nicht länger Ball im Spiel. (tk)

 

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Das sind ja echte Probleme 😘

Und wo wir gerade bei den Fragen der Lesern sind - Gernot wollte folgendes wissen: "Frage: ich schlage meinen 1. Schlag ins Raff. Sage am Abschlag, ich gebe diesen 1. Ball auf und spiele einen neuen Ball und dieser ist auch im Spiel egal wo mein 1. Ball ist. Geht das?" Dies ist die Frage. Warum sagt die Antwort Nein - Ein Ball kann nicht für "verloren" erklärt werden? Ich kann jederzeit (außer in eine Penalty-Area (hier also nicht gefragt, da Rough)) meinen Ball für unspielbar erklären und so einen neuen Ball schlagen, wenn ich meine, dass das gut ist. Dazu muß ich ihn nach Regel 19.2 a nicht finden! Die korrekte Antwort auf die Frage ist also, JA, dies ist möglich! Nur nicht in der hier beschriebenen Wortwahl! BTW.: Warum ist es für einige Leser eigentlich wichtig zu bemerken, dass der Fragesteller offenbar nicht weiß, das der Begriff Rough aus dem englischen entstammt? Ist das wichtig zur Entscheidungsfindung? Oder geht es eher darum zu zeigen, dass man besser informiert sei als der andere?

Ich würde den Ball unspielbar erklären und mit Strafe und Distanzverlust von der ursprünglichen Stelle spielen

Regel 18.1 Ein Spieler darf jederzeit Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch nehmen,indem er er sich einen Strafschlag hinzurechnet und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball ,von der Stelle spielt,von der aus der vorige Schlag gemacht wurde..Diese Möglichkeit hat ein Spieler immer mit Schlag und Distanzverlust.Ist es etwa nicht so?

Soll das mit "RAFF" ein Scherz sein ???? 🧐 ….. im Sinne von: "Mit dem Dreiwer einen Huck ins Raff spielen?"

Habe ich da sein 2019 nicht im Kopf, dass ich einen Ball nicht zwingend suchen muss?

🤭

" mit Strafe und Distanzverlust mit einem Strafschlag zum Ball im Spiel." ist mir jetzt nicht klar formuliert. Wieviel Schläge hat der Spieler denn nun, wenn er vom Abschlag einen ersten Ball spielt, ohne Ankündigung einen weiteren, der dann Ball im Spiel ist. Sollten doch 3 Schläge in Summe sein?

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2 Wochen her

Golf Rules

Heute mal wieder mit einem Video:

Ein Zaun, der ein bewegliches Hemmnis ist, behindert Stand und Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers. Hier die Lösung:Ein "Zaun" als bewegliches Hemmnis behindert Stand und Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers - hier die Lösung...
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Video image

 

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Danke für das Video, diese Art der Darstellung von "echten" Regelfragen hilft jedem Spieler auf seiner Runde.

Vielen Dank. Noch eine kurze Frage. Nicht näher zur Fahne würde bei der Weg Erleichterung ( nennen wir es mal so) rechts oder links von der Ballposition bedeuten? Eher links ... aber was dann. Dann bestimmt er die Erleichterungsposition und markiert mit einem Tee und dropped dort oder ?

2 Wochen her

Golf Rules

Kommen wir heute über die Frage, wann ein Ball eingelocht ist zu einer Definition:

"Eingelocht"

Ein Ball ist eingelocht, wenn er nach einem Schlag im Loch zur Ruhe gekommen ist und sich vollständig unterhalb der Grünoberfläche befindet.

Beziehen sich die Regeln auf „eingelocht“ oder „einlochen“, bedeutet dies, dass der Ball des Spielers eingelocht ist.

Für den speziellen Fall, dass ein Ball am Flaggenstock ruht, der im Loch steht, siehe Regel 13.2c (Ball gilt als eingelocht, wenn er sich teilweise unterhalb der Grünoberfläche befindet). Der ganze Ball muss sich unterhalb der Bodenoberfläche befinden, um als eingelocht zu gelten, wenn er in der Wand des Lochs eingebettet ist

Ist ein Ball in der Wand des Lochs eingebettet und der Ball nicht vollständig unter der Oberfläche des Grüns, ist der Ball nicht eingelocht. Dies gilt auch, wenn der Ball den Flaggenstock berührt.
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Eingelocht

 

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Ball im Loch IST eingelocht. Ball an der Fahne eingeklemmt GILT als eingelocht. 🏌️

Ab 2019 ist ein Ball eingelocht, wenn ein Teil des Balles unterhalb der Lochoberfläche sich befindet. Sollte man im Juni 2019 schon wissen. Es gibt kompaktlektüre wo alle 24 Regeln toll beschrieben sind.

Meinem Verständnis nach hat sich das in 2019 geändert. Es dürfte nun ausreichen, wenn der Ball zwischen Loch und Fahnenstange klemmt ohne dass er vollständig im Loch verschwunden ist, oder? .

Ich bin verwirrt. 🤔

Ist doch eigentlich nicht so schwer. Wenn die Fahnenstange den Ball daran hindert ins Loch zu fallen, gilt er als eingelocht. Wenn er hingegen im Boden feststeckt, so dass er nicht fällt, wenn die Fahne vorsichtig (!) gezogen wird, ist er nicht eingelocht. Meine Meinung.

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2 Wochen her

Golf Rules

Ein kleiner Flashback zum GolfRules-Shootout, dem Thema "Identifizieren des Balls" und dem Aufnehmen des Ball zur Identifikation:

Ein ruhender Ball eines Spielers darf durch eine der folgenden Möglichkeiten identifiziert werden (s. R7.2):
- Durch den Spieler oder jeden, der einen Ball in Situationen zur Ruhe kommen sieht, in denen es bekannt ist, dass es sich um den Ball des Spielers handelt.
- Durch ein sichtbares Kennzeichen des Spielers auf dem Ball (siehe Regel 6.3a).
- Indem ein Ball mit gleicher Marke, Typ, Nummer und in dem Zustand des Balls des Spielers in einem Bereich gefunden wird, in dem der Ball des Spielers vermutet wird (aber dies gilt nicht, wenn ein gleicher Ball in demselben Bereich liegt und es nicht möglich ist, festzustellen, welcher der Ball des Spielers ist).

Allerdings muss nach R7.3 "Ball zum Identifizieren aufnehmen" die Stelle des Balls muss zuerst markiert werden und der Ball darf nicht mehr als zur Identifizierung erforderlich gereinigt werden (außer auf dem Grün), siehe Regel 14.1.

Geschieht dieses nicht, so zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu. (tk)
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Ein kleiner Flashback zum GolfRules-Shootout, dem Thema Identifizieren des Balls und dem Aufnehmen des Ball zur Identifikation:

Ein ruhender Ball eines Spielers darf durch eine der folgenden Möglichkeiten identifiziert werden (s. R7.2):
- Durch den Spieler oder jeden, der einen Ball in Situationen zur Ruhe kommen sieht, in denen es bekannt ist, dass es sich um den Ball des Spielers handelt.
- Durch ein sichtbares Kennzeichen des Spielers auf dem Ball (siehe Regel 6.3a).
- Indem ein Ball mit gleicher Marke, Typ, Nummer und in dem Zustand des Balls des Spielers in einem Bereich gefunden wird, in dem der Ball des Spielers vermutet wird (aber dies gilt nicht, wenn ein gleicher Ball in demselben Bereich liegt und es nicht möglich ist, festzustellen, welcher der Ball des Spielers ist).

Allerdings muss nach R7.3 Ball zum Identifizieren aufnehmen die Stelle des Balls muss zuerst markiert werden und der Ball darf nicht mehr als zur Identifizierung erforderlich gereinigt werden (außer auf dem Grün), siehe Regel 14.1.

Geschieht dieses nicht, so zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu. (tk)

2 Wochen her

Golf Rules

Es ging am Wochenende durch die Medien - Blitzeinschlag bei den US Ladies Open.

Bitte seid vorsichtig und schützt Euch selbst - Regel R5.7 ermöglicht die Unterbrechung wegen Blitzgefahr (anschliessend aber der Spielleitung unbedingt mitteilen)...
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Es ging am Wochenende durch die Medien - Blitzeinschlag bei den US Ladies Open. 

Bitte seid vorsichtig und schützt Euch selbst - Regel R5.7 ermöglicht die Unterbrechung wegen Blitzgefahr (anschliessend aber der Spielleitung unbedingt mitteilen)...

 

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God hate a cheat

2 Wochen her

Golf Rules

Oliver fragte neulich:

"So, jetzt habe ich endlich was spannendes...

Mannschaftspokal

Eine Gruppe (1. Flight) spielt nach der 6. die 8. bemerkt dies erst nach Beendigung der 8. Spielbahn. Geht dann zurück und spielt die 7 und dann auf der 9. weiter dem Feld hinterher.

Früher gab es dazu eine Regel. Nach den neuen Statuten nicht mehr. Wie ist zu verfahren?

DQ?
Salomonisches Urteil 2 Strafschläge (Spielen vom falschen Ort ohne Vorteil)?

Die Entscheidung ohne wirkliche Begründung der überforderten Spielleitung war dann DQ. Einspruch ist eingelegt worden."

Tatsächlich gibt es die Regelung immer noch - dieses ist in R6.1b „Ball muss von innerhalb des Abschlags gespielt werden" definiert:

Ein Spieler muss jedes Loch beginnen, indem er einen Ball nach Regel 6.2b innerhalb des Abschlags spielt.

Wenn ein Spieler, der ein Loch beginnt, einen Ball von außerhalb des Abschlags spielt (einschließlich von den falschen Abschlagmarkierungen desselben Lochs oder eines anderen Lochs):
(1) Lochspiel. Dies ist straflos, aber der Gegner darf den Schlag für ungültig erklären:
- Dies muss unverzüglich erfolgen, bevor einer der Spieler einen weiteren Schlag macht. Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, kann er dies nicht widerrufen.
- Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, muss der Spieler einen anderen Ball von innerhalb des Abschlags spielen, wobei er immer noch an der Reihe ist, zu spielen.
- Erklärt der Gegner den Schlag nicht für ungültig, zählt der Schlag. Der Ballist im Spiel und muss gespielt werden, wie er liegt.

(2) Zählspiel. Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt:
- Der von außerhalb des Abschlagsgespielte Ball ist nicht im Spiel.
- Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.
- Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.
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Oliver fragte neulich:

So, jetzt habe ich endlich was spannendes...

Mannschaftspokal

Eine Gruppe (1. Flight) spielt nach der 6. die 8. bemerkt dies erst nach Beendigung der 8. Spielbahn. Geht dann zurück und spielt die 7 und dann auf der 9. weiter dem Feld hinterher. 

Früher gab es dazu eine Regel. Nach den neuen Statuten nicht mehr. Wie ist zu verfahren?

DQ?
Salomonisches Urteil 2 Strafschläge (Spielen vom falschen Ort ohne Vorteil)?

Die Entscheidung ohne wirkliche Begründung der überforderten Spielleitung war dann DQ. Einspruch ist eingelegt worden.

Tatsächlich gibt es die Regelung immer noch - dieses ist in R6.1b „Ball muss von innerhalb des Abschlags gespielt werden definiert:

Ein Spieler muss jedes Loch beginnen, indem er einen Ball nach Regel 6.2b innerhalb des Abschlags spielt. 

Wenn ein Spieler, der ein Loch beginnt, einen Ball von außerhalb des Abschlags spielt (einschließlich von den falschen Abschlagmarkierungen desselben Lochs oder eines anderen Lochs): 
(1) Lochspiel. Dies ist straflos, aber der Gegner darf den Schlag für ungültig erklären:
- Dies muss unverzüglich erfolgen, bevor einer der Spieler einen weiteren Schlag macht. Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, kann er dies nicht widerrufen. 
- Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, muss der Spieler einen anderen Ball von innerhalb des Abschlags spielen, wobei er immer noch an der Reihe ist,  zu spielen. 
- Erklärt der Gegner den Schlag nicht für ungültig, zählt der Schlag. Der Ballist im Spiel und muss gespielt werden, wie er liegt. 

(2) Zählspiel. Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt:
- Der von außerhalb des Abschlagsgespielte Ball ist nicht im Spiel. 
- Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht. 
- Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

 

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Wir möchten aufgrund der Rückmeldungen zu diesem Beitrag noch eine Ergänzung anbringen - letztendlich bleibt es beim dem DQ der Spielgruppe, aber die Begründung lautet wie folgt: Regel 5.1 Bedeutung von „Runde“ Eine „Runde“ besteht aus 18 oder weniger Löchern, die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen. Regel 6.1a Er hat das Loch auch dann begonnen, wenn der Schlag von außerhalb des Abschlags gespielt wurde. Im Anschluss gilt Regel 6.1b(2). In dem aufgeführten Fall müssten die Spieler die Löcher 7 und 8 erneut spielen (sie können nicht das Ergebnis des bereits gespielten Lochs 8 werten) und erhalten die Grundstrafe (2 Strafschläge) für Spielen von außerhalb des Abschlags. Berichtigen sie den Fehler nicht auf diese Weise sind sie disqualifiziert.

Das ist die Regel in der Spieleredition. Und da finde ich es unzureichend beschrieben, wann der Spieler das zu berichtigen hat. Hier muss meines Erachtens nachgebessert werden.

Der Ball vom falschen Abschlag ist nicht im Spiel. Deshalb wurde die 8 nicht gespielt. DQ

Na ob das einer verstanden hat? 🙈 Das geht bestimmt auch einfacher..

Ich glaube, ich hätte mich auf 5.1 berufen. Dort steht, dass die Löcher in der von der Spielleitung vorgesehenen Reihenfolge gespielt werden müssen. Im Zweifel also auch dort DQ, obwohl in 5.1 keine Sanktionierung benannt ist. Ist ja bestimmt jedem von uns schon mal passiert, wenn man auf fremden Plätzen spielt und von einem naheliegenden Abschlag losballert. Meist merkt man es ja direkt nach dem Abschlag, weil irgendetwas nicht stimmt. ‚Wieso ist denn hier ein Par 3 über 400m lang?‘ oder so ähnlich ...

Bittere Erfahrung! 🙈

Lach frag mich auch gerade 😂

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2 Wochen her

Golf Rules

Impressionen vom GolfRules Shootout im wunderbaren Golf Club Verden:Shootout Lochspiel auf unseren Bahnen B5 und B6. ... MehrWeniger

Impressionen vom GolfRules Shootout im wunderbaren Golf Club Verden:

2 Wochen her

Golf Rules

Schlussrunde des ersten GolfRules-Shootout! ... MehrWeniger

Golf Club Verden

2 Wochen her

Golf Rules

Und wieder einmal eine Spielsituation die auch uns Referees forderte...

Spielerinnen A und B spielen vom Abschlag ihre Bälle über eine Kuppe in denselben Bereich im Gelände. Bei der Landezone angekommen, liegt dort nur ein Ball, den B als ihren weiter aufs Grün spielt. A's Ball wird gesucht, aber nicht innerhalb von 3 Minuten gefunden. A spielt einen neuen Ball unter Strafe und Distanzverlust vom Abschlag und den nächsten Schlag ebenfalls aufs Grün. Beim Markieren ihres Balls stellt B jetzt fest, dass sie A's Ball gespielt hat. A ist im Zweifel, wie sie weiter vorgehen soll und kündigt an, einen "Regelball" zu spielen - ohne auszuwählen, welcher Ball zählen soll. Sie legt einen Ball an die Stelle, wo B ihren Ball gespielt hat und beendet das Loch mit beiden Bällen.
Nach der Runde informiert sie die Spielleitung entsprechend.

Wie sollte die Spielleitung entscheiden?

Der Ball, den A ursprünglich vom Abschlag gespielt hatte, war verloren, da er nicht innerhalb von 3 Minuten gefunden wurde (auch wenn der Grund das Spielen des für B falschen Balls war). Damit war dieser Ball nicht länger A's Ball im Spiel und der erneut vom Abschlag gespielte Ball wurde zum Ball im Spiel.

Anwendbarkeit von R.20.1c(3):
- Unklare Sachlage/Zweifel, da möglicherweise R.6.3c(2) einschlägig war
- Regelball angekündigt (bevor ein Schlag mit dem zwieten Ball gemacht wird)
- Wahl, welcher Ball zählen soll wurde leider unterlassen, daher zählt zuerst gespielter Ball
- dieser wurde regelkonform gespielt wurde, da er nach R18.2b ins Spiel gebracht wurde

Das bedeutet in Summe:
Das Ergebnis mit dem nach R18.2b (mit Strafe und Distanzverlust) neu gespielten Ball zählt. (Es kommt nicht mehr darauf an, ob der andere Ball auch regelkonform war). (tk)
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Und wieder einmal eine Spielsituation die auch uns Referees forderte...

Spielerinnen A und B spielen vom Abschlag ihre Bälle über eine Kuppe in denselben Bereich im Gelände. Bei der Landezone angekommen, liegt dort nur ein Ball, den B als ihren weiter aufs Grün spielt. As Ball wird gesucht, aber nicht innerhalb von 3 Minuten gefunden. A spielt einen neuen Ball unter Strafe und Distanzverlust vom Abschlag und den nächsten Schlag ebenfalls aufs Grün. Beim Markieren ihres Balls stellt B jetzt fest, dass sie As Ball gespielt hat. A ist im Zweifel, wie sie weiter vorgehen soll und kündigt an, einen Regelball zu spielen - ohne auszuwählen, welcher Ball zählen soll. Sie legt einen Ball an die Stelle, wo B ihren Ball gespielt hat und beendet das Loch mit beiden Bällen.
Nach der Runde informiert sie die Spielleitung entsprechend.

Wie sollte die Spielleitung entscheiden?

Der Ball, den A ursprünglich vom Abschlag gespielt hatte, war verloren, da er nicht innerhalb von 3 Minuten gefunden wurde (auch wenn der Grund das Spielen des für B falschen Balls war). Damit war dieser Ball nicht länger As Ball im Spiel und der erneut vom Abschlag gespielte Ball wurde zum Ball im Spiel. 

Anwendbarkeit von R.20.1c(3):
- Unklare Sachlage/Zweifel, da möglicherweise R.6.3c(2) einschlägig war
- Regelball angekündigt (bevor ein Schlag mit dem zwieten Ball gemacht wird)
- Wahl, welcher Ball zählen soll wurde leider unterlassen, daher zählt zuerst gespielter Ball
- dieser wurde regelkonform gespielt wurde, da er nach R18.2b ins Spiel gebracht wurde

Das bedeutet in Summe:
Das Ergebnis mit dem nach R18.2b (mit Strafe und Distanzverlust) neu gespielten Ball zählt. (Es kommt nicht mehr darauf an, ob der andere Ball auch regelkonform war). (tk)

 

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Solche Sachen passieren aber auch nur weil die Leute nicht ihren Ball nicht ausreichend markieren und nicht aufmerksam Golf spielen. Ich spiele seit 20 Jahren Golf und habe noch nie einen falschen Ball gespielt... jedoch haben schon des Öfteren Leute im meinem Flight meinen Ball spielen wollen. Auf die Frage was für ein Fabrikat er denn spielt und wie er ihn markiert hat, höre ich immer öfter die Antwort: Keine Ahnung... das liegt aber auch daran, dass die Platzreife fast verschenkt wird und wichtige Dinge/Routinen nicht mehr eingeübt werden...

Was sagt uns das wieder? Im Zweifel immer fragen und schauen ob der andere Ball nicht doch evtl meiner ist 🤷🏻‍♂️

Gegen jede Vernunft.

Ganz klare Sachlage! Die Spielleitung ist hier außen vor ! Die Anwendbarkeit von Regeln wird außer Kraft gesetzt ! Die Rede ist schließlich von SpielerINNEN ! Also zählt hier nur eine Regel: Die Überlebende der beiden entscheidet... !

Videobeweis

Unfair

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2 Wochen her

Golf Rules

Mirko hatte eine Frage an uns:

"Hallo Torben,

gibt es eine Regel die besagt, dass ein (letzter) Flight der ein Turnier spielt und seine Position verloren hat (zwei Bahnen frei), einen nachfolgen Flight der nicht im Turnier teilnimmt diesen nicht durchspielen lassen muss bzw. darf?

Gruß Mirko"

Nein, die gibt es nicht. Im Ernst - wenn man langsam spielt, ist das eine Sache. Eine ganz andere ist, anderen Golfern diese Geschwindigkeit aufzuzwingen. Von daher: Lasst durchspielen, wenn Ihr suchen müsst. Ist wie mit den Pitchmarken - wenn sich jeder dran hält, haben alle Spaß...
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Mirko hatte eine Frage an uns:

Hallo Torben,

gibt es eine Regel die besagt, dass ein (letzter) Flight der ein Turnier spielt und seine Position verloren hat (zwei Bahnen frei), einen nachfolgen Flight der nicht im Turnier teilnimmt diesen nicht durchspielen lassen muss bzw. darf?

Gruß Mirko

Nein, die gibt es nicht. Im Ernst - wenn man langsam spielt, ist das eine Sache. Eine ganz andere ist, anderen Golfern diese Geschwindigkeit aufzuzwingen. Von daher: Lasst durchspielen, wenn Ihr suchen müsst. Ist wie mit den Pitchmarken - wenn sich jeder dran hält, haben alle Spaß...

 

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Langsamspielen und langsam spielen sind doch zwei verschiedene Dinge! In einem Turnier hatte ich drei Flightpartner (m)die alle einen schlechten Tag hatten und dauernd provisorische Bälle spielen mussten , wodurch wir den Anschluss an den Vorflight verloren! Die Spielleitung (in diesem Fall der Pro) hatte nix besseres zu tun als MIR zu sagen wir sollten mal schneller spielen, weil wir den Anschluss verloren hätten...😖😴🤯🤬🥴🥵

2 Wochen her

Golf Rules

Golf Rules-Leser Marc fragte uns neulich:

"Moin Moin aus dem schönen Bremen. Auch ich habe eine Regelfrage, die mir In den letzten Ligaspiel passiert ist.

Ich mag ca 30 Meter vom grün entfernt und wollte den Ball dorthin pitchen. Leider habe ich eine kleine Tanne getroffen.

Meine Mitspieler und ich suchten den Ball vergeblich, bis einer meiner Mitspieler Den Schläger durch den Baum wischte mit den Worten das kann doch nicht wahr sein, der ist doch hier rein.

Der Ball fiel runter und lag nun am Boden des Baumes. Wir waren alle ein wenig perplex, und ein Spieler sagte , dass ich den zurück an die Stelle legen müsste wo er vorher lag. Das war aber unmöglich, da wir 1. nicht wussten wo genau der Ball hing und 2. der Baum nicht genug Stabilität hatte.

Ich hatte nun eine ziemlich beschissene Lage unterm Baum. Eventuell, hätte ich vorher eine einfachere Lage gehabt und hätte einen sogenannten Baseball Schlag machen können.

Keiner von uns , wusste was jetzt zutun war. Der Mitspieler meinte, wenn ich den Ball jetzt so spiele, habe ich einen Ball von einer falschen Positiion gespielt und bekomme eine DQ.

Kannst du darüber etwas sagen? 😬 Vorallem , weil ich nichts dafür konnte, dass der Ball runtergefallen ist.

LG"

Aus der Schiderung ist zu entnehmen, dass der Ball bei der Suche bewegt wurde - dieser Sachverhalt wird in R7.4 "Ball versehentlich beim Versuch bewegt, ihn zu finden oder zu identifizieren" behandelt:

Es ist straflos, wenn der Ball des Spielers versehentlich bewegt wird, während der Spieler, Gegner oder andere versuchen, ihn zu finden oder zu identifizieren. Geschieht dies, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2.

14.2c "Wohin der Ball zurückzulegen ist", R14.2d "Wohin der Ball zurückgelegt werden muss, wenn die ursprüngliche Lage verändert wurde" und R14.2e "Was zu tun ist, wenn der zurückgelegte Ball nicht an der ursprünglichen Stelle liegen bleibt" beschäftigen sich dann mit dem Zurücklegen des Balles.

Prinzipiell gilt: der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), außer wenn er nach den Regeln 14.2d(2) und 14.2e an eine andere Stelle zurückgelegt werden muss. Lag der ruhende Ball auf, unter oder an einem unbeweglichen Hemmnis, einem Bestandteil des Platzes, einer Ausmarkierung oder einem wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstand,
- beinhaltet der Begriff „Stelle des Balls“ seine Position senkrecht über dem Boden.
- Dies bedeutet, der Ball muss an die ursprüngliche Stelle auf, unter oder an einen solchen Gegenstand zurückgelegt werden.

Wurden lose hinderliche Naturstoffe durch das Aufnehmen oder Bewegen des Balls oder vor dem Zurücklegen entfernt, müssen diese nicht zurückgelegt werden. (tk)
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Golf Rules-Leser Marc fragte uns neulich:

Moin Moin aus dem schönen Bremen. Auch ich habe eine Regelfrage, die mir In den letzten Ligaspiel passiert ist. 

Ich mag ca 30 Meter vom grün entfernt und wollte den Ball dorthin pitchen. Leider habe ich eine kleine Tanne getroffen.

Meine Mitspieler und ich suchten den Ball vergeblich, bis einer meiner Mitspieler Den Schläger durch den Baum wischte mit den Worten das kann doch nicht wahr sein, der ist doch hier rein.

Der Ball fiel runter und lag nun am Boden des Baumes. Wir waren alle ein wenig perplex, und ein Spieler sagte , dass ich den zurück an die Stelle legen müsste wo er vorher lag. Das war aber unmöglich, da wir 1. nicht wussten wo genau der Ball hing und 2. der Baum nicht genug Stabilität hatte.

Ich hatte nun eine ziemlich beschissene Lage unterm Baum. Eventuell, hätte ich vorher eine einfachere Lage gehabt und hätte einen sogenannten Baseball Schlag machen können. 

Keiner von uns , wusste was jetzt zutun war. Der Mitspieler meinte, wenn ich den Ball jetzt so spiele, habe ich einen Ball von einer falschen Positiion gespielt und bekomme eine DQ. 

Kannst du darüber etwas sagen? 😬 Vorallem , weil ich nichts dafür konnte, dass der Ball runtergefallen ist. 

LG

Aus der Schiderung ist zu entnehmen, dass der Ball bei der Suche bewegt wurde - dieser Sachverhalt wird in R7.4 Ball versehentlich beim Versuch bewegt, ihn zu finden oder zu identifizieren behandelt: 

Es ist straflos, wenn der Ball des Spielers versehentlich bewegt wird, während der Spieler, Gegner oder andere versuchen, ihn zu finden oder zu identifizieren. Geschieht dies, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2.

14.2c Wohin der Ball zurückzulegen ist, R14.2d Wohin der Ball zurückgelegt werden muss, wenn die ursprüngliche Lage verändert wurde und R14.2e Was zu tun ist, wenn der zurückgelegte Ball nicht an der ursprünglichen Stelle liegen bleibt beschäftigen sich dann mit dem Zurücklegen des Balles. 

Prinzipiell gilt: der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), außer wenn er nach den Regeln 14.2d(2) und 14.2e an eine andere Stelle zurückgelegt werden muss. Lag der ruhende Ball auf, unter oder an einem unbeweglichen Hemmnis, einem Bestandteil des Platzes, einer Ausmarkierung oder einem wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstand,
- beinhaltet der Begriff „Stelle des Balls“ seine Position senkrecht über dem Boden.
- Dies bedeutet, der Ball muss an die ursprüngliche Stelle auf, unter oder an einen solchen Gegenstand zurückgelegt werden.

