Uncategorized
Veröffentlicht am
Comments Box SVG iconsUsed for the like, share, comment, and reaction icons
1 Stunde her
Golf Rules

Gleiche Veranstaltung, gleiches Loch wie in unserem Beitrag von Freitag - allerdings einen Schlag weiter...

Die Blumenbeete hinter dem "Golden Bell" scheinen sich in diesem Jahr größter Beliebtheit zu erfreuen. Die magische Anziehung war auch in der Nachmittagsrunde bei DeChambeau zu sehen, dessen Ball glücklicherweise wieder zurück auf das Vorgrün sprang.

Ian Poulter hingegen musste mit einem kurzen Chip aus den Büschen spielen - was uns zu einer sehr häufig diskutierten Regelsituation führt: das redliche Beziehen der Standposition.

In Regel 8 befasst sich mit einem der wesentlichen Grundsätze des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern. Der Spieler darf jedoch bestimmte angemessene Handlungen vornehmen, auch wenn sie diese Bedingungen verbessern.

Nach R8.1b(6) "Erlaubte Handlungen" darf der Spieler redlich seine Standposition beziehen. Er hat dabei aber keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. Zum Beispiel darf er rückwärts an einen Ast oder eine Ausmarkierung herangehen, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Stand für den ausgewählten Schlag einzunehmen, auch wenn dies den Ast oder die Ausmarkierung aus dem Weg räumt oder verursacht, dass etwas verbogen wird oder bricht. Oder er darf sogar einen Ast mit den Händen wegbiegen, um zum Spielen des Balls unter einen Baum zu gelangen, wenn dies der einzige Weg ist, zur Einnahme des Stands unter den Baum zu gelangen.

Ein Referee-Kollege gab mir mal den Tipp "beide Hände an den Schläger und dann die Standposition beziehen" - das ist eine gute Option, dass unerlaubte Handlungen ausbleiben. Vielleicht denkt Ihr beim nächsten Versuch einfach mal daran... (tk)
... MehrWeniger

Gleiche Veranstaltung, gleiches Loch wie in unserem Beitrag von Freitag - allerdings einen Schlag weiter...

Die Blumenbeete hinter dem Golden Bell scheinen sich in diesem Jahr größter Beliebtheit zu erfreuen. Die magische Anziehung war auch in der Nachmittagsrunde bei DeChambeau zu sehen, dessen Ball glücklicherweise wieder zurück auf das Vorgrün sprang.

Ian Poulter hingegen musste mit einem kurzen Chip aus den Büschen spielen - was uns zu einer sehr häufig diskutierten Regelsituation führt: das redliche Beziehen der Standposition.

In Regel 8 befasst sich mit einem der wesentlichen Grundsätze des Spiels: „Spielen Sie den Platz, wie Sie ihn vorfinden“. Ist der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen, muss der Spieler normalerweise die Bedingungen, die seinen Schlag beeinflussen, hinnehmen und darf diese nicht vor dem Spielen des Balls verbessern. Der Spieler darf jedoch bestimmte angemessene Handlungen vornehmen, auch wenn sie diese Bedingungen verbessern.

Nach R8.1b(6) Erlaubte Handlungen darf der Spieler redlich seine Standposition beziehen. Er hat dabei aber keinen Anspruch auf einen üblichen Stand oder Schwung und muss möglichst schonend handeln, um sich in der besonderen Situation regelgerecht zu verhalten. Zum Beispiel darf er rückwärts an einen Ast oder eine Ausmarkierung herangehen, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, einen Stand für den ausgewählten Schlag einzunehmen, auch wenn dies den Ast oder die Ausmarkierung aus dem Weg räumt oder verursacht, dass etwas verbogen wird oder bricht. Oder er darf sogar einen Ast mit den Händen wegbiegen, um zum Spielen des Balls unter einen Baum zu gelangen, wenn dies der einzige Weg ist, zur Einnahme des Stands unter den Baum zu gelangen.

Ein Referee-Kollege gab mir mal den Tipp beide Hände an den Schläger und dann die Standposition beziehen - das ist eine gute Option, dass unerlaubte Handlungen ausbleiben. Vielleicht denkt Ihr beim nächsten Versuch einfach mal daran... (tk)
1 Tag her
Golf Rules

Eine "8" an einem Par 5 - da muss ja schon eine Menge schief gelaufen sein. Der Blick von Adam Scott verrät es, denn an Loch 15 muss er sich in der dritten Runde der Masters gleich zwei Strafschläge hinzurechnen. Regeltechnisch ist der Schlag ins Wasser dabei aber nicht so interessant - spannend eher der Verstoß gegen R9.4 "Ball durch den Spieler aufgenommen oder bewegt".

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, muss der Ball an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Zudem zieht er sich nach R 9.4b einen Strafschlag zu. (tk)
... MehrWeniger

2 Tage her
Golf Rules

Disqualifikationen sind eher die Ausnahme bei Tourspielern, bei den Masters allemal. Trotzdem hat es einer der Spieler am Freitag "geschafft" die golferische Maximalstrafe auf sich zu ziehen. Ihr fragt Euch wie? So:

Für Matthew Wolff liefen die Dinge bei den Masters schon nicht gut, Freitag wurden sie dann aber schlecht.

Wolff, der bereits fünf Top-Ten Platzierungen bei PGA Turnieren vorweisen kann obwohl er erst 21 ist, startete in seine zweite Runde bei den 2021 Masters indem er seinen Drive nach rechts in den Pinienwald verzog.

Das Problem wurde größer als er nach einem vergebenen Chip das Startloch mit einem Quadruplebogey verließ. Aber dafür wird man ja nicht disqualifiziert.

Wolffs größter Fehler auf der Runde war, dass er eine Scorekarte unterschrieb, auf der ein niedrigeres Ergbenis bestätigt wurde, als er gespielt hat.

Er hätte so oder so den Cut nicht geschafft, sodass hier vielleicht ein Verhaltestrend zu erkennen ist, dass ihm Dinge egal werden, wenn es nicht läuft.

Bei den WGC Workday Championships gab er nach einer Eröffnungsrunde von 83 Schlägen auf, ein paar Wochen vorher nach einer 78 bei den Farmers Insurance Open.

Im Januar gab es schon einen Regenfall bei den AMEX Open mit ihm: Auf der ersten Bahn des Stadium Course PGA West, spielte Wolff seinen Ball ins linke Rough, beim Rückschwung bewegte sich sein Ball und Rules Official Slugger White besprach die Situation mit Wolff, Wolff stellte klar, nicht für die Bewegung seines Balls verantwortlich gewesen zu sein.

Diese Situation wurde im Anschluss jedoch neu bewertet, als die Spielleitung TV-Aufnahmen sichtet, die die Bewegung des Balls zeigten. Im Anschluss wurde ihm ein Strafschlag nach R9.4b für das Bewegen seines Balls zugeschlagen.

Es wird also wohl spannend sein, in der Zukunft zu sehen, wie sich das ganze entwickelt...
... MehrWeniger

Disqualifikationen sind eher die Ausnahme bei Tourspielern, bei den Masters allemal. Trotzdem hat es einer der Spieler am Freitag geschafft die golferische Maximalstrafe auf sich zu ziehen. Ihr fragt Euch wie? So:

Für Matthew Wolff liefen die Dinge bei den Masters schon nicht gut, Freitag wurden sie dann aber schlecht.

Wolff, der bereits fünf Top-Ten Platzierungen bei PGA Turnieren vorweisen kann obwohl er erst 21 ist, startete in seine zweite Runde bei den 2021 Masters indem er seinen Drive nach rechts in den Pinienwald verzog.

Das Problem wurde größer als er nach einem vergebenen Chip das Startloch mit einem Quadruplebogey verließ. Aber dafür wird man ja nicht disqualifiziert.

Wolffs größter Fehler auf der Runde war, dass er eine Scorekarte unterschrieb, auf der ein niedrigeres Ergbenis bestätigt wurde, als er gespielt hat.

Er hätte so oder so den Cut nicht geschafft, sodass hier vielleicht ein Verhaltestrend zu erkennen ist, dass ihm Dinge egal werden, wenn es nicht läuft.

Bei den WGC Workday Championships gab er nach einer Eröffnungsrunde von 83 Schlägen auf, ein paar Wochen vorher nach einer 78 bei den Farmers Insurance Open.

Im Januar gab es schon einen Regenfall bei den AMEX Open mit ihm: Auf der ersten Bahn des Stadium Course PGA West, spielte Wolff seinen Ball ins linke Rough, beim Rückschwung bewegte sich sein Ball und Rules Official Slugger White besprach die Situation mit Wolff, Wolff stellte klar, nicht für die Bewegung seines Balls verantwortlich gewesen zu sein.

Diese Situation wurde im Anschluss jedoch neu bewertet, als die Spielleitung  TV-Aufnahmen sichtet, die die Bewegung des Balls zeigten. Im Anschluss wurde ihm ein Strafschlag nach R9.4b für das Bewegen seines Balls zugeschlagen.

Es wird also wohl spannend sein, in der Zukunft zu sehen, wie sich das ganze entwickelt...Image attachment

Auf Facebook kommentieren

Als Tourspieler darf so etwas nicht sein. Zum Scorekarten-Unterschreiben kontrolliere ich inzwischen immer nochmal genau was ich unterschreibe. Denn nur nach der Runde gegenseitig die Ergebnisse vorlesen und das vorgelesene unterschreiben hatte bei einer Mannschaftsspielerin im Ligaturnier schon schlimme Folgen. Ihr Zähler hatte eine andere Zahl vorgelesen als auf der Scorekarte stand, nämlich ein Schlag weniger. Das fiel natürlich beim Endergebnis auch der Mannschaft auf und entsprach auch nicht der Wahrheit. Beim Nachfragen im Sekretariat und bei der Zählerin konnte dies nicht mehr geklärt und geändert werden. Folge ist, dem Vorlesen der Zähler nicht blind vertrauen. Leider leider

Mein like gilt Eurem Beitrag und nicht dem dargestellten Verhalten des Spielers. Da scheint der "Spirit of the game" noch nicht ausreichend verstanden zu sein ...

Ich möchte angesichts dieses geschilderten „Falles“ hier einmal deponieren, dass es eine Gruppe/Forum/Plattform längst benötigt hat, die mit diesen und bisher geposteten Informationen und Erkenntnissen den Golfsport bereichert. Danke für eure Arbeit, die Top ist 👏👍 Zum Thema Scorekarte falsch unterschreiben braucht es keine Diskussion. Das ist mir und wird mir niemals passieren. Da schon eher, dass ich mir die Startzeit nicht merken kann und deshalb eine DQ bekomme😂 Zum Thema Ball bewegt sich. R&A hätte längst eine Regel implementieren dürfen, die eine minimale Bewegung außer Strafe stellt, da der Golfschlag ohnedies so derartig komplex ist, dass eine Balllage, die um 5mm anders ist als vorher, keinen Vorteil erwirkt. Mir hat der Referee in Murstätten 2011 den Ball um 20cm weiter rechts legen lassen - straffrei. Was war ? Ich droppte unter Anleitung des Referees (weil er zufällig dort stand) ganz korrekt. Er stand zwischen Ball und Wasser. Noch bevor ich den Ball spielen konnte meinte er, dass sich der Ball bewegt hat und ich ihn zurücklegen muss. Ich habe das nicht einmal bemerkt und auch nicht mein Gegner! Nur blieb der Ball um keinen Preis an der Stelle liegen. Also deutete er auf einen Punkt 20cm daneben hin - dort blieb er dann liegen. Völlig sinnbefreite Aktion!

3 Tage her
Golf Rules

Runde 2 bei den Masters und Si Woo Kim beschädigt frustriert seinen Putter an Loch 14. Ab da nutzte er auf den Grüns dann sein Holz. Aber warum eigentlich - andere Putter sollten in Augusta doch bestimmt verfügbar sein?

Regel 4.1b(3) "Kein Ersatz verlorener oder beschädigter Schläger" besagt, dass ein Spieler, der seine Runde mit 14 Schlägern beginnt, einen Schläger nicht durch einen anderen ersetzen darf, welcher verloren oder durch den Spieler beschädigt wurde.

Eine Ausnahme hiervon gilt nur, wenn der Spieler die Beschädigung nicht selber verursacht hat (zum Beispiel durch einen äußeren Einfluss oder Naturkräfte oder durch eine andere Person (außer dem Spieler oder seinem Caddie)).

Insofern hätte Kim den verzogenen Putter zwar weiterhin nutzen können - er zog es vor aber das Spiel auf dem Grün mit dem Holz fortzusetzen. (tk)
... MehrWeniger

Runde 2 bei den Masters und Si Woo Kim beschädigt frustriert seinen Putter an Loch 14. Ab da nutzte er auf den Grüns dann sein Holz. Aber warum eigentlich - andere Putter sollten in Augusta doch bestimmt verfügbar sein?

Regel 4.1b(3) Kein Ersatz verlorener oder beschädigter Schläger besagt, dass ein Spieler, der seine Runde mit 14 Schlägern beginnt, einen Schläger nicht durch einen anderen ersetzen darf, welcher verloren oder durch den Spieler beschädigt wurde. 

Eine Ausnahme hiervon gilt nur, wenn der Spieler die Beschädigung nicht selber verursacht hat (zum Beispiel durch einen äußeren Einfluss oder Naturkräfte oder durch eine andere Person (außer dem Spieler oder seinem Caddie)).

Insofern hätte Kim den verzogenen Putter zwar weiterhin nutzen können - er zog es vor aber das Spiel auf dem Grün mit dem Holz fortzusetzen. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Was ist bei einem Material Fehler? Hatte mal den Fall bei einem Mitspieler dass das Insert aus dem Putter gesprungen ist. Er hat sich dann den Putter vom Marshal geliehen und wurde nach der Runde Disqualifiziert. War doch nicht sein verschulden?

Ich hatte zwar kein Problem damit auf der Turnierrunde in Adamstal, aber interessant wäre dennoch, ob ich den Schläger hätte tauschen können. Ich hatte das Eisen 4 und den Putter vom Cart mit zum Green genommen, chippte mit dem Eisen den Ball zur Fahne und schupfte das Eisen in Richtung Cart. Mein Flightpartner chippte ein, holte seinen Ball, ging zum Cart und fuhr mir zum Green entgegen. Nachdem ich das Loch fertiggespielt hatte, tauschten wir wieder das Steuer am Cart - das Eisen hatte ich längst vergessen und fuhr mir im Rückwärtsgang über den Kopf des Eisens, der mit lautem Knacks brach. Hätte ich den Schläger ohne DIS tauschen können?

Und wie sieht es aus , wenn der Schlägerkopf beim normalen Schlag wegfliegt/löst ? Selber verursacht aber oder äusserer Einfluss d.h.Materialermüdung

4 Tage her
Golf Rules

FORE! Die ersten Bälle fliegen wieder im Augusta National bei den Masters - manchmal auch etwas unorthodox. Im Amen Corner macht Steward Cink fast Bekanntschaft direkt nach seinem Abschlag an Loch 12 mit der verzogenen Annäherung von Hendrik Stenson an Loch 11 😉

Aber kein Problem - Cink bleibt unverletzt und spielt das Birdie am "Golden Bell" - wohl einem der bekanntesten Par 3-Löchern.

Aber mal unabhängig von dieser Situation - die Gefährdung der Sicherheit von Spielern kann als "schwerwiegendes Fehlverhalten" gewertet werden. Da die sich hieraus ergebene Disqualifikation die schwerste Form der Sanktion für einen Spieler ist, sollte die Spielleitung unter Berücksichtigung aller Umstände entscheiden, ob das Fehlverhalten wirklich schwerwiegend ist. Und selbst wenn die Spielleitung ein schwerwiegendes Fehlverhalten feststellt, kann sie entscheiden, dass es angemessen ist, den Spieler nur zu verwarnen und anzukündigen, dass dieses Fehlverhalten oder ein ähnliches Fehlverhalten im Wiederholungsfall zu einer Disqualifikation führen wird, anstatt ihn gleich zu disqualifizieren.

Gemäß der Beschreibung in R1.2 "Richtlinien für das Verhalten von Spielern" muss hierfür die Festlegung zwischen "Fehlverhalten" und "schwerwiegenden Fehlverhalten" in Verhaltensvorschriften definiert sein. (tk)
... MehrWeniger

FORE! Die ersten Bälle fliegen wieder im Augusta National bei den Masters - manchmal auch etwas unorthodox. Im Amen Corner macht Steward Cink fast Bekanntschaft direkt nach seinem Abschlag an Loch 12 mit der verzogenen Annäherung von Hendrik Stenson an Loch 11 ;-)

Aber kein Problem - Cink bleibt unverletzt und spielt das Birdie am Golden Bell - wohl einem der bekanntesten Par 3-Löchern.

Aber mal unabhängig von dieser Situation - die Gefährdung der Sicherheit von Spielern kann als schwerwiegendes Fehlverhalten gewertet werden. Da die sich hieraus ergebene Disqualifikation die schwerste Form der Sanktion für einen Spieler ist, sollte die Spielleitung unter Berücksichtigung aller Umstände entscheiden, ob das Fehlverhalten wirklich schwerwiegend ist. Und selbst wenn die Spielleitung ein schwerwiegendes Fehlverhalten feststellt, kann sie entscheiden, dass es angemessen ist, den Spieler nur zu verwarnen und anzukündigen, dass dieses Fehlverhalten oder ein ähnliches Fehlverhalten im Wiederholungsfall zu einer Disqualifikation führen wird, anstatt ihn gleich zu disqualifizieren.

Gemäß der Beschreibung in R1.2 Richtlinien für das Verhalten von Spielern muss hierfür die Festlegung zwischen Fehlverhalten und schwerwiegenden Fehlverhalten in Verhaltensvorschriften definiert sein. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Obwohl heutzutage meistens eher die Knöchel gefährdet sind😈

Fooooooooooore!!!!

Meine Frau fragte mich während der Übertragung, ob Cink seinen Abschlag hätte wiederholen dürfen, wenn Stensons Ball vielleicht noch einen Moment früher neben Cink gelandet wäre. Meine Antwort war, daß er selbst bei einem "Treffer" den Schlag nicht hätte wiederholen dürfen. War das korrekt?

5 Tage her
Golf Rules

Vielleicht ungewöhnlich, aber einen Tierloch kann auch kann sich auch in einem Bunker befinden. Denn der Begriff Tierloch schließt ja auch das vom Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde ein.

Nach R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker" bekommt der Spieler straflose Erleichterung im Bunker, wenn Ballage, Stand oder Schwung durch das Tierlioch behindert werden. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen.

Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet.

Alternativ kann der Spieler in diesem Fall auch den Ball "auf der Linie zurück" außerhalb des Bunkers droppen - dann allerdings unter Hinzurechnen eines Strafschlags (s. hierzu R16.1c(2))... (tk)
... MehrWeniger

Vielleicht ungewöhnlich, aber einen Tierloch kann auch kann sich auch in einem Bunker befinden. Denn der Begriff Tierloch schließt ja auch das vom Tier aus dem Loch gegrabene lose Material, jegliche niedergetretene Spur oder Laufweg, die in das Loch führen und jeglichen Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hochgedrückt oder verändert wurde ein.

Nach R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker bekommt der Spieler straflose Erleichterung im Bunker, wenn Ballage, Stand oder Schwung durch das Tierlioch behindert werden. Der Spieler darf straflose Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen, jedoch müssen der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung und der Erleichterungsbereich im Bunker liegen.

Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet. 

