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8 Stunden her

Golf Rules

Kurze Frage von Rita: "Ein Mitspieler wird von mir auf dem Grün berechtigt, meinen Ball zu markieren. Darf nur er den Ball zurücklegen oder auch ich?"

Kurze Antwort aus dem Regelbuch mit einem Zitat aus R14.2b "Wer den Ball zurücklegen muss und wie er zurückgelegt werden muss":

Nach den Regeln darf der Ball des Spielers nur zurückgelegt werden durch den Spieler oder jede Person, die den Ball aufgenommen hat oder verursachte, dass er sich bewegte (auch wenn diese Person nach den Regeln nicht dazu berechtigt war).

Wenn der Spieler einen Ball spielt, der von einer unberechtigten Person zurückgelegt wurde, zieht der Spieler sich einen Strafschlag zu. (tk)
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Kurze Frage von Rita: Ein Mitspieler wird von mir auf dem Grün berechtigt, meinen Ball zu markieren. Darf nur er den Ball zurücklegen oder auch ich?

Kurze Antwort aus dem Regelbuch mit einem Zitat aus R14.2b Wer den Ball zurücklegen muss und wie er zurückgelegt werden muss: 

Nach den Regeln darf der Ball des Spielers nur zurückgelegt werden durch den Spieler oder jede Person, die den Ball aufgenommen hat oder verursachte, dass er sich bewegte (auch wenn diese Person nach den Regeln nicht dazu berechtigt war).

Wenn der Spieler einen Ball spielt, der von einer unberechtigten Person zurückgelegt wurde, zieht der Spieler sich einen Strafschlag zu. (tk)

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Heißt im Umkehrschluß: legt der Mitspieler den Ball zurück, markiere ich ihn anschließend, nehme ihn kurz auf und lege ihn selber wieder ihn um straffrei weiterspielen zu dürfen?

1 Tag her

Golf Rules

Und dann haben wir noch eine Frage von Oliver bekommen: "Hallo, wir haben bei uns auf dem Platz mehrere Wasserabläufe, welche bis zu ca 5 cm tief in das Fairway eingelassen sind. Würde - wenn wie auf dem Bild zu sehen - die Spielerin Stand in der Absenkung einnehmen muß, Regel 16 greifen und die Absenkung als Zugehörig zum Kanaldeckel angesehen werden können oder müsste hier der Ball gespielt werden wie er liegt - trotz deutlicher Behinderung in Stand?"

Das ist dann Pech, denn lt. Regelwerk kann der Spieler nur Erleichterung von dem unbeweglichen Hemmnis nach R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" erlangen, welches in diesem Fall der künstliche Gegenstand (also Wasserablauf) ist. Da der Spieler in seinem Stand nicht beeinträchtigt ist kann diese Regel also nicht greifen.

Ergänzend zu erwähnen ist auch, dass es häufig auch durch die Spielleitung erlassene Platzregeln gibt, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagen, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist.

Natürlich hätte die Spielleitung in dem bebilderten Beispiel auch die Möglichkeit (z.B. wenn der Bereich um die Wasserabläufe nach den Arbeiten noch nicht richtig eingewachsen ist) eine temporäre Platzregel zu erlassen, die diesen Bereich (z.B. eine Schlägerlänge um den Deckel herum) als Boden in Ausbesserung definiert, so dass R16.1b Anwendung finden könnte. (tk)
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Und dann haben wir noch eine Frage von Oliver bekommen:  Hallo, wir haben bei uns auf dem Platz mehrere Wasserabläufe, welche bis zu ca 5 cm tief in das Fairway eingelassen sind. Würde - wenn wie auf dem Bild zu sehen - die Spielerin Stand in der Absenkung einnehmen muß, Regel 16 greifen und die Absenkung als Zugehörig zum Kanaldeckel angesehen werden können oder müsste hier der Ball gespielt werden wie er liegt - trotz deutlicher Behinderung in Stand?