Wurden lose hinderliche Naturstoffe durch das Aufnehmen oder Bewegen des Balls oder vor dem Zurücklegen entfernt, müssen diese nicht zurückgelegt werden. (tk)

 

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Hier trifft meiner Meinung nach Regel 14.2d (2) zu: (2) Ball nicht im Sand. Lag der Ball nicht in Sand, muss der Spieler den Ball zurücklegen, indem er ihn an die nächstmögliche Stelle in eine Lage zurücklegt, die der ursprünglichen bestmöglich entspricht: · Innerhalb einer Schlägerlänge von der ursprünglichen Stelle (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2c, · nicht näher zum Loch und · im gleichen Bereich des Platzes wie die ursprüngliche Stelle. Er muss also nicht nur die Stelle sondern auch die Lage schätzen und den Ball dort zurücklegen. D. h. im konkreten Fall im Baum. Dazu auch lesenswert: 14.2d(2)/1 – Veränderte Lage kann “nächstgelegene Stelle mit einer möglichst ähnlichen Lage“ sein Dazu im Widerspruch steht meiner Meinung nach die Bestimmung der Regel 14.2c: Lag der ruhende Ball auf, unter oder an einem beweglichen Hemmnis, einem Bestandteil des Platzes, einer Ausmarkierung oder einem wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstand, · beinhaltet der Begriff „Stelle des Balls“ seine Position senkrecht über dem Boden. Diese letzte Bestimmung halte ich im gegenständlichen Fall nicht für zulässig, d. h. der Ball darf nicht ganz einfach auf den Boden unter Tanne gelegt werden, wenn er vorher in den Ästen lag. Wurde der Ast bei der Suche unabsichtlich abgebrochen, dann dürfte je nach Umständen auf den Boden zurückgelegt werden.

Und was hätte der Spieler jetzt machen sollen..? Unspielbarer Ball im Baum..? Strafschlag und droppen unter dem Baum.?

Danke für die Erklärung 👌

3 Wochen her

Golf Rules

Hit it hard - go find it - hit it hard again!

So oder so ähnlich kann man Golf zusammenfassen. Wobei das Finden nach R7.1 redlich geschehen sollte. Doch was ist damit gemeint? Hierbei hilft uns unser

Interpretation des Tages

weiter, die sagt, was nicht redlich ist:

Int. I7.1a/1 - "Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich kein Teil einer redlichen Suche sind"

Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich nicht als Teil einer redlichen Suche angesehen werden können und die zur Anwendung der Grundstrafe führen, wenn die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, hierdurch verbessert werden, schließen ein:

• Bereich von Gras über das zum Betreten oder zur Suche des Balls angemessene Maß hinaus im Bereich niederdrücken, in dem der Ball vermutet wird.

• Absichtlich etwas Wachsendes aus dem Boden reißen.

• Einen Ast abbrechen, um einfacher zum Ball zu gelangen, wenn der Ball auch ohne diese Handlung erreicht werden könnte.
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Hit it hard - go find it - hit it hard again!

So oder so ähnlich kann man Golf zusammenfassen. Wobei das Finden nach R7.1 redlich geschehen sollte. Doch was ist damit gemeint? Hierbei hilft uns unser 

Interpretation des Tages

weiter, die sagt, was nicht redlich ist:

Int. I7.1a/1  - Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich kein Teil einer redlichen Suche sind 

Beispiele von Handlungen, die wahrscheinlich nicht als Teil einer redlichen Suche angesehen werden können und die zur Anwendung der Grundstrafe führen, wenn die Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, hierdurch verbessert werden, schließen ein: 

• Bereich von Gras über das zum Betreten oder zur Suche des Balls angemessene Maß hinaus im Bereich niederdrücken, in dem der Ball vermutet wird. 

• Absichtlich etwas Wachsendes aus dem Boden reißen. 

• Einen Ast abbrechen, um einfacher zum Ball zu gelangen, wenn der Ball auch ohne diese Handlung erreicht werden könnte.

 

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Ist der letzte Punkt so zu verstehen, dass der Ast gebrochen werden dürfte, wenn der Ball ansonsten nicht erreicht werden könnte?

3 Wochen her

Golf Rules

Konrad hatte eine Frage an uns:

"Hallo guten Abend,

hab mal wieder eine Frage. Hat sich heute beim Seniorengolf im Neuhof ergeben. Loch 13 Par3.

Falls das Loch unbekannt sein sollte, ein kurzes Par 3, heute 96m zur Fahne. Vor dem Grün rote Penalty Area gefüllt mit Wasser. Links und hinter dem Grün auch rote Penalty Area. Zwischen Grün und Penalty Area gibt es Semi Rough bzw. Rough.

Abschlag geht links vom Grün in einen Bereich der nicht eingesehen werden kann. Ball könnte in der Penalty Area aber auch im Rough sein.

Darf ein provisorische Ball gespielt werden? Ich meine Ja. Aber wie sinnvoll ist das und was sind die Konsequenzen?

Wird der erste Ball im Rough gefunden, war der provisorische Ball unnötig.

Wird der erste Ball nicht gefunden stellt sich mir die Frage wo ist er verloren gegangen. Im Rough? Dann spiele ich den provisorischen Ball mit Schlag 3 weiter. Er könnte aber auch in der Penalty Area verloren gegangen sein. Darf ich dann überhaupt einen provisorischen Ball spielen? Das wusste ich am Abschlag aber gar nicht.

Was passiert wenn der erste Ball in der Penalty Area gefunden wird? Gleiches Problem wie oben? Was ist mit dem provisorischen Ball? Ist der in diesem Fall automatisch Ball im Spiel?

Ich hoffe ich konnte die Problematik verständlich beschreiben.

Vielen Dank und noch einen schönen Abend

Konrad"

Ein provisorischer Ball kann immer dann lt. Definition gespielt werden, wenn der soeben vom Spieler gespielte Ball im Aus oder außerhalb einer Penalty Area verloren sein kann. Ist es „bekannt oder so gut wie sicher“, dass der Ball in der Penalty Area ist, dann kann KEIN provisorischer Ball gespielt werden. Da Sie aber schreiben „Ball könnte … aber auch im Rough sein“ scheint es berechtigte Zweifel an dieser Entscheidung zu geben. Es mag sein, dass der prov. Ball dann „unnötig“ war – man konnte es aber nicht wissen. Dieser hätte ja auch verloren sein können.

Jetzt zum weiteren Ablauf:

· „Wird der erste Ball nicht gefunden stellt sich mir die Frage wo ist er verloren gegangen. Im Rough? Dann spiele ich den provisorischen Ball mit Schlag 3 weiter“
Das ist nicht ganz korrekt –der provisorische Ball war schon Schlag Nummer 3, da der ursprüngliche Ball verloren ist. Es geht dann mit Schlag #4 weiter.
· Er könnte aber auch in der Penalty Area verloren gegangen sein. Darf ich dann überhaupt einen provisorischen Ball spielen? Das wusste ich am Abschlag aber gar nicht.
Das kann ja nicht sein, dass der Ball in der Penalty Area verloren gegangen sein könnte, denn dann hätte ja kein prov. Ball gespielt werden können. Gibt es sogar berechtigte Gründe, dass der Ball in der Penalty Area verloren sein könnte, dann handelt es sich nicht um einen prov. Ball, sondern aus meiner Sicht eher um „Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust“ gemäß R17.1d(1).
· Was passiert wenn der erste Ball in der Penalty Area gefunden wird? Gleiches Problem wie oben? Was ist mit dem provisorischen Ball? Ist der in diesem Fall automatisch Ball im Spiel?
Das Vorgehen ist in R18.3c(3) „Wann der provisorische Ball aufzugeben ist“ beschrieben: Ist ein provisorischer Ball noch nicht zum Ball im Spiel geworden, muss er in diesen beiden Fällen aufgegeben werden
- Wenn der ursprüngliche Ball vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten außerhalb einer Penalty Area auf dem Platz gefunden wird. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball spielen, wie er liegt.
- Wenn der ursprünglicher Ball in einer Penalty Area gefunden wird oder es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er in einer Penalty Area ist. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball entweder spielen, wie er liegt oder Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen.

Hierzu gibt es auch noch ein dem Sachverhalt entsprechende Interpretation I18.3c(3)/1 „Provisorischer Ball kann nicht als Ball im Spiel dienen, wenn ursprünglicher Ball unspielbar oder in Penalty Area ist“:
Ein Spieler darf nur dann einen provisorischen Ball spielen, wenn er glaubt, der ursprüngliche Ball könnte außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus sein. Der Spieler kann nicht entscheiden, dass ein von ihm gespielter zweiter Ball sowohl ein provisorischer Ball für den Fall ist, dass der ursprüngliche Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus ist, und Ball im Spiel sei in dem Fall, dass der ursprüngliche Ball unspielbar oder in einer Penalty Area sei. Wird der ursprüngliche Ball auf dem Platz gefunden oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass er in einer Penalty Area ist, muss der provisorische Ball aufgegeben werden.
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Konrad hatte eine Frage an uns:

Hallo guten Abend, 
 
hab mal wieder eine Frage. Hat sich heute beim Seniorengolf im Neuhof ergeben. Loch 13 Par3.
 
Falls das Loch unbekannt sein sollte, ein kurzes Par 3, heute 96m zur Fahne. Vor dem Grün rote Penalty Area gefüllt mit Wasser. Links und hinter dem Grün auch rote Penalty Area. Zwischen Grün und Penalty Area gibt es Semi Rough bzw. Rough. 
 
Abschlag geht links vom Grün in einen Bereich der nicht eingesehen werden kann. Ball könnte in der Penalty Area aber auch im Rough sein. 
 
Darf ein provisorische Ball gespielt werden? Ich meine Ja. Aber wie sinnvoll ist das und was sind die Konsequenzen? 
 
Wird der erste Ball im Rough gefunden, war der provisorische Ball unnötig. 
 
Wird der erste Ball nicht gefunden stellt sich mir die Frage wo ist er verloren gegangen. Im Rough?  Dann spiele ich den provisorischen Ball mit Schlag 3 weiter. Er könnte aber auch in der Penalty Area verloren gegangen sein. Darf ich dann überhaupt einen provisorischen Ball spielen? Das wusste ich am Abschlag aber gar nicht. 
 
Was passiert wenn der erste Ball in der Penalty Area gefunden wird?  Gleiches Problem wie oben? Was ist mit dem provisorischen Ball?  Ist der in diesem Fall automatisch Ball im Spiel? 
 
Ich hoffe ich konnte die Problematik verständlich beschreiben. 
 
Vielen Dank und noch einen schönen Abend 
 
Konrad

Ein provisorischer Ball kann immer dann lt. Definition gespielt werden, wenn der soeben vom Spieler gespielte Ball im Aus oder außerhalb einer Penalty Area verloren sein kann. Ist es „bekannt oder so gut wie sicher“, dass der Ball in der Penalty Area ist, dann kann KEIN provisorischer Ball gespielt werden. Da Sie aber schreiben „Ball könnte … aber auch im Rough sein“ scheint es berechtigte Zweifel an dieser Entscheidung zu geben. Es mag sein, dass der prov. Ball dann „unnötig“ war – man konnte es aber nicht wissen. Dieser hätte ja auch verloren sein können.
 
Jetzt zum weiteren Ablauf:
 
·         „Wird der erste Ball nicht gefunden stellt sich mir die Frage wo ist er verloren gegangen. Im Rough?  Dann spiele ich den provisorischen Ball mit Schlag 3 weiter“ 
Das ist nicht ganz korrekt –der provisorische Ball war schon Schlag Nummer 3, da der ursprüngliche Ball verloren ist. Es geht dann mit Schlag #4 weiter.
·         Er könnte aber auch in der Penalty Area verloren gegangen sein. Darf ich dann überhaupt einen provisorischen Ball spielen? Das wusste ich am Abschlag aber gar nicht.
Das kann ja nicht sein, dass der Ball in der Penalty Area verloren gegangen sein könnte, denn dann hätte ja kein prov. Ball gespielt werden können. Gibt es sogar berechtigte Gründe, dass der Ball in der Penalty Area verloren sein könnte, dann handelt es sich nicht um einen prov. Ball, sondern aus meiner Sicht eher um „Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust“ gemäß R17.1d(1).
·         Was passiert wenn der erste Ball in der Penalty Area gefunden wird?  Gleiches Problem wie oben? Was ist mit dem provisorischen Ball?  Ist der in diesem Fall automatisch Ball im Spiel?
Das Vorgehen ist in R18.3c(3) „Wann der provisorische Ball aufzugeben ist“ beschrieben: Ist ein provisorischer Ball noch nicht zum Ball im Spiel geworden, muss er in diesen beiden Fällen aufgegeben werden
- Wenn der ursprüngliche Ball vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten außerhalb einer Penalty Area auf dem Platz gefunden wird. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball spielen, wie er liegt.
- Wenn der ursprünglicher Ball in einer Penalty Area gefunden wird oder es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er in einer Penalty Area ist. Der Spieler muss den ursprünglichen Ball entweder spielen, wie er liegt oder Erleichterung mit Strafschlag nach Regel 17.1d in Anspruch nehmen.
 
Hierzu gibt es auch noch ein dem Sachverhalt entsprechende Interpretation I18.3c(3)/1 „Provisorischer Ball kann nicht als Ball im Spiel dienen, wenn ursprünglicher Ball unspielbar oder in Penalty Area ist“:
Ein Spieler darf nur dann einen provisorischen Ball spielen, wenn er glaubt, der ursprüngliche Ball könnte außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus sein. Der Spieler kann nicht entscheiden, dass ein von ihm gespielter zweiter Ball sowohl ein provisorischer Ball für den Fall ist, dass der ursprüngliche Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus ist, und Ball im Spiel sei in dem Fall, dass der ursprüngliche Ball unspielbar oder in einer Penalty Area sei. Wird der ursprüngliche Ball auf dem Platz gefunden oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass er in einer Penalty Area ist, muss der provisorische Ball aufgegeben werden.

 

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In Umgangssprache übersetzt ist es relativ einfach: 1) Vom Ort des Schlages ist zu beurteilen, ob ein provisorischer Ball gespielt werden darf bzw. auch soll. Ob der Ball "so gut wie sicher" in der Penalty Area liegt, hängt von der Flugbahn, Beschaffenheit des Landebereiches und dessen Einsichtigkeit ab. Umgekehrt verschätzen sich Spieler immer wieder, weil sie den Ball sicher im Aus glauben und nicht "provisorisch" ansagen, der ursprüngliche Ball aber dann im Gelände gefunden wird. 2) Vor Ort im Suchbereich ist die Situation neuerlich zu beurteilen. Wird der ursprüngliche Ball gefunden, dann ist es einfach. Wird er nicht gefunden, ist zu beurteilen, ob er "so gut wie sicher" in der Penalty Area verloren ist. Das ist z. B. der Fall, wenn das fragliche Gelände um die Penalty Area kurz geschnittenen oder garkeinen Bewuchs hat. Hier gilt auch das Ausschlussprinzip, wenn der fragliche Bereich innerhalb der Penalty Area so übersichtlich ist, dass man darin einen Ball finden müsste, z. B. ausgetrockneter Teich ohne Bewuchs oder Teich mit klarem Wasser ohne Bodenbewuchs. Meine Empfehlung: Im Zweifelsfall (=nicht "so gut wie sicher") einen provisorischen Ball spielen. Die Meinung der Mitspieler "Da brauchst Du keinen provisorischen spielen." sollte man ignorieren. Umgekehrt sollte man Einschätzungen wie "Der kann noch da (oder weg) sein." beherzigen.

Gutes Beispiel. Meiner Meinung der Interpretation nach den Regeln der Penalty Area darf eine Erleichterung auf Grund der Regeln der Penalty Area nach dem Spielen eines provisorischen Balles nicht mehr angewandt werden, es sei denn, man findet den Ball in der Penalty Area. IMHO ist der Ball, wenn er nicht gefunden wird, dann immer ein verlorener Ball.

D.h. Wenn der erste Ball in der Penalty Area liegt, dann muss der provisorische Ball aufgegeben/aufgehoben werden und es muss (falls keine andere Möglichkeit besteht) unter Schlag- und Distanzverlust ein weiterer Ball vom Abschlag gespielt werden. Richtig?

Wer nicht weiß wann und wo ein provisorischer Ball gespielt werden darf sollte besser nochmal die Platzreife machen...das ist doch Regelgrundwissen (genau wie richtig droppen usw.) oder nicht?

Was wäre der Ratschlag, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist?

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3 Wochen her

Golf Rules

Der Spieler ist dafür verantwortlich seinen Ball zu identifizieren bevor er ihn spielt. Unterlässt er das, muss er die möglichen Folgen (wie zB eine Strafe für das Spielen eines falschen Balls) tragen.

Doch was, wenn der Ball nicht ganz so einfach identifiziert werden kann weil er außerhalb der Reichweite des Spielers liegt?

Dabei hilft unsere

Interpretation des Tages

Int I 7.2/1 – "Ball identifizieren, der nicht wiedererlangt werden kann"

Sieht ein Spieler einen Ball in einem Baum oder in einer anderen Lage, aus der er den Ball nicht wieder erlangen kann, darf der Spieler nicht annehmen, dass dies sein Ball ist, sondern muss ihn auf eine der in Regel 7.2 vorgesehenen Arten identifizieren.

Dies kann auch geschehen, wenn der Spieler nicht in der Lage ist, seinen Ball wiederzuerlangen, zum Beispiel:

• durch Verwendung eines Fernglases oder Entfernungsmessers, um eine Markierung zu sehen, die den Ball mit Sicherheit als den Ball des Spielers identifiziert, oder

• durch die Feststellung, dass ein anderer Spieler oder Zuschauer den Ball nach dem Schlag des Spielers an diesem bestimmten Ort zur Ruhe kommen sah.
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Der Spieler ist dafür verantwortlich seinen Ball zu identifizieren bevor er ihn spielt. Unterlässt er das, muss er die möglichen Folgen (wie zB eine Strafe für das Spielen eines falschen Balls) tragen.

Doch was, wenn der Ball nicht ganz so einfach identifiziert werden kann weil er außerhalb der Reichweite des Spielers liegt?

Dabei hilft unsere

Interpretation des Tages

Int I 7.2/1 – Ball identifizieren, der nicht wiedererlangt werden kann 

Sieht ein Spieler einen Ball in einem Baum oder in einer anderen Lage, aus der er den Ball nicht wieder erlangen kann, darf der Spieler nicht annehmen, dass dies sein Ball ist, sondern muss ihn auf eine der in Regel 7.2 vorgesehenen Arten identifizieren. 

Dies kann auch geschehen, wenn der Spieler nicht in der Lage ist, seinen Ball wiederzuerlangen, zum Beispiel: 

• durch Verwendung eines Fernglases oder Entfernungsmessers, um eine Markierung zu sehen, die den Ball mit Sicherheit als den Ball des Spielers identifiziert, oder 

• durch die Feststellung, dass ein anderer Spieler oder Zuschauer den Ball nach dem Schlag des Spielers an diesem bestimmten Ort zur Ruhe kommen sah.

 

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Hmmm, wenn der Ball außerhalb der Reichweite des Spielers liegt, dann kommt er wohl kaum in Versuchung, ihn zu spielen, bevor er ihn identifiziert.

Den kenn`ich doch 🙂

3 Wochen her

Golf Rules

Es gibt immer wieder Situationen, in denen auch wir Referees tiefer und länger ins Regelbuch schauen müssen. Neben der richtigen Regelanwendung ist es dabei aber auch immer das Bestreben, dem Spieler zu helfen und unnötige Fehler / Strafschläge zu vermeiden.

Aber zur Spielsituation - was war passiert:
- Spieler schlägt Ball ins Rough
- Spieler spielt nach Ankündigung einen prov. Ball auf das Fairway der Spielbahn
- Spieler findet innerhalb der Suchzeit einen Ball im Rough und schlägt diesen Richtung Grün
- Mitspieler nimmt den prov. Ball auf und wirft diesen dem Spieler zu
- Spieler bemerkt auf dem Grün, dass der gespielte Ball aus dem Rough ein anderer Ball war (also nicht der ursprüngliche)

Und nun?

Zweifelsfrei ist der aus dem Rough gespielte Ball ein falscher Ball. Nach R6.3c "Falscher Ball" zählt der Schlag bzw. die Schläge mit diesem Ball nicht und der Spieler zieht sich für das Versäumnis die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. Die Regel verlangt weiter, dass der Spieler den Fehler nach den Regeln berichtigen muss, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt.

Da der Spieler aber den ursprünglichen Ball im Rough nicht innerhalb der zulässigen Suchzeit fand, ist der provisorische Ball sein "Ball im Spiel". Unglücklicherweise ist dieser aber durch einen seiner Mitspieler auf dem Fairway aufgenommen worden.

Ihr ahnt es schon - auch für diesen Fall gibt es im Regelwerk eine Erklärung - nachzulesen in der Interpretation I18.3c(2)/5 "Vom Spieler aufgenommener provisorischer Ball wird später Ball im Spiel":

"Nimmt ein Spieler seinen provisorischen Ball auf, wenn er dies nach den Regeln nicht tun darf, und der provisorische Ball wird später Ball im Spiel, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu (Strafe für Aufheben oder Bewegen des Balls) und muss den Ball zurücklegen.
Beispiel: Im Zählspiel spielt der Spieler einen provisorischen Ball, da er glaubt, dass sein vom Abschlag gespielter Ball verloren sein könnte. Der Spieler findet einen Ball, von dem er annimmt, es sei der ursprüngliche Ball, macht einen Schlag nach diesem Ball, nimmt seinen provisorischen Ball auf und stellt dann fest, dass der von ihm gespielte Ball nicht der ursprüngliche Ball war, sondern ein falscher Ball. Der Spieler nimmt die Suche nach dem ursprünglichen Ball wieder auf, kann ihn aber innerhalb der Suchzeit von drei Minuten nicht finden.
Da der provisorische Ball mit einer Strafe von Schlag und Distanzverlust zum Ball im Spiel geworden war, muss der Spieler den Ball zurücklegen und er zieht sich einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu. Der Spieler zieht sich auch zwei Strafschläge für das Spielen eines falschen Balls zu (Regel 6.3c). Der nächste Schlag des Spielers ist sein siebter Schlag."

Da aber in dem geschilderten Fall aber nicht der Spieler seinen Ball aufnahm, sondern sein Mitspieler, galt es zunächst zu klären, ob dieses auf Verlangen des Spielers geschah, oder ob der Mitspieler dieses aus reiner Gefälligkeit tat.

Denn in R1.3c(1) heißt es: Eine Strafe fällt auch an, wenn eine andere Person eine Handlung vornimmt, die bei Durchführung durch den Spieler oder dessen Caddie ein Regelverstoß wäre und diese Person auf Bitte des Spielers oder mit seiner Ermächtigung handelt oder der Spieler sieht, wie eine andere Person seinen Ball oder Ausrüstung auf eine Weise behandelt, die ein Verstoß gegen die Regeln wäre, wenn er oder sein Caddie so handelten und er keine angemessenen Schritte unternimmt, diese Handlung zu verhindern oder zu beenden.

Bei der Befragung der Spielgruppe nach der Runde teilte der Mitspieler mit, dass er den Ball aus reiner "Höflichkeit" einfach mitgenommen habe und nicht durch den Spieler darum gebeten wurde. Der Ball wurde somit also durch einen "äußeren Einfluss aufgenommen" und ist nach Regel R9.6 straflos an die ursprüngliche Stelle zurückzulegen. Mit dem provisorischen Ball ging es dann also korrekt weiter - und zwar mit dem sechsten (und nicht siebten) Schlag.

Insofern hat der Spieler ja noch mal "Glück" gehabt... (tk)
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Es gibt immer wieder Situationen, in denen auch wir Referees tiefer und länger ins Regelbuch schauen müssen. Neben der richtigen Regelanwendung ist es dabei aber auch immer das Bestreben, dem Spieler zu helfen und unnötige Fehler / Strafschläge zu vermeiden.

Aber zur Spielsituation - was war passiert:
- Spieler schlägt Ball ins Rough
- Spieler spielt nach Ankündigung einen prov. Ball auf das Fairway der Spielbahn
- Spieler findet innerhalb der Suchzeit einen Ball im Rough und schlägt diesen Richtung Grün
- Mitspieler nimmt den prov. Ball auf und wirft diesen dem Spieler zu
- Spieler bemerkt auf dem Grün, dass der gespielte Ball aus dem Rough ein anderer Ball war (also nicht der ursprüngliche)

Und nun? 

Zweifelsfrei ist der aus dem Rough gespielte Ball ein falscher Ball. Nach R6.3c Falscher Ball zählt der Schlag bzw. die Schläge mit diesem Ball nicht und der Spieler zieht sich für das Versäumnis die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu. Die Regel verlangt weiter, dass der Spieler den Fehler nach den Regeln berichtigen muss, indem er den richtigen Ball vom ursprünglichen Ort spielt oder indem er nach den Regeln Erleichterung in Anspruch nimmt. 

Da der Spieler aber den ursprünglichen Ball im Rough nicht innerhalb der zulässigen Suchzeit fand, ist der provisorische Ball sein Ball im Spiel. Unglücklicherweise ist dieser aber durch einen seiner Mitspieler auf dem Fairway aufgenommen worden.

Ihr ahnt es schon - auch für diesen Fall gibt es im Regelwerk eine Erklärung - nachzulesen in der Interpretation I18.3c(2)/5 Vom Spieler aufgenommener provisorischer Ball wird später Ball im Spiel:

Nimmt ein Spieler seinen provisorischen Ball auf, wenn er dies nach den Regeln nicht tun darf, und der provisorische Ball wird später Ball im Spiel, zieht sich der Spieler einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu (Strafe für Aufheben oder Bewegen des Balls) und muss den Ball zurücklegen.
Beispiel: Im Zählspiel spielt der Spieler einen provisorischen Ball, da er glaubt, dass sein vom Abschlag gespielter Ball verloren sein könnte. Der Spieler findet einen Ball, von dem er annimmt, es sei der ursprüngliche Ball, macht einen Schlag nach diesem Ball, nimmt seinen provisorischen Ball auf und stellt dann fest, dass der von ihm gespielte Ball nicht der ursprüngliche Ball war, sondern ein falscher Ball. Der Spieler nimmt die Suche nach dem ursprünglichen Ball wieder auf, kann ihn aber innerhalb der Suchzeit von drei Minuten nicht finden.
Da der provisorische Ball mit einer Strafe von Schlag und Distanzverlust zum Ball im Spiel geworden war, muss der Spieler den Ball zurücklegen und er zieht sich einen Strafschlag nach Regel 9.4b zu. Der Spieler zieht sich auch zwei Strafschläge für das Spielen eines falschen Balls zu (Regel 6.3c). Der nächste Schlag des Spielers ist sein siebter Schlag.