Alternativ kann der Spieler in diesem Fall auch den Ball auf der Linie zurück außerhalb des Bunkers droppen - dann allerdings unter Hinzurechnen eines Strafschlags (s. hierzu R16.1c(2))... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Die Behinderung nur beim Stand kann durch eine Platzregel ausgeschlossen werden (Musterplatzregel F-6). Also wie immer: Platzregeln lesen😉

5 Tage her
Golf Rules

Falls Ihr es noch nicht gesehen haben solltet - die neuen Clarifications sind da. Allerdings mit wenig spannendem Neuen. Aber irgendwie war es zu vermuten, dass die Auswirkungen des WHS (World Handicap System) es auch ins Regelwerk schaffen (zumindest indirekt)...

www.randa.org/~/media/rules-modernization/resources-center/files/clarifications-of-the-2019-rules...
... MehrWeniger

Falls Ihr es noch nicht gesehen haben solltet - die neuen Clarifications sind da. Allerdings mit wenig spannendem Neuen.  Aber irgendwie war es zu vermuten, dass die Auswirkungen des WHS (World Handicap System) es auch ins Regelwerk schaffen (zumindest indirekt)...

https://www.randa.org/~/media/rules-modernization/resources-center/files/clarifications-of-the-2019-rules-of-golf---april-2021.ashx

Auf Facebook kommentieren

„Ohne wenig spannendes Neues“? Also viel spannendes Neues 🙂

6 Tage her
Golf Rules

Folgende Regelfrage stellte Walter:
"In den Interpretationen zur Regel 8.la heißt es in Nummer 4, dass das Zurückbiegen eines im Aus stehenden Zaunteils, das auf den Platz ragt, unzulässig ist, da der Spieler damit ein eigentlich unbewegliches Hemmnis biegt.
Wie ist ein solcher Zaun zu beurteilen, wenn er komplett im Aus steht und nicht überhängt (die Auslinie läuft definitiv vor (!) dem Zaun), dieser Zaun aber z.B. den Schwung des Spielers bei sachgerichteter, vernünftiger Ausrichtung behindert?
Oder andersrum gefragt... Wird ein solches Teil erst dann zum unbeweglichen Hemmnis, wenn es den Platz tangiert, oder gibt es auch Hemmnisse außerhalb des Platzes?"

Es kommt auf die Art des Hemmnisses an:
- Ein bewegliches Hemmnis darf der Spieler überall auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf beliebige Weise entfernen (s. Regel R15.2a(1)).
- Ein unbewegliches Hemmnis wird in den Regeln in R16 den ungewöhnlichen Platzverhältnissen gleichgesetzt. Hier gilt nach Regel R16.1a(2), dass Erleichterung bei Beeinträchtigung nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt (außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17)).

Insofern ist das Zurückbiegen des Zauns (unbewegliches Hemmnis) im Aus in der Interpretation I8.1a/4 eine unzulässige Handlung und führt zu einem Regelverstoß (Grundstrafe) gegen Regel 8.1a. (tk)
... MehrWeniger

Folgende Regelfrage stellte Walter:
In den Interpretationen zur Regel 8.la heißt es in Nummer 4, dass das Zurückbiegen eines im Aus stehenden Zaunteils, das auf den Platz ragt, unzulässig ist, da der Spieler damit ein eigentlich unbewegliches Hemmnis biegt.
Wie ist ein solcher Zaun zu beurteilen, wenn er komplett im Aus steht und nicht überhängt (die Auslinie läuft definitiv vor (!) dem Zaun), dieser Zaun aber z.B. den Schwung des Spielers bei sachgerichteter, vernünftiger Ausrichtung behindert?
Oder andersrum gefragt... Wird ein solches Teil erst dann zum unbeweglichen Hemmnis, wenn es den Platz tangiert, oder gibt es auch Hemmnisse außerhalb des Platzes?

Es kommt auf die Art des Hemmnisses an: 
- Ein bewegliches Hemmnis darf der Spieler überall auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf beliebige Weise entfernen (s. Regel R15.2a(1)).
- Ein unbewegliches Hemmnis wird in den Regeln in R16 den ungewöhnlichen Platzverhältnissen gleichgesetzt. Hier gilt nach Regel R16.1a(2), dass Erleichterung bei Beeinträchtigung nur zulässig, wenn sowohl die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und der Ball auf dem Platz liegt (außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17)).

Insofern ist das Zurückbiegen des Zauns (unbewegliches Hemmnis) im Aus in der Interpretation I8.1a/4 eine unzulässige Handlung und führt zu einem Regelverstoß (Grundstrafe) gegen Regel 8.1a. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Danke 👍 Das kann ich mal so weitergeben 😉

Ich habe die Frage anders verstanden: ist etwas Unbewegliches, das sich komplett im Aus ("... und nicht überhängt") befindet und einen am Schwung behindert als Hemmnis zu behandeln, dh gibt es straflose Erleichterung?

Bild sieht nach Loch 9 von C Castrop-Rauxel aus...?

Darf ein einzeln stehender Auspfahl (der in den Platz ragt) straffrei in die Senkrechte gebracht werden, um zu sehen, ob der Ball noch im Spiel ist?

1 Woche her
Golf Rules

Lose hinderliche Naturstoffe sind unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel:
• Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke,
• tote Tiere und tierische Abfälle;
• Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
• Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie
• befestigt sind oder wachsen,
• fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder
• am Ball anhaften.

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich einen Strafschlag
nach Regel 9.4b zu (wenn der bewegte Ball außerhalb des Grüns lag).

Soweit so gut - aber angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, ist auch "Boden in Ausbesserung". Sprich der Spieler hat bei der Balllage in so einem Asthaufen auch die Möglichkeit nach Regel 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich am nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu nehmen. (tk)
... MehrWeniger

Lose hinderliche Naturstoffe sind unbefestigte natürliche Gegenstände, zum Beispiel:
• Steine, loses Gras, Blätter, Zweige und Stöcke,
• tote Tiere und tierische Abfälle; 
• Würmer, Insekten und ähnliche Tiere, die leicht entfernt werden können und die Hügel oder Netze, die sie bauen (zum Beispiel Aufgeworfenes von Würmern und Ameisenhügel), sowie
• Klumpen aus fester Erde (einschließlich Pfropfen aus Bodenbelüftungslöchern).

Solche natürlichen Gegenstände sind nicht beweglich, wenn sie
• befestigt sind oder wachsen,
• fest in den Boden eingebettet sind (das heißt, sie sind nicht leicht aufzunehmen) oder
• am Ball anhaften.

Wenn das Entfernen eines losen hinderlichen Naturstoffs durch einen Spieler eine Bewegung des Balls verursacht, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden und der Spieler zieht sich einen Strafschlag
nach Regel 9.4b zu (wenn der bewegte Ball außerhalb des Grüns lag).

Soweit so gut - aber angehäuftes Schnittgut, Laub und anderes Material, das zum späteren Abtransport bestimmt ist, ist auch Boden in Ausbesserung. Sprich der Spieler hat bei der Balllage in so einem Asthaufen auch die Möglichkeit nach Regel 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände straflose Erleichterung im Erleichterungsbereich am nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu nehmen. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Wie seht ihr es bei Schnittgut, das (aus meiner Sicht) nicht eindeutig zum Abtransport aufgehäuft wurde? Bei uns wurde eine Art Wall(?) aufgehäuft. Leider direkt hinter einem Grün der Übungsbahnen...

Wir haben wahnsinnig viele Gänse, Enten und Schwäne, manche Bahnen sind leider oft übersät von Kot unterschiedlichen Alters. Dass ich den wie auch immer (igitt) entfernen darf rund um meinen Ball ist klar. Frage: einen Ball, der mitten im oder direkt am 💩 liegt muss ich echt so spielen? (Platzregel sagt, bei Tierkot gelte 15.1)

1 Woche her
Golf Rules

Schön sind sie ja, die Bunkerwände auf dem WINSTONopen. Doch manchmal stören sie das Spiel. Müssen sie nicht, wie dieses Video zeigt, schließlich sind sie unbewegliche Hemmnisse. Und dann wird das ganze doch einfach, oder?

Und, mögt ihr diese Bunker? Ich, Torben, liebe sie...

Schöne Ostern!
... MehrWeniger

Auf Facebook kommentieren

Wer die (Platz)Regeln kennt, ist klar im Vorteil 😎 Allen ein schönes Osterfest 🐰

Gilt dies auch für Bunkerwände, die aus Grasmatten bestehen?

Nur noch einmal zur Klarstellung: es bedarf KEINER gesonderten Platzregel. Alles nicht bewegliche Künstliche ist lt. Definition ein unbewegliches Hemmnis, von dem es nach R16.1 bei Behinderung in Balllage, Schwung oder Stand straflose Erleichterung gibt. Eine Platzregel ist insofern zwingend notwendifg, wenn solche Kanten (häufig auch aus Kunstrasen) zum Bestandteil des Platzes gemacht werden sollen...

Wie heißt es so schön: Es hat Dich keiner gezwungen rein zu schießen.

Trotzdem brandgefährlich und auch unnötig.

Karl-Heinz Ahrens Gerd Arends-könig

Wie kann man Bunker lieben, in denen man Gefahr läuft einen Strafschlag zu bekommen? Üblicherweise sind die Bunker dazu da, das Green oder die Spielbahn gegen den Spieler zu verteidigen und nicht den Spieler zu bestrafen, wenn er darin einen Ball deponiert. Außer, dass sie optisch gut aussehen, finde ich keine Bereicherung im Golfspiel.

View more comments

1 Woche her
Golf Rules

Wiederholung schadet bekanntlich ja nie - ein unbewegliches Hemmnis auf der Spiellinie berechtigt nicht zur straflosen Erleichterung. Diese wird nach R16.1a(3) nicht gewährt, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen und wenn sich die ungewöhnliche Platzverhältnisse nicht auf dem Platz befinden (z.B. im Aus) oder der Ball in einer Penalty Area liegt.

Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie

Befinden sich die ungewöhnlichen Platzverhältnisse nahe genug, um den Spieler abzulenken, aber erfüllen sie keine dieser Anforderungen, ist keine Beeinträchtigung nach dieser Regel gegeben.

Insofern hatte ich (Thomas) in dieser Situation einfach "Pech" und zu wenig "Mum". Statt den Ball durch den Ring aufs Grün zu "dengeln" habe ich es vorgezogen nach R19.3b den Ball unspielbar zu erklären, um mit zwei Strafschlägen "auf der Linie zurück" den Ball in sicherer Entfernung auf dem Fairway zu Droppen und dann die Annäherung zu spielen. (tk)
... MehrWeniger

Wiederholung schadet bekanntlich ja nie - ein unbewegliches Hemmnis auf der Spiellinie berechtigt nicht zur straflosen Erleichterung. Diese wird nach R16.1a(3) nicht gewährt, wenn es eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen und wenn sich die ungewöhnliche Platzverhältnisse nicht auf dem Platz befinden (z.B. im Aus) oder der Ball in einer Penalty Area liegt.

Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie

Befinden sich die ungewöhnlichen Platzverhältnisse nahe genug, um den Spieler abzulenken, aber erfüllen sie keine dieser Anforderungen, ist keine Beeinträchtigung nach dieser Regel gegeben.

Insofern hatte ich (Thomas) in dieser Situation einfach Pech und zu wenig Mum. Statt den Ball durch den Ring aufs Grün zu dengeln habe ich es vorgezogen nach R19.3b den Ball unspielbar zu erklären, um mit zwei Strafschlägen auf der Linie zurück den Ball in sicherer Entfernung auf dem Fairway zu Droppen und dann die Annäherung zu spielen. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Wäre die Strafe nicht ein Strafschlag?

In Verlängerung der Fahne zurück auf den Fairway und EIN Strafschlag - oder ist das ein Sandbunker vor dem Wasser? Die roten Pflöcke sehe ich nicht, deshalb dürfte der Sand innerhalb des PA sein.

Da der Ring beweglich ist, könnte man ihn nicht einfach entfernen?

Gäbe es für Droppen außerhalb des Bunkers nicht sogar 2 Strafschläge?

2 Wochen her
Golf Rules

Besondere Flächen auf dem Platz (wie auf dem Bild z.B. ein Blumenbeet), auf dem die Spielleitung das Spiel verbieten möchte, können als Spielverbotszonen deklariert werden.

Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen,
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung.

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. Da eine Spielverbotszone entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert werden muss, werden in unseren Gefilden meistens rote Pfähle mit grünen Köpfen oder blaue Pfähle mit grünen Köpfen benutzt.

Alternativ möglich wäre auch die Begrenzung durch physische Merkmale (wie bei einem Blumenbeet oder einem Sodengarten). Die Festlegung / Definition sollte sich in den Platzregeln wiederfinden. (tk)
... MehrWeniger

Besondere Flächen auf dem Platz (wie auf dem Bild z.B. ein Blumenbeet), auf dem die Spielleitung das Spiel verbieten möchte, können als Spielverbotszonen deklariert werden.  

Die Spielleitung darf Spielverbotszonen aus beliebigem Grund einrichten, zum Beispiel
- zum Schutz der Tierwelt, von Tierbehausungen und von Biotopen,
- zur Vermeidung von Schäden an jungen Bäumen, Blumenbeeten, Sodengärten, frisch  verlegten Soden oder anderen Anpflanzungen, 
- zum Schutz der Spieler vor Gefahren und
- zur Erhaltung von Orten mit historischer oder kultureller Bedeutung.

Die Spielleitung sollte die Grenze einer Spielverbotszone mit einer Linie oder Pfählen kennzeichnen und die Linie oder die Pfähle (oder die Köpfe dieser Pfähle) anders als die üblichen ungewöhnlichen Platzverhältnisse oder Penalty Areas kennzeichnen. Da eine Spielverbotszone entweder als Teil ungewöhnlicher Platzverhältnisse oder als Teil einer Penalty Area definiert werden muss, werden in unseren Gefilden meistens rote Pfähle mit grünen Köpfen oder blaue Pfähle mit grünen Köpfen benutzt. 

Alternativ möglich wäre auch die Begrenzung durch physische Merkmale (wie bei einem Blumenbeet oder einem Sodengarten). Die Festlegung / Definition sollte sich in den Platzregeln wiederfinden. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Leider liest sich selten ein GF-Spieler vor dem Spiel die Platzregeln auf der Scorekarte oder Aushang durch. Deshalb würde ich mir oft einheitliche Kennzeichnungen wünschen. Statt unbekannte anders bemalte Pfähle, könnte auch ein kleines Hinweisschild aufgestellt werden.

2 Wochen her
Golf Rules

Nach dem neuen World Handicap System beginnt heute die "Hauptsaison". Das bedeutet, dass ab diesem Monat bis Ende Oktober handicaprelevante Ergebnisse zum Zweck der Handicapberechnung eingereicht werden müssen. Diese generelle Regelung ist insofern modifiziert worden, dass in den Monaten April und Oktober der Club aus wichtigen Gründen (witterungs- oder platzbedingt) entscheiden darf, Turniere nicht handicaprelevant durchzuführen.

Aufgrund der wohl ziemlich umfangreichen Rückmeldungen hat sich der DGV bei der Handicap-Umstellung jetzt noch zu einer weiteren Anpassung durchringen können. Wie auf der DGV-Seite (www.rules4.golf/?page_id=82) publiziert, kommt auf den Spieler jetzt eine weitere Anpassung der initialen Handicap-Berechnung zu.

Wahrscheinlich primär um die zahlreichen Handicap-Verschlechterungen auszugleichen, kann ein Spieler die neue, zusätzliche Option in Anspruch nehmen, dass sein bestes handicaprelevantes Ergebnis als zusätzliches Anker-Ergebnis für die Handicapberechnung genutzt wird. Rein theoretisch hätte dieses zur Folge, dass die Herabsetzung einiger Spieler zu Beginn der Saison etwas abgefedert wird und sich der Zeitraum für das Erspielen der 8 aus 20 handicaprelevanten Ergebnisse etwas verlängert.

Lt. der aktuell vorliegenden Informationen ist derzeit allerdings noch unklar, ob die Spieler, die von dieser Option Gebrauch machen möchten, sich an den Club oder direkt an den DGV wenden müssen. Die auf der Webseite verlinkte Aktivierung ist aktuell zumindest noch nicht funktionsfähig bzw. online gestellt.

Gebt uns Bescheid, wenn Ihr ggf. über Euren Club hierzu weitere Infos bekommen habt. Spannend ist wäre auch von unseren Lesern aus Österreich oder der Schweiz zu hören, ob dort ein ähnliches Verfahren vorgesehen ist... (tk)
... MehrWeniger

Nach dem neuen World Handicap System beginnt heute die Hauptsaison. Das bedeutet, dass ab diesem Monat bis Ende Oktober handicaprelevante Ergebnisse zum Zweck der Handicapberechnung eingereicht werden müssen. Diese generelle Regelung ist insofern modifiziert worden, dass in den Monaten April und Oktober der Club aus wichtigen Gründen (witterungs- oder platzbedingt) entscheiden darf, Turniere nicht handicaprelevant durchzuführen. 

Aufgrund der wohl ziemlich umfangreichen Rückmeldungen hat sich der DGV bei der Handicap-Umstellung jetzt noch zu einer weiteren Anpassung durchringen können. Wie auf der DGV-Seite (http://www.rules4.golf/?page_id=82) publiziert, kommt auf den Spieler jetzt eine weitere Anpassung der initialen Handicap-Berechnung zu.

Wahrscheinlich primär um die zahlreichen Handicap-Verschlechterungen auszugleichen, kann ein Spieler die neue, zusätzliche Option in Anspruch nehmen, dass sein bestes handicaprelevantes Ergebnis als zusätzliches Anker-Ergebnis für die Handicapberechnung genutzt wird. Rein theoretisch hätte dieses zur Folge, dass die Herabsetzung einiger Spieler zu Beginn der Saison etwas abgefedert wird und sich der Zeitraum für das Erspielen der 8 aus 20 handicaprelevanten Ergebnisse etwas verlängert.

Lt. der aktuell vorliegenden Informationen ist derzeit allerdings noch unklar, ob die Spieler, die von dieser Option Gebrauch machen möchten, sich an den Club oder direkt an den DGV wenden müssen. Die auf der Webseite verlinkte Aktivierung ist aktuell zumindest noch nicht funktionsfähig bzw. online gestellt. 

Gebt uns Bescheid, wenn Ihr ggf. über Euren Club hierzu weitere Infos bekommen habt. Spannend ist wäre auch von unseren Lesern aus Österreich oder der Schweiz zu hören, ob dort ein ähnliches Verfahren vorgesehen ist... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Ich hatte ja gehofft, dass das neue Handikap System die Golfwelt vereinfacht .... wie konnte ich nur so dumm sein .... 😂😂

WHCS - größter Schwachsinn für Deutschland mit überbordender Bürokratie, Golfclubs sind entmündigt bei der laufenden WHI-Aktualisierung, Spieler bekommen nach einem Wettspiel keine Ergebnissrückmeldung, weil die DGV--Server am Wochenende überlastet sind. BER, Stuttgart21 und Corona-Chaos lassen erneut grüßen 👎

Der April, der tut was er will 😂

🤣🤣🤣🤣

Also, ich finde das neue SYstem nicht schlecht. Ich habe schon eine RPR Runde gespielt. Bei mir fiel eine 85 raus, das sieht man in seinem History Sheet. Ich habe mich um 0,2 verschlechtert. Man hat deutlich schneller sein realistisches HCP. 😜

Einen Teufel werde ich tun, von 10.8 auf 16.5 - das bedeutet endlich wieder Netto-Siege - her mit den PReisen 😀

View more comments

2 Wochen her
Golf Rules

Der Bunker ist eine der fünf definierten Bereiche des Platzes. Es handelt sich um eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde.
Zum Bunker gehören nicht:
- eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,
- Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche,
- Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und
- alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Ein Ball liegt in einem Bunker, wenn er zum Teil
- den Sand auf dem Boden des Bunkers berührt oder
- innerhalb der Grenzen des Bunkers liegt.

Aus diesem Grund sollte die Pflege der Bunkerkanten ein besonderer Schwerpunkt des Greenkeepings sein, damit der Spieler zweifelsfrei erkennen kann, dass sein Ball im Bunker liegt (oder nicht) und Regel 12 beim nächsten Schlag zu tragen kommt... (tk)
... MehrWeniger

Der Bunker ist eine der fünf definierten Bereiche des Platzes. Es handelt sich um eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde. 
Zum Bunker gehören nicht:
- eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,
- Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche, 
- Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und 
- alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Ein Ball liegt in einem Bunker, wenn er zum Teil
- den Sand auf dem Boden des Bunkers berührt oder
- innerhalb der Grenzen des Bunkers liegt.