Das ist dann Pech, denn lt. Regelwerk kann der Spieler nur Erleichterung von dem unbeweglichen Hemmnis nach R16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände erlangen, welches in diesem Fall der künstliche Gegenstand (also Wasserablauf) ist. Da der Spieler in seinem Stand nicht beeinträchtigt ist kann diese Regel also nicht greifen.

Ergänzend zu erwähnen ist auch, dass es häufig auch durch die Spielleitung erlassene Platzregeln gibt, die Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen versagen, wenn ausschließlich der Raum des beabsichtigten Stands beeinträchtigt ist.

Natürlich hätte die Spielleitung in dem bebilderten Beispiel auch die Möglichkeit (z.B. wenn der Bereich um die Wasserabläufe nach den Arbeiten noch nicht richtig eingewachsen ist) eine temporäre Platzregel zu erlassen, die diesen Bereich (z.B. eine Schlägerlänge um den Deckel herum) als Boden in Ausbesserung definiert, so dass R16.1b Anwendung finden könnte. (tk)

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Großes Kompliment an den Platzdesigner ...

Claudia Ruebenich

2 Tage her

Golf Rules

Nach einem Schlag in eine Penalty Area hat der Spieler nach R17 "Penalty Area" hat der Spieler folgende Optionen sein Spiel fortzusetzen:

- R17.1b Der Spieler darf den Ball in der Penalty Area spielen, wie er liegt
- R17.1d (1) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- R17.1d (2) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung auf der Linie zurück
- R17.1d (3) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas)

Insbesondere der letzte Punkt führt ab und zu immer wieder einmal zu Diskussionen. Normalerweise ist die Bestimmung des Bezugspunktes (der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat) und des Erleichterungsbereiches (zwei
Schlägerlängen, aber mit Einschränkungen: darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt, darf in jedem Bereich des Platzes liegen außer in derselben Penalty Area) ohne große Überlegungen möglich.

Manchmal kann es aber dazu kommen, dass der Erleichterungsbereich durch die o.g. Einschränkungen kleiner ist, als der Halbkreis mit dem Radius der vollen zwei Schlägerlängen. Aber selbst ein paar Zentimeter Erleichterungsbereich würden ausreichen, um den Ball regelkonform droppen zu können.

Ganz schwierig könnte es werden, wenn ein Grün (wie mit einem Zirkel vermessen) kreisrund ist und die Penalty Area direkt daran angrenzt. Hier könnte die Spielleitung im Vorfeld unterstützen und durch ein gezacktes Setzen der Hindernisgrenze oder durch die zusätzliche Etablierung einer Dropzone das Verfahren erleichtern.

Im Extremfall könnte es aber ggf. auch sein, dass eines der o.g. Verfahren aufgrund der gegebenen Umstände nicht angewandt werden kann. Ein Anrecht auf alle möglichen Erleichterungsoptionen hat der Spieler auf jeden Fall nicht... (tk)
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Nach einem Schlag in eine Penalty Area hat der Spieler nach R17 Penalty Area hat der Spieler folgende Optionen sein Spiel fortzusetzen:

- R17.1b Der Spieler darf den Ball in der Penalty Area spielen, wie er liegt 
- R17.1d (1) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
- R17.1d (2) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Erleichterung auf der Linie zurück
- R17.1d (3) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area / Seitliche Erleichterung (nur bei roten Penalty Areas)

Insbesondere der letzte Punkt führt ab und zu immer wieder einmal zu Diskussionen. Normalerweise ist die Bestimmung des Bezugspunktes (der geschätzte Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze der roten Penalty Area gekreuzt hat) und des Erleichterungsbereiches (zwei
Schlägerlängen, aber mit Einschränkungen: darf nicht näher zum Loch liegen als der Bezugspunkt, darf in jedem Bereich des Platzes liegen außer in derselben Penalty Area) ohne große Überlegungen möglich. 

Manchmal kann es aber dazu kommen, dass der Erleichterungsbereich durch die o.g. Einschränkungen kleiner ist, als der Halbkreis mit dem Radius der vollen zwei Schlägerlängen. Aber selbst ein paar Zentimeter Erleichterungsbereich würden ausreichen, um den Ball regelkonform droppen zu können.