Da aber in dem geschilderten Fall aber nicht der Spieler seinen Ball aufnahm, sondern sein Mitspieler, galt es zunächst zu klären, ob dieses auf Verlangen des Spielers geschah, oder ob der Mitspieler dieses aus reiner Gefälligkeit tat. 

Denn in R1.3c(1) heißt es: Eine Strafe fällt auch an, wenn eine andere Person eine Handlung vornimmt, die bei Durchführung durch den Spieler oder dessen Caddie ein Regelverstoß wäre und diese Person auf Bitte des Spielers oder mit seiner Ermächtigung handelt oder der Spieler sieht, wie eine andere Person seinen Ball oder Ausrüstung auf eine Weise behandelt, die ein Verstoß gegen die Regeln wäre, wenn er oder sein Caddie so handelten und er keine angemessenen Schritte unternimmt, diese Handlung zu verhindern oder zu beenden.

Bei der Befragung der Spielgruppe nach der Runde teilte der Mitspieler mit, dass er den Ball aus reiner Höflichkeit einfach mitgenommen habe und nicht durch den Spieler darum gebeten wurde. Der Ball wurde somit also durch einen äußeren Einfluss aufgenommen und ist nach Regel R9.6 straflos an die ursprüngliche Stelle zurückzulegen. Mit dem provisorischen Ball ging es dann also korrekt weiter - und zwar mit dem sechsten (und nicht siebten) Schlag.

Insofern hat der Spieler ja noch mal Glück gehabt... (tk)

 

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Geil! Absolut logisch!

Ich glaube, Euer Beispiel passt nicht nur im Zählspiel, die Interpretation 9.5b/1 schützt ja auch den Gegner im Lochspiel, da der Spieler durch das Spielen des falschen Balles diesen ja zu seinem erklärt hat und somit dann Ausnahme 3 der 9.5b gilt (obwohl das Aufnehmen selbst ja kein Versehen ist).

Interessante Aufklärung. Vielleicht mal eine Anregung für das nächste mal. Thema Versehentlich berührter Ball auf dem Tee duch Probeschwung und das gleiche auf dem Fairway. Wann ist ein Strafschlag fällig und wann nicht? Vorgehensweise auf dem Anschlag / Fairway. ... Da gibt es immer noch reichlich Unklarheiten und Diskussionen.

3 Wochen her

Golf Rules

Es gibt fünf Bereiche des Platzes...
- das Gelände,
- der Abschlag, von dem der Spieler zu Beginn des jeweiligen Lochs spielen muss,
- alle Penalty Areas,
- alle Bunker, und
- das Grün des jeweiligen Lochs, das der Spieler spielt.

Ein Ball wird immer so behandelt, als läge er nur in einem Bereich des Platzes (Regel R2.2c):
- Liegt ein Ball zum Teil sowohl im Gelände als auch in einem der vier besondere Bereiche des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in einem besonderen Bereich des Platzes liegt.
- Liegt ein Ball gleichzeitig in zwei besonderen Bereichen des Platzes, wird er so behandelt, als ob er in dem besonderen Bereich liegt, der als erster in folgender Reihenfolge aufgeführt wird: Penalty Area, Bunker, Grün.

Ein Ball liegt z.B. im Bunker, wenn er zum Teil den Sand auf dem Boden des Bunkers berührt oder innerhalb der Grenzen des Bunkers liegt.

Ein Ball liegt auf dem Grün, wenn er mindestens zum Teil das Grün berührt oder auf oder in etwas liegt (zum Beispiel einem losen hinderlichen Naturstoff oder einem Hemmnis) und sich innerhalb der Grenzen des Grüns befindet.

Ein Ball befindet sich in einer Penalty Area, wenn er zum Teil innerhalb der Grenzen der Penalty Area entweder auf dem Boden liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) berührt oder sich oberhalb der Grenze oder eines anderen Teils der Penalty Area befindet. (tk)
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Golf Rules - Bereiche des Platzes

3 Wochen her

Golf Rules

Und noch eine Besonderheit gibt es vom ersten DGL-Spieltag zu berichten. Der Modus sieht vor, dass nach den Einzeln am Vormittag in den höheren Ligen am Nachmittag noch Vierer gespielt werden müssen.

Und manchmal kommt es, wie es kommen muss - z.B. kann eine etwas "unglückliche" Aufstellung eines Mannschaftskapitäns dazu führen, dass ein Spieler im Einzel gerade an Bahn 18 einlocht, in wenigen Minuten aber schon am Abschlag für die Nachmittagsrunde in den Vierern sein muss.

Regel R22.4b nimmt das Thema von Startzeit/-ort im Vierer auf:
Regel 5.3a (Beginn der Runde) gilt unterschiedlich für jeden Partner, abhängig davon, wer zuerst für die Partei spielen wird:
- Der Partner, der zuerst spielen wird, muss zur Startzeit und am Startort zum Spielen bereit sein und muss zur Startzeit beginnen (und nicht vorher).
- Der Partner, der als Zweiter spielen wird, muss zur Startzeit entweder am Startort oder auf dem Loch nahe der Stelle sein, wo erwartet wird, dass der vom Abschlag gespielte Ball zur Ruhe kommt.
Ist einer der Partner nicht auf diese Weise anwesend, verstößt die Partei gegen Regel 5.3a.

Es ist zwar für den Spieler streßig, aber der Spieler kann so auch direkt im Landebereich des Drives seines Partners die Runde beginnen. Damit ist der Vierer regelkonform gestartet und gegen den Hunger kann anschießend angegangen werden... (tk)
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Und noch eine Besonderheit gibt es vom ersten DGL-Spieltag zu berichten. Der Modus sieht vor, dass nach den Einzeln am Vormittag in den höheren Ligen am Nachmittag noch Vierer gespielt werden müssen.

Und manchmal kommt es, wie es kommen muss - z.B. kann eine etwas unglückliche Aufstellung eines Mannschaftskapitäns dazu führen, dass ein Spieler im Einzel gerade an Bahn 18 einlocht, in wenigen Minuten aber schon am Abschlag für die Nachmittagsrunde in den Vierern sein muss. 

Regel R22.4b nimmt das Thema von Startzeit/-ort im Vierer auf:
Regel 5.3a (Beginn der Runde) gilt unterschiedlich für jeden Partner, abhängig davon, wer zuerst für die Partei spielen wird:
- Der Partner, der zuerst spielen wird, muss zur Startzeit und am Startort zum Spielen bereit sein und muss zur Startzeit beginnen (und nicht vorher).
- Der Partner, der als Zweiter spielen wird, muss zur Startzeit entweder am Startort oder auf dem Loch nahe der Stelle sein, wo erwartet wird, dass der vom Abschlag gespielte Ball zur Ruhe kommt.
Ist einer der Partner nicht auf diese Weise anwesend, verstößt die Partei gegen Regel 5.3a.

Es ist zwar für den Spieler streßig, aber der Spieler kann so auch direkt im Landebereich des Drives seines Partners die Runde beginnen. Damit ist der Vierer regelkonform gestartet und gegen den Hunger kann anschießend angegangen werden... (tk)

3 Wochen her

Golf Rules

Regel R5.1 befasst sich mit der Bedeutung von "Runde":
- eine „Runde“ besteht aus 18 oder weniger Löchern, die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen
- ein Spieler spielt seine Runde von ihrem Beginn bis zum Ende (siehe Regel 5.3), außer während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a
- bezieht sich eine Regel auf Handlungen, die „während einer Runde“ vorgenommen werden, schließt dies nicht die Zeit während der Spielunterbrechung nach Regel 5.7a mit ein, es sei denn, die Regel besagt anderes

Das bedeutet im Einzelfall:
- Regel R5.3 besagt, dass eine Runde beginnt, sobald der Spieler einen Schlag macht, um sein erstes Loch zu beginnen. Der Spieler muss dabei zur Startzeit (und nicht vorher) beginnen. Der Spieler muss zu diesem Zeitpunkt "spielbereit" sein, also mindestens einen Schläger und Ball für den sofortigen Gebrauch zu Verfügung haben. Die Runde endet, im Zählspiel sobald der Spieler am letzten Loch einlocht (einschließlich Berichtigen eines Fehlers, zum Beispiel nach den Regeln 6.1 oder 14.7b). bzw. im Lochspiel, sobald das Ergebnis des Lochspiels nach Regel 3.2a(3) oder (4) feststeht.
- Regel 5.7a definiert, dass ein Spieler das Spiel nicht unterbrechen darf, außer in folgenden Fällen: Unterbrechung durch die Spielleitung, Unterbrechung des Spiels nach Absprache im Lochspiel und Einzelner Spieler unterbricht das Spiel wegen Blitzgefahr. Unterbricht ein Spieler das Spiel aus einem Grund, der nach dieser Regel nicht erlaubt ist oder versäumt er es, wie verlangt die Spielleitung zu informieren, ist der Spieler disqualifiziert. (tk)
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Regel R5.1 befasst sich mit der Bedeutung von Runde:
- eine „Runde“ besteht aus 18 oder weniger Löchern, die in der von der Spielleitung festgelegten Reihenfolge gespielt werden müssen
- ein Spieler spielt seine Runde von ihrem Beginn bis zum Ende (siehe Regel 5.3), außer während einer Spielunterbrechung nach Regel 5.7a
- bezieht sich eine Regel auf Handlungen, die „während einer Runde“ vorgenommen werden, schließt dies nicht die Zeit während der Spielunterbrechung nach Regel 5.7a mit ein, es sei denn, die Regel besagt anderes

Das bedeutet im Einzelfall:
- Regel R5.3 besagt, dass eine Runde beginnt, sobald der Spieler einen Schlag macht, um sein erstes Loch zu beginnen. Der Spieler muss dabei zur Startzeit (und nicht vorher) beginnen. Der Spieler muss zu diesem Zeitpunkt spielbereit sein, also mindestens einen Schläger und Ball für den sofortigen Gebrauch zu Verfügung haben. Die Runde endet, im Zählspiel sobald der Spieler am letzten Loch einlocht (einschließlich Berichtigen eines Fehlers, zum Beispiel nach den Regeln 6.1 oder 14.7b). bzw. im Lochspiel, sobald das Ergebnis des Lochspiels nach Regel 3.2a(3) oder (4) feststeht.
- Regel 5.7a definiert, dass ein Spieler das Spiel nicht unterbrechen darf, außer in folgenden Fällen: Unterbrechung durch die Spielleitung, Unterbrechung des Spiels nach Absprache im Lochspiel und Einzelner Spieler unterbricht das Spiel wegen Blitzgefahr. Unterbricht ein Spieler das Spiel aus einem Grund, der nach dieser Regel nicht erlaubt ist oder versäumt er es, wie verlangt die Spielleitung zu informieren, ist der Spieler disqualifiziert. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns zum Thema "Verhalten auf dem Platz":

"Hallo Torben,

ich lese fast täglich euren Blog und freue mit immer wieder überrascht zu werden, wie einfach oder kompliziert Regelauslegungen in den unterschiedlichen Situationen sein können.

Ich wurde am WE mit zwei Situationen konfrontiert, für die ich weder in den Regeln noch im Web Klärung gefunden habe.

Unser Flight-Partner hat uns darauf hingewiesen, dass ab `19 ein Probeschwung mit Bodenberührung am Abschlag einen Strafschlag bedeutet. Jedoch sei ein Probeschwung ohne Bodenberührung erlaubt. Ich war bisher der Auffassung ein Probeschwung am Abschlag ist gar nicht erlaubt.
Ein Spieler des vorausgehenden Flights hat uns nach der Runde darauf hingewiesen, dass die Etikette vorsieht, den Ball auf dem Abschlag eines Par3 nicht aufzuteen bis der vorausgehende Flight das Grün verlassen hat. Das man in einer solchen Situation nicht abschlägt ist klar, aber aufteen?

Würde mich sehr über Aufklärung und den Hinweis freuen, wo man solche Regelungen finden und Nachlesen kann.

Viele Grüße"

Grundsätzlich ist der Probeschwung mit Bodenberührung überall außer im Bunker erlaubt, von daher hat sich in den 2019er Regeln nur geändert, dass dies jetzt zusätzlich auch in der Penalty Area zulässig ist, was es nicht war. Also ist der Probeschwung auch mit Bodenberührung auch auf dem Abschlag nach den Golfregeln erlaubt.

Allerdings besteht nach R1.2 die Möglichkeit, dass die Spielleitung Verhaltensrichtlinien erlässt, die Fehlverhalten nach den Richtlinien (und dazu kann dann auch der Probeschwung auf dem Abschlag zählen) mit Golfstrafen (also Strafschlägen) belegt. Hier müsstest man dann herausfinden, wie das im jeweiligen Club geregelt ist, generell ist es keine neue Regel.

Was das Aufteen auf dem Par 3 angeht, stimmt es, es gehört sich nicht. Das ist aber keine Regel sondern wird gelebt. Man will damit die Spieler auf dem Grün nicht unter Druck setzen.

Den ersten Teil findet man in den Verhaltensrichtlinien des Golfclubs, das Aufteen auf dem Par 3 steht nirgendwo, mir wurde das damals im Platzreifekurs erzählt.
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Eine Frage erreichte uns zum Thema Verhalten auf dem Platz:

Hallo Torben,
 
ich lese fast täglich euren Blog und freue mit immer wieder überrascht zu werden, wie einfach oder kompliziert Regelauslegungen in den unterschiedlichen Situationen sein können.
 
Ich wurde am WE mit zwei Situationen konfrontiert, für die ich weder in den Regeln noch im Web Klärung gefunden habe.
 
Unser Flight-Partner hat uns darauf hingewiesen, dass ab `19 ein Probeschwung mit Bodenberührung am Abschlag einen Strafschlag bedeutet. Jedoch sei ein Probeschwung ohne Bodenberührung erlaubt. Ich war bisher der Auffassung ein Probeschwung am Abschlag ist gar nicht erlaubt.
Ein Spieler des vorausgehenden Flights hat uns nach der Runde darauf hingewiesen, dass die Etikette vorsieht, den Ball auf dem Abschlag eines Par3 nicht aufzuteen bis der vorausgehende Flight das Grün verlassen hat. Das man in einer solchen Situation nicht abschlägt ist klar, aber aufteen?
 
Würde mich sehr über Aufklärung und den Hinweis freuen, wo man solche Regelungen finden und Nachlesen kann.
 
Viele Grüße

Grundsätzlich ist der Probeschwung mit Bodenberührung überall außer im Bunker erlaubt, von daher hat sich in den 2019er Regeln nur geändert, dass dies jetzt zusätzlich auch in der Penalty Area zulässig ist, was es nicht war. Also ist der Probeschwung auch mit Bodenberührung auch auf dem Abschlag nach den Golfregeln erlaubt.
 
Allerdings besteht nach R1.2 die Möglichkeit, dass die Spielleitung Verhaltensrichtlinien erlässt, die Fehlverhalten nach den Richtlinien (und dazu kann dann auch der Probeschwung auf dem Abschlag zählen) mit Golfstrafen (also Strafschlägen) belegt. Hier müsstest man dann herausfinden, wie das im jeweiligen Club geregelt ist, generell ist es keine neue Regel.
 
Was das Aufteen auf dem Par 3 angeht, stimmt es, es gehört sich nicht. Das ist aber keine Regel sondern wird gelebt. Man will damit die Spieler auf dem Grün nicht unter Druck setzen.
 
Den ersten Teil findet man in den Verhaltensrichtlinien des Golfclubs, das Aufteen auf dem Par 3 steht nirgendwo, mir wurde das damals im Platzreifekurs erzählt.

 

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Bei uns gibt es zu den Par3 Löchern diesen Hinweis am Abschlag . Und es funktioniert sogar sehr gut!!

"Was das Aufteen auf dem Par 3 angeht, stimmt es, es gehört sich nicht. Das ist aber keine Regel sondern wird gelebt. Man will damit die Spieler auf dem Grün nicht unter Druck setzen." <----- Mhh, ist das eigentlich noch sinnvoll? Wir wollen das Spiel beschleunigen und versuchen dann den Spielern zu erklären, das man nicht auf nem Par 3 aufteen soll um keinen zu verschrecken? Wenn ich davon ausgehe, dass derjenige auf dem Grün, sich ebenso im Golfettikettebusiness auskennt, wie der auf dem Tee, dann kann er garkeine Angst haben, das der andere abschlagen könnte. Durch diese Regel soll also in letzter Auslegung jemand geschützt werden, der die Ettikette selber nicht kennt. In meinen Augen sollte dieser Spieler lieber bei der PE Prüfung schon gestoppt werden^^

Manche Leute haben wirklich Probleme!

Aufteen am Par3 (wenn der Vorderflight noch spielt) ist auch eine Unsitte. Und erlebt man so häufig.

Probeschwünge auf dem Tee mit Divot ist zum ko..... Aber wie Marc Schäfer schon sagt...

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4 Wochen her

Golf Rules

Neulich auf der Runde suchte ich nach Tees in meinem Bag und "fand" den Kopf eines weiteren Hybriden im Bag, den ich eingesteckt hatte um ihn auf der Range zu testen. Zusammen mit einem alten Schaft, den ich gern auch auf der Range als Tourstick zur Ausrichtung nutze wäre das mein 15ter Schläger gewesen.

15? Au Backe, da war doch was?

Aber Entwarnung, es ist nicht wie bei der GEZ: Solange er nur bereitgehalten und nicht zusammengebaut ist, zählt er nicht als Schläger. Sagt uns die

Interpretation des Tages:

Int I 4.1b(1)/1 "Getrennter Schlägerkopf und Schaft sind kein Schläger"

Getrennte Teile eines Schlägers sind hinsichtlich der Regel 4.1b(1) kein Schläger und zählen nicht zur Höchstzahl von 14 Schlägern eines Spielers.

Beispiel: Beginnt ein Spieler seine Runde mit 14 Schlägern und hat er zusätzlich getrennte Schlägerteile bei sich, wird dies für den Spieler als Mitführen von nur 14 Schlägern angesehen und ist kein Verstoß gegen Regel 4.1b(1).
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Neulich auf der Runde suchte ich nach Tees in meinem Bag und fand den Kopf eines weiteren Hybriden im Bag, den ich eingesteckt hatte um ihn auf der Range zu testen. Zusammen mit einem alten Schaft, den ich gern auch auf der Range als Tourstick zur Ausrichtung nutze wäre das mein 15ter Schläger gewesen.

15? Au Backe, da war doch was?

Aber Entwarnung, es ist nicht wie bei der GEZ: Solange er nur bereitgehalten und nicht zusammengebaut ist, zählt er nicht als Schläger. Sagt uns die 

Interpretation des Tages:

Int I 4.1b(1)/1  Getrennter Schlägerkopf und Schaft sind kein Schläger 

Getrennte Teile eines Schlägers sind hinsichtlich der Regel 4.1b(1) kein Schläger und zählen nicht zur Höchstzahl von 14 Schlägern eines Spielers. 

Beispiel: Beginnt ein Spieler seine Runde mit 14 Schlägern und hat er zusätzlich getrennte Schlägerteile bei sich, wird dies für den Spieler als Mitführen von nur 14 Schlägern angesehen und ist kein Verstoß gegen Regel 4.1b(1).

 

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Was wäre denn dann, wenn ich vorher einen der 14 Schläger auseinanderschraube und den vormals zerlegten zusammenschraube? 😳

aber dann nicht heimlich zusammen bauen😜

4 Wochen her

Golf Rules

Der "provisorische Ball" kann so lange gespielt werden, bis dieser zum Ball im Spiel wird oder durch den Spieler aufgegeben wird (R18.3c).

Der Spieler darf somit den provisorischen Ball weiter spielen (auch mehrmals), ohne dass dieser seinen Status eines provisorischen Balls verliert, solange er von einer Stelle gespielt wird, die gleich weit oder weiter vom Loch entfernt ist als die Stelle, an der der ursprüngliche Ball vermutet wird.

Der provisorische Ball wird unter Strafe von Schlag und Distanzverlust zum Ball im Spiel in den folgenden Fällen:

- Wenn der ursprüngliche Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus ist. Der ursprüngliche Ball ist nicht länger im Spiel (auch wenn er nach dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird) und ist dann ein falscher Ball, der nicht gespielt werden darf (siehe Regel 6.3c).

- Wenn der provisorische Ball von einer Stelle gespielt wird, die näher zum Loch liegt als diejenige, an der der ursprüngliche Ball vermutet wird. Der ursprüngliche Ball ist nicht mehr im Spiel (auch wenn er dann auf dem Platz vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten gefunden wird oder wenn er näher zum Loch gefunden wird als vermutet) und ist dann ein falscher Ball, der nicht gespielt werden darf (siehe Regel 6.3c). (tk)
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Der provisorische Ball kann so lange gespielt werden, bis dieser zum Ball im Spiel wird oder durch den Spieler aufgegeben wird (R18.3c). 

Der Spieler darf somit den provisorischen Ball weiter spielen (auch mehrmals), ohne dass dieser seinen Status eines provisorischen Balls verliert, solange er von einer Stelle gespielt wird, die gleich weit oder weiter vom Loch entfernt ist als die Stelle, an der der ursprüngliche Ball vermutet wird.

Der provisorische Ball wird unter Strafe von Schlag und Distanzverlust zum Ball im Spiel in den folgenden Fällen:

- Wenn der ursprüngliche Ball außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus ist. Der ursprüngliche Ball ist nicht länger im Spiel (auch wenn er nach dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird) und ist dann ein falscher Ball, der nicht gespielt werden darf (siehe Regel 6.3c).

- Wenn der provisorische Ball von einer Stelle gespielt wird, die näher zum Loch liegt als diejenige, an der der ursprüngliche Ball vermutet wird. Der ursprüngliche Ball ist nicht mehr im Spiel (auch wenn er dann auf dem Platz vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten gefunden wird oder wenn er näher zum Loch gefunden wird als vermutet) und ist dann ein falscher Ball, der nicht gespielt werden darf (siehe Regel 6.3c). (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag "provisorischer Ball" ist es wichtig, dass der Spieler bevor er schlägt ankündigt, dass er einen provisorischen Ball spielen will:
- Es reicht nicht aus, wenn der Spieler nur sagt, er spiele einen anderen Ball oder spiele noch einmal.
- Der Spieler muss das Wort „provisorisch“ verwenden oder anderweitig deutlich machen, dass er den Ball provisorisch nach Regel 18.3 spielt.

Wenn der Spieler dies nicht ankündigt (selbst wenn er beabsichtigte, einen provisorischen Ball zu spielen) und einen Ball von der Stelle spielt, von der aus der vorherige Schlag gemacht wurde, ist dieser Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust des Spielers Ball im Spiel (siehe Regel 18.1).

Sind keine anderen Personen in der Nähe, die die Ankündigung des Spielers hören können (wenn beispielsweise ein Spieler zum Abschlag zurückkehrt, nachdem er kurz nach seinem Ball gesucht hatte) gilt die Ankündigung, dass er einen provisorischen Ball spielen will, als korrekt vorgenommen, wenn er jemanden sobald als möglich darüber informiert. (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag provisorischer Ball ist es wichtig, dass der Spieler bevor er schlägt ankündigt, dass er einen provisorischen Ball spielen will:
- Es reicht nicht aus, wenn der Spieler nur sagt, er spiele einen anderen Ball oder spiele noch einmal.
- Der Spieler muss das Wort „provisorisch“ verwenden oder anderweitig deutlich machen, dass er den Ball provisorisch nach Regel 18.3 spielt.

Wenn der Spieler dies nicht ankündigt (selbst wenn er beabsichtigte, einen provisorischen Ball zu spielen) und einen Ball von der Stelle spielt, von der aus der vorherige Schlag gemacht wurde, ist dieser Ball mit Strafe von Schlag und Distanzverlust des Spielers Ball im Spiel (siehe Regel 18.1).

Sind keine anderen Personen in der Nähe, die die Ankündigung des Spielers hören können (wenn beispielsweise ein Spieler zum Abschlag zurückkehrt, nachdem er kurz nach seinem Ball gesucht hatte) gilt die Ankündigung, dass er einen provisorischen Ball spielen will, als korrekt vorgenommen, wenn er jemanden sobald als möglich darüber informiert. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Manchmal ist es schwierig zu erkennen, was denn genau mit dem Ball passiert sein könnte, da die Landezone nicht einsehbar ist. Ist der Ball außerhalb einer PenaltyArea verloren oder könnte im Aus sein, so kann nach R18.3a ein "provisorischer Ball" gespielt werden.

Wenn der provisorische Ball wiederum außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus sein könnte, so darf der Spieler einen weiteren provisorischen Ball spielen. Dieser (zweite) provisorische Ball steht dabei im selben Verhältnis zum ersten provisorischen Ball wie der erste provisorische Ball zum ursprünglichen Ball. (tk)
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Manchmal ist es schwierig zu erkennen, was denn genau mit dem Ball passiert sein könnte, da die Landezone nicht einsehbar ist. Ist der Ball außerhalb einer PenaltyArea verloren oder könnte im Aus sein, so kann nach R18.3a ein provisorischer Ball gespielt werden.

Wenn der provisorische Ball wiederum außerhalb einer Penalty Area verloren oder im Aus sein könnte, so darf der Spieler einen weiteren provisorischen Ball spielen. Dieser (zweite) provisorische Ball steht dabei im selben Verhältnis zum ersten provisorischen Ball wie der erste provisorische Ball zum ursprünglichen Ball. (tk)

 

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usw. wichtig ist vor jedem provisorischen Ball zu klären was für ein Ball gespielt wird. Das hatte ich bei der letzten clubmeisterschaft, Strokeplay, Flightpartner musste 5 prov Bälle spielen, gefunden hatte er natürlich der erste 😃

Dumme Frage für mein Verständnis: Wenn ich den ersten PB spielen muß, erhalte ich einen Strafschlag und würde vom Abschlag rechnen: 1 verloren, 2 Strafschlag, 3 PB. - Wenn ich nun einen 2.PB spielen muss, rechne ich dann: 4 Strafschlag, 5 zweiter PB?

4 Wochen her

Golf Rules

Heute einmal etwas zu den Erleichterungsverfahren bei einer roten Penalty Area:Heute zeige ich Euch, was beim grünseitigen Droppen aus einer roten Penalty Area zu beachten ist. ... MehrWeniger

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Was mach ich wenn die vordere Begrenzung des Erleichterungsbereichs deckungsgleich mit der Begrenzung des Penalty Areas ist? 🤔

Hallo Torben, vielen Dank für die gute Erklärung. Was wäre aber gewesen, wenn der Ball beim Droppen ins Wasser gerollt wäre? Vielen Dank für die Antwort.

1 Monat her

Golf Rules

Es gab kaum Probleme beim ersten Spieltag der Deutschen Golf Liga 2019 mit der neuen Regel R10.2b "Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen" - weil die Spielerinnen, Caddies, Vierer-Partner und Kapitäne die Team vorab noch einmal entsprechend informiert wurden. Der Punkt wurde auf der Kapitänsbesprechung in den Fokus genommen.

Doch was ist, wenn der Caddie bei der Standvorbereitung für den Schlag an einer Stelle auf oder nahe einer Verlängerung der Spiellinie hinter dem Ball steht?