Aus diesem Grund sollte die Pflege der Bunkerkanten ein besonderer Schwerpunkt des Greenkeepings sein, damit der Spieler zweifelsfrei erkennen kann, dass sein Ball im Bunker liegt (oder nicht) und Regel 12 beim nächsten Schlag zu tragen kommt... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Guten Morgen Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen tollen und erhellenden Tipps und Anregungen. Meine Frage: Wie genau definiert sich die Bunkerkante, wenn der Sand schräg aufsteigend bis auf Niveau des angrenzenden Geländes angefüllt wurde oder eben scharf abgestochen wurde? Danke und schöne Feiertage

2 Wochen her
Golf Rules

Noch ein Nachtrag zum WGC-Dell Match Play beim Match Palmer gegen Rahm aus der dritten Runde. Nach einer verzogenen Annäherung kommt Palmers Ball hinter dem Grün in suboptimaler Lage zur Ruhe.

Palmer überlegt den Ball nicht direkt zur Fahne sondern stattdessen nach rechts zu spielen, um Erleichterung von dem sich dort befindlichen "TIO" (Temporary Immovable Obstruction) zu bekommen.

Lt. der Definition ist die Spiellinie die Linie, auf der sich der Ball nach Absicht des Spielers nach dem Schlag bewegen soll, einschließlich eines angemessenen Bereichs auf dieser Linie oberhalb des Bodens und zu beiden Seiten der Linie. Die Spiellinie ist nicht unbedingt eine gerade Linie zwischen zwei Punkten (zum Beispiel kann sie eine Kurve sein, je nachdem wohin der Spieler seinen Ball spielen will).

Gegenüber dem herbeigerufenen Referee konnte Palmer seine Argumentation jedoch nicht behaupten, da die Regel beinhaltet, dass keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Behinderung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, Stand oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist (s. Musterplatzregel F-23).

Der US-Amerikaner wählte nach der Ruling dann doch den direkten Weg und spielte den Ball aufs Grün... (tk)
... MehrWeniger

Noch ein Nachtrag zum WGC-Dell Match Play beim Match Palmer gegen Rahm aus der dritten Runde. Nach einer verzogenen Annäherung kommt Palmers Ball hinter dem Grün in suboptimaler Lage zur Ruhe. 

Palmer überlegt den Ball nicht direkt zur Fahne sondern stattdessen nach rechts zu spielen, um Erleichterung von dem sich dort befindlichen TIO (Temporary Immovable Obstruction) zu bekommen. 

Lt. der Definition ist die Spiellinie die Linie, auf der sich der Ball nach Absicht des Spielers nach dem Schlag bewegen soll, einschließlich eines angemessenen Bereichs auf dieser Linie oberhalb des Bodens und zu beiden Seiten der Linie. Die Spiellinie ist nicht unbedingt eine gerade Linie zwischen zwei Punkten (zum Beispiel kann sie eine Kurve sein, je nachdem wohin der Spieler seinen Ball spielen will).

Gegenüber dem herbeigerufenen Referee konnte Palmer seine Argumentation jedoch nicht behaupten, da die Regel beinhaltet, dass keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Behinderung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, Stand oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist (s. Musterplatzregel F-23). 

Der US-Amerikaner wählte nach der Ruling dann doch den direkten Weg und spielte den Ball aufs Grün... (tk)
2 Wochen her
Golf Rules

Andreas schickte uns ein Birdiebook-Auszug und fragte dazu: "Bei einem Dogleg rechts ist auf der rechten Seite des Fairways zum Grün ein kleines Wäldchen das als Penalty Area rot markiert ist. Das Wäldchen läuft schmaler werdend Richtung Grün hin zu und hinter dem Wald läuft der Weg zum nächsten Abschlag. Zwischen Wald und Weg stecken weiße Auspfosten.

Folgende Situation: Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag zweifelsfrei in die Penalty Area (den Wald). Er nimmt sich einen Strafschlag und droppt vorschriftsmäßig. Er spielt das Loch zu Ende findet aber auf dem Weg zum nächsten Abschlag seinen Ball ( durch die weißen Pfosten mit denen der Weg abgegrenzt ist, eben im Aus). Wie ist hier nun zu verfahren?"

Letztendlich ist entscheidend, ob es für den Spieler bekannt oder so gut wie sicher war, dass seinen Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist. Der Spieler muss eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) bei der anschließenden Bestimmung vornehmen, wo sich der Ball nach dem Schlag befindet, um so nach der entsprechenden Regel zu verfahren.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.
• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. „Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann.

Zurück zur Frage: sobald der Spieler einen anderen Ball nach R17.1d ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe hierzu auch Regel 6.3b).

Insofern - vorausgesetzt, der Ball war bekannt oder so gut wie sicher in der Penalty Area, zählt das Ergebnis mit dem nach R17 gespielten Ball. (tk)
... MehrWeniger

Andreas schickte uns ein Birdiebook-Auszug und fragte dazu: Bei einem Dogleg rechts ist auf der rechten Seite des Fairways zum Grün ein kleines Wäldchen das als Penalty Area rot markiert ist. Das Wäldchen läuft schmaler werdend Richtung Grün hin zu und hinter dem Wald läuft der Weg zum nächsten Abschlag. Zwischen Wald und Weg stecken weiße Auspfosten.

Folgende Situation: Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag zweifelsfrei in die Penalty Area (den Wald). Er nimmt sich einen Strafschlag und droppt vorschriftsmäßig. Er spielt das Loch zu Ende findet aber auf dem Weg zum nächsten Abschlag seinen Ball ( durch die weißen Pfosten mit denen der Weg abgegrenzt ist, eben im Aus). Wie ist hier nun zu verfahren?

Letztendlich ist entscheidend, ob es für den Spieler bekannt oder so gut wie sicher war, dass seinen Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist. Der Spieler muss eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) bei der anschließenden Bestimmung vornehmen, wo sich der Ball nach dem Schlag befindet, um so nach der entsprechenden Regel zu verfahren.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:
• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben. 
• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. „Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann.

Zurück zur Frage: sobald der Spieler einen anderen Ball nach R17.1d ins Spiel gebracht hat, um Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist der ursprüngliche Ball nicht mehr im Spiel und darf nicht gespielt werden. Dies gilt auch, wenn dieser vor dem Ende der Suchzeit von drei Minuten auf dem Platz gefunden wird (siehe hierzu auch Regel 6.3b). 

Insofern - vorausgesetzt, der Ball war bekannt oder so gut wie sicher in der Penalty Area, zählt das Ergebnis mit dem nach R17 gespielten Ball. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Ein wunderbares Beispiel für den Irrsinn dieser neuen überall aus dem Boden sprießenden furztrockenen Penalty-Areas. Früher - als Golf noch ein Sport war - hätte der Schlag wiederholt werden müssen. Egal ob im Wald verloren oder ins Aus geschossen. Weg war weg. Heute schießt man den Ball irgendwo hin, geht nach vorne und droppt gemütlich. Wahrscheinlich auch hier um das Spiel schneller zu machen wenn dreistellige Wanderer rechts und Links suchen und Angeln.

Habe schon hunderte verschiedene Plätze gespielt,aber vorne rot,dahinter weiß,ist mir noch nie untergekommen

Müsste der Text nicht "... ist auf der LINKEN Seite des Fairways zum Grün..." heißen - sonst macht das Bild irgendwie keinen Sinn?

2 Wochen her
Golf Rules

Kommen wir mal wieder zu etwas "Aktuellem" - beim WGC-Dell Match Play kam es gestern am frühen Abend zu einer sehr interessanten Handlung beim Match zwischen Fleetwood und DeChambeau. Und dabei ist nicht der Schlag von Fleetwood vom Cartweg gemeint, sondern die Handlung seines Caddies zuvor.

Was sagen die Regeln?

Lt. Definition ist ein bewegliches Hemmnis ein Hemmnis, das ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann.

In Regel R8.1a "Handlungen des Spielers, die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen / Unerlaubte Handlungen" heißt es, dass der Spieler bestimmte Handlung nicht durchführen darf, welche die Bedingungen für den Schlag verbessern. Unter Punkt (1) wird dabei auf das Bewegen, Biegen oder Brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstands oder eines unbeweglichen Hemmnis / Bestandteil des Platzes / Ausmarkierung genommen. Die Strafe für den Verstoß gegen Regel 8.1a ist die Grundstrafe.

Und Regel 11 definiert, dass der Spieler für die Handlungen seines Caddies während der Runde verantwortlich ist und sich bei einem Regelverstoß des Caddies die entsprechende Strafe zuzieht.

Aber da es sich ja um ein Lochspielformat handelt und DeChambeau mit dem Wirken des Caddies einverstanden war, konnte Fleetwood seinen Schlag vom Weg fortsetzen, ohne dass die Handlung seines Caddies eine Auswirkung hatte. (tk)

twitter.com/PGATOUR/status/1375476112952791043?s=20

PGA TOUR on Twitter
“We all need a caddie like this in our life. 💪 The sign goes down and @TommyFleetwood1 strikes a beauty from the cart path. #QuickHits t.co/HFxPR6qNcW
... MehrWeniger

Auf Facebook kommentieren

Eindeutig, dass der Caddy keine Ahnung von Regeln hatte, außer er hätte vorher DeCambeau gefragt - was ich nicht glaube - hab’s aber auch nicht gesehen... dürfte auf der Tour nicht passieren 😉😉

Entscheidend ist ob das Schild ein bewegliches- oder ein unbewegliches Hemmnis war. Wenn beweglich, durfte er versuchen das Schild rauszuziehen (so hat es den Anschein). Wenn unbeweglich, hätte Fleetwood Erleichterung erhalten (Line of sight relief für Profis immer in Kraft). Ich tippe mal, das Schild war als bewegliches Hemmnis anzusehen.

Habe das Spiel auch nicht gesehen. Aber auf dem Video hatte ich den Eindruck das er des Schild lockern und rausziehen wollte. Das Schild ist also aus Versehen gebrochen. Zieht man sich dann trotzdem die grundstrafe zu?

So schaut’s aus 👍🏌🏼

Mich irritiert eure Aussage, das BdC es hätte monieren müssen? Bedeutet das im Umkehrschluss, das er einen Regelverstoß dulden dürfte?

1999 hatte Tiger in Phoenix einen Felsen von Zuschauern entfernen lassen. 🤔 youtu.be/fLNxabaPLLo

View more comments

3 Wochen her
Golf Rules

#DARFERDAS? Ist es erlaubt, so zu putten?

Werfen wir dazu einen Blick in Regel R10.1. Dort heißt es:

"Ein Schlag wird ausgeführt, indem mit einem Schlägerkopf ehrlich nach einem Ball geschlagen wird. Die grundlegende Herausforderung liegt darin, den ganzen Schläger frei zu schwingen, ohne ihn zu verankern."

In R10.1a wird das ganze präzisiert und führt uns zur

Interpretation des Tages

"Int I10.1a/1 – Beispiele für Stoßen, Kratzen oder Löffeln
Diese Begriffe haben teilweise identische Bedeutungen, aber sie können durch die folgenden drei Beispiele der Verwendung eines Schlägers auf regelwidrige Art und Weise unterschieden werden.

• Ein Spieler locht einen kurzen Putt ein, indem er den Ball mit der Unterseite des Schlägerkopfes trifft, mit einer Bewegung ähnlich wie beim Billard. Den Ball so zu bewegen, ist Stoßen.

• Ein Spieler bewegt den Schläger entlang der Bodenoberfläche und zieht ihn dabei zu sich. Den Ball so zu bewegen, ist Kratzen.

• Ein Spieler schiebt einen Schläger unter und sehr dicht neben den Ball. Er bewegt den Ball dann durch eine Bewegung nach vorne und oben. Den Ball so zu bewegen, ist Löffeln."

Also: Vorausgesetzt der Spieler "ankert" hier nicht und schiebt den Ball nicht sondern schwingt seitwärts am Körper, darf er den Ball so spielen, auch wenn er dabei in Spielrichtung blickt.

Wie sieht es bei Euch aus - kennt ihr jemanden, der so puttet oder macht es gar selbst?
... MehrWeniger

#DARFERDAS? Ist es erlaubt, so zu putten?

Werfen wir dazu einen Blick in Regel R10.1. Dort heißt es: 

Ein Schlag wird ausgeführt, indem mit einem Schlägerkopf ehrlich nach einem Ball geschlagen wird. Die grundlegende Herausforderung liegt darin, den ganzen Schläger frei zu schwingen, ohne ihn zu verankern.

In R10.1a wird das ganze präzisiert und führt uns zur 

Interpretation des Tages

Int I10.1a/1 – Beispiele für Stoßen, Kratzen oder Löffeln
Diese Begriffe haben teilweise identische Bedeutungen, aber sie können durch die folgenden drei Beispiele der Verwendung eines Schlägers auf regelwidrige Art und Weise unterschieden werden.

• Ein Spieler locht einen kurzen Putt ein, indem er den Ball mit der Unterseite des Schlägerkopfes trifft, mit einer Bewegung ähnlich wie beim Billard. Den Ball so zu bewegen, ist Stoßen.

• Ein Spieler bewegt den Schläger entlang der Bodenoberfläche und zieht ihn dabei zu sich. Den Ball so zu bewegen, ist Kratzen.

• Ein Spieler schiebt einen Schläger unter und sehr dicht neben den Ball. Er bewegt den Ball dann durch eine Bewegung nach vorne und oben. Den Ball so zu bewegen, ist Löffeln.

Also: Vorausgesetzt der Spieler ankert hier nicht und schiebt den Ball nicht sondern schwingt seitwärts am Körper, darf er den Ball so spielen, auch wenn er dabei in Spielrichtung blickt. 

Wie sieht es bei Euch aus - kennt ihr jemanden, der so puttet oder macht es gar selbst?

Auf Facebook kommentieren

Holger Manthey

Winston links...Puttiggreen😁...Ich weiß wer da steht....😁...was habe ich gewonnen.???....ich habe tatsächlich so angefangen zu putten...allerdings war das mit der Regeländerung oft eine zu große Diskussion.....

Wenn ich die Position der Arme sehe bin ich der Meinung das er auf der Verlängerung der Spiellinie steht. Das WAR zumindest mal verboten. Ich glaube es wird bei euch Kratzen genannt. Also ist es nicht ok so zu putten.

bei Amateuren sehr beliebt: wie ein Croupier beim Roulette den Ball zu sich herziehen, wenn er nach dem verschobenen Putt kurz hinter dem Loch liegt.

Aber darf er denn überhaupt hinter dem Ball auf der Ball, Loch Linie stehen?

Ich dachte, man dürfe nicht hinter dem Ball stehen? Oder wurde das mal geändert?

Ist es „Stoßen“, wenn der Ball mit der Spitze des Putters eingelocht wird? 🏌️‍♂️⛳️

View more comments

3 Wochen her
Golf Rules

2021, die Covidpandemie hat auch die Golfclubs im Griff. Eine Folge davon sind vielerorts geänderte (Platzregeln) zur Kontaktvermeidung, wie zB, dass Flaggenstöcke im Loch zu bleiben haben. Die weitesten Auswirkungen hat das auf die Bunker der Anlagen, da hier die Clubs oft die Harken eingezogen haben oder es dem Spieler freistellen sie zu benutzen und der Spieler vor Bunkerlagen wie dieser hier steht.

Und nun? Es kommt auf die Platzregel an, die im Falle des Harkverbots oder der Freistellung zu installieren ist und sich auf die Balllagen im Bild bezieht. Links ist klar, hier hat ein Spieler unzureichend gerecht. Rechts sind hier im Bunker auch noch Rehe (?) unterwegs gewesen. Und damit beginnt das Problem größer zu werden, denn R16.1c erlaubt zwar die straflose Erleichterung im Bunker von ungewöhnlichen Platzverhältnissen, allein, eine einzelne Laufspur ist kein Tierloch:

"Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose Erleichterung nicht zulässig ist. (Definition Tierloch)"

Es ist also zu empfehlen folgenden Text als Musterplatzregel zu verwenden:

"Liegt der Ball des Spielers in einem Bunker, aus dem die Spielleitung zum Infektionsschutz die Harken entfernt hat, und ist die Lage des Balls durch unzureichendes Einebnen des Sands beeinträchtigt, darf der Spieler einmal straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in folgendem Erleichterungsbereich hinlegt und ihn daraus spielt:

Bezugspunkt: Stelle des ursprünglichen Balls.
Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt:
Eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
Er muss im Bunker liegen und
er darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen.
Bei Anwendung dieser Platzregel muss der Spieler eine Stelle zum Hinlegen des Balls wählen und das Verfahren zum Zurücklegen eines Balls nach den den Regeln 14.2b(2) und 14.2e anwenden."

Und dann kann man den Sand ja auch noch mit den Füßen einebnen, wenn man den Bunker verlässt. Seid einfach fair zu Euren Mitspielern und verlasst den Bunker so, wie ihr ihn vorzufinden wünscht...
... MehrWeniger

2021, die Covidpandemie hat auch die Golfclubs im Griff. Eine Folge davon sind vielerorts geänderte (Platzregeln) zur Kontaktvermeidung, wie zB, dass Flaggenstöcke im Loch zu bleiben haben. Die weitesten Auswirkungen hat das auf die Bunker der Anlagen, da hier die Clubs oft die Harken eingezogen haben oder es dem Spieler freistellen sie zu benutzen und der Spieler vor Bunkerlagen wie dieser hier steht.

Und nun? Es kommt auf die Platzregel an, die im Falle des Harkverbots oder der Freistellung zu installieren ist und sich auf die Balllagen im Bild bezieht. Links ist klar, hier hat ein Spieler unzureichend gerecht. Rechts sind hier im Bunker auch noch Rehe (?) unterwegs gewesen. Und damit beginnt das Problem größer zu werden, denn R16.1c erlaubt zwar die straflose Erleichterung im Bunker von ungewöhnlichen Platzverhältnissen, allein, eine einzelne Laufspur ist kein Tierloch:

Ein einzelner Fußabdruck eines Tiers, der nicht in ein Tierloch führt, ist kein von einem Tier gemachtes Loch, sondern nur eine Bodenunebenheit, von der straflose Erleichterung nicht zulässig ist. (Definition Tierloch)

Es ist also zu empfehlen folgenden Text als Musterplatzregel zu verwenden:

Liegt der Ball des Spielers in einem Bunker, aus dem die Spielleitung zum Infektionsschutz die Harken entfernt hat, und ist die Lage des Balls durch unzureichendes Einebnen des Sands beeinträchtigt, darf der Spieler einmal straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in folgendem Erleichterungsbereich hinlegt und ihn daraus spielt:

Bezugspunkt: Stelle des ursprünglichen Balls.
Größe des Erleichterungsbereichs, gemessen vom Bezugspunkt:
Eine Schlägerlänge, aber mit diesen Einschränkungen:
Einschränkungen der Lage des Erleichterungsbereichs:
Er muss im Bunker liegen und
er darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen.
Bei Anwendung dieser Platzregel muss der Spieler eine Stelle zum Hinlegen des Balls wählen und das Verfahren zum Zurücklegen eines Balls nach den den Regeln 14.2b(2) und 14.2e anwenden.

Und dann kann man den Sand ja auch noch mit den Füßen einebnen, wenn man den Bunker verlässt. Seid einfach fair zu Euren Mitspielern und verlasst den Bunker so, wie ihr ihn vorzufinden wünscht...

Auf Facebook kommentieren

Das funktioniert auch ohne Hygiene Maßnahmen nicht. Siehe Divot und Pitchmarken🤷‍♂️

3 Wochen her
Golf Rules

Beim Spielen der Runde müssen zugelassene Bälle genutzt werden. Dieser muss den Anforderungen der Ausrüstungsregeln entsprechen (s. R4.2a).

Die Spielleitung darf in einem Turnier einen Platzregel in Kraft setzen, die von den Spielern verlangt, einen Ball zu verwenden, dessen Marke und Modell auf der aktuellen „List of Conforming Golf Balls“ aufgeführt wird (www.randa.org/RulesEquipment/Equipment/What-we-do/Conforming-Clubs-and-Balls/Conforming-Ball-List).

Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X-Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde.
Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.
Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“-Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen. Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)
... MehrWeniger

Beim Spielen der Runde müssen zugelassene Bälle genutzt werden. Dieser muss den Anforderungen der Ausrüstungsregeln entsprechen (s. R4.2a).