Ganz schwierig könnte es werden, wenn ein Grün (wie mit einem Zirkel vermessen) kreisrund ist und die Penalty Area direkt daran angrenzt. Hier könnte die Spielleitung im Vorfeld unterstützen und durch ein gezacktes Setzen der Hindernisgrenze oder durch die zusätzliche Etablierung einer Dropzone das Verfahren erleichtern.

Im Extremfall könnte es aber ggf. auch sein, dass eines der o.g. Verfahren aufgrund der gegebenen Umstände nicht angewandt werden kann. Ein Anrecht auf alle möglichen Erleichterungsoptionen hat der Spieler auf jeden Fall nicht... (tk)

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Das mit den Zacken hat aber auch nicht nur Vorteile. Wäre gestern beinahe vom Keiler gefallen....

3 Tage her

Golf Rules

Jürgen fragte: "Frage an die Experten bin mir sicher dass sie mir helfen könnt. Finde leider in der einschlägigen Literatur darüber nichts.?. Ball landet mitten im Bunker in einem Loch deutlich gegraben entweder von einem Hund oder einem sonstigen Tieren. Spielen wir liegt? Danke im Voraus schon für eure Hilfe".

Da es hier um eine Kombination /Abfolge der Golfregeln geht, möchten wir einmal den Lösungsweg aufzeigen:

1) Definition "Tierloch": Jedes Loch, das von einem Tier gegraben wurde, außer das Loch wurde von Tieren gegraben, die auch als lose hinderliche Naturstoffe gelten (zum Beispiel Würmer oder Insekten). Dabei ist zu beachten, dass eine Einzelne Fußspur oder Hufabdruck ist kein Tierloch ist.

2) Definition "Ungewöhnliche Platzverhältnisse": Jeder der vier definierten Umstände Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbewegliches Hemmnis oder zeitweiliges Wasser sind ungewöhnliche Platzverhältnisse.

3) Regel 16.1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse)" und hier insbesondere Regel 16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker": straflose Erleichterung / Ball aus dem Bunker spielen (s. R16.1c(1)) oder Erleichterung mit Strafe / Spielen außerhalb des Bunkers (Erleichterung „auf der Linie zurück“) (s. R16.1c(2)).

Gewusst wie - dann ist es eigentlich ganz einfach... (tk)
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Jürgen fragte: Frage an die Experten bin mir sicher dass sie mir helfen könnt. Finde leider in der einschlägigen Literatur darüber nichts.?. Ball landet mitten im Bunker in einem Loch deutlich gegraben entweder von einem Hund oder einem sonstigen Tieren. Spielen wir liegt? Danke im Voraus schon für eure Hilfe.

Da es hier um eine Kombination /Abfolge der Golfregeln geht, möchten wir einmal den Lösungsweg aufzeigen:

1) Definition Tierloch: Jedes Loch, das von einem Tier gegraben wurde, außer das Loch wurde von Tieren gegraben, die auch als lose hinderliche Naturstoffe gelten (zum Beispiel Würmer oder Insekten). Dabei ist zu beachten, dass eine Einzelne Fußspur oder Hufabdruck ist kein Tierloch ist.

2) Definition Ungewöhnliche Platzverhältnisse: Jeder der vier definierten Umstände Tierloch, Boden in Ausbesserung, unbewegliches Hemmnis oder zeitweiliges Wasser sind ungewöhnliche Platzverhältnisse.

3) Regel 16.1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) und hier insbesondere Regel 16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker: straflose Erleichterung / Ball aus dem Bunker spielen (s. R16.1c(1)) oder Erleichterung mit Strafe / Spielen außerhalb des Bunkers (Erleichterung „auf der Linie zurück“) (s. R16.1c(2)).

Gewusst wie - dann ist es eigentlich ganz einfach... (tk)

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Da zeigt sich der wahre Sportsmann: einfach aufs Grün wäre ja auch langweilig gewesen! 😜😂😁

Ist das die 18 in Hardenberg ?