Dieses Vergehen ist "heilbar" - es ist nach dieser Regel straflos, wenn der Spieler von seinem Stand zurücktritt und nicht wieder beginnt, diesen einzunehmen, bis der Caddie sich von dieser Stelle entfernt hat. Und dieses gilt jetzt nich tmehr nur für das Grün - nach einer Clarification durch die R&A / USGA kann dieses auch auf den anderen Teilen des Platzes erfolgen. (tk)
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Es gab kaum Probleme beim ersten Spieltag der Deutschen Golf Liga 2019 mit der neuen Regel R10.2b Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen - weil die Spielerinnen, Caddies, Vierer-Partner und Kapitäne die Team vorab noch einmal entsprechend informiert wurden. Der Punkt wurde auf der Kapitänsbesprechung in den Fokus genommen.

Doch was ist, wenn der Caddie bei der Standvorbereitung für den Schlag an einer Stelle auf oder nahe einer Verlängerung der Spiellinie hinter dem Ball steht?

Dieses Vergehen ist heilbar - es ist nach dieser Regel straflos, wenn der Spieler von seinem Stand zurücktritt und nicht wieder beginnt, diesen einzunehmen, bis der Caddie sich von dieser Stelle entfernt hat. Und dieses gilt jetzt nich tmehr nur für das Grün - nach einer Clarification durch die R&A / USGA kann dieses auch auf den anderen Teilen des Platzes erfolgen. (tk)

1 Monat her

Golf Rules

DGL im Golf Club Langenhagen, der Ball einer Spielerin war zu lang und kam hinter dem Grün zu liegen, in der Nähe einer Ausgrenze. Die Sichtlinie zwischen den Pfosten war zwar vorbildlich freigeschnitten, trotzdem war nicht so ohne weiteres zu erkennen, ob der Ball nun noch im Spiel oder schon im Aus war.

R18.2a sagt uns, wann ein Ball im Aus ist:

"(...) Ein ruhender Ball ist erst im Aus, wenn er vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt.

Ein Ball liegt auf dem Platz, wenn er mindestens zum Teil

· darin liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) innerhalb der Ausgrenze berührt oder

· sich oberhalb der Ausgrenze oder eines anderen Teils des Platzes befindet."

Nachdem durch Anhalten eines Schlägers nicht genau gesagt werden konnte, ob der Ball im Aus ist, kam die Referee-Geheimwaffe zum Einsatz - eine Rolle Maurerschnur. Danach war klar, dass der Ball im Aus lag, die Spielerin droppte im Grünbunker einen Ball am letzten Ort und spielte das up and down.

Wir danken dem Kollegen Christian Kunze (www.alles-kunst.de) für die Bilder!
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DGL im Golf Club Langenhagen, der Ball einer Spielerin war zu lang und kam hinter dem Grün zu liegen, in der Nähe einer Ausgrenze. Die Sichtlinie zwischen den Pfosten war zwar vorbildlich freigeschnitten, trotzdem war nicht so ohne weiteres zu erkennen, ob der Ball nun noch im Spiel oder schon im Aus war.

R18.2a sagt uns, wann ein Ball im Aus ist:

(...) Ein ruhender Ball ist erst im Aus, wenn er vollständig außerhalb der Ausgrenze des Platzes liegt.

Ein Ball liegt auf dem Platz, wenn er mindestens zum Teil

·         darin liegt oder den Boden oder etwas anderes (zum Beispiel einen natürlichen oder künstlichen Gegenstand) innerhalb der Ausgrenze berührt oder

·         sich oberhalb der Ausgrenze oder eines anderen Teils des Platzes befindet.

Nachdem durch Anhalten eines Schlägers nicht genau gesagt werden konnte, ob der Ball im Aus ist, kam die Referee-Geheimwaffe zum Einsatz - eine Rolle Maurerschnur. Danach war klar, dass der Ball im Aus lag, die Spielerin droppte im Grünbunker einen Ball am letzten Ort und spielte das up and down.

Wir danken dem Kollegen Christian Kunze (www.alles-kunst.de) für die Bilder!

 

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hat man immer eine Rolle Mauerschnur dabei🤔

Vielen Dank für eure Arbeit. Bei unserem Heimspieltag müssten wir auch eine Schnur rausholen 👍🏻.

Nette Geschichte .... aber wenn die Bilder vom tatsächlichen Spieltag sind, hätte man den Ball im Aus bei dieser Perspektive auch ohne weiteres ohne das Hilfsmittel erkennen können. Allerdings denke ich, dass die Schnur auf der anderen Seite hätte gezogen werden müssen, sofern der Ball von der rechte Seite kam und die Seite links von den Pfosten der Aus-Bereich ist.

Hi Torben, sind solche Hilfsmittel erlaubt 🙂 beim Fußball hat man auch lange für den Videobeweise gebraucht bis er erlaubt war 😂

Hilfsmittel “helfen” 😜

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1 Monat her

Golf Rules

Slow Play war ja vor allem am Wochenende beim ersten DGL-Spieltag der Saison ein Thema, hat die DGV Hardcard ja den Passus langsames Spiel.

Von einem Leser, der in Polen eine Meisterschaft spielte, bekamen wir die Frage:

"Hallo Torben

Ich habe am Wochenende meine erste Strafe für langsames Spiel bekommen. Auf Rückfrage wie lange ich gebraucht habe konnte er es mir nicht genau sagen, nur "sein Gefühl".

Ist das in Ordnung oder muss das per Stoppuhr gestoppt werden?"

Da wir uns mit den Gepflogenheiten des polnischen Golverbandes nicht auskennen, habe ich mit dem Leser telefoniert und ein paar Fragen gestellt, so sagte er, er habe eine Spielbahn vor sich frei gehabt und sei 5 Minuten hinter der Durchgangszeit gelegen, da zwischendurch Bälle gesucht werden mussten. Er wird sich mit der Frage an den Verband wenden und uns auf dem laufenden halten. Aus Sicht unserer Turniere wäre das Vorgehen zumindest ungewöhnlich, da in der DGV-Hardcard zum langsamen Spiel folgende Ausführungen zu finden sind:

"Spielgeschwindigkeit (vgl. Regel 5.6)
Definition von „Position verloren“
Von der als erste startende Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, falls die addierte Zeit der Gruppe zu irgendeiner Zeit während der Runde die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschreitet. Von jeder folgenden Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, wenn sie die Zeit eines Startintervalls hinter der Vordergruppe zurück liegt und die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschritten hat.
Verfahren, wenn eine Gruppe die Position verloren hat

a) Referees werden die Spielgeschwindigkeit beobachten und entscheiden, ob die Zeit einer Gruppe gemessen wird, die ihre Position verloren hat. Es wird geprüft, ob es aktuell mildernde Umstände gibt, zum Beispiel ein länger dauernder Regelfall, ein verlorener Ball, ein unspielbarer Ball usw.
Wird die Zeit der Spieler gemessen, erfolgt die Zeitnahme für jeden Spieler der Gruppe einzeln und vom Referee wird jedem Spieler mitgeteilt, dass er seine Position verloren hat und seine Zeit gemessen wird. In besonderen Fällen darf auch nur die Zeit eines einzelnen Spielers oder von zwei Spielern in einer Gruppe von drei Spielern gemessen werden.

b) Die für jeden Schlag erlaubte Höchstzeit ist 40 Sekunden.
10 weitere Sekunden werden dem Spieler zugestanden, der zuerst:
a) einen Abschlag auf einem Par 3 Loch; b) einen Schlag zum Grün; oder c) einen Chip oder Putt spielt.
Die Zeitnahme beginnt, sobald ein Spieler ausreichend Zeit hatte, seinen Ball zu erreichen, er mit dem Spiel an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ablenkung spielen kann. Die Zeit zum Bestimmen der Entfernung und zur Wahl eines Schlägers zählt als Zeit, die für den nächsten Schlag benötigt wird.

Auf dem Grün beginnt die Zeitnahme, sobald der Spieler genügend Zeit hatte, den Ball aufzunehmen, zu reinigen und zurückzulegen, Beschädigungen auszubessern, die seine Spiellinie behindern und lose hinderliche Naturstoffe in der Spiellinie zu entfernen. Zeit zum betrach- ten der Spiellinie von einer Stelle hinter dem Loch und/oder hinter dem Ball zählt als Zeit die für den nächsten Schlag benötigt wird.

Die Zeitnahme beginnt in dem Augenblick, wenn der Referee entscheidet, dass der Spieler an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ab- lenkung spielen kann. Die Zeitnahme endet, wenn eine Gruppe wieder in Position ist und dies den Spielern entsprechend mitgeteilt wird.
Strafe für Verstoß gegen die Platzregel:
Strafe für den 1. Verstoß: Verwarnung
Strafe für den 2. Verstoß: Ein Strafschlag
Strafe für den 3. Verstoß: Grundstrafe
Strafe für den 4. Verstoß: Disqualifikation."

Ihr seht, ein weiter Weg bis zur Strafe und ohne Uhr geht da nichts. Unser Leser hatte zwar Position und Zeit verloren, gleichwohl folgte die Strafe schneller, als das in unseren Gefilden möglich wäre.
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Slow Play war ja vor allem am Wochenende beim ersten DGL-Spieltag der Saison ein Thema, hat die DGV Hardcard ja den Passus langsames Spiel.

Von einem Leser, der in Polen eine Meisterschaft spielte,  bekamen wir die Frage:

Hallo Torben

Ich habe am Wochenende meine erste Strafe für langsames Spiel bekommen. Auf Rückfrage wie lange ich gebraucht habe konnte er es mir nicht genau sagen, nur sein Gefühl.

Ist das in Ordnung oder muss das per Stoppuhr gestoppt werden?

Da wir uns mit den Gepflogenheiten des polnischen Golverbandes nicht auskennen, habe ich mit dem Leser telefoniert und ein paar Fragen gestellt, so sagte er, er habe eine Spielbahn vor sich frei gehabt und sei 5 Minuten hinter der Durchgangszeit gelegen, da zwischendurch Bälle gesucht werden mussten. Er wird sich mit der Frage an den Verband wenden und uns auf dem laufenden halten. Aus Sicht unserer Turniere wäre das Vorgehen zumindest ungewöhnlich, da in der DGV-Hardcard zum langsamen Spiel folgende Ausführungen zu finden sind:

Spielgeschwindigkeit (vgl. Regel 5.6)
Definition von „Position verloren“
Von der als erste startende Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, falls die addierte Zeit der Gruppe zu irgendeiner Zeit während der Runde die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschreitet. Von jeder folgenden Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, wenn sie die Zeit eines Startintervalls hinter der Vordergruppe zurück liegt und die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschritten hat.
Verfahren, wenn eine Gruppe die Position verloren hat

a) Referees werden die Spielgeschwindigkeit beobachten und entscheiden, ob die Zeit einer Gruppe gemessen wird, die ihre Position verloren hat. Es wird geprüft, ob es aktuell mildernde Umstände gibt, zum Beispiel ein länger dauernder Regelfall, ein verlorener Ball, ein unspielbarer Ball usw.
Wird die Zeit der Spieler gemessen, erfolgt die Zeitnahme für jeden Spieler der Gruppe einzeln und vom Referee wird jedem Spieler mitgeteilt, dass er seine Position verloren hat und seine Zeit gemessen wird. In besonderen Fällen darf auch nur die Zeit eines einzelnen Spielers oder von zwei Spielern in einer Gruppe von drei Spielern gemessen werden.

b) Die für jeden Schlag erlaubte Höchstzeit ist 40 Sekunden.
10 weitere Sekunden werden dem Spieler zugestanden, der zuerst:
a) einen Abschlag auf einem Par 3 Loch; b) einen Schlag zum Grün; oder c) einen Chip oder Putt spielt.
Die Zeitnahme beginnt, sobald ein Spieler ausreichend Zeit hatte, seinen Ball zu erreichen, er mit dem Spiel an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ablenkung spielen kann. Die Zeit zum Bestimmen der Entfernung und zur Wahl eines Schlägers zählt als Zeit, die für den nächsten Schlag benötigt wird.

Auf dem Grün beginnt die Zeitnahme, sobald der Spieler genügend Zeit hatte, den Ball aufzunehmen, zu reinigen und zurückzulegen, Beschädigungen auszubessern, die seine Spiellinie behindern und lose hinderliche Naturstoffe in der Spiellinie zu entfernen. Zeit zum betrach- ten der Spiellinie von einer Stelle hinter dem Loch und/oder hinter dem Ball zählt als Zeit die für den nächsten Schlag benötigt wird.

Die Zeitnahme beginnt in dem Augenblick, wenn der Referee entscheidet, dass der Spieler an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ab- lenkung spielen kann. Die Zeitnahme endet, wenn eine Gruppe wieder in Position ist und dies den Spielern entsprechend mitgeteilt wird.
Strafe für Verstoß gegen die Platzregel: 
Strafe für den 1. Verstoß: Verwarnung 
Strafe für den 2. Verstoß: Ein Strafschlag 
Strafe für den 3. Verstoß: Grundstrafe 
Strafe für den 4. Verstoß: Disqualifikation.

Ihr seht, ein weiter Weg bis zur Strafe und ohne Uhr geht da nichts. Unser Leser hatte zwar Position und Zeit verloren, gleichwohl folgte die Strafe schneller, als das in unseren Gefilden möglich wäre.

 

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Super der Zettel. Ich wurde auch schon einmal bestraft für zu langsames Spielen, obwohl vor mir 2 flight auf der Bahn stehen. Manche referees haben selbst wohl nicht mal die Platzreife 😂😂😂

Sandra Weidmann Du siehst, eine Mitspielerin entscheidet da gar nichts 😉

Ganz schön ausführliche Regelung. Danke

Muss das ein Referee sein?

Sieht aus wie der Möchtefahrplan der DB... 🤔

Michael Steinke. Da hätten wir ja auch so einen...

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1 Monat her

Golf Rules

Es gibt so Tage, an denen sogar der Sonnenstand dem Spieler helfen will, wie hier auf dem Bild. Doch: Darf der Spieler diese Hilfe annehmen?

R10.2b sagt uns, welche Hilfen der Spieler nicht in Anspruch nehmen darf, so darf er zum Beispiel keinen Gegenstand hinlegen um sich die Spiellinie anzeigen zu lassen oder sich auch nicht vom Caddie ausrichten lassen.

Daneben darf der Flaggenstock im Loch belassen werden, R13.2a, was hier zum Schattenwurf führt.

Und da haben wir auch schon die Lösung: Da der Spieler sich nicht ausrichten lässt und auch nichts aktiv auf das Grün legt, darf er den Schatten als Ausrichtungshilfe nutzen. Man muss nur darauf achten, dass man zügig puttet, sonst wandert der Schatten noch weiter...
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Es gibt so Tage, an denen sogar der Sonnenstand dem Spieler helfen will, wie hier auf dem Bild. Doch: Darf der Spieler diese Hilfe annehmen?

R10.2b sagt uns, welche Hilfen der Spieler nicht in Anspruch nehmen darf, so darf er zum Beispiel keinen Gegenstand hinlegen um sich die Spiellinie anzeigen zu lassen oder sich auch nicht vom Caddie ausrichten lassen.

Daneben darf der Flaggenstock im Loch belassen werden, R13.2a, was hier zum Schattenwurf führt.

Und da haben wir auch schon die Lösung: Da der Spieler sich nicht ausrichten lässt und auch nichts aktiv auf das Grün legt, darf er den Schatten als Ausrichtungshilfe nutzen. Man muss nur darauf achten, dass man zügig puttet, sonst wandert der Schatten noch weiter...

 

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Nein, Augen zu und blind putten ☝🏻🙈

1 Monat her

Golf Rules

Bei der Vorbereitung des Platzes für ein Wettspiel bedürfen die Bunkerkanten manchmal der besonderen Betrachtung. Der Spieler soll aufgrund seiner Balllage klar erkennen, ob der Ball im oder außerhalb des Bunkers zur Ruhe gekommen ist.

Zu diesem Zweck wird idR Regel mehrere Wochen vor dem Wettspiel der Platz inspiziert und auf solche Besonderheiten hingewiesen. Das Greenkeeping-Team hat dann bis zum Wettspiel noch ausreichend Zeit durch das Stechen der Bunkerkanten diese "Grauzonen" zu beseitigen.

Gibt es aber Fälle, an denen nicht genau zu erkennen ist, ob der Ball im Bunker liegt oder nicht, kann die Spielleitung auch mit Pfählen oder gesprühte Linien die Kante kennzeichnen oder eine Platzregel (Beispiele siehe Musterplatzregel (C-1)) in Kraft setzen.

Generell gilt, dass die "gedachte" Linie der "normalen" Bunkerkante für die Entscheidung der Balllage entscheidend ist. Ist z.B. durch vorhergehende Pflegearbeiten Sand aus dem Bunker herausgezogen worden, dann liegt der Ball wahrscheinlich im Gelände. Gibt es hingegen vereinzelten Graswuchs hinein in den Bereich des Bunkers, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich der Ball eher im Bunker als im Gelände befindet.

Um diese "Abwägungen" aber zu vermeiden, sollte die Spielleitung / das Greenkeeping-Team entsprechende Vorkehrungen vor dem Wettspiel treffen... (tk)
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Bei der Vorbereitung des Platzes für ein Wettspiel bedürfen die Bunkerkanten manchmal der besonderen Betrachtung. Der Spieler soll aufgrund seiner Balllage klar erkennen, ob der Ball im oder außerhalb des Bunkers zur Ruhe gekommen ist.

Zu diesem Zweck wird idR Regel mehrere Wochen vor dem Wettspiel der Platz inspiziert und auf solche Besonderheiten hingewiesen. Das Greenkeeping-Team hat dann bis zum Wettspiel noch ausreichend Zeit durch das Stechen der Bunkerkanten diese Grauzonen zu beseitigen.

Gibt es aber Fälle, an denen nicht genau zu erkennen ist, ob der Ball im Bunker liegt oder nicht, kann die Spielleitung auch mit Pfählen oder gesprühte Linien die Kante kennzeichnen oder eine Platzregel (Beispiele siehe Musterplatzregel (C-1)) in Kraft setzen.

Generell gilt, dass die gedachte Linie der normalen Bunkerkante für die Entscheidung der Balllage entscheidend ist. Ist z.B. durch vorhergehende Pflegearbeiten Sand aus dem Bunker herausgezogen worden, dann liegt der Ball wahrscheinlich im Gelände. Gibt es hingegen vereinzelten Graswuchs hinein in den Bereich des Bunkers, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich der Ball eher im Bunker als im Gelände befindet.

Um diese Abwägungen aber zu vermeiden, sollte die Spielleitung / das Greenkeeping-Team entsprechende Vorkehrungen vor dem Wettspiel treffen... (tk)

 

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Daniel Schulze auch schön das.

1 Monat her

Golf Rules

Passend zum Start der DGL-Saison weist der R&A noch einmal auf Regel R10.2b(4) "Einschränkung für den Caddie, hinter dem Spieler zu stehen" hin. Bitte beachten...

GolfRules wünscht allen Spielerinnen und Spielern ein erfolgreiche Saison 2019

The R&A
Do you know the new Rules around caddie positioning? 🏌️🏌️‍♀️ Watch a demonstration from Anna Whiteley to find out what you and your caddie can do ⛳️

Learn more 👉 po.st/NewRulesExplained
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The R&A

 

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Zu den etlichen guten Veränderungen kommt halt auch immer noch ein bisschen Unsinn und Schwachsinn daher,das ist leider immer unvermeidlich.

kann mir jemand sagen warum auf englisch? sprechen die funktionäre nicht deutsch?

1 Monat her

Golf Rules

Ball unspielbar im Bunker? Da schauen wir doch mal in die Regel R19.3 "Erleichterungsverfahren für unspielbaren Ball im Bunker"...

1) Normale Erleichterungsmöglichkeiten mit einem Strafschlag nach R19.3a
Ist der Ball eines Spielers in einem Bunker, darf der Spieler Erleichterung bei einem unspielbaren Ball mit einem Strafschlag nach einer der in Regel 19.2 genannten Möglichkeiten in Anspruch nehmen, mit der Ausnahme dass der Ball in einem Erleichterungsbereich im Bunker gedroppt und in diesem Bereich zur Ruhe kommen muss, wenn der Spieler entweder Erleichterung „auf der Linie zurück“ (siehe Regel 19.2b) oder seitliche Erleichterung (siehe Regel 19.2c) in Anspruch nimmt.

2) Als zusätzliche Erleichterungsmöglichkeit mit zwei
Strafschlägen nach 19.3b
Der Spieler darf, wenn sein Ball im Bunker liegt, als zusätzliche Erleichterungsmöglichkeit mit insgesamt zwei Strafschlägen durch Erleichterung „auf der Linie zurück“
nach Regel 19.2b von außerhalb des Bunkers spielen.

Insofern bekommt mit der neuen R19.3b der Spieler jetzt auch im Zählspiel eine "Chance" mit Strafe aus dem Bunker zu gelangen - vorher war er auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, den Ball aus dem Bunker zu spielen... (tk)
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Ball unspielbar im Bunker? Da schauen wir doch mal in die Regel R19.3 Erleichterungsverfahren für unspielbaren Ball im Bunker...

1) Normale Erleichterungsmöglichkeiten mit einem Strafschlag nach R19.3a 
Ist der Ball eines Spielers in einem Bunker, darf der Spieler Erleichterung bei einem unspielbaren Ball mit einem Strafschlag nach einer der in Regel 19.2 genannten Möglichkeiten in Anspruch nehmen, mit der Ausnahme dass der Ball in einem Erleichterungsbereich im Bunker gedroppt und in diesem Bereich zur Ruhe kommen muss, wenn der Spieler entweder Erleichterung „auf der Linie zurück“ (siehe Regel 19.2b) oder seitliche Erleichterung (siehe Regel 19.2c) in Anspruch nimmt.

2) Als zusätzliche Erleichterungsmöglichkeit mit zwei
Strafschlägen nach 19.3b
Der Spieler darf, wenn sein Ball im Bunker liegt, als zusätzliche Erleichterungsmöglichkeit mit insgesamt zwei Strafschlägen durch Erleichterung „auf der Linie zurück“
nach Regel 19.2b von außerhalb des Bunkers spielen.

Insofern bekommt mit der neuen R19.3b der Spieler jetzt auch im Zählspiel eine Chance mit Strafe aus dem Bunker zu gelangen - vorher war er auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, den Ball aus dem Bunker zu spielen... (tk)

 

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Diese Lage würde ich spielen und habe ich schon öfter erfolgreich gespielt. Allerdings habe ich auch schon Spieler, welche 6 Schläge aus einem Bunker brauchen. Da ist "unspielbar" eine vernünftige Option. Genauso hatte ich schon Lagen wie z. B. Ball in durchnässtem Sand komplett unterhalb der Oberfläche oder bergab mit überhängender Bunkerkante, wo ich nach den neuen Regeln droppen würde.

1 Monat her

Golf Rules

Birdies werden gebraucht beim 1. GolfRules Shootout am 01.06.2019 im Golf Club Verden. Seid Ihr dabei?Beim GolfRules Shootout spielen Pros und Amateure um einen Titleist Eisensatz die Löcher B6 & B5 des Golf Club Verden e.V.. Auf den ersten vier Löchern liegt... ... MehrWeniger

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1 Monat her

Golf Rules

Kommen wir heute mal wieder zu einer "Interpretation des Tages" - dieses Mal geht es in I16.1/3 "Spieler darf Erleichterung von einem der beiden Umstände wählen, wenn Beeinträchtigung durch zwei Umstände vorliegt"

Es gibt Situationen, in denen ein Spieler Beeinträchtigung durch zwei Umstände zur gleichen Zeit haben kann, und in solchen Situationen darf der Spieler wählen, von welchem der Umstände er Erleichterung in Anspruch nimmt. Wenn, nachdem er Erleichterung von dem einen Umstand genommen hat, Beeinträchtigung durch den anderen Umstand vorliegt, kann der Spieler anschließend Erleichterung vom zweiten Umstand in Anspruch nehmen.

Einige Beispiele dafür sind:

- Im Gelände beeinträchtigt ein unbewegliches Hemmnis den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers und der Ball liegt in einem Bereich, der als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet ist.
Der Spieler kann zuerst Erleichterung vom Hemmnis gemäß Regel 16.1 in Anspruch nehmen und den Ball in dem Boden in Ausbesserung droppen, wenn dies ein Teil des Erleichterungsbereichs ist, und er hat dann die Möglichkeit, den Ball zu spielen, wie er im Boden in Ausbesserung liegt, oder Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch zu nehmen.
Umgekehrt kann der Spieler auch Erleichterung vom Boden in Ausbesserung nehmen und, wenn dann immer noch Beeinträchtigung durch das Hemmnis vorliegt, vom Hemmnis Erleichterung in Anspruch nehmen.

- Der Ball eines Spielers ist im Gelände in Boden in Ausbesserung eingebettet.
Der Spieler hat die Möglichkeit, nach Regel 16.1 für die Beeinträchtigung durch den Boden in Ausbesserung Erleichterung in Anspruch zu nehmen oder nach Regel 16.3 für den eingebetteten Ball.
In solchen Situationen darf der Spieler jedoch nicht in einem einzigen Verfahren gleichzeitig Erleichterung von beiden Umständen in Anspruch nehmen, indem er einen Ball in einem einzigen Erleichterungsbereich droppt, der durch einen kombinierten
nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung von beiden Umständen bestimmt wird. Außer in der Situation, wo der Spieler nacheinander Erleichterung für die Beeinträchtigung von jedem dieser Umstände genommen hat und anschließend im Grunde genommen wieder an der Stelle ankommt, an der er begonnen hatte. (tk)
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Kommen wir heute mal wieder zu einer Interpretation des Tages - dieses Mal geht es in I16.1/3 Spieler darf Erleichterung von einem der beiden Umstände wählen, wenn Beeinträchtigung durch zwei Umstände vorliegt

Es gibt Situationen, in denen ein Spieler Beeinträchtigung durch zwei Umstände zur gleichen Zeit haben kann, und in solchen Situationen darf der Spieler wählen, von welchem der Umstände er Erleichterung in Anspruch nimmt. Wenn, nachdem er Erleichterung von dem einen Umstand genommen hat, Beeinträchtigung durch den anderen Umstand vorliegt, kann der Spieler anschließend Erleichterung vom zweiten Umstand in Anspruch nehmen.

Einige Beispiele dafür sind:

- Im Gelände beeinträchtigt ein unbewegliches Hemmnis den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers und der Ball liegt in einem Bereich, der als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet ist.
Der Spieler kann zuerst Erleichterung vom Hemmnis gemäß Regel 16.1 in Anspruch nehmen und den Ball in dem Boden in Ausbesserung droppen, wenn dies ein Teil des Erleichterungsbereichs ist, und er hat dann die Möglichkeit, den Ball zu spielen, wie er im Boden in Ausbesserung liegt, oder Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch zu nehmen.
Umgekehrt kann der Spieler auch Erleichterung vom Boden in Ausbesserung nehmen und, wenn dann immer noch Beeinträchtigung durch das Hemmnis vorliegt, vom Hemmnis Erleichterung in Anspruch nehmen.