Die Spielleitung darf in einem Turnier einen Platzregel in Kraft setzen, die von den Spielern verlangt, einen Ball zu verwenden, dessen Marke und Modell auf der aktuellen „List of Conforming Golf Balls“ aufgeführt wird (https://www.randa.org/RulesEquipment/Equipment/What-we-do/Conforming-Clubs-and-Balls/Conforming-Ball-List).

Spielt ein Spieler einen Ball, der durch den Hersteller als „X-Out“ oder „Practice“ gekennzeichnet wurde, oder einen wiederaufbereiteten Ball, werden diese Bälle nach den Ausrüstungsregeln wie folgt behandelt:

- „X-Out“ ist die gebräuchliche Bezeichnung für einen Ball, den der Hersteller als mangelhaft ansieht (oft nur aus ästhetischen Gründen, wie Farb- oder Druckfehler), und bei dem aus diesem Grund der Name durchgestrichen wurde. „Wiederaufbereitet“ bezieht sich auf einen gebrauchten Ball, der gereinigt und als “refurbished“ oder mit einer ähnlichen Bezeichnung versehen wurde. 
Ohne einen deutlichen Beweis, der darauf hindeutet, dass ein „X-Out“-Ball oder ein wiederaufbereiteter Ball nicht den Ausrüstungsregeln entspricht, darf ein Spieler diesen spielen.
Wurde jedoch von der Spielleitung eine Platzregel in Kraft gesetzt, die das Spielen mit einem Ball verlangt, der in der Liste zugelassener Bälle aufgeführt ist, darf ein derartiger Ball nicht verwendet werden.

- „Practice“-Bälle sind üblicherweise gelistete und zulässige Golfbälle, die mit einem Stempel “Practice“ oder ähnlicher Bezeichnung gekennzeichnet wurden. „Practice“-Bälle werden genauso behandelt wie Golfbälle, die das Logo eines Golfplatzes, einer Firma, einer Schule oder ein anderes Logo tragen. Derartige Bälle dürfen auch dann verwendet werden, wenn die Spielleitung die “List of Conforming Golf Balls“ als Platzregel in Kraft gesetzt hat. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Der Nutzungszweck von Rangebällen ergibt sich schon aus dem ersten Teil der Bezeichnung. Mehr muss man dazu glaube ich nicht sagen...

Das wird jetzt einige freuen. Endlich, die Rangbälle in den Teich schlagen zu dürfen. Aber Achtung, Rangbälle sind Eigentum des Betreibers. Wäre es dann Diebstahl? Glaube schon. Also spielen wir unsere eigenen.

3 Wochen her
Golf Rules

Der Ball rollt nach dem Abschlag unter einen Baum - sicherlich nichts ungewöhnliches. Aber wenn dieser im Anschluss unter den Wurzeln zur Ruhe kommt, dann kommt das nicht all zu häufig vor.

Aber ist ja kein Problem - durch die ungewöhnlichen Platzverhältnisse bekommt der Spieler straflose Erleichterung und kann das Spiel nach Nutzung der Regel R161.b fortsetzen. Sicher? Dem ist nicht so, denn dieser Bereich ist weder durch die Spielleitung als Boden in Ausbesserung definiert worden, noch handelt es sich um ein von Greenkeeper gemachtes Loch oder um ein Tierloch. In diesem Fall ist der Ball zu spielen, wie er zur Ruhe gekommen ist bzw. der Ball kann nach Regel 19 unspielbar erklärt werden.

Natürlich könnte / sollte die Spielleitung einen solchen Bereich auch als Boden in Ausbesserung anerkennen bzw. diesen entsprechend markieren. Aber einen "Automatismus" hierfür gibt es erst einmal nicht... (tk)
... MehrWeniger

Der Ball rollt nach dem Abschlag unter einen Baum - sicherlich nichts ungewöhnliches. Aber wenn dieser im Anschluss unter den Wurzeln zur Ruhe kommt, dann kommt das nicht all zu häufig vor.

Aber ist ja kein Problem - durch die ungewöhnlichen Platzverhältnisse bekommt der Spieler straflose Erleichterung und kann das Spiel nach Nutzung der Regel R161.b fortsetzen. Sicher? Dem ist nicht so, denn dieser Bereich ist weder durch die Spielleitung als Boden in Ausbesserung definiert worden, noch handelt es sich um ein von Greenkeeper gemachtes Loch oder um ein Tierloch. In diesem Fall ist der Ball zu spielen, wie er zur Ruhe gekommen ist bzw. der Ball kann nach Regel 19 unspielbar erklärt werden. 

Natürlich könnte / sollte die Spielleitung einen solchen Bereich auch als Boden in Ausbesserung anerkennen bzw. diesen entsprechend markieren. Aber einen Automatismus hierfür gibt es erst einmal nicht... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Als Spieler würde ich einen 2. Ball (Regelball) spielen (Regel 20.1c(3) und die Spielleitung entscheiden lassen🏌

So sah es heute aus... 👍🏻

3 Wochen her
Golf Rules

Übungseinrichtungen auf dem Platz dürfen als Aus gekennzeichnet oder durch eine Platzregel dazu bestimmt werden, auch wenn sie sich auf dem Grundstück der Golfanlage befinden (siehe Musterplatzregel A-1).

Zudem empfehlen die Leitlinien für die Spielleitung, dass für auf dem Platz befindliche Übungsflächen in den Platzregeln klargestellt wird, ob Spieler auf diesen Flächen vor und nach ihren Runden üben dürfen. Die Spielleitung darf bei Bedarf die Grenzen der Flächen definieren, auf denen die Spieler üben dürfen.

Es gibt zudem verschiedene Überlegungen in Bezug auf das Zulassen des Übens auf dem Platz, wie Fairness gegenüber den Spielern, mögliche Behinderungen bei der Vorbereitung und Pflege des Platzes, der Zeit vor oder zwischen den Runden, oder ob Spieler dazu ermutigt werden, den Platz außerhalb des Turniers zu spielen. Aus diesen oder anderen Gründen darf die Spielleitung eine Platzregel erlassen, die die übliche Regelungen abändert, entweder durch ein vollständiges Zulassen oder Verbieten des Übens, oder durch Einschränkung, wann und wie ein solches Üben stattfinden darf (siehe Musterplatzregel I-1).

Wichtig für den Spieler ist festzuhalten (insbesondere auf einem fremden Platz) , dass er sich vor dem Wettspiel über die Standorte der zulässigen Übungseinrichtungen bzw. abweichende Erlaubnis oder Einschränkungen informiert... (tk)
... MehrWeniger

Übungseinrichtungen auf dem Platz dürfen als Aus gekennzeichnet oder durch eine Platzregel dazu bestimmt werden, auch wenn sie sich  auf dem Grundstück der Golfanlage befinden (siehe Musterplatzregel A-1). 

Zudem empfehlen die Leitlinien für die Spielleitung, dass für auf dem Platz befindliche Übungsflächen in den Platzregeln klargestellt wird, ob Spieler auf diesen Flächen vor und nach ihren Runden üben dürfen. Die Spielleitung darf bei Bedarf die Grenzen der Flächen definieren, auf denen die Spieler üben dürfen.

Es gibt zudem verschiedene Überlegungen in Bezug auf das Zulassen des Übens auf dem Platz, wie Fairness gegenüber den Spielern, mögliche Behinderungen bei der Vorbereitung und Pflege des Platzes, der Zeit vor oder zwischen den Runden, oder ob Spieler dazu ermutigt werden, den Platz außerhalb des Turniers zu spielen. Aus diesen oder anderen Gründen darf die Spielleitung eine Platzregel erlassen, die die übliche Regelungen abändert, entweder durch ein vollständiges Zulassen oder Verbieten des Übens, oder durch Einschränkung, wann und wie ein solches Üben stattfinden darf (siehe Musterplatzregel I-1). 

Wichtig für den Spieler ist festzuhalten (insbesondere auf einem fremden Platz) , dass er sich vor dem Wettspiel über die Standorte der zulässigen Übungseinrichtungen bzw. abweichende Erlaubnis oder Einschränkungen informiert... (tk)

Auf Facebook kommentieren

In Österreich durch Platzregel (ÖGV-HardCard) in Kraft

? Die Frage mit der Ausrichthilfe am Abschlag ? Wenn der markierte Ball (linie zum putten) so eingesetzt wird dass dieser die beabsichtigte Fluglinie anzeigt am T Thx

Wie steht es denn um die Fairness, wenn Spieler des Heimatclubs an einem Turnier teilnehmen, also den Platz kennen, fremden Spielern aber das Üben durch die Regel der Spielleitung untersagt ist?

3 Wochen her
Golf Rules

Der Ball befindet sich nach dem Schlag in einer Penalty Area - das kommt ja leider hin und wieder einmal vor. Nach R17.1d ermöglicht das "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" dem Spieler mit einem Strafschlag das Spiel nach Möglichkeiten fortzusetzen:
- (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- (2) Erleichterung auf der Linie zurück
- (3) Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas).

Nach der ersten Option kann der Spieler den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde. Die beiden anderen Optionen sehen das Erleichterungsverfahren in einem Erleichterungsbereich vor, welcher als Bezugspunkt den geschätzten Punkt benennt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist nicht die endgültige Lage des Balls in der Penalty Area entscheidend, sondern der letzte Kreuzungspunkt beim Überqueren vom Gelände in die Penalty Area. Dabei gilt es auch zu beachten, dass sich die Grenze einer Penalty Area vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten erstreckt.

In diesem Beispiel gibt es somit drei unterschiedliche Kreuzungspunkte: 1x links der Penalty Area (blau), 1x rechts (lila) und 1x ggf. sogar rückwärtig des Betrachtungspunktes (hellblau), da der Ball längs des Grabens flog und den, in der Penalty Area stehenden, Baum erst später getroffen hat. (tk)
... MehrWeniger

Der Ball befindet sich nach dem Schlag in einer Penalty Area - das kommt ja leider hin und wieder einmal vor. Nach R17.1d ermöglicht das Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area dem Spieler mit einem Strafschlag das Spiel nach Möglichkeiten fortzusetzen:
- (1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- (2) Erleichterung auf der Linie zurück
- (3) Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas).

Nach der ersten Option kann der Spieler den ursprünglichen oder einen anderen Ball von dort spielen, wo der vorherige Schlag gemacht wurde. Die beiden anderen Optionen sehen das Erleichterungsverfahren in einem Erleichterungsbereich vor, welcher als Bezugspunkt den geschätzten Punkt benennt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat.

Insofern ist nicht die endgültige Lage des Balls in der Penalty Area entscheidend, sondern der letzte Kreuzungspunkt beim Überqueren vom Gelände in die Penalty Area. Dabei gilt es auch zu beachten, dass sich die Grenze einer Penalty Area vom Boden sowohl nach oben als auch nach unten erstreckt.

In diesem Beispiel gibt es somit drei unterschiedliche Kreuzungspunkte: 1x links der Penalty Area (blau), 1x rechts (lila) und 1x ggf. sogar rückwärtig des Betrachtungspunktes (hellblau), da der Ball längs des Grabens flog und den, in der Penalty Area stehenden, Baum erst später getroffen hat. (tk)

Auf Facebook kommentieren

FRAGE ??? Ist es zulässig am Abschlag die Ballmarkierung zu benutzen? Sprich wie beim Putten die Linie auszurichten? Danke

3 Wochen her
Golf Rules

Ein weiterer häufiger Diskussionspunkt ist der "angepflockte Baum", von dem die Spieler immer automatisch straflose Erleichterung nehmen. Ja ist doch logisch - wirklich?

Die sogenannte Anpflanzhilfe soll dem Baum ja eigentlich dabei helfen möglichst gerade in den Himmel zu wachsen. Dieser Pfosten ist zweifelsfrei künstlich, so dass dieser regeltechnisch auch als Hemmnis behandelt werden kann. Angedacht ist aber meistens, dass beides zusammen - also der junge Baum plus dem Pfosten - der Bereich ist, welcher den Spieler behindert bzw. welcher vor dem Golfer geschützt werden soll.

Aus diesem Grund kann so eine "Junganpflanzung" als Boden in Ausbesserung / ungewöhnlicher Platzverhältnisse (wenn dem Spieler die Wahl gelassen werden soll, ob er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte) oder sogar als Spielverbotszone (wenn der Spieler zwingend Erleichterung in Anspruch nehmen muss) definiert werden. Bzgl. der Spielverbotszone bietet hier Musterplatzregel E-8 einen gute Grundlage.

Kleine Anmerkung: die Eingangs gestellte Frage erübrigt sich in dem dargestellten Fall für den Rechtshänder - denn dieser kann den Ball spielen ohne von dem Pflanzpfahl behindert zu werden bzw. die Junganpflanzung zu beschädigen. (tk)
... MehrWeniger

Ein weiterer häufiger Diskussionspunkt ist der angepflockte Baum, von dem  die Spieler immer automatisch straflose Erleichterung nehmen. Ja ist doch logisch - wirklich?

Die sogenannte Anpflanzhilfe soll dem Baum ja eigentlich dabei helfen möglichst gerade in den Himmel zu wachsen. Dieser Pfosten ist zweifelsfrei künstlich, so dass dieser regeltechnisch auch als Hemmnis behandelt werden kann. Angedacht ist aber meistens, dass beides zusammen - also der junge Baum plus dem Pfosten - der Bereich ist, welcher den Spieler behindert bzw. welcher vor dem Golfer geschützt werden soll.

Aus diesem Grund kann so eine Junganpflanzung als Boden in Ausbesserung / ungewöhnlicher Platzverhältnisse (wenn dem Spieler die Wahl gelassen werden soll, ob er Erleichterung in Anspruch nehmen möchte) oder sogar als Spielverbotszone (wenn der Spieler zwingend Erleichterung in Anspruch nehmen muss) definiert werden. Bzgl. der Spielverbotszone bietet hier Musterplatzregel E-8 einen gute Grundlage.

Kleine Anmerkung: die Eingangs gestellte Frage erübrigt sich in dem dargestellten Fall für den Rechtshänder - denn dieser kann den Ball spielen ohne von dem Pflanzpfahl behindert zu werden bzw. die Junganpflanzung zu beschädigen. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Dazu eine Frage! Im GC Murstätten werden bei einem alten Baum die weit nach unten hängenden dicken Äste durch Pfähle gestürzt. Gilt dies auch als künstlich und daher als unbew. Hemmnis mit Erleichterung? Danke!

Warum der Linkshänder? Der RH muss ihn spielen, da ja die Spielrichtung zum Green hingeht, das ja hinten sichtbar ist.Oder?

Eine Frage habe ich trotzdem noch, denn ich meine mich zu erinnern, dass die Spielbarkeit nicht von der Richtung abhängig ist. Wenn also die Spielrichtung für den Rechtshänder ideal ist, für den Linkshänder aber gegen die Spielrichtung möglich ist, kann er dann trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen?

4 Wochen her
Golf Rules

Tim fragte uns: "Beim aktuellen Model von XXX (Anm.d.R: Name entfernt) gibt es ja z.B. 2 Varianten. Bei der einen Variante kann man den Slope deaktivieren, bei der anderen Variante ist er immer aktiviert. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es ja in einem Turnier nicht erlaubt, dass der Slope angezeigt wird. Demnach sollte man ja wohl die Version wählen, bei der man den Slope deaktivieren kann.

Jetzt habe ich in diversen Golfshops aber sowohl die eine, als auch die andere Aussage gehört. Manch ein Verkäufer/Shop Besitzer sagt, dass man auch mit nicht deaktiviertem Slope den Rangefinder in einem Turnier benutzen darf, andere sagen, dass man die Version mit deaktivieren nehmen muss, da es sonst ein illegales Hilfsmittel wäre.

Könnt ihr dazu etwas sagen? Ich will jetzt nicht Geld ausgeben und den Rangefinder dann hinterher nicht benutzen dürfen, will aber auch nicht unbedingt die teurere Version kaufen müssen, wenn man mit permanent aktiviertem Slope diesen dann doch benutzen darf. Ich hoffe ihr könnt mich da ein wenig aufklären."

In Bezug auf der Anzeige des Slope sind die Golfregeln ziemlich eindeutig. In R4.3a "Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung" heißt es in Bezug auf die Zulässigkeit der Ausrüstung zunächst einmal, dass diese genutzt werden darf. Allerdings werden dann im Folgenden bestimmte Anwendungsbeispiele benannt, die Verbindung mit Tims Frage entscheidend sind.

Denn wenn der Spieler sich einen möglichen Vorteil verschafft, wenn er Ausrüstung nutzt (außer einen Schläger oder einen Ball), die künstlich die Notwendigkeit einer Fertigkeit oder eines Urteilsvermögens überflüssig macht oder reduziert, der wesentlicher Bestandteil der Herausforderung des Spiels ist, dann ist der Gebrauch dieser Ausrüstung nach R4.3a unzulässig.

Als Bespiel wird dann angeführt:
- Zulässig: Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel durch ein Entfernungsmessgerät oder durch einen Kompass) erhalten
- Unzulässig: Höhenunterschied messen

Strafe für ersten Verstoß gegen R4.3 durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen ist die Grundstrafe, die Strafe für zweiten Verstoß ohne Bezug zum ersten Verstoß die Disqualifikation.

PS: Mal eine Frage in die Runde an juristisch-kundige GolfRules-Leser? Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln? (tk)

Anmerkung: Ich (Thomas) habe den Beitrag nachträglich noch ein wenig umformuliert, denn es schien Irritationen bzgl. zu geben. Es bleibt aber bei der Aussage "Unzulässig ist es Höhenunterschied messen" - wie auch immer...
... MehrWeniger

Tim fragte uns: Beim aktuellen Model von XXX (Anm.d.R: Name entfernt) gibt es ja z.B. 2 Varianten. Bei der einen Variante kann man den Slope deaktivieren, bei der anderen Variante ist er immer aktiviert. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es ja in einem Turnier nicht erlaubt, dass der Slope angezeigt wird. Demnach sollte man ja wohl die Version wählen, bei der man den Slope deaktivieren kann.

Jetzt habe ich in diversen Golfshops aber sowohl die eine, als auch die andere Aussage gehört. Manch ein Verkäufer/Shop Besitzer sagt, dass man auch mit nicht deaktiviertem Slope den Rangefinder in einem Turnier benutzen darf, andere sagen, dass man die Version mit deaktivieren nehmen muss, da es sonst ein illegales Hilfsmittel wäre.

Könnt ihr dazu etwas sagen? Ich will jetzt nicht Geld ausgeben und den Rangefinder dann hinterher nicht benutzen dürfen, will aber auch nicht unbedingt die teurere Version kaufen müssen, wenn man mit permanent aktiviertem Slope diesen dann doch benutzen darf. Ich hoffe ihr könnt mich da ein wenig aufklären.

In Bezug auf der Anzeige des Slope sind die Golfregeln ziemlich eindeutig. In R4.3a Zulässige und verbotene Verwendung von Ausrüstung heißt es in Bezug auf die Zulässigkeit der Ausrüstung zunächst einmal, dass diese genutzt werden darf. Allerdings werden dann im Folgenden bestimmte Anwendungsbeispiele benannt, die Verbindung mit Tims Frage entscheidend sind.

Denn wenn der Spieler sich einen möglichen Vorteil verschafft, wenn er Ausrüstung nutzt (außer einen Schläger oder einen Ball), die künstlich die Notwendigkeit einer Fertigkeit oder eines Urteilsvermögens überflüssig macht oder reduziert, der wesentlicher Bestandteil der Herausforderung des Spiels ist, dann ist der Gebrauch dieser Ausrüstung nach R4.3a unzulässig.

Als Bespiel wird dann angeführt:
- Zulässig: Entfernungs- oder Richtungsangaben (zum Beispiel durch ein Entfernungsmessgerät oder durch einen Kompass) erhalten
- Unzulässig: Höhenunterschied messen

Strafe für ersten Verstoß gegen R4.3 durch eine einzelne Handlung oder zusammenhängende Handlungen ist die Grundstrafe, die Strafe für zweiten Verstoß ohne Bezug zum ersten Verstoß die Disqualifikation.