4 Tage her

Golf Rules

Und manchmal muss / kann man als Spielleitung im Rahmen des Regelwerkes auch kreativ sein - so wie in dem heutigen Beispiel.

Bei einem Referee-Einsatz wurde beim morgentlichen Setup festgestellt, dass eine zuvor festgelegte Lochposition (lag schon in weiser Voraussicht auf einem höhergelegenen Plateau) sehr wahrscheinlich schnell "gewässert" werden würde. Als sofortige Maßnahme wurde mit Hilfe des Greenkeepers eine geeignetere Lochposition gesucht, ein neues Loch vor dem Start des Wettspiels gestochen und die Spieler über einen Aushang beim Start und auf dem Tee informiert.

Schnell zeigte sich, dass trotz dem Einsatz von Flitschen, mit denen das Wasser regelmäßig von Grün geschoben wurde, sich an bestimmten Stellen am Rande des Grüns Wasser ansammelte. Das Erleichterungsverfahren nach R16.1d "Erleichterung für einen Ball auf dem Grün" sieht dann vor, dass der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen. Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt.

Musterplatzregel E-1 sieht vor, dass eine Dropzone in Betracht gezogen werden kann, wenn es für Spieler ein Problem darstellt, die normalen Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel in Anspruch zu nehmen. Insofern haben wir den Spielern eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, einen auf dem Grün zur Ruhe gekommenen Ball zu Putten, indem wir "Dropzonen" in ungefähr gleicher Entfernung zum Loch eingerichtet haben. Diese konnten alternativ zu R16.1d vom Spieler genutzt werden. Auch hierüber wurden die Spieler am Start und auf dem Abschlag durch eine Platzregel informiert, so dass die Spieler bei Behinderung durch die ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün in der nächstgelegenen Dropzone den Ball legen und dann putten konnte.

Zwar hat nur ein Spieler die Erleichterungsoption "Dropzone" in Anspruch genommen - aber das kann man vorher ja nicht wissen...

Abschließend anzumerken ist, dass es sich in diesem Fall um ein Turnier mit Professionals handelte, bei denen die Durchführung der Runde auch Auswirkungen auf die Wertung des Wettspiels und der Vergabe des Preisgeldes hat. Unter den "normalen" Wettspielbedingungen wäre die Runde sicherlich unterbrochen bzw. vielleicht auch anuliert worden. (tk)
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Und manchmal muss / kann man als Spielleitung im Rahmen des Regelwerkes auch kreativ sein - so wie in dem heutigen Beispiel. 

Bei einem Referee-Einsatz wurde beim morgentlichen Setup festgestellt, dass eine zuvor festgelegte Lochposition (lag schon in weiser Voraussicht auf einem höhergelegenen Plateau) sehr wahrscheinlich schnell gewässert werden würde. Als sofortige Maßnahme wurde mit Hilfe des Greenkeepers eine geeignetere Lochposition gesucht, ein neues Loch vor dem Start des Wettspiels gestochen und die Spieler über einen Aushang beim Start und auf dem Tee informiert.

Schnell zeigte sich, dass trotz dem Einsatz von Flitschen, mit denen das Wasser regelmäßig von Grün geschoben wurde, sich an bestimmten Stellen am Rande des Grüns Wasser ansammelte. Das Erleichterungsverfahren nach R16.1d Erleichterung für einen Ball auf dem Grün sieht dann vor, dass der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt. Der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung muss entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen. Gibt es keinen solchen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, darf der Spieler trotzdem Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle größtmöglicher Erleichterung als Bezugspunkt verwendet, die entweder auf dem Grün oder im Gelände liegt.