- Der Ball eines Spielers ist im Gelände in Boden in Ausbesserung eingebettet. 
Der Spieler hat die Möglichkeit, nach Regel 16.1 für die Beeinträchtigung durch den Boden in Ausbesserung Erleichterung in Anspruch zu nehmen oder nach Regel 16.3 für den eingebetteten Ball.
In solchen Situationen darf der Spieler jedoch nicht in einem einzigen Verfahren gleichzeitig Erleichterung von beiden Umständen in Anspruch nehmen, indem er einen Ball in einem einzigen Erleichterungsbereich droppt, der durch einen kombinierten
nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung von beiden Umständen bestimmt wird. Außer in der Situation, wo der Spieler nacheinander Erleichterung für die Beeinträchtigung von jedem dieser Umstände genommen hat und anschließend im Grunde genommen wieder an der Stelle ankommt, an der er begonnen hatte. (tk)

 

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Die 13 im Frankfurter Golf-Club

1 Monat her

Golf Rules

Das GolfRules Shootout am 01.06.2019 um 16:00 Uhr im Golf Club Verden - wer noch nicht angemeldet ist, sollte das schleunigst nachholen - schließlich winkt ein toller Preis und ein außergewöhnliches Turnier!B6 & B5 - das sind die Löcher, die wir auf unserem Shootout spielen. Zwei kurze Par 4, die gute Spieler durchaus mit dem Abschlag angreifen können - eine perfekte Ausgangslage für Birdies!

Und, seid Ihr schon angemeldet?
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Das GolfRules Shootout am 01.06.2019 um 16:00 Uhr im Golf Club Verden - wer noch nicht angemeldet ist, sollte das schleunigst nachholen - schließlich winkt ein toller Preis und ein außergewöhnliches Turnier!

 

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900 km ist mir zu weit weg, um zwei Löcher zu spielen.

1 Monat her

Golf Rules

Heute dann mal ein anderer Abschlag und weitere Informationen zum Thema "Start der Golfrunde". In den neuen "Leitlinien für die Spielleitung" sind die wesentlichen Punkte zu diesem Thema zusammen gefasst worden.

Bevor Die Spieler die Runde beginnen, sollten diese alle notwendigen Informationen erhalten, damit sie in der Lage sind, den Platz nach den Regeln zu spielen. Im Zählspiel sollte jeder Spieler eine Scorekarte erhalten, die bei Netto-Turnieren wie Stableford, Maximum Score oder Vierball den von der Spielleitung festgelegten Vorgabenverteilungsschlüssel enthält.

Zusätzliche Unterlagen der Spielleitung sollten zudem den Spielern vor der Runde zugänglich gemacht werden. Wenn möglich sollte dieses geschehen bevor die Spieler am ersten Abschlag eintreffen, sodass diese eine angemessene Zeit haben, die Informationen zu lesen (z.B. Platzregeln, Richtlinien zum zügigen Spiel, Verhaltensrichtlinien, Evakuierungsplan, ...).

Die Spielleitung sollte nach Möglichkeit einen Starter am Abschlag, auf dem die Runde beginnt, einsetzen, um sicherzustellen, dass die Spieler alle erforderlichen Informationen besitzen und zur richtigen Zeit starten. Zur Startzeit der Gruppe sollte der Starter den ersten Spieler zur angesetzten Zeit starten. Ist dies aufgrund der Position der vorher gestarteten Gruppe nicht möglich (zum Beispiel,
wenn diese durch eine Ballsuche verzögert wird), sollte die tatsächliche Startzeit notiert werden, damit die Spielleitung diese Information bei der Anwendung von Richtlinien zum zügigen Spiel nutzen kann.

Zudem hat es sich bewährt, eine auf die offizielle Zeit eingestellte Uhr in der Nähe des ersten Abschlags zu haben, nach der alle ihre Uhren auf dieselbe Zeit stellen können, um Verspätungen am ersten Abschlag ausschließen zu können. (tk)
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Heute dann mal ein anderer Abschlag und weitere Informationen zum Thema Start der Golfrunde. In den neuen Leitlinien für die Spielleitung sind die wesentlichen Punkte zu diesem Thema zusammen gefasst worden.

Bevor Die Spieler die Runde beginnen, sollten diese alle notwendigen Informationen erhalten, damit sie in der Lage sind, den Platz nach den Regeln zu spielen. Im Zählspiel sollte jeder Spieler eine Scorekarte erhalten, die bei Netto-Turnieren wie Stableford, Maximum Score oder Vierball den von der Spielleitung festgelegten Vorgabenverteilungsschlüssel enthält.

Zusätzliche Unterlagen der Spielleitung sollten zudem den Spielern vor der Runde zugänglich gemacht werden. Wenn möglich sollte dieses geschehen bevor die Spieler am ersten Abschlag eintreffen, sodass diese eine angemessene Zeit haben, die Informationen zu lesen (z.B. Platzregeln, Richtlinien zum zügigen Spiel, Verhaltensrichtlinien, Evakuierungsplan, ...).

Die Spielleitung sollte nach Möglichkeit einen Starter am Abschlag, auf dem die Runde beginnt, einsetzen, um sicherzustellen, dass die Spieler alle erforderlichen Informationen besitzen und zur richtigen Zeit starten. Zur Startzeit der Gruppe sollte der Starter den ersten Spieler zur angesetzten Zeit starten. Ist dies aufgrund der Position der vorher gestarteten Gruppe nicht möglich (zum Beispiel,
wenn diese durch eine Ballsuche verzögert wird), sollte die tatsächliche Startzeit notiert werden, damit die Spielleitung diese Information bei der Anwendung von Richtlinien zum zügigen Spiel nutzen kann. 

Zudem hat es sich bewährt, eine auf die offizielle Zeit eingestellte Uhr in der Nähe des ersten Abschlags zu haben, nach der alle ihre Uhren auf dieselbe Zeit stellen können, um Verspätungen am ersten Abschlag ausschließen zu können. (tk)

 

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Abschlag 1 des Frankfurter Golfclub e.V.

1 Monat her

Golf Rules

Manchmal ist ein etwas "vernachlässigtes" Thema auf dem Golfplatz der Abschlag. Das eigentliche Bauwerk, auf dem der Abschlag gesteckt wird, ist meistens einfach "da" und wird von dem Greenkeeper entsprechend der Form des Bauwerkes gemäht. Leider kann dieses sehr gravierende Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit haben - deswegen sollte dieser Punkt ab und zu immer wieder einmal in den Fokus der Platzvorbereitung kommen.

Neben den Besonderheiten bzgl. der Vorgabewirksamkeit von Wettspielen (nicht mehr als zehn Meter vor oder hinter dem Messpunkt, nicht mehr als 100 Meter Abweichung auf 18 Löchern) sollte es das Ziel sein, dass die Ausrichtung des Abschlag sich immer an der idealen Spiellinie orientiert.

Hintergrund hierfür ist, dass Spieler dazu neigen, sich automatisch bzw. versehentlich im rechten Winkel zu den Abschlagmarkierungen auszurichten. Zeigen diese nicht entlang der idealen (sicheren!) Spiellinie, so gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Abschlag übermäßig viele Spieler ihre Bälle suchen müssen. Ein Stau und entsprechend längere Spielzeiten sind die leicht vermeidbare Folge davon. (tk)
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Manchmal ist ein etwas vernachlässigtes Thema auf dem Golfplatz der Abschlag. Das eigentliche Bauwerk, auf dem der Abschlag gesteckt wird, ist meistens einfach da und wird von dem Greenkeeper entsprechend der Form des Bauwerkes gemäht. Leider kann dieses sehr gravierende Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit haben - deswegen sollte dieser Punkt ab und zu immer wieder einmal in den Fokus der Platzvorbereitung kommen. 

Neben den Besonderheiten bzgl. der Vorgabewirksamkeit von Wettspielen (nicht mehr als zehn Meter vor oder hinter dem Messpunkt, nicht mehr als 100 Meter Abweichung auf 18 Löchern) sollte es das Ziel sein, dass die Ausrichtung des Abschlag sich immer an der idealen Spiellinie orientiert. 

Hintergrund hierfür ist, dass Spieler dazu neigen, sich automatisch bzw. versehentlich im rechten Winkel zu den Abschlagmarkierungen auszurichten. Zeigen diese nicht entlang der idealen (sicheren!) Spiellinie, so gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Abschlag übermäßig viele Spieler ihre Bälle suchen müssen. Ein Stau und entsprechend längere Spielzeiten sind die leicht vermeidbare Folge davon. (tk)

 

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Wie wahr, wie wahr. Und wenn der Ball dann im Gemüse landet sind die Greenkeeper schuld, da die Markierung nicht in Spielrichtung steht... 🙈🥳 Auch das Aufteen mm-genau auf der Markierungslinie der Abschlagsmarkierung ist immer wieder herrlich.... als ob man durch das Aufteen 27-38cm hinter der Linie einen Nachteil hätte... 🙈😎😊✌🏼

Abschlag ausgerichtet auf die ideale Spiellinie?? Welch schöner Traum 😊 Könnte das mal zu einer Regel erhoben werden??

Ich sag nur Aukrug Tee1. Wieviele haben da wohl schon auf die Drivingrange rübergeschlagen😂

Hier ist ein klasse Beispiel wie man Abschlag Markierungen nicht Platziert. So weit auseinander und im tiefen Semirough, das der Spieler keine chance hätte sich zu orientieren. 5 Meter auseinander ist ideal für die Schonung der Spielfläche und für den Spieler in seine Orientierung, aber dan müsste der Greenkeeper vom Mäher absteigen und das geht garnicht.😉

1 Monat her

Golf Rules

Heute eine Frage unseres treuen Zuschauers Daniel: Habe ich hierbei alles richtig gemacht?

Die Kurzform: Ja.

Die Langform:

Der eingebettete Ball in der Bunkerwand befindet sich im Gelände, R16.3. Nach R16.3b wird für einen eingebetteten Ball im Gelände Erleichterung gewährt, in dem der Ball, ausgehend vom Bezugspunkt unmittelbar hinter dem Ball, innerhalb des Erleichterungsbereichs von einer Schlägerlänge gedroppt wird.

Kommt der Ball an der Stelle dann nicht zur Ruhe wird nach R14.3c (2) der Ball dorthin gelegt, wo er beim zweiten Drop die Erde zuerst berührte. Bleibt er dann nicht liegen wird die nächste Stelle von dort aus gesucht, wo der Ball liegen bleibt, wie es in R14.2e beschrieben ist.

Also, alles richtig gemacht, Daniel!Heute eine Frage unseres treuen Zuschauers Daniel: Habe ich hierbei alles richtig gemacht? Die Kurzform: Ja. Die Langform: Der eingebettete Ball in der Bunke...
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Video image

 

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ist diese ball schon eingebohrt??

1 Monat her

Golf Rules

Manchmal, hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.

Wie hier im Video. Erst trifft der Spieler den Baum, dann sich selbst und dann liegt der Ball so unglücklich, dass der Spieler sich nicht bewegen kann ohne den Ball zu bewegen. Und nun?

Erst einmal hat der Spieler Glück im Unglück, denn, mit den 2019er Regeln hielt die Änderung Einzug, die dazu führt, dass der Spieler, der sich selbst trifft, nicht mehr dafür bestraft wird, R11.1a.

Nun liegt der Ball aber am Fuss des Spielers und würde sich bei einer Bewegung des Spielers sofort ebenfalls bewegen. Welche Regel gilt hier? R9.3, weil die Schwerkraft als Naturkraft zuschlägt? R9.4, weil der Spieler die Bewegung verursacht, was einen Strafschlag nach sich zieht? Ist die Lage nicht schon Strafe genug?

Das dachten sich die Regelgeber auch, was uns zur

Interpretation des Tages

bringt:

Int I11.1b/2 –

"Was zu tun ist, wenn der Ball sich bewegt,
nachdem er versehentlich abgelenkt oder aufgehalten
wurde"

Kommt ein Ball, nachdem er versehentlich abgelenkt wurde, an einer Person oder einem äußeren Einfluss zur Ruhe, und die Person oder der äußerer Einfluss bewegt sich oder wird bewegt, gilt Regel 9, und der Spieler muss dieser Regel entsprechend verfahren. Es fällt jedoch keine Strafe unter Regel 9 an, wenn der Ball sich bewegt, nachdem er an einer Person oder Ausrüstung zur Ruhe gekommen ist. Beispiele, bei denen keine Strafe anfällt sind, sind unter anderem:

•Der Ball des Spielers kommt am Fuß des Gegners zur Ruhe, nachdem er durch ihn
versehentlich aufgehalten wurde, und der Ball bewegt sich als Folge einer Bewegung
des Gegners. Der Spieler muss den Ball zurücklegen, wie in Regel 9.5 verlangt, aber
weder der Spieler noch der Gegner ziehen sich eine Strafe zu.

•Der Ball des Spielers in Bewegung wird versehentlich durch den Schläger des
Spielers aufgehalten, als der Ball einen Hügel zurückrollt und der Ball bewegt sich
als Folge der Wegnahme des Schlägers. Der Spieler muss den Ball zurücklegen, wie Regel 9.4 verlangt, aber er zieht sich keine Strafe zu. (...)

Danke an Felix Matz für den Link!
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Hier muss man aber anmerken ,dass nur das unabsichtliche Aufhalten ,nicht unter Strafe gestellt wird.Sollte die Handlung absichtlich sein fällt es unter Strafe (11.2b)Grundstrafe.

1 Monat her

Golf Rules

Kai hatte eine Frage zur Vorgabenwirksamkeit eines Turniers:

"Moin Torben,

wir haben letzte Woche bei den DoSe ein vorgabewirksames Wettspiel gehabt.

Nun sind bei einigen Gruppen zeitweise die Grünsprenger angegangen. Dies war weder geplant, noch gewollt.

Zudem startete eine Spielgruppe (nicht Teilnehmer des Turniers, nicht kundige / oder eher ignorante Gäste) ins das Turnier und behinderten eine folgende Spielgruppe, die dadurch warten mussten.

Das Turnier wurde zu Ende gespielt.
Die Spielleitung hat das Turnier nun als NV gewertet, weil es diese Unregelmäßigkeiten gab.

Da ich dazu befragt wurde, habe ich das Thema nun im Vorgabenausschuss.

Wir würden sagen, dass diese Themen eine Anerkennung der Vorgabewirksamkeit nicht rechtfertigt.

Wie siehst Du das?

Gruss Kai"

Ein Turnier ist vorgabenwirlsam, wenn die Gesamtumstände, insbesondere die Platzverhältnisse das vorgabewirksame Spiel zulassen. Das heißt vor allem, dass der Platz vorgabenwirksam gesteckt ist.

Weder Regner die laufen, noch (Fremd-) Spieler, die im Turnier zwischenspielen, sind ein Grund an der Vorgabenwirksamkeit zu zweifeln.Allerdings muss man bei den Regnern schauen, dass der Platz an sich bespielbar bleibt. Insoweit hätte die Spielleitung sicher einschreiten können, allein, beides ist regeltechnisch als "nicht zum Spiel gehörig" erfasst und man kann damit umgehen. Zur Not muss der Spieler dann warten, bis der Renner etwas weiter ist, damit er nicht nass wird.
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Kai hatte eine Frage zur Vorgabenwirksamkeit eines Turniers:

Moin Torben,

wir haben letzte Woche bei den DoSe ein vorgabewirksames Wettspiel gehabt. 

Nun sind bei einigen Gruppen zeitweise die Grünsprenger angegangen. Dies war weder geplant, noch gewollt.

Zudem startete eine Spielgruppe (nicht Teilnehmer des Turniers, nicht kundige / oder eher ignorante Gäste) ins das Turnier und behinderten eine folgende Spielgruppe, die dadurch warten mussten.

Das Turnier wurde zu Ende gespielt. 
Die Spielleitung hat das Turnier nun als NV gewertet, weil es diese Unregelmäßigkeiten gab.

Da ich dazu befragt wurde, habe ich das Thema nun im Vorgabenausschuss.

Wir würden sagen, dass diese Themen eine Anerkennung der Vorgabewirksamkeit nicht rechtfertigt.

Wie siehst Du das? 

Gruss Kai

Ein Turnier ist vorgabenwirlsam, wenn die Gesamtumstände, insbesondere die Platzverhältnisse das vorgabewirksame Spiel zulassen. Das heißt vor allem, dass der Platz vorgabenwirksam gesteckt ist.

Weder Regner die laufen, noch (Fremd-) Spieler, die im Turnier zwischenspielen, sind ein Grund an der Vorgabenwirksamkeit zu zweifeln.Allerdings muss man bei den Regnern schauen, dass der Platz an sich bespielbar bleibt.  Insoweit hätte die Spielleitung sicher einschreiten können, allein, beides ist regeltechnisch als nicht zum Spiel gehörig erfasst und man kann damit umgehen. Zur Not muss der Spieler dann warten, bis der Renner etwas weiter ist, damit er nicht nass wird.

 

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Spannend! Aber eine Nachfrage: Sollten in einem Turnier nicht für alle Spieler dieselben Bedingungen herrschen, sofern diese durch Menschen/Spielleitung beeinflusst werden können? Wenn man im Bild nach links scrollt sieht man, dass etwa der Bunker zur Hälfte mindestens im Wasser steht durch die Beregnungsanlagen. Ja, man kann Erleichterung in Anspruch nehmen, aber die Situation ist ja erstmal grundsätzlich anders als Wetterveränderungen, die in der Regel alle Spieler auf dem Platz treffen. Spielen solche Überlegungen (Platz völlig unterschiedlich für die Spieler) demnach keine Rolle, Hauptsache, Tees und Bahnen sind ordentlich gesteckt?

1 Monat her

Golf Rules

Walter hatte eine Frage an uns:

"Guten Abend zusammen,

Auf unserem Platz sind Spielverbotszonen - unter anderem zur Schonung von Neuanpflanzungen - mit blauen Pfählen mit grünem Kopf markiert.

Es kam in einem großen Kreis die Frage auf, welche Möglichkeiten denn ein Spieler hat, wenn eine Zone nur einfach mit blauen Pfählen gekennzeichnet ist.
Selbstverständlich kann er dann von solchen ungewöhnlichen Platzverhältnissen Erleichterung in Anspruch nehmen.
Ich habe mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass neben der Erleichterung auch die Möglichkeit besteht, aus dem blau gekennzeichneten Bereich zu spielen, wenn dies dem Spieler - aus welchen Gründen auch immer - vernünftiger erscheint.
Z.B. wenn ein Wildschweinschaden auf dem Fairway großzügig blau gesteckt ist, mein Ball darin aber gut liegt, und mich ein Drop nach Erleichterung ggf. in schlechtere Lage bringen könnte.
Schließlich ist eine Erleichterungsmöglichkeit nur ein Angebot und kein "Muss"

Man hat energisch widersprochen, und behauptet, das sei nicht erlaubt.
(Wobei ich mich frage, wo dann der Unterschied zu einer entsprechenden Spielverbotszone läge.)

Ich spiele seit über 30 Jahren Golf und glaube sicher zu wissen, dass auch schon früher das Spielen des Balles aus "Blau" - so wie er liegt - immer eine Option war.
Ich bin jetzt etwas verunsichert und würde , bevor ich Geld verwette und dumm dastehe, mal gerne die Expertenmeinung hören.

Danke

und Grüße

Walter"

Also: Spielverbotszonen können in Penalty Areas (in der Regel rot oder gelb mit grüner Kappe) und in ungewöhnlichen Platzverhältnissen (idR blau mit grüner Kappe) eigerichtet werden. Dann darf aus der Penalty Area oder den uPV nicht mehr gespielt werden und es MUSS Erleichterung in Anspruch genommen werden. Umgekehrt bedeutet dies, dass sowohl aus uPV als auch einer Penalty Area der Ball immer gespielt werden DARF, wenn es nicht durch eine Platzregel zu einer Spielverbotszone verboten ist.

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln? Immer her damit an: fragen@golf-rules.com
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Walter hatte eine Frage an uns:

Guten Abend zusammen,

Auf unserem Platz sind Spielverbotszonen - unter anderem zur Schonung von Neuanpflanzungen - mit blauen Pfählen mit grünem Kopf markiert.

Es kam in einem großen Kreis die Frage auf, welche Möglichkeiten denn ein Spieler hat, wenn eine Zone nur einfach mit blauen Pfählen gekennzeichnet ist.
Selbstverständlich kann er dann von solchen ungewöhnlichen Platzverhältnissen Erleichterung in Anspruch nehmen.
Ich habe mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass neben der Erleichterung auch die Möglichkeit besteht, aus dem blau gekennzeichneten Bereich zu spielen, wenn dies dem Spieler  - aus welchen Gründen auch immer - vernünftiger erscheint.
Z.B. wenn ein Wildschweinschaden auf dem Fairway großzügig blau gesteckt ist, mein Ball darin aber gut liegt, und mich ein Drop nach Erleichterung ggf. in schlechtere Lage bringen könnte. 
Schließlich ist eine Erleichterungsmöglichkeit nur ein Angebot und  kein Muss

Man hat energisch widersprochen, und behauptet, das sei nicht erlaubt.
(Wobei ich mich frage, wo dann der Unterschied zu einer entsprechenden Spielverbotszone läge.)

Ich spiele seit über 30 Jahren Golf und glaube sicher zu wissen, dass auch schon früher das Spielen des Balles aus Blau - so wie er liegt - immer eine Option war. 
Ich bin jetzt etwas verunsichert und würde , bevor ich Geld verwette und dumm dastehe, mal gerne die Expertenmeinung hören.

Danke

und Grüße

Walter

Also: Spielverbotszonen können in Penalty Areas (in der Regel rot oder gelb mit grüner Kappe) und in ungewöhnlichen Platzverhältnissen (idR blau mit grüner Kappe) eigerichtet werden. Dann darf aus der Penalty Area oder den uPV nicht mehr gespielt werden und es MUSS Erleichterung in Anspruch genommen werden. Umgekehrt bedeutet dies, dass sowohl aus uPV als auch einer Penalty Area der Ball immer gespielt werden DARF, wenn es nicht durch eine Platzregel zu einer Spielverbotszone verboten ist. 

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln? Immer her damit an: fragen@golf-rules.com

 

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Diese Pfosten sehen ja fast aus wie die Waffen von Game of Thrones. Heftig!

Und die Spielverbotszone zu betreten ist auch sehr kritisch, je nach dem wie die MPR dazu aussieht. Aber grundsätzlich darf ich diese betreten, wenn es keine entsprechende MPR gibt. Ist das richtig?

1 Monat her

Golf Rules

Vor ein paar Tagen ging das Video um die Welt, in dem Zach Johnson bei den Masters 2019 seinen Ball bei einem Probeschwung versehentlich vom Tee schubste.

Wir wurden gefragt, was eigentlich ist, wenn er den Ball dann ganz einfach gespielt hätte, denn spielen wie er liegt ginge ja (fast) immer.

Wenn der Ball aufgeteet ist, ist er noch nicht im Spiel, das ist er erst mit dem Schlag (vgl. R6.2b (5), R10.1a). Da er nur vom Tee "geschubst" wurde als die Spielerin ihn ansprach (oder wie bei Johnson beim Probeschwung versehentlich berührt wurde), ist er eben noch nicht im Spiel. Der erste Schlag nach dem Ball im Sinne der Golfregeln erfolgte dann von außerhalb des Abschlags, da er vor den Abschlagsmarkierungen lag, als er gespielt wurde (vgl. R6.2b (5)).

Welche Folgen das nach sich zieht kommt auf die Spielform, Lochspiel oder Zählspiel, an:

Im Lochspiel ist das straflos, der Gegner kann den Schlag aber für ungültig erklären, R6.1b (1).

Im Zählspiel gilt R6.1b (2), der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt:

· Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel.

· Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.

· Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

Also: "Spielen wie er liegt" geht eben doch nicht immer...
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Ball vom Tee geschubst - und gespielt...

 

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Was wäre wenn der Ball nach dem Schubs innerhalb der Markierung liegt und der Spieler schlägt? Das gilt als Schlag und der Ball ist im Spiel. Korrekt? Aufteen muss er nicht und "ehrlich nach dem Ball schlagen" kann er auch ohne es vorher anzukündigen.

Björn Becker

Da passt doch eine Frage dazu, die sich unlängst während eines Turniers ergab - ein Zählspiel mit Stableford-Vorgabe: Der beim Abschlag gespielte Ball landet nicht da, wo er soll (auf dem Fairway), sondern kollidiert im Flug mit einem Baumstamm. Mit der Folge, dass die Flugbahn des Balls umgekehrt wird, der Ball wieder auf dem Abschlag landet und ein paar Meter hinter der Spielerin rechts neben der gemähten Abschlagfläche zur Ruhe kommt. Die Spielerin nahm den Ball auf, teete ihn erneut auf und wiederholte ihren Abschlag - wobei sie den ersten Abschlag zzgl eines Strafschlags zählte (also den zweiten Abschlag als dritten Schlag zählte). War ihr Vorgehen korrekt - sprich eine erlaubte Möglichkeit, ihr Spiel fortzusetzen? Oder hätte sie den Ball von dem Punkt spielen müssen, wo er zur Ruhe gekommen war (und problemlos spielbar gewesen wäre)?

1 Monat her

Golf Rules

"Bin ich schon drin oder was?" fragte unser BundesBoris vor vielen Jahren in einer Werbung - und diese Frage ist immer noch aktuell: Hier im Video fragt das Agnes, die auf dem 9ten Loch des WINSTONlinks mit Wind und einem schlagenden Flaggenstock zu kämpfen hatte.

Also, eingelocht?

Ja, denn R13.2c sagt uns:

"Kommt der Ball eines Spielers am Flaggenstock, der sich im Loch befindet, zur Ruhe,

· wird der Ball als eingelocht angesehen, wenn er sich teilweise unterhalb der Oberfläche des Grüns im Loch befindet, auch wenn sich der Ball nicht vollständig unterhalb der Grünoberfläche befindet.

· Befindet sich der Ball nicht teilweise unterhalb der Grünoberfläche im Loch,

Ø ist der Ball nicht eingelocht und muss gespielt werden, wie er liegt.

Ø Wird der Flaggenstock entfernt und der Ball bewegt sich (gleich, ob er ins Loch fällt oder sich vom Loch entfernt), ist dies straflos und der Ball muss an den Lochrand zurückgelegt werden (siehe Regel 14.2)."

Also, der Ball befindet sich teilweise unterhalb der Lochkante und ruht am Flaggenstock, daher gilt er als eingelocht.

Fazit: DRIN!
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Eingelocht?

 

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Da passiert genau das welches die Lochkante beschädigt Ich beobachte das schon bei uns im Club , da wir fast immer Wind haben gibt es diese Situation öfter 😢 Hat jetzt jetzt nichts mit der neuen Regel zu tun , sorry

Frage: Wenn Agnes den Flaggenstock bewegt hätte und der Ball ins Loch fällt ist er NICHT eingelocht? Falls Ja: Woraus ergibt sich das?

...das sollte eigentlich jeder Golfspieler wissen...

2 Monate her

Golf Rules

Das Ziel jedes Lochs ist das Loch, was nach der Definition in den Golfregeln einen Durchmesser von 108 mm (4,25 Inch) haben und mindestens 101,6 mm (4 Inch) tief sein muss.

Der Greenkeeper, der die Löcher sticht, sollte darauf achten, dass die Golfregeln eingehalten werden, insbesondere, dass der Locheinsatz in seinem äußeren Durchmesser nicht mehr als 10,8 cm misst und dass der Einsatz nach Möglichkeit mindestens 2,5 cm unter die Grünoberfläche eingelassen wird (es sei denn, die Bodenbeschaffenheit macht einen kleineren Abstand zur Oberfläche erforderlich).