PS: Mal eine Frage in die Runde an juristisch-kundige GolfRules-Leser? Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln? (tk)

Anmerkung: Ich (Thomas) habe den Beitrag nachträglich noch ein wenig umformuliert, denn es schien Irritationen bzgl. zu geben. Es bleibt aber bei der Aussage Unzulässig ist es Höhenunterschied messen - wie auch immer...

Auf Facebook kommentieren

Ich frage mich bei den Dingern ja immer, ob das irgendwer nachprüfen kann, ob jemand den Slope nutzt oder nicht.... es ist doch ein Gucken, das ein bzw. aus zu schalten 😏

Guten Morgen. Bleibt die Frage unbeantwortet (oder ich sehe die Antwort nicht), ob Geräte mit deaktivierter Funktion eingesetzt werden dürfen. Es gibt z.B. auch eine App, die einen Turniermodus hat, in dem sie keinen Schlägervorschlag macht. Diese hat sogar eine Zulassung von der R&A, dass sie im Turniermodus verwendet werden darf. Edit: Genehmigungschreiben der USGA

Ich (Thomas) habe den Beitrag noch einmal etwas umgeschrieben, um vielleicht noch einmal den Sachverhalt zu verdeutlichen. Es bleibt bei der Aussage in R4.3 "Unzulässig: Höhenunterschied messen". Zu dem, wie das dann passiert, haben sich unterschiedliche Hersteller verschiedene Verfahren ausgedacht (Schalter, Kappen, Turniermodus, ...) - da solltet Ihr Euch dann je nach Hersteller individuell informieren. Und - die Integrität des Spielers für den Umgang mit den Golfregeln bleibt bestehen...

Bei uns steht bei Turnieren immer folgendes auf der Ausschreibung: "Entfernungsmesser: Die Benutzung von Entfernungsmessgeräten sind erlaubt. Regel 14-3 Bitte beachten sie, dass nur Geräte, die ausschließlich Entfernungen messen, benutzt werden dürfen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Gerät, mit dem andere Umstände geschätzt oder gemessen werden KÖNNEN, die sein Spiel beeinflussen können (z. B. Steigung, Windgeschwindigkeit, usw.), so verstößt der Spieler gegen Regel 14-3, wofür die Strafe Disqualifikation ist, ungeachtet ob die zusätzlichen Funktionen tatsächlich benutzt wurden oder nicht." Insbesondere der letzte Satz ist dann interessant. Deckt sich das dann mit den Regeln?

Zur juristischen Frage: Geht man davon aus, dass der Käufer den Verkäufer explizit gefragt hat, ob der Entfernungsmesser für Turniere zugelassen ist und der Verkäufer dies bejaht, dann ist diese Auskunft objektiv unrichtig! Das Rechtsgeschäft ist sohin mit einem Geschäftsirrtum belastet! Eine Wandlung (Rückabwicklung) des Kaufvertrages ist sohin möglich!

"Kann man einen Kauf von so einem Gerät aufgrund einer falschen Beratung, dass so ein Gerät in Turnieren genutzt werden darf, eigentlich wandeln / rück-abwickeln?" Ich bin kein Jurist, vermute aber, daß man da kaum Chancen haben wird. Die zugesicherten Eigenschaften des Produkts sind ja erfüllt (nicht deaktivierbare Slope Funktionalität). Wenn man überhaupt eine Chance auf Rückabwicklung haben wollte, dann müßte man den Verkäufer darauf drängen, SCHRIFTLICH im Kaufvertrag festzuhalten, daß er einen Umtausch bzw. Rücknahme zusichert, fall das Gerät doch nicht im Turnier verwendet werden darf.

Die Regel 4.3a beschreibt die zulässige und verbotene Anwendung von Ausrüstung und unter (I) die für Entfernungs- und Richtungsangaben. Des weiteren steht in Regel 1.3b (I) Spieler sind dafür verantwortlich, die Regeln auf sich anzuwenden. Für alle die "schummeln" wollen wird sich immer ein Weg finden das zu tun. Für diese Golfer sind aber die Golfregeln nicht gemacht.

View more comments

4 Wochen her
Golf Rules

Adleraugen werden es gemerkt haben: 2x das selbe Foto in Golf-Rules - das hatten wir auch noch nicht so oft. Aber bei dem Bild "versteckt" sich ein weiterer Regelfall - der eingebettet Ball in einer Penalty Area. Wie ist denn hier vorzugehen?

Nach R16.3 "Eingebetteter Ball" kann der Spieler straflose Erleichterung von einem Ball in Anspruch nehmen. Erleichterung nach Regel 16.3b wird allerdings nur dann gewährt, wenn der Ball im Gelände eingebettet ist.

Sprich in diesem Fall ist der Ball zu spielen wie dieser liegt oder der Spieler nutzt eine der möglichen Erleichterungsoptionen nach R17 "Penalty Area" - dann allerdings mit dem dazugehörigen Strafschlag. (tk)
... MehrWeniger

Adleraugen werden es gemerkt haben: 2x das selbe Foto in Golf-Rules - das hatten wir auch noch nicht so oft. Aber bei dem Bild versteckt sich ein weiterer Regelfall - der eingebettet Ball in einer Penalty Area. Wie ist denn hier vorzugehen?

Nach R16.3 Eingebetteter Ball kann der Spieler straflose Erleichterung von einem Ball in Anspruch nehmen. Erleichterung nach Regel 16.3b wird allerdings nur dann gewährt, wenn der Ball im Gelände eingebettet ist.

Sprich in diesem Fall ist der Ball zu spielen wie dieser liegt oder der Spieler nutzt eine der möglichen Erleichterungsoptionen nach R17 Penalty Area - dann allerdings mit dem dazugehörigen Strafschlag. (tk)
4 Wochen her
Golf Rules

Regeltechnisch sind Brücken auf dem Platz durchaus unterschiedlich zu behandeln - entscheidend ist nämlich (wie bei Immobilien) die Lage...

Liegt ein Ball auf einer Brücke oder wird Schwung oder Stand behindert, dann stellt sich dem Spieler meistens zuerst die Frage, ob er straflose Erleichterung nach R16.1 "ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschl. unbeweglicher Hemmnisse) erhält. Diese Erleichterung ist aber nach R16.1a(2) nur zulässig, wenn der Ball auf dem Platz außerhalb der Penalty Area liegt. Insofern ist es für die Klärung des Sachverhalts entscheidend, ob sich die Brücke in oder außerhalb der Penalty Area befindet.

Und hier kommen die unterschiedlichen Formen der Brücken ins Spiel, welche eigentlich in zwei Kategorien unterteilt werden können. Zum Einem gibt es speziell verrohrte Übergänge: diese Brücken teilen ein Wasserhindernis in zwei Bereiche, deren Grenze in der Regel am Übergang abschließt. Insofern zählt der Übergang / Brücke selber nicht mehr als Teil der Penalty Area.

Die zweite Kategorie von Brücken sind einfache Übergänge, die das darunter verlaufende Wasserhindernis in Form nicht verändern (als "Eselbrücke" habe ich (Thomas) mir eingeprägt, dass dieses quasi gleichbedeutend ist, als wenn man einfach ein Brett über den Wasserlauf legen würde). Solche Bauwerke sind zwar auch Brücken, allerdings Überwege, die sich in der Regel innerhalb der Penalty Area - also nicht im Gelände - befinden.

Und in Bezug auf "überwiegend" kommen wir wieder einmal auf die wichtige Aufgabe der vorherigen Kennzeichnung von Hindernisgrenzen durch die Spielleitung zu sprechen. Eine Spielleitung sollte im Vorfeld den Platz so herrichten, dass der Spieler in der Lage ist die richtige Einschätzung zu treffen. Und wenn dieses nicht eindeutig möglich ist, dann hat der Spieler nach R20.1c(3) die Option einen zweiten Ball zu spielen, die Stelle zu markieren und den Sachverhalt im Nachgang durch die Spielleitung klären zu lassen... (tk)
... MehrWeniger

Regeltechnisch sind Brücken auf dem Platz durchaus unterschiedlich zu behandeln - entscheidend ist nämlich (wie bei Immobilien) die Lage...

Liegt ein Ball auf einer Brücke oder wird Schwung oder Stand behindert, dann stellt sich dem Spieler meistens zuerst die Frage, ob er straflose Erleichterung nach R16.1 ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschl. unbeweglicher Hemmnisse) erhält. Diese Erleichterung ist aber nach R16.1a(2) nur zulässig, wenn der Ball auf dem Platz außerhalb der Penalty Area liegt. Insofern ist es für die Klärung des Sachverhalts entscheidend, ob sich die Brücke in oder außerhalb der Penalty Area befindet.   

Und hier kommen die unterschiedlichen Formen der Brücken ins Spiel, welche eigentlich in zwei Kategorien unterteilt werden können. Zum Einem gibt es speziell verrohrte Übergänge: diese Brücken teilen ein Wasserhindernis in zwei Bereiche, deren Grenze in der Regel am  Übergang abschließt. Insofern zählt der Übergang / Brücke selber nicht mehr als Teil der Penalty Area.

Die zweite Kategorie von Brücken sind einfache Übergänge, die das darunter verlaufende Wasserhindernis in Form nicht verändern (als Eselbrücke habe ich (Thomas) mir eingeprägt, dass dieses quasi gleichbedeutend ist, als wenn man einfach ein Brett über den Wasserlauf legen würde). Solche Bauwerke sind zwar auch Brücken, allerdings Überwege, die sich in der Regel innerhalb der Penalty Area - also nicht im Gelände - befinden.

Und in Bezug auf überwiegend kommen wir wieder einmal auf die wichtige Aufgabe der vorherigen Kennzeichnung von Hindernisgrenzen durch die Spielleitung zu sprechen. Eine Spielleitung sollte im Vorfeld den Platz so herrichten, dass der Spieler in der Lage ist die richtige Einschätzung zu treffen. Und wenn dieses nicht eindeutig möglich ist, dann hat der Spieler nach R20.1c(3) die Option einen zweiten Ball zu spielen, die Stelle zu markieren und den Sachverhalt im Nachgang durch die Spielleitung klären zu lassen... (tk)Image attachment

Auf Facebook kommentieren

@ Rupert Schierz. In den Definitionen ist zu lesen: Hemmnis Beispiele für Hemmnisse: Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen. Insofern ist das Bild mit dem Rohr etwas unglücklich gewählt, weil kein künstlicher Übergang vorhanden ist. Ich habe mir erlaubt einzuzeichnen wie die Spielleitung in diesem Fall mit Sprühdose arbeiten sollte (ich kann es nicht besser). Damit wäre der Status geklärt und die Vorgehensweise wäre mit der vom 14. März identisch - ergo keine Erleichterung.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass manche Golfregeln passend zur Situation ausgelegt werden. Während am 14. März der erdige Weg keine Erleichterung bietet, ist ein ähnlich beschaffener Weg hier eine Brücke zwischen den Hindernissen, auf dem Erleichterung möglich ist, bloß weil sich ein Rohr darunter befindet. Oder verstehe ich in der Beschreibung etwas falsch?

4 Wochen her
Golf Rules

Eine kurze Frage kam von Roland: "Ich habe meinen Ball links in den Busch gespielt. Mit zwei Schlägerlängen komme ich nicht heraus. Auch die Verlängerung nach Hinten funktioniert nicht. Was kann ich tun. Vielen Dank für die Hilfe"

Die beiden geschilderten Optionen sind zwei aus der Regel R19.2 "Erleichterungsverfahren für einen unspielbaren Ball im Gelände oder auf dem Grün". In dieser Situation ist ein weitere zusätzliche Möglichkeit das Handeln nach R19.2a - der Spieler darf den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball von der Stelle spielen, von der der vorherige Schlag gemacht wurde.

Aber zudem ist auch denkbar, dass 2x nach den o.g. Optionen verfahren wird: also z.B. den Ball mit einem Strafschlag im Erleichterungsbereich nach R19.2c "Seitliche Erleichterung" droppen und dann anschließend den Ball ein weiteres Mal unspielbar erklären. Mit einem weiteren Strafschlag könnte dann noch einmal das Erleichterungsverfahren für den (weiterhin) unspielbaren Ball angewandt werden.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht gleich beide Erleichterungsverfahren gemeinsam angewandt werden, in dem z.B. auf einmal vier Schlägerlängen abgemessen werden. Hier heißt es - wie auch bei den anderen Erleichterungsverfahren - die sequentielle Abarbeitung einer Regelsituation nach der anderen... (tk)
... MehrWeniger

Eine kurze Frage kam von Roland: Ich habe meinen Ball links in den Busch gespielt. Mit zwei Schlägerlängen komme ich nicht heraus. Auch die Verlängerung nach Hinten funktioniert nicht. Was kann ich tun. Vielen Dank für die Hilfe

Die beiden geschilderten Optionen sind zwei aus der Regel R19.2 Erleichterungsverfahren für einen unspielbaren Ball im Gelände oder auf dem Grün. In dieser Situation ist ein weitere zusätzliche Möglichkeit das Handeln nach R19.2a - der Spieler darf den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball von der Stelle spielen, von der der vorherige Schlag gemacht wurde.

Aber zudem ist auch denkbar, dass 2x nach den o.g. Optionen verfahren wird: also z.B. den Ball mit einem Strafschlag im Erleichterungsbereich nach R19.2c Seitliche Erleichterung droppen und dann anschließend den Ball ein weiteres Mal unspielbar erklären. Mit einem weiteren Strafschlag könnte dann noch einmal das Erleichterungsverfahren für den (weiterhin) unspielbaren Ball angewandt werden.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht gleich beide Erleichterungsverfahren gemeinsam angewandt werden, in dem z.B. auf einmal vier Schlägerlängen abgemessen werden. Hier heißt es - wie auch bei den anderen Erleichterungsverfahren - die sequentielle Abarbeitung einer Regelsituation nach der anderen... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Deshalb sollte man sich immer gut überlegen und anschauen, ob man mit den zwei Schlägerlängen aus der Unspielbaren Lage des Balles herauskommt. Voreiliges Handeln bringt dann Überraschungen.

4 Wochen her
Golf Rules

Der Messpunkt auf dem Abschlag gibt Auskunft, von welcher Stelle des Abschlages bis Mitte des Grüns die Vermessung des Platzes beim Course-Rating durchgeführt wurde. Zudem bietet diese dem Spieler eine Orientierung, welche Abschlagfarbe diesem Abschlag zugeordnet ist und wie lang die Bahnlänge (auf den nächsten ganzen Meter gerundet) misst.

Der DGV empfiehlt, dass die Abschlagmarkierungen für jede Abschlagfarbe auf einem Golfplatz einheitlich sein und das eine Verknüpfung von Abschlagsfarben mit den Geschlechtern oder bestimmter Altersgruppen dabei vermieden werden sollte. Gelbe Abschläge als hintere Standardabschläge und rote Abschläge als vordere Standardabschläge müssen auf jedem Platz vorkommen (schwarz, weiß, blau, orange und grün können abweichenden Längen zugeordnet werden).

Eine entsprechende Pflege des Greenkeeping hilft hier also auch weiter, um den Spielern (insb. auswärtige Gäste) mit den entsprechenden Informationen zu versorgen.

Aber auch für die Spielleitung ist der Abschlag / Messpunkt von entscheidender Bedeutung:
- Bei der Auswahl der für das Turnier zu verwendenden Abschläge sollte die Spielleitung sowohl die Schwierigkeit des Platzes wie auch die Spielstärke der Teilnehmer berücksichtigen. Es wäre zum Beispiel nicht ratsam und könnte erhebliche Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit haben, wenn zum Beispiel Abschläge gewählt werden, die zum Überspielen von Flächen zwingen, und viele teilnehmende Spieler dies nicht anders als mit ihren allerbesten Schlägen schaffen.
- Die Spielleitung darf andere Abschläge für Turniere als für den allgemeinen Spielbetrieb verwenden. Geschieht dies, sollte die Spielleitung bezüglich möglicher Auswirkungen auf das Course Rating die Richtlinien oder Empfehlungen des Vorgabensystems beachten. Anderenfalls könnten die Ergebnisse nicht zur Vorgabenfortschreibung herangezogen werden.
- Die Lage der Abschlagmarkierungen darf zwischen den Runden verändert werden, einschließlich wenn an einem Tag mehrere Runden gespielt werden.
- Der vordere Bereich eines Abschlags, wie in den Golfregeln definiert, sollte nicht mehr als 10 Meter vor oder hinter dem Messpunkt auf jedem Loch gesetzt werden. Insgesamt darf der Golfplatz nicht mehr als 100 Meter von der vermessenen Länge abweichen um die korrekte Berücksichtigung des Course Ratings und Slope Ratings in der Berechnung des Score Differentials des Spielers zu gewährleisten. (tk)
... MehrWeniger

Der Messpunkt auf dem Abschlag gibt Auskunft, von welcher Stelle des Abschlages bis Mitte des Grüns die Vermessung des Platzes beim Course-Rating durchgeführt wurde. Zudem bietet diese dem Spieler eine Orientierung, welche Abschlagfarbe diesem Abschlag zugeordnet ist und wie lang die Bahnlänge (auf den nächsten ganzen Meter gerundet) misst. 

Der DGV empfiehlt, dass die Abschlagmarkierungen für jede Abschlagfarbe auf einem Golfplatz einheitlich sein und das eine Verknüpfung von Abschlagsfarben mit den Geschlechtern oder bestimmter Altersgruppen dabei vermieden werden sollte. Gelbe Abschläge als hintere Standardabschläge und rote Abschläge als vordere Standardabschläge müssen auf jedem Platz vorkommen (schwarz, weiß, blau, orange und grün können abweichenden Längen zugeordnet werden).

Eine entsprechende Pflege des Greenkeeping hilft hier also auch weiter, um den Spielern (insb. auswärtige Gäste) mit den entsprechenden Informationen zu versorgen.

Aber auch für die Spielleitung ist der Abschlag / Messpunkt von entscheidender Bedeutung: 
- Bei der Auswahl der für das Turnier zu verwendenden Abschläge sollte die Spielleitung sowohl  die Schwierigkeit des Platzes wie auch die Spielstärke der Teilnehmer berücksichtigen. Es wäre zum Beispiel nicht ratsam und könnte erhebliche Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit  haben, wenn zum Beispiel Abschläge gewählt werden, die zum Überspielen von Flächen zwingen, und viele teilnehmende Spieler dies nicht anders als mit ihren allerbesten Schlägen schaffen.
- Die Spielleitung darf andere Abschläge für Turniere als für den allgemeinen Spielbetrieb verwenden. Geschieht dies, sollte die Spielleitung bezüglich möglicher Auswirkungen auf das Course Rating die Richtlinien oder Empfehlungen des Vorgabensystems beachten. Anderenfalls könnten die Ergebnisse nicht zur Vorgabenfortschreibung herangezogen werden.
- Die Lage der Abschlagmarkierungen darf zwischen den Runden verändert werden, einschließlich wenn an einem Tag mehrere Runden gespielt werden.
- Der vordere Bereich eines Abschlags, wie in den Golfregeln definiert, sollte nicht mehr als 10 Meter vor oder hinter dem Messpunkt auf jedem Loch gesetzt werden. Insgesamt darf der Golfplatz nicht mehr als 100 Meter von der vermessenen Länge abweichen um die korrekte Berücksichtigung des Course Ratings und Slope Ratings in der Berechnung des Score Differentials des Spielers zu gewährleisten. (tk)
4 Wochen her
Golf Rules

Eine Balllage, welche in Spielergruppen oder anschließend immer wieder zu Diskussionen führt. Erhält der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1?

Die einfache Antwort lautet: nein.

Straflose Erleichterung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse bedingen, dass der Spieler durch Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbeweglichem Hemmnis oder zeitweiligem Wasser behindert wird. Der erste und letzte Umstand kann ausgeschlossen werden - aber was ist mit den anderen?

Bei dem Weg handelte es sich nicht um ein Hemmnis, da hierzu nur Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche zählen. Auch rechtfertigt das niedergefahrene Gras nicht, diesen Bereich als Boden in Ausbesserung zu behandeln.

Es handelt sich somit letztendlich um Gelände, aus dem der Ball zu spielen ist, wie dieser zur Ruhe gekommen ist.