Musterplatzregel E-1 sieht vor, dass eine Dropzone in Betracht gezogen werden kann, wenn es für Spieler ein Problem darstellt, die normalen Erleichterungsmöglichkeiten nach einer Regel in Anspruch zu nehmen. Insofern haben wir den Spielern eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, einen auf dem Grün zur Ruhe gekommenen Ball zu Putten, indem wir Dropzonen in ungefähr gleicher Entfernung zum Loch eingerichtet haben. Diese konnten alternativ zu R16.1d vom Spieler genutzt werden. Auch hierüber wurden die Spieler am Start und auf dem Abschlag durch eine Platzregel informiert, so dass die Spieler bei Behinderung durch die ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Grün in der nächstgelegenen Dropzone den Ball legen und dann putten konnte. 

Zwar hat nur ein Spieler die Erleichterungsoption Dropzone in Anspruch genommen - aber das kann man vorher ja nicht wissen... 

Abschließend anzumerken ist, dass es sich in diesem Fall um ein Turnier mit Professionals handelte, bei denen die Durchführung der Runde auch Auswirkungen auf die Wertung des Wettspiels und der Vergabe des Preisgeldes hat. Unter den normalen Wettspielbedingungen wäre die Runde sicherlich unterbrochen bzw. vielleicht auch anuliert worden. (tk)Image attachment

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Falk Hißlinger sollte man mal bei der 18 und 11 machen, falls es absehbar ist.

5 Tage her

Golf Rules

Golf-Rules on Tour - neue Regelfälle sammeln... ... MehrWeniger

Golf-Rules on Tour - neue Regelfälle sammeln...

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Na sowas!

Viel Spaß!

Ha da habe ich heute noch gespielt:)

5 Tage her

Golf Rules

Ein Hemmnis ist jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:
- Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen,
- Gebäude und Schutzhütten,
- Beregnungsdeckel, Abflüsse sowie Beregnungs- oder Schaltkästen,
- Pfähle, Mauern, Geländer, Zäune (Aber nicht wenn sie Ausmarkierungen sind, die die Ausgrenze des Platzes definieren oder anzeigen),
- Golfcarts, Mäher, Autos und andere Fahrzeuge,
- Mülleimer, Wegweiser und Bänke,
- Ausrüstung der Spieler, Flaggenstöcke und Harken.

Ein Hemmnis ist entweder ein bewegliches Hemmnis oder ein unbewegliches Hemmnis. Erfüllt ein Teil eines unbeweglichen Hemmnisses (z. B. ein Tor, eine Tür oder ein Teil eines befestigten Kabels) die Anforderungen an ein bewegliches Hemmnis, gilt dieses Teil als bewegliches Hemmnis.

In der Musterplatzregel F-1 gibt es Beispiele, wie eine Spielleitung Platzregeln für die folgenden Zwecke aufstellen darf, ohne dass sie mit den Musterplatzregeln aus Abschnitt 2 übereinstimmen müssen:
- Klarstellung des Status von Gegenständen, die Hemmnisse sein können
- Künstliche Gegenstände zum Bestandteil des Platzes erklären (kein Hemmnis)
- Künstliche Oberflächen und Ränder von Straßen zu Bestandteilen des Platzes erklären
- Straßen und Wege ohne künstliche Oberfläche und Ränder zu Hemmnissen erklären, wenn sie das Spiel auf unfaire Weise beeinflussen könnten
- Zeitweilige Hemmnisse auf dem Platz oder in dessen Nähe zu beweglichen, unbeweglichen oder zeitweiligen unbeweglichen Hemmnissen erklären

Insofern - bitte unbedingt vor dem Spiel die Platzregeln lesen und sich insbesondere über den Status der jeweiligen Besonderheiten informieren... (tk)
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Ein Hemmnis ist jeder künstliche Gegenstand ausgenommen Bestandteile des Platzes und Ausmarkierungen.

Beispiele für Hemmnisse:
- Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche, einschließlich ihrer künstlichen Begrenzungen,
- Gebäude und Schutzhütten,
- Beregnungsdeckel, Abflüsse sowie Beregnungs- oder Schaltkästen,
- Pfähle, Mauern, Geländer, Zäune (Aber nicht wenn sie Ausmarkierungen sind, die die Ausgrenze des Platzes definieren oder anzeigen),
- Golfcarts, Mäher, Autos und andere Fahrzeuge,
- Mülleimer, Wegweiser und Bänke,
- Ausrüstung der Spieler, Flaggenstöcke und Harken.