Unzulässig sind sog. „Lochringe“ (dünne Kunststoffringe, die über dem eigentlichen Einsatz den Rand schonen sollen), da bei Verwendung dieser Teile das Loch nicht mehr der Erklärung „Loch“ in den Golfregeln entspricht. Unter Verwendung dieser Ringe gespielte Wettspiele sind nicht vorgabenwirksam (weder die Unterspielungen
noch die Überspielungen). (tk)
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Das Ziel jedes Lochs ist das Loch, was nach der Definition in den Golfregeln einen Durchmesser von 108 mm (4,25 Inch) haben und mindestens 101,6 mm (4 Inch) tief sein muss. 

Der Greenkeeper, der die Löcher sticht, sollte darauf achten, dass die Golfregeln eingehalten werden, insbesondere, dass der Locheinsatz in seinem äußeren Durchmesser nicht mehr als 10,8 cm misst und dass der Einsatz nach Möglichkeit mindestens 2,5 cm unter die Grünoberfläche eingelassen wird (es sei denn, die Bodenbeschaffenheit macht einen kleineren Abstand zur Oberfläche erforderlich).

Unzulässig sind sog. „Lochringe“ (dünne Kunststoffringe, die über dem eigentlichen Einsatz den Rand schonen sollen), da bei Verwendung dieser Teile das Loch nicht mehr der Erklärung „Loch“ in den Golfregeln entspricht. Unter Verwendung dieser Ringe gespielte Wettspiele sind nicht vorgabenwirksam (weder die Unterspielungen
noch die Überspielungen). (tk)

 

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Um den oberen Rand trotzdem weiß zu bekommen, gibt es eine Vorrichtung um es per Spraydose zu lackieren. Die neuen Golfregeln, insbesondere, das man die Fahne nicht mehr aus dem Loch nehmen muss beschleunigt die Zerstörung der Lochkanten sehr, hier wären solche Ringe durchaus sinnvoll. Ich beobachte seit ca. einem Monat, das die Ränder viel schneller "ranzig" werden.

Da würden mir auf Anhieb einige Clubs einfallen, deren Turniere damit hinfällig wären.

Aha 🙂

2 Monate her

Golf Rules

Hat zwar nicht direkt etwas mit Golfregeln zu tun, aber wir behalten das mal für Euch "im Auge"...

The R&A
The countdown to the World Handicap System is on! The R&A and United States Golf Association - USGA are starting to release materials, including an animated series of videos, to get associations, clubs and players ready for implementation from 2020. po.st/WHSLaunch
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The R&A

 

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Damit sind die deutschen Funktionäre in Wiesbaden übrigens nicht einverstanden. Sie möchten an einem bewährten Lizenzmodel festhalten, damit z. B. ein Club nicht einfach nach Indien abwandert.

2 Monate her

Golf Rules

Slow Play - mit Edoardo Molinari hat sich ein Tourspieler einmal "Luft" gemacht und sich über die 5:30h-Runden auf der Tour beklagt. Nach entsprechenden Rückmeldungen hat Molinari dann noch einmal in einem Extra-Tweet auf seinem Twitter-Account (twitter.com/DodoMolinari) die "offizielle" Liste der Tour veröffentlicht, aus der entnommen werden kann, wie oft welcher Spieler "auf die Uhr" genommen bzw. dann auch offiziell ermahnt wurde.

Doch was sagen die Golfregeln zu diesem Thema? Regel 5.6 "Unangemessene Verzögerung; zügiges Spiel" befasst sich mit dieser Thematik und gibt der Spielleitung verschiedene Möglichkeiten für das Eingreifen. Unabhängig davon gibt es aber auch Hinweise, wie

(1) Empfehlungen zum Spieltempo. Die Spieler sollen ihre Runde zügig spielen, einschließlich der Zeit, die sie benötigen
- jeden Schlag vorzubereiten und auszuführen,
- für den Weg zwischen den Schlägen und
- für den Weg nach Beendigung des Lochs zum nächsten Abschlag.
Ein Spieler sollte sich im Voraus auf seinen nächsten Schlag vorbereiten und spielbereit sein, wenn er an der Reihe ist.
Wenn der Spieler an der Reihe ist, zu spielen
- wird empfohlen, dass er innerhalb von 40 Sekunden schlägt, nachdem er in der Lage ist (oder sein sollte), ohne Störung oder Ablenkung zu spielen und
- dabei sollte es für ihn gewöhnlich möglich sein, noch schneller zu spielen, wozu er hiermit ermutigt wird.

(2) Außerhalb der Reihenfolge spielen, um Zeit zu sparen. Abhängig
von der jeweiligen Spielform gibt es Situationen, in denen Spieler außerhalb der Reihenfolge spielen dürfen, um den Spielfluss zu beschleunigen.
- Im Lochspiel dürfen Spieler übereinkommen, dass einer von Ihnen außerhalb der Reihenfolge spielt, um Zeit zu sparen (siehe Regel 6.4a).
- Im Zählspiel dürfen Spieler auf sichere und verantwortungsvolle Weise „Ready Golf“ spielen (siehe Regel 6.4b Ausnahme).

(3) Richtlinien der Spielleitung für zügiges Spiel. Um schnelles Spiel zu
fördern und durchzusetzen, sollte die Spielleitung eine Platzregel mit Richtlinien für die Spielgeschwindigkeit erlassen.
Diese Richtlinie kann eine Höchstspielzeit für eine Runde, ein Loch, eine Reihe von Löchern oder für einen Schlag festlegen. Sie kann auch Strafen für einen Verstoß gegen diese Richtlinie festsetzen.

Weitere Informationen hierzu findet man auch im "Offiziellen Handbuch", Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 5G (Empfehlungen zum Inhalt der Richtlinien für die Spielgeschwindigkeit) oder in den Musterplatzregeln 8K (Richtlinien zur Spielgeschwindigkeit)... (tk)
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Slow Play - mit Edoardo Molinari hat sich ein Tourspieler einmal Luft gemacht und sich über die 5:30h-Runden auf der Tour beklagt. Nach entsprechenden Rückmeldungen hat Molinari dann noch einmal in einem Extra-Tweet auf seinem Twitter-Account (https://twitter.com/DodoMolinari) die offizielle Liste der Tour veröffentlicht, aus der entnommen werden kann, wie oft welcher Spieler auf die Uhr genommen bzw. dann auch offiziell ermahnt wurde.

Doch was sagen die Golfregeln zu diesem Thema? Regel 5.6 Unangemessene Verzögerung; zügiges Spiel befasst sich mit dieser Thematik und gibt der Spielleitung verschiedene Möglichkeiten für das Eingreifen. Unabhängig davon gibt es aber auch Hinweise, wie 

(1) Empfehlungen zum Spieltempo. Die Spieler sollen ihre Runde zügig spielen, einschließlich der Zeit, die sie benötigen
- jeden Schlag vorzubereiten und auszuführen,
- für den Weg zwischen den Schlägen und
- für den Weg nach Beendigung des Lochs zum nächsten Abschlag.
Ein Spieler sollte sich im Voraus auf seinen nächsten Schlag vorbereiten und spielbereit sein, wenn er an der Reihe ist.
Wenn der Spieler an der Reihe ist, zu spielen
- wird empfohlen, dass er innerhalb von 40 Sekunden schlägt, nachdem er in der Lage ist (oder sein sollte), ohne Störung oder Ablenkung zu spielen und
- dabei sollte es für ihn gewöhnlich möglich sein, noch schneller zu spielen, wozu er hiermit ermutigt wird.   

(2) Außerhalb der Reihenfolge spielen, um Zeit zu sparen. Abhängig
von der jeweiligen Spielform gibt es Situationen, in denen Spieler außerhalb der Reihenfolge spielen dürfen, um den Spielfluss zu beschleunigen.
- Im Lochspiel dürfen Spieler übereinkommen, dass einer von Ihnen außerhalb der Reihenfolge spielt, um Zeit zu sparen (siehe Regel 6.4a).
- Im Zählspiel dürfen Spieler auf sichere und verantwortungsvolle Weise „Ready Golf“ spielen (siehe Regel 6.4b Ausnahme).

(3) Richtlinien der Spielleitung für zügiges Spiel. Um schnelles Spiel zu
fördern und durchzusetzen, sollte die Spielleitung eine Platzregel mit Richtlinien für die Spielgeschwindigkeit erlassen.
Diese Richtlinie kann eine Höchstspielzeit für eine Runde, ein Loch, eine Reihe von Löchern oder für einen Schlag festlegen. Sie kann auch Strafen für einen Verstoß gegen diese Richtlinie festsetzen.

Weitere Informationen hierzu findet man auch im Offiziellen Handbuch, Leitlinien für die Spielleitung, Abschnitt 5G (Empfehlungen zum Inhalt der Richtlinien für die Spielgeschwindigkeit) oder in den Musterplatzregeln 8K (Richtlinien zur Spielgeschwindigkeit)... (tk)

 

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Selbst Amateure sind schneller als Profis, obwohl verschlagene Bälle mit 2-3 Minuten Zeit gesucht werden. Bei Profis, auch bei Ranglistenturnieren, stehen Referees oder Volunteers an der Bahn und markieren die Bälle im Rough. Suchen müssen die nicht! Im übrigen habe ich festgestellt, dass Spieler mit niedrigem HCP gern mal ihre Kugel weit ins Rough, auch gerne mal auf die angrenzenden Fairways schlagen. Suchen und zurückspielen kostet dann Zeit. Spieler mit höherem HCP spielen nicht mit letztem Risiko, brauchen mehr Schläge, bleiben aber häufiger auf der Bahn. Profis und welche die sich so sehen, verbringen viel Zeit auf dem Grün. Ins Loch spielen sie auch nicht viel besser als Amateure. Also was soll es, Einzelspieler schaffen 9 Loch in 1 1/4 Std., 3-4 Spieler, auch meine alte Herrengruppe, generell unter 2 Std.. Also liebe Golffreunde mit niedrigem HCP, hört auf euch über Flights vor euch zu beschweren. Ich habe auch etliche Male auf der Bank gewartet, bis ihr mal mit Suchen und Einlochen fertig ward, ohne den ersten Schlag über 200m auf die Bahn zu schlagen. Schönes Spiel weiterhin, vor allen Dingen entspannt und mit Rücksicht!

Moin. Sehr interessant ist auch das Handbuch Spielgeschwindigkeit des DGV, das sich sehr ausführlich mit diesem Thema befasst. Kann man als PDF runterladen.

Leider ist das die Realität, nicht nur bei der Profi Tour. Bei der Rangliste am Wochenende des GVNB spielten die Golfer 4.50 std und damit war man noch zufrieden seitens der Spielleitung. Keine Gruppe war das gesamte Wochenende auf der Uhr, obwohl große Lücken vorhanden waren. Ich will damit sagen die Verantwortlichen brauchen Mut und Rückendeckung gegen langsames spiel vorzugehen. Tun sie das wird sich die spielgeschwindigkeit schnell und spürbar verbessern.

Es gibt Auswüchse wie Bryson DeChambeau, der zur Schlagvorbereitung z. B. einmal 2,5 min gebraucht hat. 40 Sekunden ist grosszügig. Eine übliche Zeit am Tee sind 20-25 Sekunden. Speedgolfer brauchen inkl. Aufteen 8 sek., vom Boden 2 sek. Am wenigsten halte ich von der Bestimmung "mehr als ein Loch vor der Gruppe frei". Wenn davor eine Gruppe sehr schnell spielt, ein Spieler wegen eines schlechten Tages öfters aufhebt, oder ein Spieler die Gruppe verlässt, kann die nachfolgende Gruppe nichts für entstehende Lücke. Das sollte immer in Kombination mit einer Durchgangszeit gesehen werden, und dann von der Spielleitung die langsamen Spieler beobachtet, gegebenenfalls verwarnt und eskaliert werden.

Ja, aber das sind Profis, und nur zu 2t, maximal mal zu 3t. Plus Caddy, der sich um alles andere kümmert. Trotzdem (oder gerade deswegen) nehmt denen das Birdiebook weg. Wenn „wir“ Amateure am Ende der Skala sooooo lang bräuchten –, wir würden mit Schmipf und Schande vom Platz gejagt.

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2 Monate her

Golf Rules

Hochspannungsmasten und -leitungen gibt es auf einigen Golfplätzen. Was aber passiert, wenn ein Ball einen Masten / Leitung trifft und abgelenkt wird?

Um Klarheit über das Vorgehen zu bekommen, sollte zu diesem Zweck die Musterplatzregel E-11 "Ball durch Stromleitung abgelenkt" in Kraft gesetzt werden. Die Spielleitung darf festlegen, dass, wenn ein Ball die Stromleitung trifft (und Masten Halteseile oder Pfähle, die die Stromleitung stützen), der Schlag nicht zählt und der Spieler den Schlag erneut spielen muss.

„Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball eines Spielers eine Stromleitung [oder Mast, oder Halteseil oder Stützpfahl] während des Spiels von Loch [Lochnummer eingeben] getroffen hat, zählt der Schlag nicht. Der Spieler muss einen Ball straflos von der Stelle des vorherigen Schlags spielen (siehe Regel 14.6 zum Verfahren).

Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Diese Platzregel sollte üblicherweise nicht für Stromleitungen gelten, die das Spiel eines Lochs nicht behindern oder die im Aus sind. Eine Platzregel, die dem Spieler eine Wahl lässt, den Schlag zu wiederholen, wenn sein Ball eine Stromleitung trifft, sollte nicht eingeführt werden. (tk)
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Hochspannungsmasten und -leitungen gibt es auf einigen Golfplätzen. Was aber passiert, wenn ein Ball einen Masten / Leitung trifft und abgelenkt wird?

Um Klarheit über das Vorgehen zu bekommen, sollte zu diesem Zweck die Musterplatzregel E-11 Ball durch Stromleitung abgelenkt in Kraft gesetzt werden. Die Spielleitung darf festlegen, dass, wenn ein Ball die Stromleitung trifft (und Masten Halteseile oder Pfähle, die die Stromleitung stützen), der Schlag nicht zählt und der Spieler den Schlag erneut spielen muss. 

„Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass der Ball eines Spielers eine Stromleitung [oder Mast, oder Halteseil oder Stützpfahl] während des Spiels von Loch [Lochnummer eingeben] getroffen hat, zählt der Schlag nicht. Der Spieler muss einen Ball straflos von der Stelle des vorherigen Schlags spielen (siehe Regel 14.6 zum Verfahren).

Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“ 

Diese Platzregel sollte üblicherweise nicht für Stromleitungen gelten, die das Spiel eines Lochs nicht behindern oder die im Aus sind. Eine Platzregel, die dem Spieler eine Wahl lässt, den Schlag zu wiederholen, wenn sein Ball eine Stromleitung trifft, sollte nicht eingeführt werden. (tk)

 

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Wir haben noch einen Hinweis von einem aufmerksamen Leser bekommen, den wir gerne noch ergänzen möchten: "Zu eurer Regelunterweisungsapp mit Thema Stromleitung und deren Masten wäre vielleicht der Hinweis hilfreich (damit ihr nicht falsch zitiert werdet), dass die Platzregeln/die Hardcard des DGV die Strommasten aus dem Erleichterungsverfahren ausgeschlossen hat und nur das Treffen der Leitungen Erleichterung erlaubt bzw vorschreibt. Hier unterscheiden sich die Verbandsregeln NRW und DGV. "

Ist genauso richtig im GC op de Niep geregelt 👍

Nahetal 😉 sehr schöner Platz

Moritz Gerlach

2 Monate her

Golf Rules

Die Deutschen Lochspielmeisterschaften im Frankfurter GC neigen sich dem Ende - die sehr selten gespielte Spielform hat Ihren Reiz aber auch einige Besonderheiten. So z.B. bzgl. der Spielfolge...

Im Zählspiel ist Spielen außer der Reihe straflos und Spieler haben das Recht und werden ermutigt „Ready Golf“, das heißt in sicherer und verantwortungsbewusster Weise auch außer der Reihe zu spielen.

Im Lochspiel ist die Spielfolge sehr wichtig. Wenn der Spieler außer der Reihe spielt, hat der Gegner das Recht, diesen Schlag für ungültig zu erklären und den Spieler noch einmal spielen zu lassen.

Aber man darf im Lochspiel auch miteinander sprechen. Denn um Zeit zu sparen, darf ein Spieler den Gegner bitten oder der Bitte des Gegners zustimmen, außer der Reihe zu spielen. Schlägt der Gegner dann außer der Reihe, hat der Spieler auf sein Recht verzichtet, diesen Schlag für ungültig zu erklären. (tk)
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Die Deutschen Lochspielmeisterschaften im Frankfurter GC neigen sich dem Ende - die sehr selten gespielte Spielform hat Ihren Reiz aber auch einige Besonderheiten. So z.B. bzgl. der Spielfolge...

Im Zählspiel ist Spielen außer der Reihe straflos und Spieler haben das Recht und werden ermutigt „Ready Golf“, das heißt in sicherer und verantwortungsbewusster Weise auch außer der Reihe zu spielen.

Im Lochspiel ist die Spielfolge sehr wichtig. Wenn der Spieler außer der Reihe spielt, hat der Gegner das Recht, diesen Schlag für ungültig zu erklären und den Spieler noch einmal spielen zu lassen.

Aber man darf im Lochspiel auch miteinander sprechen. Denn um Zeit zu sparen, darf ein Spieler den Gegner bitten oder der Bitte des Gegners zustimmen, außer der Reihe zu spielen. Schlägt der Gegner dann außer der Reihe, hat der Spieler auf sein Recht verzichtet, diesen Schlag für ungültig zu erklären. (tk)

 

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Das Wiederholen aufgrund des Spielens außerhalb der Reihe bleibt dabei aber straffrei?

2 Monate her

Golf Rules

Nasses Geläuf, hoher Ballflug - schon ist der Ball eingebettet im eigenen Einschlagloch. Das Video zeigt, wie dann vorgegangen werden darf. ... MehrWeniger

Video image

 

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Danke genau das hatte ich gestern😊👌

2 Monate her

Golf Rules

Ready Golf beschäftigt ja allerorten die Spieler und auch die Regeloffiziellen. So tauchte eine Frage in einem US-Forum auf:

"Wenn zwei Spieler übereinkommen, nicht Ready Golf spielen zu wollen - sind sie dann nach R1.3b(1) disqualifiziert?"

Dazu muss man wissen, dass R1.3b(1) vorsieht, dass, wenn zwei oder mehr Spieler vereinbaren absichtlich, eine ihnen bekannte Regel oder eine Strafe außer Acht zu lassen und einer von ihnen hat die Runde begonnen, sie disqualifiziert sind.

"Ready Golf" meint das Spielen außerhalb der Spielfolge im Zählspiel, wenn ein Spieler zum Spiel bereit ist, niemanden gefährdet und der Spieler, der eigentlich an der Reihe ist, noch nicht bereit ist zu spielen und ist in R6.4b (2) normiert.

Hier wird es dann etwas kniffelig, da Spielern das Spielen außer der Reihe erlaubt ist und sie ermutigt werden, so vorzugehen. Grundsätzlich gilt aber R6.4b (1), die sagt, der Spieler ist an der Reihe, dessen Ball am weitesten vom Loch entfernt ist oder auf dem Abschlag, wer die wenigsten Schläge am vorherigen Loch hatte.

Von daher ist "Ready Golf" eine Empfehlung, an die man sich halten kann aber nicht muss, was R6.4b (2) auch ausdrücklich so wiedergibt. Eine Absprache "Ready Golf" nicht anzuwenden führt daher auch nicht zur Disqualifikation...
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Ready Golf beschäftigt ja allerorten die Spieler und auch die Regeloffiziellen. So tauchte eine Frage in einem US-Forum auf:

Wenn zwei Spieler übereinkommen, nicht Ready Golf spielen zu wollen - sind sie dann nach R1.3b(1) disqualifiziert?

Dazu muss man wissen, dass R1.3b(1) vorsieht, dass, wenn zwei oder mehr Spieler vereinbaren absichtlich, eine ihnen bekannte Regel oder eine Strafe außer Acht zu lassen und einer von ihnen hat die Runde begonnen, sie disqualifiziert sind.

Ready Golf meint das Spielen außerhalb der Spielfolge im Zählspiel, wenn ein Spieler zum Spiel bereit ist, niemanden gefährdet und der Spieler, der eigentlich an der Reihe ist, noch nicht bereit ist zu spielen und ist in R6.4b (2) normiert.

Hier wird es dann etwas kniffelig, da Spielern das Spielen außer der Reihe erlaubt ist und sie ermutigt werden, so vorzugehen. Grundsätzlich gilt aber R6.4b (1), die sagt, der Spieler ist an der Reihe, dessen Ball am weitesten vom Loch entfernt ist oder auf dem Abschlag, wer die wenigsten Schläge am vorherigen Loch hatte. 

Von daher ist Ready Golf eine Empfehlung, an die man sich halten kann aber nicht muss, was R6.4b (2) auch ausdrücklich so wiedergibt. Eine Absprache Ready Golf nicht anzuwenden führt daher auch nicht zur Disqualifikation...

 

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Ready Golf macht Sinn, ich orte aber höheren Kommunikationsbedarf. Du? Ich? Soll ich?

👍

2 Monate her

Golf Rules

Schlechtes Spiel wird oft schon durch die Balllage bestraft - in diesem Fall kommt noch ein Strafschlag für die Durchführung des Erleichterungsverfahrens dazu.

Hier zeigen wir, wie Ihr mit einem unspielbaren Ball vorgeht und welche Optionen sich bieten.

Und dass das nicht immer weiterhilft, wie ihr am Ende seht - Genießt es!Schlechtes Spiel wird oft schon durch die Balllage bestraft - in diesem Fall kommt noch ein Strafschlag für die Durchführung des Erleichterungsverfahrens daz...
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Herrlich! Genau solche Clips machen euch so sympathisch. Weiter so!

Super erklärt und was dazu gelernt 👍

Warum Ball unspielbar? Ball liegt doch in der Penalty area...!

Herrliche Kabarettnummer: Lady, Ball verschusselt, zu knapp an den Bäumen gedropped, in hoher Lage und Ästen im Weg mit einem Holz schlagen (statt Chip-Hook). Prost!

Klasse

🤣😂Herrlich...Golf ist manchmal einfach zum...😜

Herrlich, wie einfach alles schief geht. Aber toll erklärt😂😂😂

Golf live , sehr schön beschrieben 👍🏻

😂😂😂schöner Anschluss. Gut gemacht. Danke

Astrein 😁

😂😂👍🏻

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2 Monate her

Golf Rules

Und wieder einmal möchte wir Euer Augenmerk auf die Musterplatzregeln in den Committee Procedures richten - wie verhält es sich zum Beispiel mit Kot von Tieren auf dem Golfplatz?

Um den Umgang mit dieser "Behinderung" klar zu regeln, sollte die Spielleitung folgende Musterplatzregel in die Platzregeln aufnehmen - entweder dauerhaft oder besser temporär, sofern die Beeinträchtigung gegeben ist.

Musterplatzregel F-12
„Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe nach Regel 8.1a an.]
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“ (tk)
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Und wieder einmal möchte wir Euer Augenmerk auf die Musterplatzregeln in den Committee Procedures richten - wie verhält es sich zum Beispiel mit Kot von Tieren auf dem Golfplatz?

Um den Umgang mit dieser Behinderung klar zu regeln, sollte die Spielleitung folgende Musterplatzregel in die Platzregeln aufnehmen - entweder dauerhaft oder besser temporär, sofern die Beeinträchtigung gegeben ist.

Musterplatzregel F-12
„Nach Wahl des Spielers darf Kot von [Kot beschreiben, von dem Erleichterung zulässig ist, zum Beispiel Gänsekot, Hundekot] behandelt werden als
• ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf, oder
• Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.
[Kommt der Kot auf dem Grün vor, darf der Spieler auch eine neben dem Grün liegende Grünrute oder Peitsche verwenden, um den Kot von der Spiellinie zu entfernen. Verbessern sich dadurch die Spiellinie oder andere Bedingungen, die den Schlag beeinflussen, fällt keine Strafe nach Regel 8.1a an.]
Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“ (tk)

 

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Martin Thüning ???

2 Monate her

Golf Rules

Mit Einführung der neuen Regeln ist in der Penalty Area, wie (nicht nur) Wasserhindernisse jetzt heißen ein wenig Spielraum dazugekommen.

Innerhalb der Penalty Area darf ich zur Schlagvorbereitung jetzt verfahren wie im Gelände, sprich, den Schläger aufsetzen, Probeschwünge mit Bodenberührung durchführen und lose hinderliche Naturstoffe entfernen - das macht die Bergablage im Video etwas erträglicher...Mit Einführung der neuen Regeln ist in der Penalty Area, wie (nicht nur) Wasserhindernisse jetzt heißen ein wenig Spielraum dazugekommen. Innerhalb der Penal...
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Wir haben eben einfach die schönsten Penalty-Areas. 😉 #gco

2 Monate her

Golf Rules

Und wo wir vorgestern beim Thema "Fauna auf dem Golfplatz" waren - aktuell gibt es auf unserem Platz verstärktes Auftreten einer bestimmten Wespenart an den Kanten der Sandbunker.

Ob beim Spielen des Balls aus einem solchen Bereich die Anwendung von Regel R16.2a „Gefährdung durch Tiere“ in Anspruch genommen werden kann, muss situativ bewertet werden. Denn die Regel sieht vor, dass sich der Spieler ernsthaft verletzen könnte, wenn er den Ball spielen müsste, wie er liegt. Als Beispiel werden gefährliche Tiere wie Giftschlange, stechende Biene, Alligator, Feuerameise oder Bär genannt.

In diesem Fall darf der Spieler bei Gefährdung durch Tiere straflos nach R16.2b in Anspruch nehmen, wobei der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung den nächstgelegenen Punkt (nicht näher zum Loch), an der keine Gefährdung durch gefährliche Tiere besteht. (tk)
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R16.2

 

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Vielleicht dazu ein wenig Biologie/Zoologie da meine Tochter das studiert hat: Gerade jetzt treten auf Golfplätzen wieder vermehrt Sandbienen auf da derzeit der Drohnenflug ist. Ich sehe sogar manche Plätze deshalb Löcher oder Greens sperren. Sandbienen bilden keinen Staat und sind völlig ungefährlich und scheu. Die meisten die man nahe dem Boden herumfliegen sieht (oft zu hunderten) sind Drohnen ohne Stachel die auf Brautschau sind. In 2-3 Wochen ist der Spuk wieder vorbei. Gestochen ist von der Sandbiene noch niemand worden da ihr Stachel zu schwach ist um durch die Haut zu dringen und sie greifen als Staatenlose niemanden an da sie nichts verteidigen müssen. Bitte lasst die Sandbienen in Ruhe. Sie tun euch nichts und stehen unter Naturschutz. Macht einfach euer Spiel und lasst euch von ihnen nicht stören. Golfplätzen empfehle ich, ein Infoblatt an diese Stellen zu hängen, damit die Golfer nicht in Panik geraten.

Muss dieser Punkt dann im Bunker sein?