Die Spielleitung hätte zwei Optionen:
- Eine tiefe Fahrspur eines Traktors (ggf. mit Reifenspuren) könnte als "Boden in Ausbesserung" erklärt werden (s. Musterplatzregel F-1).
- Behindern nicht künstlich befestigte Straßen oder Wege ein faires Spiel, darf die Spielleitung solche Straßen zu unbeweglichen Hemmnissen erklären, von denen straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist (s. Musterplatzregel F-17). Allerdings ist mit weiteren Diskussionen zu rechnen, wenn bei einer Straße / Weg mit unklarer Abgrenzung nicht klar festgestellt werden kann, ob der Ball oder Stand zur Anwendung der MPR berechtigt.

Die Spielleitung sollte dieses bei der Inkraftsetzung berücksichtigen und ggf. den Bereich entsprechend kennzeichnen... (tk)
... MehrWeniger

Eine Balllage, welche in Spielergruppen oder anschließend immer wieder zu Diskussionen führt. Erhält der Spieler straflose Erleichterung nach R16.1?

Die einfache Antwort lautet: nein.

Straflose Erleichterung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse bedingen, dass der Spieler durch Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbeweglichem Hemmnis oder zeitweiligem Wasser behindert wird. Der erste und letzte Umstand kann ausgeschlossen werden - aber was ist mit den anderen?

Bei dem Weg handelte es sich nicht um ein Hemmnis, da hierzu nur Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche zählen. Auch rechtfertigt das niedergefahrene Gras nicht, diesen Bereich als Boden in Ausbesserung zu behandeln.

Es handelt sich somit letztendlich um Gelände, aus dem der Ball zu spielen ist, wie dieser zur Ruhe gekommen ist.

Die Spielleitung hätte zwei Optionen:
- Eine tiefe Fahrspur eines Traktors (ggf. mit Reifenspuren) könnte als Boden in Ausbesserung erklärt werden (s. Musterplatzregel F-1).
- Behindern nicht künstlich befestigte Straßen oder Wege ein faires Spiel, darf die Spielleitung solche Straßen zu unbeweglichen Hemmnissen erklären, von denen straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist (s. Musterplatzregel F-17). Allerdings ist mit weiteren Diskussionen zu rechnen, wenn bei einer Straße / Weg mit unklarer Abgrenzung nicht klar festgestellt werden kann, ob der Ball oder Stand zur Anwendung der MPR berechtigt. 

Die Spielleitung sollte dieses bei der Inkraftsetzung berücksichtigen und ggf. den Bereich entsprechend kennzeichnen... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Die Sache ist doch total simpel... findet gerade ein Turnier statt? Geht es um eine Eds Runde? Nein... also leg den Ball besser, genieße deine Golf Runde und fertig..

Kann man nicht übereinkommen, dass es sich um „ungewöhnlich beschaffenen Boden“ handelt?

Fred Feuerstuhl: Bahn 18....

1 Monat her
Golf Rules

Das gestrige GolfRules@Stream#2 war wieder eine schöne Veranstaltung - es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht uns mal wieder mit Euch auszutauschen. Insbesondere noch einmal lieben Dank an Andreas Flohr, der mit seinen Folien zum WHS (World-handicap-System) durch den Abend geführt hat, aber auch an Euch alle für die anschließende Diskussion zu dem Thema.

Beim "Absacker" haben wir dann gestern auch kurz darüber gesprochen, dass GolfRules@Stream#3 kommen wird. Dann mit dem von Euch gewünschten Schwerpunkt "Platzregeln"...
... MehrWeniger

Das gestrige GolfRules@Stream#2 war wieder eine schöne Veranstaltung - es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht uns mal wieder mit Euch auszutauschen. Insbesondere noch einmal lieben Dank an Andreas Flohr, der mit seinen Folien zum WHS (World-handicap-System) durch den Abend geführt hat, aber auch an Euch alle für die anschließende Diskussion zu dem Thema.

Beim Absacker haben wir dann gestern auch kurz darüber gesprochen, dass GolfRules@Stream#3 kommen wird. Dann mit dem von Euch gewünschten Schwerpunkt Platzregeln...

Auf Facebook kommentieren

Ich bedanke mich auch für die Erläuterungen, auch wenn sie wohl mehr an Golf Manager jeglicher Art gingen als an mich Otto Normal Golfer. Ich fand es doch sehr interessant, wenn ich die Hintergründe auch nicht ganz verstanden habe, dass man theoretisch mit 38 Stableford Punkten ein Turnier gewinnen kann und nach Sonnenuntergang, oder am nächsten Morgen, erfährt, dass sich der WHI verschlechtert hat. Falls ich das so richtig verstanden habe.

War super, und super, dass ich als Reingschmeckter warm und herzlich empfangen wurde. Super Truppe ☝🏻

Klasse Runde wieder. Bei dem Fußballergebnis hätte ich meine Prioritäten doch anders setzen sollen. Und zum HCPi: Scorekarte abgeben - Bier trinken - aufwachen - überraschen lassen...

Cool da bin ich interessiert 🤔

Und super, dass man es sich im Nachhinein einfach anschauen kann. Danke!

View more comments

1 Monat her
Golf Rules

Pfosten auf dem Platz gelten ohne besondere Kennzeichnung oder anderweitiger Platzregeln als bewegliche Hemmnisse. Allerdings haben künstliche Gegenstände, die Aus definieren (wie Mauern, Zäune, Pfosten oder Geländer) einen anderen Status - von diesen wird keine Erleichterung gewährt. Ausmarkierungen sind somit keine Hemmnisse oder Bestandteile des Platzes.

Das führt bei dieser besonderen Balllage dazu, dass der rote Pfosten für die Kennzeichnung der seitlichen Penalty Area entfernt werden darf - der weiße Pfosten der Ausgrenze jedoch nicht. (tk)
... MehrWeniger

Pfosten auf dem Platz gelten ohne besondere Kennzeichnung oder anderweitiger Platzregeln als bewegliche Hemmnisse. Allerdings haben künstliche Gegenstände, die Aus definieren (wie Mauern, Zäune, Pfosten oder Geländer) einen anderen Status - von diesen wird keine Erleichterung gewährt. Ausmarkierungen sind somit keine Hemmnisse oder Bestandteile des Platzes.

Das führt bei dieser besonderen Balllage dazu, dass der rote Pfosten für die Kennzeichnung der seitlichen Penalty Area entfernt werden darf - der weiße Pfosten der Ausgrenze jedoch nicht. (tk)
1 Monat her
Golf Rules

GolfRules@Stream#2 - Heute zum WHS ... MehrWeniger

Auf Facebook kommentieren

Hat mir super gefallen. Hoffentlich bis bald "auf diesem Kanal"👍

Top infos, Vielen Dank aus Chemnitz

super Sendung

ich befuerchte einen zuwachs der schleifchen 4erScramble

Ich finde die Emailadresse auch nicht.

Ich habe sehr interessiert zugehört, aber ich frage mich wirklich, wie man das auf einem Herrennachmittag erklären soll 🤷‍♂️...vielleicht wird's ja irgendwann ganz normal 🏌️‍♂️🏌️‍♂️ Danke für die Infos!!

Fragen können gern auch hier in der Kommentarspalte gestellt werden.

Noch eine Anmerkung bei 1h06: die Nachkommastelle kann sich natürlich ändern, da einer der beiden Faktoren sich geändert hat. Und der PCC bezieht sich nur auf den CR - deswegen heißt dieser ja "Course-Rating-Korrektur"... 😉

Wo sehe ich die Email Adresse ?

Wer Interesse an der Präsentation hat, bitte PN mit email-adresse an mich

View more comments

1 Monat her
Golf Rules

Heute Abend ist es soweit, um 20:00 Uhr geht es los:

GolfRules@Stream#2 - Diesmal geht es um den WHI, den World Handicap Index.

Nach der ersten GolfRules@Stream-Runde haben wir für die zweite Ausgabe mit Andreas Flohr aus dem Burgdorfer Golfclub e. V. einen Referee-Kollegen für einen Vortrag zum World-Handicap-Index-System gewinnen können, der hier schon ein wenig Expertise sammeln konnte. Nach einem Vortrag zum Thema besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmern zum Thema auszutauschen.

Teilnehmen könnt ihr über den unten stehenden Zoom-Link oder einfach indem ihr hier bei Facebook die Veranstaltung schaut und uns über die Kommentare Eure Fragen, Meinungen und Anregungen gebt.

Wir freuen uns auf Euch!

zoom.us/j/96353698992?pwd=UDkxMlN1clhFdS9NdGNrajZ6OWk5UT09

Meeting-ID: 963 5369 8992
Kenncode: 589893
... MehrWeniger

Heute Abend ist es soweit, um 20:00 Uhr geht es los:

GolfRules@Stream#2 - Diesmal geht es um den WHI, den World Handicap Index.

Nach der ersten GolfRules@Stream-Runde haben wir für die zweite Ausgabe mit Andreas Flohr aus dem Burgdorfer Golfclub e. V. einen Referee-Kollegen für einen Vortrag zum World-Handicap-Index-System gewinnen können, der hier schon ein wenig Expertise sammeln konnte. Nach einem Vortrag zum Thema besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmern zum Thema auszutauschen.

Teilnehmen könnt ihr über den unten stehenden Zoom-Link oder einfach indem ihr hier bei Facebook die Veranstaltung schaut und uns über die Kommentare Eure Fragen, Meinungen und Anregungen gebt.

Wir freuen uns auf Euch!

https://zoom.us/j/96353698992?pwd=UDkxMlN1clhFdS9NdGNrajZ6OWk5UT09

Meeting-ID: 963 5369 8992
Kenncode: 589893
1 Monat her
Golf Rules

Die in Regel 16.1 beschriebene Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen schließen auch die Erleichterung von unbeweglichen Hemmnissen ein. Allerdings heißt eine Beeinträchtigung nicht immer und automatisch, das der Spieler nach dieser Regel straflose Erleichterung erhält.

In dem bebilderten Fall wird der Schlag zum Grün zweifelsfrei von dem Schild behindert. Allerdings liegt der Ball dermaßen unglücklich an dem Baum, dass auch ohne das Schild der Schlag nicht durchgeführt werden könnte. Nach R16.1a(3) bekommt der Spieler keine Erleichterung nach R16.1, wenn es eindeutig unvernünftig ist den Ball zu spielen. Dieses schließt mit ein, dass auch keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Beeinträchtigung ausschließlich deshalb gegeben ist, weil ein Spieler einen unter den Umständen eindeutig unvernünftigen Schläger, Stand oder eine unter den Umständen eindeutig unvernünftige Spielrichtung wählt. (tk)
... MehrWeniger

Die in Regel 16.1 beschriebene Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen schließen auch die Erleichterung von unbeweglichen Hemmnissen ein. Allerdings heißt eine Beeinträchtigung nicht immer und automatisch, das der Spieler nach dieser Regel straflose Erleichterung erhält.

In dem bebilderten Fall wird der Schlag zum Grün zweifelsfrei von dem Schild behindert. Allerdings liegt der Ball dermaßen unglücklich an dem Baum, dass auch ohne das Schild der Schlag nicht durchgeführt werden könnte. Nach  R16.1a(3) bekommt der Spieler keine Erleichterung nach R16.1, wenn es eindeutig unvernünftig ist den Ball zu spielen. Dieses schließt mit ein, dass auch keine Erleichterung gewährt wird, wenn die Beeinträchtigung ausschließlich deshalb gegeben ist, weil ein Spieler einen unter den Umständen eindeutig unvernünftigen Schläger, Stand oder eine unter den Umständen eindeutig unvernünftige Spielrichtung wählt. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Interessant wär die Lösung, wenn Baum und Schild mal den Platz tauschen würden.

1 Monat her
Golf Rules

Regel16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" behandelt straflose Erleichterung, die bei Beeinträchtigung durch Tierlöcher, Boden in Ausbesserung, unbewegliche Hemmnisse oder zeitweiliges Wasser zulässig ist.

Erleichterung ist zulässig, wenn einer der folgenden Punktezutrifft:
- der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder,
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie.

Dabei ist zu beachten, dass die Spielleitung eine Platzregel erlassen darf, welche Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist (Musterplatzregel F-6).

In diesem Fall ist die Spielerin berechtigt am nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung den Erleichterungsbereich zu bestimmen und in diesem den Ball straflos zu droppen - im Falle der rechthändigen Spielerin (ohne MPR) wahrscheinlich auf der linken Seite des Maulwurfshaufen. (tk)
... MehrWeniger

Regel16.1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) behandelt straflose Erleichterung, die bei Beeinträchtigung durch Tierlöcher, Boden in Ausbesserung, unbewegliche Hemmnisse oder zeitweiliges Wasser zulässig ist.

Erleichterung ist zulässig, wenn einer der folgenden Punktezutrifft:
- der Ball des Spielers berührt oder liegt in oder auf ungewöhnlichen Platzverhältnissen,
- ungewöhnliche Platzverhältnisse beeinträchtigen den beabsichtigten Stand oder den Raum des beabsichtigten Schwungs des Spielers oder,
- wenn der Ball auf dem Grün liegt, ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün oder außerhalb des Grüns beeinträchtigen die Spiellinie.

Dabei ist zu beachten, dass die Spielleitung eine Platzregel erlassen darf, welche Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagt, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist (Musterplatzregel F-6). 

In diesem Fall ist die Spielerin berechtigt am nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung den Erleichterungsbereich zu bestimmen und in diesem den Ball straflos zu droppen - im Falle der rechthändigen Spielerin (ohne MPR) wahrscheinlich auf der linken Seite des Maulwurfshaufen. (tk)

Auf Facebook kommentieren

zB ÖGV - Wettbewerbsbestimmungen

Kurze Nachfrage: beim Stand einnehmen (unterstellt, es gilt die Musterplatzregel) muss ich dann aber vorgehen wie zum Beispiel im Bunker: mit den Füßen in den Maulwurfshügel hineintreten, auch „eingraben“ für einen besseren Stand ist erlaubt - aber mit dem Fuß den Hügel vorher einebnen nicht?

1 Monat her
Golf Rules

Tierspuren auf dem Platz kommen hier und da häufiger vor und können zu einem dauerhaften Problem bei Balllage führen. Hiermit sind nicht die niedergetretenen Tierspuren oder Laufwege in ein Tierloch gemeint, welche nach der Definition "Tierloch" sowieso als ungewöhnliche Platzverhältnisse Einzug in die Definition gefunden haben.

Vielmehr geht es um mehr oder weniger vereinzelte Hufabdrücke von Rehen, Pferden oder ähnlichem in bestimmten Bereichen des Platzes oder einzelnen Spielbahnen. Durch das Inkraftsetzen von Musterplatzregel F-13 "Hufspuren von Tieren" kann die Spielleitung hiermit Spielern auch in diesen Situationen die Möglichkeit der straflosen Erleichterung von diesen Schäden als Boden in Ausbesserung ermöglichen, ohne alle solche Bereiche markieren zu müssen: "Beschädigungen, die eindeutig von Tierhufen verursacht wurden, sind Boden in Ausbesserung, von dem straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist." (tk)
... MehrWeniger

Tierspuren auf dem Platz kommen hier und da häufiger vor und können zu einem dauerhaften Problem bei Balllage führen. Hiermit sind nicht die niedergetretenen Tierspuren oder Laufwege in ein Tierloch gemeint, welche nach der Definition Tierloch sowieso als ungewöhnliche Platzverhältnisse Einzug in die Definition gefunden haben.

Vielmehr geht es um mehr oder weniger vereinzelte Hufabdrücke von Rehen, Pferden oder ähnlichem in bestimmten Bereichen des Platzes oder einzelnen Spielbahnen. Durch das Inkraftsetzen von Musterplatzregel F-13 Hufspuren von Tieren kann die Spielleitung hiermit Spielern auch in diesen Situationen die Möglichkeit der straflosen Erleichterung von diesen Schäden als Boden in Ausbesserung ermöglichen, ohne alle solche Bereiche markieren zu müssen: Beschädigungen, die eindeutig von Tierhufen verursacht wurden, sind Boden in Ausbesserung, von dem straflose Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist. (tk)

Auf Facebook kommentieren

Bei uns ist mal während eines Turniers ein durchgebranntes Pferd vom nahegelegenen Reiterhof über den Platz gestürmt und hat auf dem Grün der Bahn 1 seine deutlichen Spuren hinterlassen. Eine entsprechende Platzregel gab es nicht. Also war nur (es war nach 2019) das Ausbessern der Hufspuren möglich, so weit das eben gelang. Ein Bekannter hatte mir danach erzählt, daß er gerade beim Putten war, als er bemerkte, daß all seine Mitspieler auf einmal fluchtartig das Grün verlassen hätten. 😅

1 Monat her
Golf Rules

Runde #1 nach dem Lockdown in NRW hat mich (Thomas) am Wochenende gleich an verschiedenen Stellen in den so geliebten Bunker geführt. Schon bewusst, dass wir diese Situationen in unseren Berichten schon ein paar Mal hatten, macht es ggf. zu Beginn der Saison noch einmal Sinn, um auf ein paar Besonderheiten im Bunker hinzuweisen.

Regel R12.2a "Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe und beweglicher
Hemmnisse" gestattet es lose hinderliche Naturstoffe (nach R15.1 - also z.B. Steine, Gras, Blätter, Stöcke, Klumpen aus fester Erde, ...) und bewegliche Hemmnisse (nach R15.2 - z.B. Bunkerharken) zu entfernen. Beim Entfernen der losen hinderlichen Naturstoffe ist aber darauf zu achten, dass sich der Ball dabei nicht bewegen darf, da sich der Spieler sonst einen Strafschlag zuzieht (s. R15.1b).

In dem Fall, wo die Balllage durch die Rehspur oder den "Hinterlassenschaften" des Greenkeeping-Team beeinträchtigt ist, hat der Spieler allerdings keinen Anspruch auf eine straflose Erleichterung. Das ist "Pech" - der Ball ist aus der Lage zu spielen, wie dieser liegt.

PS: Auf Musterplatzregel F-13 kommen wir morgen zu sprechen... 😉 (tk)
... MehrWeniger

Runde #1 nach dem Lockdown in NRW hat mich (Thomas) am Wochenende gleich an verschiedenen Stellen in den so geliebten Bunker geführt. Schon bewusst, dass wir diese Situationen in unseren Berichten schon ein paar Mal hatten, macht es ggf. zu Beginn der Saison noch einmal Sinn, um auf ein paar Besonderheiten im Bunker hinzuweisen. 

Regel R12.2a Entfernen loser hinderlicher Naturstoffe und beweglicher 
Hemmnisse gestattet es lose hinderliche Naturstoffe (nach R15.1 - also z.B. Steine, Gras, Blätter, Stöcke, Klumpen aus fester Erde, ...) und bewegliche Hemmnisse (nach R15.2 - z.B. Bunkerharken) zu entfernen. Beim Entfernen der losen hinderlichen Naturstoffe ist aber darauf zu achten, dass sich der Ball dabei nicht bewegen darf, da sich der Spieler sonst einen Strafschlag zuzieht (s. R15.1b).

In dem Fall, wo die Balllage durch die Rehspur oder den Hinterlassenschaften des Greenkeeping-Team beeinträchtigt ist, hat der Spieler allerdings keinen Anspruch auf eine straflose Erleichterung. Das ist Pech - der Ball ist aus der Lage zu spielen, wie dieser liegt.

PS: Auf Musterplatzregel F-13 kommen wir morgen zu sprechen... ;-) (tk)Image attachmentImage attachment
1 Monat her
Golf Rules

Zum Weltfrauentag heute mal was vom roten Tee: "Ja was macht denn die da? Das ist doch verboten. Das gibt Strafschläge..." - so die Rückmeldung auf den Schlag der Spielerin vom Tee. Aber ist das wirklich so - und warum eigentlich soll es Strafschläge geben?

Denn ganz so einfach ist es nicht. Zunächst einmal verlangt R6.1b, dass der Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden muss. Befindet sich der Spieler im Zählspiel (R6.1b(2)), so zieht sich der Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt. Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel. Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht. Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

In diesem Fall befand sich die Spielerin beim Abschlag in einem Lochspiel (R6.1b(2)) und dann ist diese Handlung straflos. Allerdings darf der Gegner den Schlag unverzüglich für ungültig erklären.

Und wie das Leben so spielt - da es sich in dieser Situation um einen ziemlich guten Schlag auf das Grün nahe an das Loch handelte, gab der Gegner der Spielerin die "Chance", erneut einen regelkonformen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen. Das war doch sehr nett und passt zum heutigen Tag... (tk)
... MehrWeniger

Zum Weltfrauentag heute mal was vom roten Tee: Ja was macht denn die da? Das ist doch verboten. Das gibt Strafschläge... - so die Rückmeldung auf den Schlag der Spielerin vom Tee. Aber ist das wirklich so - und warum eigentlich soll es Strafschläge geben?

Denn ganz so einfach ist es nicht. Zunächst einmal verlangt R6.1b, dass der Ball von innerhalb des Abschlags gespielt werden muss. Befindet sich der Spieler im Zählspiel (R6.1b(2)), so zieht sich der Spieler die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags spielt. Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel. Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht. Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

In diesem Fall befand sich die Spielerin beim Abschlag in einem Lochspiel (R6.1b(2)) und dann ist diese Handlung straflos. Allerdings darf der Gegner den Schlag unverzüglich für ungültig erklären. 

Und wie das Leben so spielt - da es sich in dieser Situation um einen ziemlich guten Schlag auf das Grün nahe an das Loch handelte, gab der Gegner der Spielerin die Chance, erneut einen regelkonformen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen. Das war doch sehr nett und passt zum heutigen Tag... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Ich mache es anders herum: Ich vergebe diese ‚zweite Chance‘ beim Drive in die Botanik und versuche trotzdem, selbst das Loch zu gewinnen 😀

Auf dem Bild steht sie doch eindeutig auf der markierten Fläche. Greift da nicht vielmehr die Grenze von 2 Schlägerlänge hinter den Markierungen? Und Kavalier hin oder her: Für Driver am Par3 sollte sie sich die doppelte Grundstrafe notieren. #heutemalalbern 🤡

Gute Idee, wäre aber nicht regelkonform 😉

1 Monat her
Golf Rules

Strafschläge. Kaum etwas nervt den Golfer so sehr. Mein Platzreifegolflehrer hat mir damals die einzelnen Strafschläge als Preis für Erleichterung und somit "Schlag mit sicherem Ergebnis" näher gebracht, einer Maxime, der ich ähnlich wie "Golf ist kein Sport sondern eine Lebenseinstellung" heute noch anhänge. Ärgerlicher sind schon Strafschläge im Doppel, doch auch da gibt es einen Weg sie zu vermeiden - die Regeln zu kennen und zu befolgen.

Thomas hat sich einmal die Mühe gemacht sechs goldene Regeln zur Strafschlagvermeidung aufzuschreiben, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Strafschlagvermeidung - sechs goldene Regeln

6. Informiere Dich, wie mit Regel 20.1c(3) (Zweifel über Spielweise) zu Verfahren ist!

Durch diese Regel ist es erlaubt das Loch mit zwei Bällen zu Ende zu spielen, wenn beim Spiel Zweifel über die Rechte oder die richtige Vorgehensweise entstehen. Die nachträgliche Entscheidungen durch die Spielleitung ermöglicht den regelkonformen Umgang mit der Spielsituation und schützt vor der Disqualifikation. Aber merke: das Spielen dieses sogenannten "Regelballs" ist nur im Zählspiel erlaubt.

5. Berühre niemals den Ball im Spiel!

Es gibt mehrere Situationen in denen die Regeln nicht verlangen den Ball vor der Berührung zu kennzeichnen (z. B. wenn der Ball für „unspielbar“ erklärt wird). Es sollte aber zur Gewohnheit werden zuerst den Ball zu kennzeichnen, bevor irgendwelche Aktionen durchgeführt werden, welche die Berührung des Ball verlangen (z.B. Identifikation).

4. Lies die lokalen Platzregeln!

Neben den allgemeingültigen Golfregeln und der Wettspielausschreibung gelten auch die lokalen Platzregeln für das Spiel auf der Runde. Diese sind aber von Platz zu Platz sehr unterschiedlich, so dass die Information unbedingt vor der Runde eingeholt werden sollte. Lokale Platzregeln detaillieren bestimmte Sachverhalte auf dem Platz (z.B. Ausgrenzen, Biotope, …), definieren Einschränkungen für das Spiel (z.B. Status von Markierungspfosten, Treffen von Stromleitungen/-masten, …), unterstützen / schützen den Spieler auf der Runde (z.B. Definition von Bereichen, der als Boden in Ausbesserungen deklariert ist, Entfernen von Steinen aus dem Bunker, …) oder erlauben die Benutzung von Geräten, die ausschließlich die
Entfernung messen oder abschätzen.

3. Immer erst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung (Bezugspunkt + Erleichterungsbereich) bestimmen, bevor der Ball aufgenommen wird!

Manchmal ist es besser den Ball zu spielen wie er liegt, als durch die Wahl des nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung und den daraus resultierenden Erleichterungsbereich in eine schlechtere Lage zu gelangen. Also erst überlegen, ob die Option eine wirkliche Verbesserung der Spielsituation bewirkt oder ob das Spielen von der ursprünglichen Stelle die bessere Alternative darstellt.

2. Festlegung einer Routine beim Ball markieren und Versetzen auf dem Grün!

Nach der Aufforderung des Mitspielers den Ball / die Ballmarke auf dem Grün zu versetzen, sollte eine feste Routine angewandt werden (z.B. Umdrehen des Ballmarkers, wenn der Ball versetzt wurde). Wird die Markierung nach dem Versetzen nicht an den ursprünglichen Punkt zurückgelegt und der Ball deswegen vom falschen Ort gespielt, so wird dieses mit einer Strafe von zwei Schlägen im Zählspiel oder Verlust des Lochs im Lochspiel bestraft.

1. Individuelle Kennzeichnung der Spielbälle!

Das Spielen eines falschen Ball ist ein äußerst ärgerlicher und ein unnötiger Regelverstoß, welcher mit einer INDIVIDUELLEN Markierung auf dem Ball ganz einfach vermieden werden kann. Das Markieren ist zwar nicht vorgeschrieben, vermeidet aber, dass ein Ball mangels "eindeutiger Identifikation" als verloren gilt. Dieses sollte für jeden Ball gemacht werden – auch für den / die provisorischen Bälle.

Und, was habt Ihr für Regeln zur Vermeidung von Strafschlägen?
... MehrWeniger

Strafschläge. Kaum etwas nervt den Golfer so sehr. Mein Platzreifegolflehrer hat mir damals die einzelnen Strafschläge als Preis für Erleichterung und somit Schlag mit sicherem Ergebnis näher gebracht, einer Maxime, der ich ähnlich wie Golf ist kein Sport sondern eine Lebenseinstellung heute noch anhänge. Ärgerlicher sind schon Strafschläge im Doppel, doch auch da gibt es einen Weg sie zu vermeiden - die Regeln zu kennen und zu befolgen.

Thomas hat sich einmal die Mühe gemacht sechs goldene Regeln zur Strafschlagvermeidung aufzuschreiben, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Strafschlagvermeidung - sechs goldene Regeln

6. Informiere Dich, wie mit Regel 20.1c(3) (Zweifel über Spielweise) zu Verfahren ist!

Durch diese Regel ist es erlaubt das Loch mit zwei Bällen zu Ende zu spielen, wenn beim Spiel Zweifel über die Rechte oder die richtige Vorgehensweise entstehen. Die nachträgliche Entscheidungen durch die Spielleitung ermöglicht den regelkonformen Umgang mit der Spielsituation und schützt vor der Disqualifikation. Aber merke: das Spielen dieses sogenannten Regelballs ist nur im Zählspiel erlaubt.

5. Berühre niemals den Ball im Spiel!

Es gibt mehrere Situationen in denen die Regeln nicht verlangen den Ball vor der Berührung zu kennzeichnen (z. B. wenn der Ball für „unspielbar“ erklärt wird). Es sollte aber zur Gewohnheit werden zuerst den Ball zu kennzeichnen, bevor irgendwelche Aktionen durchgeführt werden, welche die Berührung des Ball verlangen (z.B. Identifikation).

4. Lies die lokalen Platzregeln!

Neben den allgemeingültigen Golfregeln und der Wettspielausschreibung gelten auch die lokalen Platzregeln für das Spiel auf der Runde. Diese sind aber von Platz zu Platz sehr unterschiedlich, so dass die Information unbedingt vor der Runde eingeholt werden sollte. Lokale Platzregeln detaillieren bestimmte Sachverhalte auf dem Platz (z.B. Ausgrenzen, Biotope, …), definieren Einschränkungen für das Spiel (z.B. Status von Markierungspfosten, Treffen von Stromleitungen/-masten, …), unterstützen / schützen den Spieler auf der Runde (z.B. Definition von Bereichen, der als Boden in Ausbesserungen deklariert ist, Entfernen von Steinen aus dem Bunker, …) oder erlauben die Benutzung von Geräten, die ausschließlich die
Entfernung messen oder abschätzen.

3. Immer erst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung (Bezugspunkt + Erleichterungsbereich) bestimmen, bevor der Ball aufgenommen wird!

Manchmal ist es besser den Ball zu spielen wie er liegt, als durch die Wahl des nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung und den daraus resultierenden Erleichterungsbereich in eine schlechtere Lage zu gelangen. Also erst überlegen, ob die Option eine wirkliche Verbesserung der Spielsituation bewirkt oder ob das Spielen von der ursprünglichen Stelle die bessere Alternative darstellt.

2. Festlegung einer Routine beim Ball markieren und Versetzen auf dem Grün!

Nach der Aufforderung des Mitspielers den Ball / die Ballmarke auf dem Grün zu versetzen, sollte eine feste Routine angewandt werden (z.B. Umdrehen des Ballmarkers, wenn der Ball versetzt wurde). Wird die Markierung nach dem Versetzen nicht an den ursprünglichen Punkt zurückgelegt und der Ball deswegen vom falschen Ort gespielt, so wird dieses mit einer Strafe von zwei Schlägen im Zählspiel oder Verlust des Lochs im Lochspiel bestraft.

1. Individuelle Kennzeichnung der Spielbälle!

Das Spielen eines falschen Ball ist ein äußerst ärgerlicher und ein unnötiger Regelverstoß, welcher mit einer INDIVIDUELLEN Markierung auf dem Ball ganz einfach vermieden werden kann. Das Markieren ist zwar nicht vorgeschrieben, vermeidet aber, dass ein Ball mangels eindeutiger Identifikation als verloren gilt. Dieses sollte für jeden Ball gemacht werden – auch für den / die provisorischen Bälle.

Und, was habt Ihr für Regeln zur Vermeidung von Strafschlägen?

Auf Facebook kommentieren

Zu 5. Und wenn du den Ball zur Identifikation aufnimmst, dann mit nur 2 Fingern. Das Hochhalten mit 3, um den Punkt neben der Ziffer 2 zu sehen, hat mir einmal den Lochverlust eingebracht, obwohl ich den Ball zu Recht aufgenommen habe - also acht geben 😊 Ich hab das Match 2013 dann mit 1 auf gewonnen!

Wie immer sehr verständlich erklärt und vermeidet eventuellen Ärger und Diskussionen.👏

Einer meiner Pros hat den Unterschied zwischen einem und zwei Strafschlägen so definiert: „Zwei Strafschläge gibt es dann, wenn Dummheit im Spiel war.“ Ist nicht ganz so ausgefeilt wie die Erklärung in eurem Post ... 🙂

Das mit dem Umdrehen des Ballmarkers nach dem Versetzen des Balles finde ich einen super Tipp und werde ich mir merken... 👌

"Golf ist kein Sport sondern eine Lebenseinstellung" Eine Sicht, die ich teile, die aber zunehmend einsam macht. "Golf ist ein Konsumprodukt wie jedes andere!" Übernimmt zunehmend die dominierende Headline

Beim Versetzen des Balles habe ich mir folgendes Ritual angeeignet. 1. Ball immer an gleicher Position (z. B. dahinter) markieren und aufnehmen 2. Imaginäre Linie vom Marker zu einem geeigneten Ziel (z. B. Sprenklerdeckel) und auf dieser Linie den Marker - gedreht - versetzen. 3. Sofert nach Putt des Mitspielers auf der imaginären Linie wieder zurückversetzen und erneut umdrehen. In Turnieren passiert es mir immer wieder, dass der Ball nicht erst markiert und aufgenommen wird, sondern der Putter direkt neben den Ball gestellt wird um den Marker zu "versetzen". Beim zurück versetzen wird dann aber der Marker auf die Stelle zurückgesetzt, wo voher der Ball lag. D. h. zur Folge, dass der Ball dann um eine Markerbreite zu nah am Loch liegt. Ebenso kann beim Zurückversetzen häufig nicht mehr die ursprüngliche Position rekonstruiert werden, weil der 2. Bezugspunkt fehlt. Beides hat zur Folge, dass der Ball von der falschen Position gespielt wird.

View more comments

1 Monat her
Golf Rules

#darferdas?

Ist es erlaubt, seinen Arm mit Schwunggedanken zu verzieren?

Dabei müssen wir etwas philosophisch an die Sache rangehen. Erlaubt ist im Golf zunächst einmal alles, was nicht durch die Regeln untersagt ist, hinsichtlich Hilfestellung ist hier Regel R10.2 maßgeblich:

"Eine grundlegende Herausforderung für den Spieler ist, über Strategie und Taktik für sein Spiel zu entscheiden. Aus diesem Grund gibt es für den Spieler Einschränkungen hinsichtlich Beratung und anderer Hilfe während der Runde."

Beratung nach den Definitionen ist dabei "jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei

• der Wahl eines Schlägers,

• der Ausführung eines Schlags oder

• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist."

Das ist bei einem beschriftetem Arm also nicht der Fall, bleibt nach R10.2 die andere Hilfe aus R10.2b aber auch hier gibt es keine Einschränkung hinsichtlich Körperbemalung zu Erinnerung. Von daher ist diese Art der Hilfestellung also erlaubt. Bevor ihr jetzt aber alle zum nächsten Tattoostudio aufbrecht - denkt daran, dass sich Schwungfehler auch gerne einmal ändern...
... MehrWeniger

#darferdas?

Ist es erlaubt, seinen Arm mit Schwunggedanken zu verzieren?

Dabei müssen wir etwas philosophisch an die Sache rangehen. Erlaubt ist im Golf zunächst einmal alles, was nicht durch die Regeln untersagt ist, hinsichtlich Hilfestellung ist hier Regel R10.2 maßgeblich:

Eine grundlegende Herausforderung für den Spieler ist, über Strategie und Taktik für sein Spiel zu entscheiden. Aus diesem Grund gibt es für den Spieler Einschränkungen hinsichtlich Beratung und anderer Hilfe während der Runde.

Beratung nach den Definitionen ist dabei jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei

• der Wahl eines Schlägers,

• der Ausführung eines Schlags oder

• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist.

Das ist bei einem beschriftetem Arm also nicht der Fall, bleibt nach R10.2 die andere Hilfe aus R10.2b aber auch hier gibt es keine Einschränkung hinsichtlich Körperbemalung zu Erinnerung. Von daher ist diese Art der Hilfestellung also erlaubt. Bevor ihr jetzt aber alle zum nächsten Tattoostudio aufbrecht - denkt daran, dass sich Schwungfehler auch gerne einmal ändern...Image attachment
1 Monat her
Golf Rules

SAVE THE DATE: 12. März 2021 - 20:00 Uhr

GolfRules@Stream 2 - Diesmal geht es um den WHI, den World Handicap Index.

Nach der ersten GolfRules@Stream Runde haben wir für die zweite Runde mit t aus dem m einen Referee-Kollegen für einen Vortrag zum World Handicap Index System gewinnen können, der hier schon ein wenig Expertise sammeln konnte. Nach einem Vortrag zum Thema besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmern zum Thema auszutauschen. Teilnehmen könnt ihr über den unten stehenden Zoom-Link oder einfach indem ihr hier bei Facebook die Veranstaltung schaut und uns über die Kommentare Eure Fragen, Meinungen und Anregungen gebt.

Wir freuen uns auf Euch!

zoom.us/j/96353698992?pwd=UDkxMlN1clhFdS9NdGNrajZ6OWk5UT09

Meeting-ID: 963 5369 8992
Kenncode: 589893
... MehrWeniger

SAVE THE DATE: 12. März 2021 - 20:00 Uhr

GolfRules@Stream 2 - Diesmal geht es um den WHI, den World Handicap Index.

Nach der ersten GolfRules@Stream Runde haben wir für die zweite Runde mit Andreas Flohr aus dem Burgdorfer Golfclub e. V. einen Referee-Kollegen für einen Vortrag zum World Handicap Index System gewinnen können, der hier schon ein wenig Expertise sammeln konnte. Nach einem Vortrag zum Thema besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmern zum Thema auszutauschen. Teilnehmen könnt ihr über den unten stehenden Zoom-Link oder einfach indem ihr hier bei Facebook die Veranstaltung schaut und uns über die Kommentare Eure Fragen, Meinungen und Anregungen gebt.

Wir freuen uns auf Euch!

https://zoom.us/j/96353698992?pwd=UDkxMlN1clhFdS9NdGNrajZ6OWk5UT09

Meeting-ID: 963 5369 8992
Kenncode: 589893Image attachment

Auf Facebook kommentieren

Dabei

Dabei, freue mich!

Meine Frage für den Golf Rules@Stream: In serviceportal.dgv-intranet.de/regularien/vorgabensystem/i4063_1.cfm werden Regeln bzgl. No Return und Peanalty Score beschrieben. Die Beispiele referenzieren auf bereits gespielte Löcher und die anschließende Berechnung für den Peanalty Score. Meine Frage ist, wie ein Score einzelner Bahnen vorliegen kann, wenn die Scorekarte nicht abgegeben wird. Das ganze Thema rund um NR, DQ usw. ist mir noch nicht klar.

Gerne dabei.

1 Monat her
Golf Rules

Veronika ausm Pott fragte uns: "Ich habe gestern mit einer Freundin gespielt und es ergab sich folgende Situation: Ein Paar 3 geht carry über einen Teich aufs Grün. Beide Bälle lagen nach dem Abschlag auf dem Grün. (Wenn das nicht gelingt, gibt es seitlich, kurz vor dem Grün eine Dropingzone, aus der man dann aufs Grün spielen kann) Um das Grün zu erreichen, muss man den See umrunden. Der Weg dorthin wird auch von Spaziergängern genutzt. Auf unserem Weg zum Grün konnten wir sehen, dass sich auf dem Grün Spaziergänger befanden, die bis wir dort ankamen gegangen waren. Auf dem Grün war nur noch mein Ball, der von meiner Freundin war weg. Wie ist in einem solchen Fall zu verfahren? Zurück zum Abschlag? Dropingzone? Das alles kostet natürlich einiges an Zeit und wir hätten den Spielfluss aufgehalten. Da wir auf einer Privatrunde waren, habe ich meinen Ball zu Ende gespielt und wir sind zum nächsten Abschlag gegangen. Aber was macht man im Turnier?"

Zwei Fragen - die beide mit einem Blick in die Definitionen der Golfregeln besser einzuschätzen sind. Denn es stellt sich in beiden Fällen die Frage, ob es denn "bekannt oder so gut wie sicher" ist, dass a) der Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist, so dass die Droppingzone in Anspruch genommen werden kann (sofern eine Platzregel dieses an dieser Spielbahn ermöglicht) oder b) die Spaziergänger (äußerer Einfluss) den ruhenden Ball entwendet haben.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es gibt also einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben. Oder trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat.