2 Monate her

Golf Rules

Schon über 3.600 "Gefällt mir" - Golf Rules wünscht Euch allen ein schönes, sonniges Osterfest... ... MehrWeniger

Schon über 3.600 Gefällt mir - Golf Rules wünscht Euch allen ein schönes, sonniges Osterfest...

2 Monate her

Golf Rules

Neben dem Können gehört auch manchmal Glück dazu. So wie hier Angel Yin auf der Ladies Tour, die Ihren Ball gezielt auf einen Ball einer Mitspielerin bouncen lässt, damit der Ball dann genüsslich im Loch verschwindet.

Und was sagen die Regeln dazu?

Yins Ball ist nach R11.1 zu behandeln - der bewegende Ball trifft versehentlich eine Person oder einen äußeren Einfluss. Es gibt keine Strafe für den Spieler (R11.1a) und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt (R11.1b). Da der Ball eingelocht ist - umso besser.

Für die Mitspielerin gilt R9.6 - der Ball wurde durch einen äußeren Einfluss aufgenommen oder bewegt. Dieses ist ebenfalls straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss).

Wir wünschen Euch ein schönes sonniges Osterfest auf irgendeinem Golfplatz dieser Welt und immer so viel Glück wie Angel Yin bei diesem Schlag... (tk)

Golf Channel
Wait what?! 🧐⤵️
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Golf Channel

2 Monate her

Golf Rules

Ameisenhaufen ist auch immer wieder ein Thema, welches zum Teil sehr kontrovers diskutiert wird.

Strenggenommen Ameisenhaufen erst einmal lose hinderliche Naturstoffe und dürfen nach Regel 15.1 entfernt werden. Sie sind keine Tierlöcher, von denen straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.

Die Regel in der neuen Version sehen sogar eine hierfür spezielle Musterplatzregel F-11 vor:
„Große oder harte Ameisenhaufen auf dem Platz sind nach Wahl des Spielers lose hinderliche Naturstoffe, die nach Regel 15.1 entfernt werden dürfen, oder Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist. Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Möchte man jedoch das Bauwerk schützen, so sollte man den Ameisenhaufen als "Boden in Ausbesserung" und zusätzlich als Spielverbotszone nach R2.4 definieren. Der Spieler bekommt somit eine straflose Erleichterung und wird zudem gezwungen den Bau der Ameisen zu schonen. (tk)
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Ameisenhaufen ist auch immer wieder ein Thema, welches zum Teil sehr kontrovers diskutiert wird. 

Strenggenommen Ameisenhaufen erst einmal lose hinderliche Naturstoffe und dürfen nach Regel 15.1 entfernt werden. Sie sind keine Tierlöcher, von denen straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist.

Die Regel in der neuen Version sehen sogar eine hierfür spezielle Musterplatzregel F-11 vor:
„Große oder harte Ameisenhaufen auf dem Platz sind nach Wahl des Spielers lose hinderliche Naturstoffe, die nach Regel 15.1 entfernt werden dürfen, oder Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist. Strafe für das Spielen eines Balls vom falschen Ort unter Verstoß gegen die Platzregel: Grundstrafe nach Regel 14.7a.“

Möchte man jedoch das Bauwerk schützen, so sollte man den Ameisenhaufen als Boden in Ausbesserung und zusätzlich als Spielverbotszone nach R2.4 definieren. Der Spieler bekommt somit eine straflose Erleichterung und wird zudem gezwungen den Bau der Ameisen zu schonen. (tk)

 

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Wir beziehen uns in unserem Beitrag auf die Punkte, die in den Golfregeln hierzu aufgeführt werden. Darüber hinausgehende Verpflichtungen / Gesetze sind in den vielen Ländern unterschiedlich und können durchaus auch zu weitergehenden Einschränkungen führen (Naturschutz, Brandschutz in Forstgebieten, ...)...

Add.: Kann ich die 2.4. pauschal als Spielverbotszonen (in der Platzregel) deklarieren, ohne die Standorte zu kennen? Das wäre sicher die beste Lösung, ansonsten müsste ich ja das ganze Gelände nach solchen Standorten durchforsten, was eher nicht möglich sein dürfte ...

Hier bedarf es nach m.E. einer Clarification. Es gibt in Deutschland nicht die Option, Ameisenhaufen zu entfernen. Das ist schlichtweg verboten und durch das Bundesnaturschutzgesetz sehr eindeutig geregelt. Daran ändert auch die Musterplatzregel nichts, es kann nicht Wahl des Spielers sein, einen Rechtsbruch zu begehen. Wir hatten das Thema ja schon einmal mit der Konklusion, der Spieler möge halt den Ball für unspielbar erklären, da 15.1. bussgeldbewährt ist und somit gar nicht angewendet werden darf. Nun meine Frage: Kann ich einen anderslautende Platzregel erlassen, die zur Erleicherung nach 16.1. verpflichtet? Dann wäre dem Naturschutz Genüge getan und der Spieler muss nicht abwägen? Alle Ameisen genießen als wild lebende Tierarten einen so genannten Mindestschutz. Dieser allgemeine Schutz ist im Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542 / FNA 791- 9) geregelt. „Kapitel 5. Schutz der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensstätten und Biotope Abschnitt 2. Allgemeiner Artenschutz § 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen.. (1) Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten, wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten, Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

Ralf Sültrop

sind Ameisenhaufen nicht generell geschützt und dürfen nicht „gestört“ werden ?

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2 Monate her

Golf Rules

Die Definition von "Boden in Ausbesserung" schließt folgende Dinge mit ein, auch wenn die Spielleitung sie nicht als solche definiert: Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist. Aber:
- Auf dem Platz zum Abtransport angehäuftes natürliches Material ist auch loser hinderlicher Naturstoff und
- auf dem Platz belassenes Material, das nicht zum Abtransport bestimmt ist, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, die Spielleitung hat es als solchen bestimmt.

Und wie ist es nun, wenn der Ball in folgender Lage zur Ruhe kommt und die aufgestapelten Baumstücke den Schwung behindern?

Im Zweifelsfall empfehlen wir hier einen zweiten Ball nach Regel R20.1c(3) zu spielen und den Sachverhalt anschließend von der Spielleitung klären zu lassen. (tk)
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Die Definition von Boden in Ausbesserung schließt folgende Dinge mit ein, auch wenn die Spielleitung sie nicht als solche definiert: Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist. Aber:
- Auf dem Platz zum Abtransport angehäuftes natürliches Material ist auch loser hinderlicher Naturstoff und
- auf dem Platz belassenes Material, das nicht zum Abtransport bestimmt ist, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, die Spielleitung hat es als solchen bestimmt.

Und wie ist es nun, wenn der Ball in folgender Lage zur Ruhe kommt und die aufgestapelten Baumstücke den Schwung behindern?

Im Zweifelsfall empfehlen wir hier einen zweiten Ball nach Regel R20.1c(3) zu spielen und den Sachverhalt anschließend von der Spielleitung klären zu lassen. (tk)

 

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Zum Thema Holzstapel: Aus meiner Sicht ist ein Holzstapel ein Hemnis. Also zumindest nichts natürliches...

Dürfte man, wenn man den Holzstapel hart getroffen hat, den Ball auf Beschädigung untersuchen? Ich habe einmal am ersten Abschlag mit einem dünnen Drive einen Holzstapel in ca. 30 m Entfernung getroffen. Am Grün habe ich dann bemerkt, dass der Ball eingekerbt ist und ich habe ihn ausgetauscht.

2 Monate her

Golf Rules

#darferdas? Ist es regelkonform, den Ball auf diese Art zu spielen?

Solange ehrlich nach dem Ball geschlagen wird, darf dabei jeder Teil des Schlägerkopfes benutzt werden, siehe Int10.1a/2. Also, ruhig auch einmal kreativ werden...
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Ehrlich nach dem Ball schlagen - R10.1a

 

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Wer es kann, der darf es auch 😃

Man darf ja auch z.B. mit der Rückseite eines Eisens spielen. Also denke ich es passt. Ist aber Meinung und kein Wissen! Und zu viel Meinung gepaart mit zu wenig Wissen ist bei Regelfragen keine gute Basis!

Ist zulässig 👍🏼 10.1a/2 ...any part of the clubhead may be used... und gem. 10.1 ehrlich nach dem Ball geschlagen (kurzer Kontakt zwischen Ball und Schläger ✅)

Ja

Klar!

Ich denke, das ist erlaubt.

Mike Weir hat auf diese schon mal aus dem Bunker geschlagen

Ich finde nichts was dagegen spricht 🤔

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2 Monate her

Golf Rules

Was ist denn mit den losen hinderlichen Naturstoffen, wenn der Ball anschließend in diesem Bereich gelegt bzw. gedroppt werden muss. Dürfen diese zuvor entfernt werden?

Schauen hier hierzu doch einmal in die heutige "Interpretation des Tages": I15.1a/3 – "Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe aus dem Erleichterungsbereich oder von der Stelle, an der Ball gedroppt, hingelegt oder zurückgelegt wird"

Ausnahme 1 zu Regel 15.1a verdeutlicht, dass der Spieler vor dem Zurücklegen eines Balls keinen losen hinderlichen Naturstoffe entfernen darf, der, wenn der lose hinderliche Naturstoff bewegt worden wäre, während der Ball noch in Ruhe war, wahrscheinlich verursacht hätte, dass der Ball sich bewegt. Der Grund ist, wenn der Ball in seiner ursprünglichen Position ist, riskiert der Spieler die Bewegung des Balls, wenn er den losen hinderlichen Naturstoff entfernt.

Muss der Ball jedoch gedroppt oder hingelegt werden, wird der Ball nicht an eine spezielle Stelle zurückgelegt und das Entfernen loser hinderliche Naturstoffe vor dem Droppen oder Legen eines Balls ist erlaubt.

Beispiel: Wendet ein Spieler Regel 14.3b an, wenn er den Ball in einem Erleichterungsbereich droppt, oder Regel 14.3c(2), wenn ein gedroppter Ball nicht in einem Erleichterungsbereich liegen bleibt und der Spieler nun einen Ball hinlegen muss, darf der Spieler losen hinderlichen Naturstoff aus dem Erleichterungsbereich entfernen, in den er einen Ball droppen muss. Ebenso darf der Spieler losen hinderlichen Naturstoff von der oder um die Stelle entfernen, an die er den Ball legen muss. (tk)
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Was ist denn mit den losen hinderlichen Naturstoffen, wenn der Ball anschließend in diesem Bereich gelegt bzw. gedroppt werden muss. Dürfen diese zuvor entfernt werden?

Schauen hier hierzu doch einmal in die heutige Interpretation des Tages: I15.1a/3 – Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe aus dem Erleichterungsbereich oder von der Stelle, an der Ball gedroppt, hingelegt oder zurückgelegt wird

Ausnahme 1 zu Regel 15.1a verdeutlicht, dass der Spieler vor dem Zurücklegen eines Balls keinen losen hinderlichen Naturstoffe entfernen darf, der, wenn der lose hinderliche Naturstoff bewegt worden wäre, während der Ball noch in Ruhe war, wahrscheinlich verursacht hätte, dass der Ball sich bewegt. Der Grund ist, wenn der Ball in seiner ursprünglichen Position ist, riskiert der Spieler die Bewegung des Balls, wenn er den losen hinderlichen Naturstoff entfernt.

Muss der Ball jedoch gedroppt oder hingelegt werden, wird der Ball nicht an eine spezielle Stelle zurückgelegt und das Entfernen loser hinderliche Naturstoffe vor dem Droppen oder Legen eines Balls ist erlaubt. 

Beispiel: Wendet ein Spieler Regel 14.3b an, wenn er den Ball in einem Erleichterungsbereich droppt, oder Regel 14.3c(2), wenn ein gedroppter Ball nicht in einem Erleichterungsbereich liegen bleibt und der Spieler nun einen Ball hinlegen muss, darf der Spieler losen hinderlichen Naturstoff aus dem Erleichterungsbereich entfernen, in den er einen Ball droppen muss. Ebenso darf der Spieler losen hinderlichen Naturstoff von der oder um die Stelle entfernen, an die er den Ball legen muss. (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Und wieder ein kleines Video, heute liegt der Ball an einer Harke neben dem Bunker. An und für sich keine schlechte Lage, wenn die Harke nicht wäre.

Doch die darf als bewegliches Hemmnis nach R15.2a einfach fortbewegt werden, bewegt sich der Ball dabei versehentlich ist dies straflos und der Ball muss an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln? Immer her damit - gern auch als Videofrage an: fragen@golf-rules.comEinmal nicht aufgepasst, schon liegt der Ball an einer Harke - und nun? Ganz einfach: Die Harke als bewegliches Hemmnis darf fortbewegt werden, R15.2a. Also,...
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2 Monate her

Golf Rules

Zach Johnson hatte beim Abschlag auf der 13 beim Masters etwas Pech. Der Probeschwung, zu dicht am Ball, traf diesen, der Ball flog gegen die Abschlagsmarkierung, prallte ab und kam auf dem Abschlag zur Ruhe. Oops!

Und was sagen die Regeln dazu?

Dazu müssen wir uns anschauen, was ein Schlag ist. Das ist nach der Definition "Schlag" nämlich:

"Die Vorwärtsbewegung des Schlägers um den Ball zu schlagen. Aber ein Schlag wurde nicht ausgeführt, wenn der Spieler

(...)

• versehentlich während eines Übungsschwungs oder in der Vorbereitung zum Schlag den Ball trifft.

(...)"

Da Johnson also keinen Schlag gemacht hat und der Ball noch nicht im Spiel (R6.2b (5)) war, kann er den Ball straflos wieder aufteen und das ganze noch einmal versuchen. Auf dem Platz wäre das nicht straflos gewesen, R9.4 - ihr seht, auch Profis haben manchmal Nervenflattern...
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Probeschwung

 

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nur beim Abschlag oder gilt das jetzt auch am gesamten Platz... straffrei wieder zurück legen?! Danke!

🤩🤩

Gabi - zeig das mal Vattern 😂🙈😎

2 Monate her

Golf Rules

Schöne Lage, in die sich McIllroy da bei den Masters gebracht hat - der Ball lag im Cart eines Referees. Und nun?

Also, der Status eines Carts ist ein wenig abhängig davon, ob jemand in der Nähe ist, der es bewegen kann. Ist jemand mit Schlüssel und Erlaubnis zu fahren vor Ort, ist es ein bewegliches, falls nicht ein unbewegliches Hemmnis.

Bei solch einem Turnier ist meist ersteres der Fall, der Referee wird nicht allzuweit entfernt gewesen sein.

Das richtige Vorgehen finden wir dann in R15, genauer R 15.2a (2):

"Erleichterung, wenn Ball auf dem Platz, aber außerhalb des Grüns, in oder auf einem beweglichen Hemmnis liegt.

Der Spieler darf straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):

· Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.

· Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:

· Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:

- Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und

- darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt."

Also: Ball aufnehmen, Cart wegfahren (lassen) und den Ball im Erleichterungsbereich unterhalb der Stelle droppen, an der er im Cart lag.

Ihr habt Fragen zu Situationen in Turnieren? Fragt uns!
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Schöne Lage, in die sich McIllroy da bei den Masters gebracht hat - der Ball lag im Cart eines Referees. Und nun?

Also, der Status eines Carts ist ein wenig abhängig davon, ob jemand in der Nähe ist, der es bewegen kann. Ist jemand mit Schlüssel und Erlaubnis zu fahren vor Ort, ist es ein bewegliches, falls nicht ein unbewegliches Hemmnis.

Bei solch einem Turnier ist meist ersteres der Fall, der Referee wird nicht allzuweit entfernt gewesen sein.

Das richtige Vorgehen finden wir dann in R15, genauer R 15.2a (2):

Erleichterung, wenn Ball auf dem Platz, aber außerhalb des Grüns, in oder auf einem beweglichen Hemmnis liegt. 

Der Spieler darf straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den Ball aufnimmt, das bewegliche Hemmnis entfernt und den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in diesem Erleichterungsbereich droppt (siehe Regel 14.3):

· Bezugspunkt ist die geschätzte Stelle unmittelbar unterhalb der Stelle, an der der Ball in oder auf dem beweglichen Hemmnis lag.

· Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt: eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:

· Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:

- Er muss im selben Bereich des Platzes liegen wie der Bezugspunkt und

- darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt.

Also: Ball aufnehmen, Cart wegfahren (lassen) und den Ball im Erleichterungsbereich unterhalb der Stelle droppen, an der er im Cart lag.

Ihr habt Fragen zu Situationen in Turnieren? Fragt uns!

 

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Philippe Kaiser Christian Köhler 😂😂😂😂

Christian Binder 😂😂

Fun Fact...die korrekte Regelauslegung ist seit 2019 folgende: der Ball gilt Dank Regel 123.b mit +1 Schlag als eingelocht, sofern alle Parteien damit einverstanden sind.

Jörn Großblotekamp immer ordentlich parken 😋

... hole in cart !

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2 Monate her

Golf Rules

Nach R13.2 ist es ja seit dem 01.01.2019 erlaubt, den Flaggenstock beim Putt vom Grün im Loch zu belassen. Nicht erlaubt ist nach wie vor, einen anderen Ball auf dem Grün zu treffen, wenn der eigene Ball vom Grün gespielt wurde, R11.1a.

Also, darf man den Ball ins Loch putten, wenn das noch "besetzt" ist?

Ja, denn ein Ball der im Loch ist ist nicht (mehr) auf dem Grün, er ist aus dem Spiel. Von daher besteht für den Spieler zwar das Risiko, dass der eigene Ball nicht mehr ins Loch passt, wenn es belegt ist, allein, verboten ist es nicht, Strafschläge fallen keine an.

Hättet Ihr es gewusst?
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Loch besetzt - #darferdas?

 

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Richtig: "Nicht erlaubt ist nach wie vor, einen anderen Ball auf dem Grün zu treffen, wenn der eigene Ball vom Grün gespielt wurde". Aber: Auf dem Grün darf ein Spieler nach einem Schlag einen ruhenden Ball aufnehmen, um zu verhindern, dass der Ball eines anderen Spielers diesen trifft (R.11.3)

2 Monate her

Golf Rules

Wenn man sich mit den Golfregeln beschäftigt, dann sieht man die Welt manchmal schon mit anderen Augen. 😉 So diese Woche, als uns im Netz eine Empfehlungen für eine Golf-App stutzig machte. Eigentlich eine coole Sache - aber ist den so eine Funktion "Topografie des Grüns und Empfehlung für die Spiellinie" überhaupt regelkonform?

Klare Aussage: nein.

Hintergrund ist, dass die R&A / USGA im März 2019 noch einmal eine Klarstellung herausgegeben hat, was ein sogenanntes "Grünbuch" beinhalten darf und was nicht (Ihr erinnert Euch vielleicht an den Vorfall von A.Cejka zu Beginn der Saison).

Darin heißt es (u.a.):
Der Spieler darf eine Karte oder andere Informationen über das Grün verwenden, mit der Ausnahme, dass
- jede Abbildung eines Grüns auf den Maßstab 1:480 (1 cm auf der Karte = 480 cm auf dem Grün) oder kleiner eingeschränkt ist (Höchstmaßstab);
- jedes Buch oder andere Schriftstück mit einer Karte oder einer Abbildung eines Grüns nicht größer ist als 10,8 × 17,8 cm (begrenzte Größe). Ein Blatt mit der grafischen Angabe von Lochpositionen, dass neun oder mehr Löcher auf einem einzelnen Blatt Papier zeigt, darf trotzdem größer sein, vorausgesetzt dass die Abbildung eines einzelnen Grüns den Maßstab einhält;
- keine Vergrößerung der Informationen über das Grün erlaubt ist, mit der Ausnahme, dass ein Spieler die üblichen aus medizinischen Gründen verordneten Brillen oder Linsen tragen darf;
- handschriftliche Zeichnungen oder Aufzeichnungen über ein Grün nur zulässig sind, wenn sie in einem Buch oder auf Papier bis hin zur begrenzten Größe enthalten sind und vom Spieler oder seinem Caddie verfasst wurden.

Und zu den elektronischen / digitalen Karten gibt es das entscheidende k.o.-Kriterium :

In elektronischer oder digitaler Form muss jede Abbildung eines Grüns den oben genannten Maßstab und die Größe einhalten. Auch wenn eine elektronische oder digitale Karte des Grüns die oben genannten Einschränkungen einhält, verstößt der Spieler dennoch gegen Regel 4.3,
wenn er ein Gerät derart verwendet, dass es der Absicht dieser Einschränkungen nicht entspricht, zum Beispiel durch
- Vergrößern der Anzeige des Grüns über den Höchstmaßstab oder die begrenzte Größe hinaus;
- Angeben einer empfohlenen Spiellinie auf Basis der Lage (oder geschätzten Lage) des Balls des Spielers (siehe Regel 4.3a(1)).

Insofern - eine Nutzung auf Privatrunden mag hilfreich sein, aber bitte lasst die App (oder diese spezielle Funktion) auf einer vorgabewirksamen Runde lieber "ohne Strom im Speicher" Eures Smartphones... (tk)
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Wenn man sich mit den Golfregeln beschäftigt, dann sieht man die Welt manchmal schon mit anderen Augen. ;-) So diese Woche, als uns im Netz eine Empfehlungen für eine Golf-App stutzig machte. Eigentlich eine coole Sache - aber ist den so eine Funktion Topografie des Grüns und Empfehlung für die Spiellinie überhaupt regelkonform?

Klare Aussage: nein.

Hintergrund ist, dass die R&A / USGA im März 2019 noch einmal eine Klarstellung herausgegeben hat, was ein sogenanntes Grünbuch beinhalten darf und was nicht (Ihr erinnert Euch vielleicht an den Vorfall von A.Cejka zu Beginn der Saison).

Darin heißt es (u.a.):
Der Spieler darf eine Karte oder andere Informationen über das Grün verwenden, mit der Ausnahme, dass
- jede Abbildung eines Grüns auf den Maßstab 1:480 (1 cm auf der Karte = 480 cm auf dem Grün) oder kleiner eingeschränkt ist (Höchstmaßstab);
- jedes Buch oder andere Schriftstück mit einer Karte oder einer Abbildung eines Grüns nicht größer ist als 10,8 × 17,8 cm (begrenzte Größe). Ein Blatt mit der grafischen Angabe von Lochpositionen, dass neun oder mehr Löcher auf einem einzelnen Blatt Papier zeigt, darf trotzdem größer sein, vorausgesetzt dass die Abbildung eines einzelnen Grüns den Maßstab einhält;
- keine Vergrößerung der Informationen über das Grün erlaubt ist, mit der Ausnahme, dass ein Spieler die üblichen aus medizinischen Gründen verordneten Brillen oder Linsen tragen darf;
- handschriftliche Zeichnungen oder Aufzeichnungen über ein Grün nur zulässig sind, wenn sie in einem Buch oder auf Papier bis hin zur begrenzten Größe enthalten sind und vom Spieler oder seinem Caddie verfasst wurden.

Und zu den elektronischen / digitalen Karten gibt es das entscheidende k.o.-Kriterium :

In elektronischer oder digitaler Form muss jede Abbildung eines Grüns den oben genannten Maßstab und die Größe einhalten. Auch wenn eine elektronische oder digitale Karte des Grüns die oben genannten Einschränkungen einhält, verstößt der Spieler dennoch gegen Regel 4.3,
wenn er ein Gerät derart verwendet, dass es der Absicht dieser Einschränkungen nicht entspricht, zum Beispiel durch
- Vergrößern der Anzeige des Grüns über den Höchstmaßstab oder die begrenzte Größe hinaus;
- Angeben einer empfohlenen Spiellinie auf Basis der Lage (oder geschätzten Lage) des Balls des Spielers (siehe Regel 4.3a(1)).

Insofern - eine Nutzung auf Privatrunden mag hilfreich sein, aber bitte lasst die App (oder diese spezielle Funktion) auf einer vorgabewirksamen Runde lieber ohne Strom im Speicher Eures Smartphones... (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Wir wissen nicht, ob Ihr schon in den neuen Clarification gestöbert habt - eine Sache ist uns aber direkt aufgefallen. Ggf. erinnert Ihr Euch an unsere Beiträge vom 05.03.2019 (Vijay Singh bei den Honda Classics) oder vom 18.03.2019 (Tiger Woods bei den Players), wo wir eine Option für das Erleichterungsverfahren "Auf der Linie zurück" (R17.1d(2)) beschrieben haben.

Diese Option ist nun durch die Clarification der R&A / USGA vom 09.04.2019 nun eher unwahrscheinlich geworden. Denn der Regeltext ist angepasst / erweitert worden - der Bezugspunkt muss jetzt nämlich AUßERHALB der Penalty Area liegen.

Insofern wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass die Golfregeln "leben" und man eigentlich immer bei der Stange bleiben muss. Aber keine Angst, wir helfen Euch dabei... (tk)
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Wir wissen nicht, ob Ihr schon in den neuen Clarification gestöbert habt - eine Sache ist uns aber direkt aufgefallen. Ggf. erinnert Ihr Euch an unsere Beiträge vom 05.03.2019 (Vijay Singh bei den Honda Classics) oder vom 18.03.2019 (Tiger Woods bei den Players), wo wir eine Option für das Erleichterungsverfahren Auf der Linie zurück (R17.1d(2)) beschrieben haben. 

Diese Option ist nun durch die Clarification der R&A / USGA vom 09.04.2019 nun eher unwahrscheinlich geworden. Denn der Regeltext ist angepasst / erweitert worden - der Bezugspunkt muss jetzt nämlich AUßERHALB der Penalty Area liegen.

Insofern wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass die Golfregeln leben und man eigentlich immer bei der Stange bleiben muss. Aber keine Angst, wir helfen Euch dabei... (tk)

 

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In der Skizze bleibt der Kreuzungspunkt aber unverändert und der Bezugspunkt rückt nur etwas auf der weißen Linie zurück? Die C. ändert das dann doch nur insoweit, dass der Kreuzungspunkt nicht der mögliche Bezugspunkt sein darf, da er die Penalty Area berührt?

Wo denn genau Außerhalb? Auf dem Radius (und wenn dann wo auf diesem) ??? Weil auf der Linie geht ja nicht. 🤔🤔🤔🤔

2 Monate her

Golf Rules

Wie ist mit einem eingebohrten Ball zu verfahren?

Gestern hatte Karin eine ähnliche Frage, hier im Video sieht man noch schön das Procedere. Nach dem Schlag aus dem Bunker ist der Ball in seinem eigenen Einschlagloch so tief eingebettet, dass der Spieler Probleme hat ihn zu finden.

Der herbeigerufene Referee erklärt dem Spieler dann, wie er den Erleichterungsbereich findet, in dem der Ball straflos gedroppt werden darf, nämlich innerhalb einer Schlägerlänge nicht näher zum Loch ausgehend vom Punkt unmittelbar hinter dem eingebohrten Ball als Bezugspunkt. Das ganze darf dann auch nicht im Bunker sein, denn der zählt nicht zum Gelände.

Bleibt der Ball nicht liegen ist nach R14.3 zu verfahren. Gar nicht so schwer, oder?
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Eingebohrter Ball

2 Monate her

Golf Rules

Karin hatte eine Frage an uns:

"Dann habe ich doch auch gleich eine Frage zum Thema "Embedded Ball".

Ich spielte meinen drive Richtung Bunker und er schlug mit voller Wucht in die hintere Bunkerwand ein. Er schaute noch mit einem Teil heraus aber war unmöglich dort zu spielen . Droppen wäre natürlich bei der senkrechten Wand auch nicht möglich gewesen.

Da es nur ein Freundschaftsspiel war.. schmiss ich meinen Ball einfach in den Sand und spielt ihn von da raus....gezählt wurde in dem Fall sowieso nicht... was aber wäre wenn dies ein Turnier gewesen wäre?"

Auf Nachfrage schickte sie uns die Skizze und konkretisierte:

"Der Ball schlug tief in die hintere, zum Grün gerichtete Wand ein, zwischen Holzpanelen, die die Rückwand wohl stützen.

Ich konnte mich nicht auf die senkrechte Eabd stellen, auch von aussen den Ball nicht erreichen, auch war er zu hoch, um im Bunker aus, ihn zu spielen.

Holzpanelen wären ja Grund für Erleichterung, und Ball war auch tief eingebettet.

Meine Mitspielerin sagt, ich soll im Bunker droppen. Ich zählte mir noch strafschlag dazu.
Aber hätte es aufgrund Einbettung ohne Penalty gehen können?"

Also:

Generell zählt die Bunkerwand mit den neuen Golfregeln nicht mehr zum Bunker – stattdessen ist diese nun Gelände. Insofern trifft die Vermutung zu, dass es straflose Erleichterung nach R16.3 gibt. Der Bezugspunkt muss dabei unmittelbar hintern dem Ball sein und der Erleichterungsbereich hat auch hier den Radius einer Schlägelänge. Das kann natürlich bei „unglücklicher“ Lage / Form der Bunkerwand / Fahnenposition dazu führen, dass es keinen Erleichterungsbereich gibt, der sich im Gelände befindet (eine Erleichterung im Bunker ist nämlich NICHT zulässig). Das ist dann „Pech“ – in diesem Fall gibt es keine Erleichterung und der Ball ist zu Spielen, wie dieser liegt, bzw. der Ball muss „unspielbar“ erklärt werden.

Dieses Thema ist in den „Clarifications“ aufgenommen – hier der Auszug:

Regel 16.3 b:
1. Spieler darf nicht immer Erleichterung für eingebetteten Ball in Anspruch nehmen:
Liegt der Ball eines Spielers eingebettet im Gelände, aber weder der Bezugspunkt noch irgendein Teil des Platzes innerhalb einer Schlägerlänge vom Bezugspunktes ist im Gelände, darf der Spieler keine straflose Erleichterung nach Regel 16.3 b in Anspruch nehmen.
Zum Beispiel gibt es keine straflose Erleichterung, wenn:
- ein Ball direkt an der Unterkante der Bunkerlippe, der Bunkerwand oder Bunkerkante oberhalb eines Bunkers eingebettet ist,
- der Punkt direkt hinter dem Ball im Bunker ist und
- innerhalb einer Schlägerlänge vom und nicht näher zum Loch als dieser Bezugspunkt kein Teil des Erleichterungsbereichs im Gelände ist.

Nachträgliche Ergänzung vom 15.04.2019:
Wir wurden jetzt zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass die Bunkerwand ja auch aus Holzpaneelen besteht (lieben Dank an Jürgen und Bernd für das aufmerksame Lesen und den entsprechenden Hinweis). Das hatten wir in der ersten Kommunikation mit Karin so nicht mitbekommen - sie hat aber in der Skizze ja noch einmal darauf hingewiesen und dieses sogar eingezeichnet.

Der Spielerin nicht ist es somit freigestellt, von welchem Umstand sie in welcher Reihenfolge Erleichterung in Anspruch nimmt. Wenn sie den Ball stecken lässt, kann sie von den Planken Erleichterung in Anspruch nehmen. Und bei den Planken ist der Bezugspunkt sehr wahrscheinlich ein ganz anderer als beim eingebetteten Ball. Die Planken können sogar als eine Ansammlung von Schwellen/ Bohlen in der Bunkerwand als Einheit betrachten werden, so dass der Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände neben dem Bunker liegen könnte (siehe hierzu auch I16.1/3 "Spieler darf Erleichterung von einem der beiden Umstände wählen, wenn Beeinträchtigung durch zwei Umstände vorliegt".
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Karin hatte eine Frage an uns:

Dann habe ich doch auch gleich eine Frage zum Thema Embedded Ball.
 
Ich spielte meinen drive Richtung Bunker und er schlug mit voller Wucht in die hintere Bunkerwand ein. Er schaute noch mit einem Teil heraus aber war unmöglich dort zu spielen . Droppen wäre natürlich bei der senkrechten Wand auch nicht möglich gewesen.
 
Da es nur ein Freundschaftsspiel war.. schmiss ich meinen Ball einfach in den Sand und spielt ihn von da raus....gezählt wurde in dem Fall sowieso nicht... was aber wäre wenn dies ein Turnier gewesen wäre?

Auf Nachfrage schickte sie uns die Skizze und konkretisierte:

Der Ball schlug tief in die hintere, zum Grün gerichtete Wand ein, zwischen Holzpanelen, die die Rückwand wohl stützen. 
 
Ich konnte mich nicht auf die senkrechte Eabd stellen, auch von aussen den Ball nicht erreichen, auch war er zu hoch, um im Bunker aus, ihn zu spielen. 
 
Holzpanelen wären ja Grund für Erleichterung, und Ball war auch tief eingebettet. 
 
Meine Mitspielerin sagt, ich soll im Bunker droppen. Ich zählte mir noch strafschlag dazu. 
Aber hätte es aufgrund Einbettung ohne Penalty gehen können?

Also:

Generell zählt die Bunkerwand mit den neuen Golfregeln nicht mehr zum Bunker – stattdessen ist diese nun Gelände. Insofern trifft die Vermutung zu, dass es straflose Erleichterung nach R16.3 gibt. Der Bezugspunkt muss dabei unmittelbar hintern dem Ball sein und der Erleichterungsbereich hat auch hier den Radius einer Schlägelänge. Das kann natürlich bei „unglücklicher“ Lage / Form der Bunkerwand / Fahnenposition dazu führen, dass es keinen Erleichterungsbereich gibt, der sich im Gelände befindet (eine Erleichterung im Bunker ist nämlich NICHT zulässig). Das ist dann „Pech“ – in diesem Fall gibt es keine Erleichterung und der Ball ist zu Spielen, wie dieser liegt, bzw. der Ball muss „unspielbar“ erklärt werden.
 
Dieses Thema ist in den „Clarifications“ aufgenommen – hier der Auszug:
 
Regel 16.3 b:
1. Spieler darf nicht immer Erleichterung für eingebetteten Ball in Anspruch nehmen:
Liegt der Ball eines Spielers eingebettet im Gelände, aber weder der Bezugspunkt noch irgendein Teil des Platzes innerhalb einer Schlägerlänge vom Bezugspunktes ist im Gelände, darf der Spieler keine straflose Erleichterung nach Regel 16.3 b in Anspruch nehmen.
Zum Beispiel gibt es keine straflose Erleichterung, wenn:
-          ein Ball direkt an der Unterkante der Bunkerlippe, der Bunkerwand oder Bunkerkante oberhalb eines Bunkers eingebettet ist,
-          der Punkt direkt hinter dem Ball im Bunker ist und
-          innerhalb einer Schlägerlänge vom und nicht näher zum Loch als dieser Bezugspunkt kein Teil des Erleichterungsbereichs im Gelände ist.

Nachträgliche Ergänzung vom 15.04.2019:
Wir wurden jetzt zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass die Bunkerwand ja auch aus Holzpaneelen besteht (lieben Dank an Jürgen und Bernd für das aufmerksame Lesen und den entsprechenden Hinweis). Das hatten wir in der ersten Kommunikation mit Karin so nicht mitbekommen - sie hat aber in der Skizze ja noch einmal darauf hingewiesen und dieses sogar eingezeichnet.

Der Spielerin nicht ist es somit freigestellt, von welchem Umstand sie in welcher Reihenfolge Erleichterung in Anspruch nimmt. Wenn sie den Ball stecken lässt, kann sie von den Planken Erleichterung in Anspruch nehmen. Und bei den Planken ist der Bezugspunkt sehr wahrscheinlich ein ganz anderer als beim eingebetteten Ball. Die Planken können sogar als eine Ansammlung von Schwellen/ Bohlen in der Bunkerwand als Einheit betrachten werden, so dass der Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände neben dem Bunker liegen könnte (siehe hierzu auch I16.1/3 Spieler darf Erleichterung von einem der beiden Umstände wählen, wenn Beeinträchtigung durch zwei Umstände vorliegt.

 

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Um es kurz zu fassen: am besten auf der Linie Fahne - Ball zurück außerhalb des Bunkers droppen für einen Strafschlag! Das Droppen innerhalb des Bunkers ist gemein! Ein Grund die Freundschaft zu kündigen! 😉

ich denke, außerhalb des Bunkers kostet es zwei Strafschläge, ist es vermutlich trotzdem wert.

Jürgen Tatzber erst darüber geredet...

An dieser Stelle möchte ich gerne auch mal die Künstler loben. Ganz tolle Bilder. Auch mit den Blümchen. Herrlich! Ich bin dafür, dass am Ende des Jahres ein „Best of“ für einen guten Zweck versteigert wird. 😁 Spaß beiseite. Super Frage - Super Antwort! Ihr macht das großartig!Ich spiele seit über 30 Jahren Golf, und das nicht ganz so schlecht - Kader, Liga, Rangliste etc. alles mal dabei gewesen. Aber auch ich lerne immer wieder dazu - und das wichtigste ist: Weil es Spaß macht eure Beiträge zu lesen, bleibt auch sehr viel hängen! Danke dafür! Good job!

Ich habe nochmal eine Frage zu dem Punkt Unspielbar, in diese Situation. Bleibt doch eigentlich dann nur zurück zugehen und von der letzten Position des Balles mit einem Strafschlag weiter zu spielen.? Hat man noch 2 Schlägerlängen nach hinten beim einen Strafschlag? Die Option hinter dem Bunker zu droppen fällt ja auch weg, weil man nicht im Bunker liegt.

Dito!

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2 Monate her

Golf Rules

Neulich auf einer Runde mit Thomas im schönen Golf Club Verden lag mein (Torbens) Ball im Laufweg eines Tieres - vermutlich einer Maus. Die Definition "Tierloch" sagt uns, was ein Tierloch ist:

"Jedes Loch, das von einem Tier gegraben wurde, außer das Loch wurde von Tieren gegraben, die auch als lose hinderliche Naturstoffe gelten (zum Beispiel Würmer oder Insekten).

Der Begriff Tierloch schließt mit ein:

• Das von dem Tier aus dem Loch gegrabene lose Material,

• jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und

• jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde."

Ich rief also Thomas als Referee herbei um ihn um Bestätigung zu bitten, dass hier Erleichterung nach R16.1 gewährt werden kann, was er gerne tat.

Das Vorgehen dazu seht ihr im Video - entschuldigt das VVS. Und die Lache am Ende...Hier wird das Erleichterungsverfahren von einem Tierloch (vgl. Definition "Tierloch") einmal anschaulich dargestellt - inklusive Fehlschlag. Man beachte die ...
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2 Monate her

Golf Rules

Eine Frage erreichte uns, wo bei folgendem Ballflug und Verlauf der Penalty Area der Bezugspunkt für seitliche Erleichterung zu finden sei.

Also:

Bezugspunkt für die seitliche Erleichterung (wie übrigens für die übrigen Verfahren auch) ist immer der Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze einer Penalty Area gekreuzt hat. Hier auf dem zweiten Bild mit einem roten "X" markiert. Von da ausgehend bestimmt sich der Erleichterungsbereich, der hier zwei Schlägerlängen nicht näher zum Loch beträgt.

Einfach, oder?
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Eine Frage erreichte uns, wo bei folgendem Ballflug und Verlauf der Penalty Area der Bezugspunkt für seitliche Erleichterung zu finden sei.

Also:

Bezugspunkt für die seitliche Erleichterung (wie übrigens für die übrigen Verfahren auch) ist immer der Punkt, an dem der Ball zuletzt die Grenze einer Penalty Area gekreuzt hat. Hier auf dem zweiten Bild mit einem roten X markiert. Von da ausgehend bestimmt sich der Erleichterungsbereich, der hier zwei Schlägerlängen nicht näher zum Loch beträgt.

Einfach, oder?

2 Monate her

Golf Rules

Heute einmal eine Live-Lösung von Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen - danke Markus für die Schauspielerei! ... MehrWeniger

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Gern. `Fiel mir erschreckend leicht, mich doof (an)zustellen. 😳 … und dank Deiner Erklärung bin ich ja zum Glück auch um die Sommersprossen herumgekommen. 😉

Sehr gut, diese Live-Lösungen ! Finde ich top!

Muss der Dropp nicht innerhalb des Erleichterungsbereichs zum liegen kommen? Dann wäre der Dropp falsch gewesen und hätte noch mal gedroppt werden müssen.

Darf er hier wirklich auch nach rechts messen und den Ball nach der erleichterung mit absicht wieder in den ungewöhnlichen Platzverhältnissen droppen? Wenn ja, dann darf er ja vom neuen Punkt das Erleichterungsverfahren nochmals durchführen und dann nochmals usw. bis er vielleicht irgendwann trocken und in besserer lage am fairway liegt? Früher gab es den Ausdruck "vollständige Erleichterung" und dann durfte man die eine Schlägerlänge nur in richtung fort von den ungewöhnlichen platzverhältnissen messen, was ja einen sinn hatte.

Wie immer eine tolle Erklärung der Regeln. Aber trotzdem eine Frage zum Begriff ungewöhnliche Platzverhältnisse. Ich gehe davon aus, dass ihr hier in Richtung zeitweiligen Wasser erklärt habt. Ich sehe auf dem Video „nur“ Matsch aber kein wirklich stehendes Wasser. Und der Bereich ist auch nicht als BiA gekennzeichnet. Könnt ihr bitte nochmal den Begriff zeitweiliges Wasser erklären.

Super Video

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2 Monate her

Golf Rules

Heute eine Frage unseres treuen Lesers Daniel - diesmal per Video aus dem Portugalurlaub:

Daniel möchte wissen, wo er vom Weg aus gesehen den nächsten Punkt der vollständigen Erleichterung findet, und, ob die Sandfläche neben dem Weg möglicherweise ein Bunker ist.

Dafür schauen wir uns die Definition "Bunker" an. Ein Bunker ist

"eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde.

Zum Bunker gehören nicht:

(...)

• alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen). "

Und hier ist auch schon die Lösung. Diese Fläche macht eher den Eindruck Gelände zu sein, denn sie ist alles, nur nicht "besonders vorbereitet", denn dazu gehört auch die Pflege der Fläche. Und vielleicht eine Harke, wobei die ja auch entwendet worden sein kann. Die Fläche hier macht aber den Eindruck von natürlichem Gelände, sodass der nächste Punkt der vollständigen Erleichterung hinter dem Ball in der Sandfläche gesucht werden kann.

Ihr habt Fragen zu den Golfregeln - stell sie uns auch gern mit einem Video - das macht besonders viel Spaß!
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Golf Rules Leserfrage

2 Monate her

Golf Rules

Mal so am Rande - mehr als 25 min. eher fertig mit der Runde - da lohnt sich vielleicht ein kurzer Gedanke in der Spielgruppe...

BTW - Ready Golf ist ja schon mit den "alten" Regeln im letzten Jahr forciert worden, insofern kein neues Thema für 2019. Aber wie schaut es bei Euch im Club aus - wird dort Ready Golf angewandt. Wenn ja, wieviel seid ihr schneller? Und wenn nein, woran "scheitet" es?
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Mal so am Rande - mehr als 25 min. eher fertig mit der Runde - da lohnt sich vielleicht ein kurzer Gedanke in der Spielgruppe...

BTW - Ready Golf ist ja schon mit den alten Regeln im letzten Jahr forciert worden, insofern kein neues Thema für 2019. Aber wie schaut es bei Euch im Club aus - wird dort Ready Golf angewandt. Wenn ja, wieviel seid ihr schneller? Und wenn nein, woran scheitet es?

 

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Es gibt viele, die sagen "Das bringt doch eh nichts!" und daher einfach ihren alten Stiefel weiter spielen. Sowas nennt sich dann wohl "selbsterfüllende Prophezeiung". Die beste Maßnahme gegen Slow Play ist, die Leute auf die Uhr zu nehmen. Und bei Turnieren Trödlern Strafschläge zu vergeben. Aber dazu müsste der Club dann auch wirklich hinter der Sache stehen und die Marshalls unterstützen.

Aus alter Sitte und Höflichkeit würd einem immer noch die „Ehre“ gewährt und auch beim Putten entsprechend gehandelt. RG finden alle gut, wird aber kaum umgesetzt. Viel nerviger sind die endlosen Probeschwünge und immer wieder neu ausrichten ( von den Profis abgeguckt) muss ja was bringen .....

Also ich hab schon immer RG gespielt. Wenn sich jeder daran hält prima Sache. Die Zeit aber wird woanders verloren. Handygedaddel - Entfernungsmesser.......da liegt einer 100 Meter genau neben dem Pfosten und zieht dann den EM. Dann haut er 10 Meter weit und zieht das Ding wieder aus der Tasche......das kostet Zeit und Nerven.

Wie es so schön heisst: Grau ist alle Theorie! Es gibt viele Faktoren, die daran mitstricken, ob man als Vierer-Flight in der angedachten Regelzeit den Course beenden kann oder länger braucht. Natürlich gehört als einer der Faktoren dazu die Zeit, die man sich zur Vorbereitung eines Schlags nimmt. Hier ist daher von offizieller Seite eine Regel zur Begrenzung der Zeit auf (erinnere ich es recht) 40 sec angedacht, die über kurz oder lang eingeführt werden soll. Denke ich jedoch an das letzte WGC Turnier, so denke ich, warum sollen die Amateure immer schneller und schneller spielen - und die Profis nehmen sich alle Zeit der Welt! Grundsätzlich wird diese Regel, wenn eingeführt, deutlich mehr Zeitersparnis bringen als Ready-Golf... Ein Faktor ist auch der: Im Amateur-Bereich spielt man immer wieder auch mit Spielern zusammen, die noch nicht lange ihre PR haben. Sprich, die mehr Schläge pro Loch benötigen. Natürlich kann man hier rigoros darauf bestehen, dass der Ball aufgenommen wird, sobald die max erlaubte Schlagzahl erreicht ist. Ich erinnere mich jedoch noch sehr gut daran, wie frustrierend das ist und wie nervöser und angespannter man von Loch zu Loch wird. Da fragt man, was wichtiger ist - das schnellere Spiel oder die Freude am Turniersport Golf zu erhalten... Solange die gute alte Faustregel gegeben, ist, dass man Anschluss an den voraufgegangenen Flight hält, finde ich, ist alles okay!

Ich weiß gar nicht wo der irre Vorteil ist wenn man auf einer entspannten Golfrunde 25 Minuten früher oder später auf der Terrasse sitzt. Und ich mag schnelles Spiel !!! ... Hab aber auch kein Problem wenn es mal langsam zu geht. !!!

Auf meinem span. Heimatkurs werden 4:20h vorgegeben. Wir kommen im 4er, seit RG, (Senioren) meist mit 4 Std an das Loch 19. Für mich ist der größte Vorteil allerdings, dass die Fahne stecken bleiben kann. ⛳️

Es hat sich nichts geändert. Langsame Spieler sind immer langsam. 5 Probeschwünge, 10 Schläge , aber dann zuerst am Abschlag denn man spielt ja Readygolf.

aber leider nur, wenn alle Flights entsprechend agieren...viel sinnvoller wäre, entsprechend der Spielstärke von weiter vorne gelagerten Tees zu spielen...siehe z.B. USKG Family Course System...

Wer hat denn das gerechnet 😳🤣🤣

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2 Monate her

Golf Rules

Abgemähtes Gras ist zunächst einmal ja loser hinderlicher Naturstoff. Wird dieses nach den Mäharbeiten von den Greenkeepern aber neben den Spielbahnen entsorgt, dann kann dieses zu einem "Problem" für den Spieler führen.

Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, gilt per Definition erst einmal als "Boden in Ausbesserung". Es gibt jedoch die Besonderheit, dass das auf dem Platz belassene Material, das nicht zum Abtransport bestimmt ist, kein Boden in Ausbesserung ist (es sei denn, die Spielleitung hat es als solchen bestimmt).

Insofern obliegt es besonderer Verantwortung der Greenkeeper bzw. der Spielleitung solche Besonderheiten, wenn sich diese an spielrelevanten Stellen befinden, generell zu vermeiden bzw. diese vor dem Wettspiel entsprechend zu kennzeichnen, (tk)
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Abgemähtes Gras ist zunächst einmal ja loser hinderlicher Naturstoff. Wird dieses nach den Mäharbeiten von den Greenkeepern aber neben den Spielbahnen entsorgt, dann kann dieses zu einem Problem für den Spieler führen.

Angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, gilt per Definition erst einmal als Boden in Ausbesserung. Es gibt jedoch die Besonderheit, dass das auf dem Platz belassene Material, das nicht zum Abtransport bestimmt ist, kein Boden in Ausbesserung ist (es sei denn, die Spielleitung hat es als solchen bestimmt). 

Insofern obliegt es besonderer Verantwortung der Greenkeeper bzw. der Spielleitung solche Besonderheiten, wenn sich diese an spielrelevanten Stellen befinden, generell zu vermeiden bzw. diese vor dem Wettspiel entsprechend zu kennzeichnen, (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Auch immer wieder eine Thema - wie genau ist denn der Status einer Brücke in einer Penalty Area...

In diesem Beispiel hat der Spielausschuss des Platzes die Brücke mit in das Hindernis genommen - wie wir dieses in Golf Rules in den letzten Jahren in mehreren Beiträgen auch schon immer empfohlen haben. Generell galt dabei die Faustregel, dass "einfache Übergänge" über ein durchgehendes Wasserhindernis als "in" der Penalty Area gekennzeichnet werden sollten und Brücken, die ein Wasserhindernis in zwei logisch getrennte Hindernisse aufteilten, "nicht" in der Penalty Area liegen sollten.

Dieses generelle Prinzip kann auch mit den neuen Golfregeln weiter beibehalten werden, denn das Prinzip des Hindernisses und der Brücken hat sich ja zunächst einmal nicht geändert.

Regeltechnisch darf der Spieler nun den Ball straflos nach den Regeln spielen, die für einen Ball im Gelände gelten. Es gibt somit keine Sonderregeln, die einschränken, wie ein Ball aus einer Penalty Area gespielt werden darf (s. R17.1b). Zudem sind allerdings die Besonderheiten zu berücksichtigen, dass ein Spieler keine straflose Erleichterung durch unbewegliche Hemmnisse bei der Balllage in der Penalty Area bekommt oder dass sein Ball in dieser nicht als "unspielbar" erklärt werden kann.

In den Committee Procedures gibt es zudem in den Musterplatzregeln (Kapitel 8-B) diverse Beispiele für zusätzliche Platzregeln zu Penalty Areas, möglicher Dropzonen oder die Festlegung als "Spielverbotszone". Insofern sollte sich jeder Spieler vor Antritt der Runde über ggf. geltende zusätzliche Platzregeln - generell und in Bezug auf Penalty Areas - informieren. (tk)
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Auch immer wieder eine Thema - wie genau ist denn der Status einer Brücke in einer Penalty Area...

In diesem Beispiel hat der Spielausschuss des Platzes die Brücke mit in das Hindernis genommen - wie wir dieses in Golf Rules in den letzten Jahren in mehreren Beiträgen auch schon immer empfohlen haben. Generell galt dabei die Faustregel, dass einfache Übergänge über ein durchgehendes Wasserhindernis als in der Penalty Area gekennzeichnet werden sollten und Brücken, die ein Wasserhindernis in zwei logisch getrennte Hindernisse aufteilten, nicht in der Penalty Area liegen sollten.

Dieses generelle Prinzip kann auch mit den neuen Golfregeln weiter beibehalten werden, denn das Prinzip des Hindernisses und der Brücken hat sich ja zunächst einmal nicht geändert.

Regeltechnisch darf der Spieler nun den Ball straflos nach den Regeln spielen, die für einen Ball im Gelände gelten. Es gibt somit keine Sonderregeln, die einschränken, wie ein Ball aus einer Penalty Area gespielt werden darf (s. R17.1b). Zudem sind allerdings die Besonderheiten zu berücksichtigen, dass ein Spieler keine straflose Erleichterung durch unbewegliche Hemmnisse bei der Balllage in der Penalty Area bekommt oder dass sein Ball in dieser nicht als unspielbar erklärt werden kann.

In den Committee Procedures gibt es zudem in den Musterplatzregeln (Kapitel 8-B) diverse Beispiele für zusätzliche Platzregeln zu Penalty Areas, möglicher Dropzonen oder die Festlegung als Spielverbotszone. Insofern sollte sich jeder Spieler vor Antritt der Runde über ggf. geltende zusätzliche Platzregeln - generell und in Bezug auf Penalty Areas - informieren. (tk)

 

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Mal ne dumme Frage: Ich höre immer wieder, daß man eine Brücke wie auf dem Bild "rausnehmen" kann. Wie soll das denn technisch funktionieren? Bei einem Damm ist es klar, aber bei so einer Brücke? Da würde bei mir als erstes die Frage aufkommen, welchen Status dann ein Ball hat, der unter der Brücke liegt?

2 Monate her

Golf Rules

Beim Spiel eines Lochs gibt es genau ein Grün, welches für das Spielen der Bahn relevant ist - die Grüns alle anderen Spielbahnen sind sogenannte "Falsche Grüns". Das Spielen von diesen Grüns ist nicht zulässig - dieses ist in Regel R13.1f beschrieben.

Ggü. den "alten" Regeln muss der Spieler Erleichterung nehmen, wenn der Ball des Spielers das falsche Grün berührt / auf diesem liegt oder aber auch der Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beeinträchtigt ist.

Der Spieler muss in diesem Fall straflose Erleichterung in Anspruch nehmen und den Ball in einem Erleichterungsbereich außerhalb des Grüns droppen. Hierfür muss er als Bezugspunkt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung außerhalbs des Grüns wählen und von dort innerhalb einer Schlägerlänge im Gelände droppen. (tk)
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Beim Spiel eines Lochs gibt es genau ein Grün, welches für das Spielen der Bahn relevant ist - die Grüns alle anderen Spielbahnen sind sogenannte Falsche Grüns. Das Spielen von diesen Grüns ist nicht zulässig - dieses ist in Regel R13.1f beschrieben.

Ggü. den alten Regeln muss der Spieler Erleichterung nehmen, wenn der Ball des Spielers das falsche Grün berührt / auf diesem liegt oder aber auch der Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beeinträchtigt ist.

Der Spieler muss in diesem Fall straflose Erleichterung in Anspruch nehmen und den Ball in einem Erleichterungsbereich außerhalb des Grüns droppen. Hierfür muss er als Bezugspunkt den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung außerhalbs des Grüns wählen und von dort innerhalb einer Schlägerlänge im Gelände droppen. (tk)