Insofern können diese Fragen ohne die Umstände genau zu kennen nur schwer "aus der Ferne beantwortet" werden. Aber da Veronika ja schreibt, dass beide Bälle nach dem Abschlag auf dem Grün lagen, stellt sich die Frage der Nutzung der Penalty Area nicht und es scheint "bekannt oder so gut wie sicher zu sein", dass ein Spaziergänger den ruhenden Ball aufgenommen hat. Dieses ist nach Regel 9.6 straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss)... (tk)
... MehrWeniger

Veronika ausm Pott fragte uns: Ich habe gestern mit einer Freundin gespielt und es ergab sich folgende Situation: Ein Paar 3 geht carry über einen Teich aufs Grün. Beide Bälle lagen nach dem Abschlag auf dem Grün. (Wenn das nicht gelingt, gibt es seitlich, kurz vor dem Grün eine Dropingzone, aus der man dann aufs Grün spielen kann) Um das Grün zu erreichen, muss man den See umrunden. Der Weg dorthin wird auch von Spaziergängern genutzt. Auf unserem Weg zum Grün konnten wir sehen, dass sich auf dem Grün Spaziergänger befanden, die bis wir dort ankamen gegangen waren. Auf dem Grün war nur noch mein Ball, der von meiner Freundin war weg. Wie ist in einem solchen Fall zu verfahren? Zurück zum Abschlag? Dropingzone? Das alles kostet natürlich einiges an Zeit und wir hätten den Spielfluss aufgehalten. Da wir auf einer Privatrunde waren, habe ich meinen Ball zu Ende gespielt und wir sind zum nächsten Abschlag gegangen. Aber was macht man im Turnier?

Zwei Fragen - die beide mit einem Blick in die Definitionen der Golfregeln besser einzuschätzen sind. Denn es stellt sich in beiden Fällen die Frage, ob es denn bekannt oder so gut wie sicher ist, dass a) der Ball in der Penalty Area zur Ruhe gekommen ist, so dass die Droppingzone in Anspruch genommen werden kann (sofern eine Platzregel dieses an dieser Spielbahn ermöglicht) oder b) die Spaziergänger (äußerer Einfluss) den ruhenden Ball entwendet haben.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es gibt also einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben. Oder trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. 

Insofern können diese Fragen ohne die Umstände genau zu kennen nur schwer aus der Ferne beantwortet werden. Aber da Veronika ja schreibt, dass beide Bälle nach dem Abschlag auf dem Grün lagen, stellt sich die Frage der Nutzung der Penalty Area nicht und es scheint bekannt oder so gut wie sicher zu sein, dass ein Spaziergänger den ruhenden Ball aufgenommen hat. Dieses ist nach Regel 9.6 straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss)... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Hört sich an wie Bahn 10 im Schloss Westerholt

Schönes Bild von der 13 des Senne Golfclub Gut Welschof😉

1 Monat her
Golf Rules

Wir bekamen in der letzten Woche eine Mail von Alexander mit der Überschrift "Fairplay bei der Kennzeichnung PA" und der Anmerkung "1. Foto: zu tief verankerte rote Pfähle, aus der Ferne kaum zu identifizieren auf Foto 2 befindet sich die Grenzlinie der rot gekennzeichneten PA noch im Hang der PA".

Auf den hier beigefügten Foto 1 sind rote Pfosten zu erkennen - das diese "zu tief" verankert sind können wir zunächst einmal schwer beurteilen. Letztendlich geht es bei der Kennzeichnung von Penalty Area darum, den Spieler auch aus der Entfernung (und insbesondere auf "fremden" Plätzen) über diesen speziellen Bereich des Platzes zu informieren. Aber eine generelle Pflicht hierfür besteht nicht. Es wäre auch vorstellbar die Penalty Area überhaupt nicht zu kennzeichnen, so dass die natürliche Grenze den Übergang zwischen Gelände und Penalty Area bildet.

Die Empfehlungen für die Spielleitung kann in den "Leitlinien für die Spielleitung" in dem Kapitel 2C(2) "Kennzeichnung des Platzes für den allgemeinen Spielbetrieb / Wie die Grenze einer Penalty Area gekennzeichnet oder definiert wird" nachgelesen werden.

Aufgrund der geänderten Golfregeln und dem unwesentlichen Unterschied der Handlungen in oder außerhalb einer Penalty Area könnte der Bereich aber durchaus größer (also oberhalb des Hangs (bezogen auf Foto 2)) gewählt werden, ohne das der Spieler einen Nachteil hätte... (tk)
... MehrWeniger

Wir bekamen in der letzten Woche eine Mail von Alexander mit der Überschrift Fairplay bei der Kennzeichnung PA und der Anmerkung 1. Foto: zu tief verankerte rote Pfähle, aus der Ferne kaum zu identifizieren auf Foto 2 befindet sich die Grenzlinie der rot gekennzeichneten PA noch im Hang der PA.

Auf den hier beigefügten Foto 1 sind rote Pfosten zu erkennen - das diese zu tief verankert sind können wir zunächst einmal schwer beurteilen. Letztendlich geht es bei der Kennzeichnung von Penalty Area darum, den Spieler auch aus der Entfernung (und insbesondere auf fremden Plätzen) über diesen speziellen Bereich des Platzes zu informieren. Aber eine generelle Pflicht hierfür besteht nicht. Es wäre auch vorstellbar die Penalty Area überhaupt nicht zu kennzeichnen, so dass die natürliche Grenze den Übergang zwischen Gelände und Penalty Area bildet.

Die Empfehlungen für die Spielleitung kann in den Leitlinien für die Spielleitung in dem Kapitel 2C(2) Kennzeichnung des Platzes für den allgemeinen Spielbetrieb / Wie die Grenze einer Penalty Area gekennzeichnet oder definiert wird nachgelesen werden. 

Aufgrund der geänderten Golfregeln und dem unwesentlichen Unterschied der Handlungen in oder außerhalb einer Penalty Area könnte der Bereich aber durchaus größer (also oberhalb des Hangs (bezogen auf Foto 2)) gewählt werden, ohne das der Spieler einen Nachteil hätte... (tk)Image attachment

Auf Facebook kommentieren

So stoßen oft zwei Interessen aufeinander: Der Greenkeeper möchte die Pfosten dort wo sie beim Mähen möglichst nicht stören, die Spielleitung dort wo sie das Spiel unterstützen.

1 Monat her
Golf Rules

Folgende Frage haben wir von Richard erhalten: "Kann man, wenn die Teebox ziemlich hart ist, mit Wasser den Abschlag, wohlgemerkt nur den Abschlag, etwas "weicher" gestalten. Meiner Meinung nach ja, da ich den Abschlag ja mir gestalten kann, wie ich möchte. Liege ich damit falsch?".

Nun, generell sind in R8.1a "Handlungen des Spielers, die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen / Unerlaubte Handlungen" einige Beispiele genannt, was vor einem Shlag nicht gemacht werden darf. Da es sich bei dieser Frage jedoch um den Abschlag handelt, sollte bzgl. der erlaubten Handlungen auch ein weiterer Blick in R8.1b(8) bzw. 6.2b(3)) geworfen werden.

Bestimmte Bedingungen dürfen nämlich auf dem Abschlag verbessert werden:
- die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht),
- Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen,
- Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und
- Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen

Mal davon abgesehen, dass das "Wässern" des Abschlages auch zu einem Problem in Bezug auf R5.6a "Unangemessene Verzögerung des Spiels" bedeuten könnte, scheint es so, als wenn Richard dann doch eher falsch liegt... (tk)
... MehrWeniger

Folgende Frage haben wir von Richard erhalten: Kann man, wenn die Teebox ziemlich hart ist, mit Wasser den Abschlag, wohlgemerkt nur den Abschlag, etwas weicher gestalten. Meiner Meinung nach ja, da ich den Abschlag ja mir gestalten kann, wie ich möchte. Liege ich damit falsch?.

Nun, generell sind in R8.1a Handlungen des Spielers, die Bedingungen verbessern, die den Schlag beeinflussen / Unerlaubte Handlungen einige Beispiele genannt, was vor einem Shlag nicht gemacht werden darf. Da es sich bei dieser Frage jedoch um den Abschlag handelt, sollte bzgl. der erlaubten Handlungen auch ein weiterer Blick in R8.1b(8) bzw. 6.2b(3)) geworfen werden. 

Bestimmte Bedingungen dürfen nämlich auf dem Abschlag verbessert werden:
- die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht),
- Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen,
- Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und
- Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen

Mal davon abgesehen, dass das Wässern des Abschlages auch zu einem Problem in Bezug auf R5.6a Unangemessene Verzögerung des Spiels bedeuten könnte, scheint es so, als wenn Richard dann doch eher falsch liegt... (tk)

Auf Facebook kommentieren

Jeder Spieler der sich gegenüber Mitbewerbern im Zählspiel einen Vorteil verschafft verstößt gegen den Grundsatz der Regel 1. Spielen Sie den Platz wie sie ihn vorfinden ... Dies könnte im Extremen Fall zur DQ führen, da er die Spielbedingungen nicht nur für sich, sondern auch für die folgenden Spieler verändert.

1 Monat her
Golf Rules

Der Schnee ist weg und hat seine Spuren hinterlassen. Hier eine Art Abflussrinne im Weg (für den keine besondere Platzregel erlassen wurde), in die ein Ball gerollt ist und zur Ruhe kam. Und nun? Welche Optionen hat der Spieler?

Klar, er kann mit einem Strafschlag nach Regel R19.2 verfahren, der Ball ist sicher unspielbar. Aber das kostet eben einen Strafschlag. Geht's auch ohne?

Ist die Rinne vielleicht ein ungewöhnliches Platzverhältnis? uPV sind jeder der vier definierten Umstände:
• Tierloch,
• Boden in Ausbesserung,
• unbewegliches Hemmnis oder
• zeitweiliges Wasser.

Ein Tierloch ist es nicht und das zeitweilige Wasser ist auch schon weg. Bleiben der Boden in Ausbesserung und das unbewegliche Hemmnis.

BiA ist jeder Umstand, den die Spielleitung als solchen bestimmt, das ist hier nicht geschehen, zeigt aber, wie wichtig Platzbegehungen sind, helfen solche Definitionen doch den Spielern.

Bleibt also das unbewegliche Hemmnis. Ein Hemmnis ist nach der Definition "jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:

• Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen, (...)"

Wir haben hier einen Weg mit künstlich angelegter, wenn auch beschädigter, Oberfläche. Unbeweglich ist er auch, daher ist es ein unbewegliches Hemmnis. Und davon gibt es straflose Erleichterung nach R16.1b, da sich der Weg im Gelände befindet. Und schon ist aus einer anfänglich aussichtslosen Lage eine Möglichkeit das Spiel vernünftig fortzusetzen geworden.

Eine Möglichkeit wollen wir dabei aber nicht auslassen. Mann kann den Ball natürlich auch straflos spielen wie er liegt...
... MehrWeniger

Der Schnee ist weg und hat seine Spuren hinterlassen. Hier eine Art Abflussrinne im Weg (für den keine besondere Platzregel erlassen wurde), in die ein Ball gerollt ist und zur Ruhe kam. Und nun? Welche Optionen hat der Spieler?

Klar, er kann mit einem Strafschlag nach Regel R19.2 verfahren, der Ball ist sicher unspielbar. Aber das kostet eben einen Strafschlag. Gehts auch ohne?

Ist die Rinne vielleicht ein ungewöhnliches Platzverhältnis? uPV sind jeder der vier definierten Umstände:
• Tierloch,
• Boden in Ausbesserung,
• unbewegliches Hemmnis oder
• zeitweiliges Wasser.

Ein Tierloch ist es nicht und das zeitweilige Wasser ist auch schon weg. Bleiben der Boden in Ausbesserung und das unbewegliche Hemmnis.

BiA ist jeder Umstand, den die Spielleitung als solchen bestimmt, das ist hier nicht geschehen, zeigt aber, wie wichtig Platzbegehungen sind, helfen solche Definitionen doch den Spielern.

Bleibt also das unbewegliche Hemmnis. Ein Hemmnis ist nach der Definition jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:

• Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen, (...)

Wir haben hier einen Weg mit künstlich angelegter, wenn auch beschädigter, Oberfläche. Unbeweglich ist er auch, daher ist es ein unbewegliches Hemmnis. Und davon gibt es straflose Erleichterung nach R16.1b, da sich der Weg im Gelände befindet. Und schon ist aus einer anfänglich aussichtslosen Lage eine Möglichkeit das Spiel vernünftig fortzusetzen geworden.

Eine Möglichkeit wollen wir dabei aber nicht auslassen. Mann kann den Ball natürlich auch straflos spielen wie er liegt...Image attachment

Auf Facebook kommentieren

Wieder ein schönes Beispiel wie die Regel in der Praxis angewendet werden kann. Super Seite weiter so👍

Man könnte auch einen 2. Ball spielen (wegen UPV - Boden in Ausbesserung) und vor Abgabe der Scorekarte die Spielleitung um eine Entscheidung bitten. Die kann dann entscheiden welcher Ball zählt. Z.B. Falls nicht so klar erkennbar ist, ob diese Rinne zum Weg gehört.🧐

Zum Beispiel könnte Musterplatzregel F-4 "Umfangreiche Beschädigungen durch starken Regen und Verkehr" in Kraft gesetzt werden...

Bleibt also das unbewegliche Hemmnis. Ein Hemmnis ist nach der Definition "jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen. Verstehe ich jetzt nicht, da das Hemmnis nicht künstlich, sondern von der Natur „geschaffen“ wurde. Für mich bleibt nur mehr der ungewöhnlich beschaffene Boden als Grund für eine Erleichterung - oder irre ich mich da?

Sehr schöne Beschreibung der Situation und dem "messen" gegen die Möglichkeiten der uPV. Danke.

View more comments

1 Monat her
Golf Rules

Und nun? Der Ball liegt auf der Ratingplatte, eingebettet in die Mulde, die sonst mit einer Platte verschlossen ist. Wobei eingebettet hier nicht das richtige Wort ist. Der Ball liegt auf einem unbeweglichen Hemmnis.

Es ist also der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden, von dem aus das straflose Erleichterungsverfahren nach R16.1b in Anspruch genommen werden kann. Sonst noch etwas? Ja, vielleicht auch mal wieder ein Besuch beim Pro zum Saisonstart - soll gegen Monsterslice helfen...
... MehrWeniger

Und nun? Der Ball liegt auf der Ratingplatte, eingebettet in die Mulde, die sonst mit einer Platte verschlossen ist. Wobei eingebettet hier nicht das richtige Wort ist. Der Ball liegt auf einem unbeweglichen Hemmnis.

Es ist also der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden, von dem aus das straflose Erleichterungsverfahren nach R16.1b in Anspruch genommen werden kann. Sonst noch etwas? Ja, vielleicht auch mal wieder ein Besuch beim Pro zum Saisonstart - soll gegen Monsterslice helfen...

Auf Facebook kommentieren

Ich würde zuerst die Rating Plate reparieren... 😂😂😂 Sorry, da spricht der Nebenjob-Greenkeeper... 😜

Naja wenn der Ball dort liegt, wäre er froh gewesen, einen Slice zu haben😂

Wie kommt denn ein Ball dort hin ? Das muss doch an einem Abschlag sein, oder ?

1 Monat her
Golf Rules

Der von Mexiko nach Florida verlegte WGC (World Golf Cup) hatte regeltechnisch in der ersten Runde bereits ein Highlight. Matthew Wolff trifft seinem auf dem Grün liegenden Ball zufällig, so dass dieser sich bewegt. Was tun - was sagen die Regeln?

Hier kommen wir zu einer der Anpassungen im Regelwerk ab 2019. Denn wenn der Ball auf dem Grün versehentlich bewegt wird gilt R13.1d(1). Es ist straflos, wenn ein Spieler, Gegner oder ein anderer Spieler im Zählspiel versehentlich den Ball oder Ballmarker des Spielers auf dem Grün bewegt.

Der Spieler muss in diesem Fall den Ball oder Ballmarker an seine ursprüngliche Stelle zurücklegen (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss), siehe Regel 14.2 oder einen Ballmarker hinlegen, um die ursprüngliche Stelle zu markieren.

Als "versehentliche Handlungen" werden in der Interpretation I13.1d(1)/1 u.a. folgende Gründe aufgeführt:
- Der Spieler unternimmt vor einem Schlag normale Handlungen nahe seines Balls, wie zum Beispiel Übungsschwünge nahe am Ball oder den Ball ansprechen und dabei den Putter nahe am Ball auf dem Boden aufsetzen.
- Der Spieler lässt eine Münze oder einen Schläger fallen, die den Ball treffen und bewegen.
- Der Partner oder Gegner eines Spielers oder einer ihrer Caddies bewegt unabsichtlich den Ball oder Ballmarker, zum Beispiel, weil er mit dem Fuß gegen den Ball stößt, etwas auf den Ball fallen lässt oder den Ballmarker niederdrückt.
- Der Spieler tritt unbeabsichtigt auf den Ballmarker und der bleibt an seiner Schuhsohle haften.

In diesen Beispielen versehentlicher Bewegung müssen Ball oder Ballmarker zurückgelegt werden und es fällt für niemanden Strafe an. Ist die exakte Stelle, von der Ball oder Ballmarker bewegt wurden, nicht bekannt, muss sie geschätzt werden (Regel 14.2c). (tk)

youtu.be/fH3y61Wnfrk
... MehrWeniger

Video image

Auf Facebook kommentieren

2 Monate her
Golf Rules

Gestern hatte wir ja schon einen Beitrag über zu viel Wasser auf dem Platz. Heute einmal die Frage, die sich aus einem Bild ergab, das gestern dabei war. Was, wenn eine Penalty Area überläuft und der Spieler seinen Ball in der PA oder dem zeitweiligen Wasser verliert, es aber nicht geklärt werden kann, wo genau?

Hier hilft uns ein Blick in Interpretation

Int 17.1a/2 – Ball entweder in Penalty Area oder ungewöhnlichen Platzverhältnissen angrenzend an Penalty Area verloren

"Wird der Ball eines Spielers nicht in einem Bereich gefunden, in dem sich eine Penalty Area und angrenzende ungewöhnliche Platzverhältnisse befinden, muss der Spieler eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) vornehmen bei der Bestimmung, wo sich der Ball befindet. Wenn es nach Anwendung der angemessenen Einschätzung bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der Ball in einer der beiden Bereiche zur Ruhe gekommen ist, beides aber gleich wahrscheinlich ist, muss der Spieler Erleichterung mit Strafe nach Regel 17 in Anspruch nehmen."
... MehrWeniger

Gestern hatte wir ja schon einen Beitrag über zu viel Wasser auf dem Platz. Heute einmal die Frage, die sich aus einem Bild ergab, das gestern dabei war. Was, wenn eine Penalty Area überläuft und der Spieler seinen Ball in der PA oder dem zeitweiligen Wasser verliert, es aber nicht geklärt werden kann, wo genau?

Hier hilft uns ein Blick in Interpretation

Int 17.1a/2 – Ball entweder in Penalty Area oder ungewöhnlichen Platzverhältnissen angrenzend an Penalty Area verloren

Wird der Ball eines Spielers nicht in einem Bereich gefunden, in dem sich eine Penalty Area und angrenzende ungewöhnliche Platzverhältnisse befinden, muss der Spieler eine angemessene Einschätzung (Regel 1.3b(2)) vornehmen bei der Bestimmung, wo sich der Ball befindet. Wenn es nach Anwendung der angemessenen Einschätzung bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der Ball in einer der beiden Bereiche zur Ruhe gekommen ist, beides aber gleich wahrscheinlich ist, muss der Spieler Erleichterung mit Strafe nach Regel 17 in Anspruch nehmen.
2 Monate her
Golf Rules

Jetzt, wo der Schnee langsam wegtaut haben wir vermehrt das Problem mit nassen Grüns auf denen teilweise sogar Pfützen stehen. Pfützen sind als zeitweiliges Wasser ungewöhnliche Platzverhältnisse, von denen Erleichterung möglich ist. Doch wie geht das genau?

Schauen wir einmal in R16.1d:

"Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Er muss dabei die nach Regeln 14.2b(2) und 14.2e vorgeschriebene Vorgehensweise, einen Ball zurückzulegen, einhalten.

· Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen.

· Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt."
... MehrWeniger

Jetzt, wo der Schnee langsam wegtaut haben wir vermehrt das Problem mit nassen Grüns auf denen teilweise sogar Pfützen stehen. Pfützen sind als zeitweiliges Wasser ungewöhnliche Platzverhältnisse, von denen Erleichterung möglich ist. Doch wie geht das genau?

Schauen wir einmal in R16.1d:

Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Er muss dabei die nach Regeln 14.2b(2) und 14.2e vorgeschriebene Vorgehensweise, einen Ball zurückzulegen, einhalten.

·         Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen.

·         Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt.Image attachmentImage attachment