Ein Hemmnis ist entweder ein bewegliches Hemmnis oder ein unbewegliches Hemmnis. Erfüllt ein Teil eines unbeweglichen Hemmnisses (z. B. ein Tor, eine Tür oder ein Teil eines befestigten Kabels) die Anforderungen an ein bewegliches Hemmnis, gilt dieses Teil als bewegliches Hemmnis.

In der Musterplatzregel F-1 gibt es Beispiele, wie eine Spielleitung Platzregeln für die folgenden Zwecke aufstellen darf, ohne dass sie mit den Musterplatzregeln aus Abschnitt 2 übereinstimmen müssen:
- Klarstellung des Status von Gegenständen, die Hemmnisse sein können
- Künstliche Gegenstände zum Bestandteil des Platzes erklären (kein Hemmnis)
- Künstliche Oberflächen und Ränder von Straßen zu Bestandteilen des Platzes erklären
- Straßen und Wege ohne künstliche Oberfläche und Ränder zu Hemmnissen erklären, wenn sie das Spiel auf unfaire Weise beeinflussen könnten
- Zeitweilige Hemmnisse auf dem Platz oder in dessen Nähe zu beweglichen, unbeweglichen oder zeitweiligen unbeweglichen Hemmnissen erklären

Insofern - bitte unbedingt vor dem Spiel die Platzregeln lesen und sich insbesondere über den Status der jeweiligen Besonderheiten informieren... (tk)

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Unser Niedersachsen Course, Loch 5

Petra Werth die Schutzhütte 🤣

Wie?? Ich hätte da droppen dürfen? Du wusstest das, da Du im Gegensatz zu mir die Platzregeln gelesen hast, und hast nichts gesagt? O.K. Lektion gelernt - aber wunder Dich nicht, wenn deine Bälle bei unserer nächsten Runde immer so merkwürdig eingetreten aussehen...

Strommasten und -leitungen nicht vergessen. Bestandteil des Platzes heißt dann.... keine straflose Erleichterung, richtig?

Schönes Bild vom Niedersachsen Course aus Nörten-Hardenberg

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6 Tage her

Golf Rules

Yannick schrieb: "Habe mal eine ganz schnelle Frage zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen auf Grüns und die Beeinträchtigung der Spiellinie, wenn man auf dem Grün liegt und eben diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse das Spielen des Balls durch die gedachte Linie verhindern: straflose Erleichterung hier berechtigt und wenn ja, auf dem Grün droppen oder den Ball legen?"

Schnelle Frage - schnelle Antwort:

Auskunft gibt R16.1d "Erleichterung für einen Ball auf dem Grün": Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler strafl ose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt.

Dabei ist zu beachten, dass der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen können. Der Ball ist dann aber immer zu legen... (tk)
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Yannick schrieb: Habe mal eine ganz schnelle Frage zu ungewöhnlichen Platzverhältnissen auf Grüns und die Beeinträchtigung der Spiellinie, wenn man auf dem Grün liegt und eben diese ungewöhnlichen Platzverhältnisse das Spielen des Balls durch die gedachte Linie verhindern: straflose Erleichterung hier berechtigt und wenn ja, auf dem Grün droppen oder den Ball legen?

Schnelle Frage - schnelle Antwort:

Auskunft gibt R16.1d Erleichterung für einen Ball auf dem Grün: Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün und ist durch ungewöhnliche Platzverhältnisse auf dem Platz beeinträchtigt, darf der Spieler strafl ose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen oder einen anderen Ball an den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung legt.

Dabei ist zu beachten, dass der nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung entweder auf dem Grün oder im Gelände liegen können. Der Ball ist dann aber immer zu legen... (tk)

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Also gibt es auch Erleichterung von Wasser auf der Spiellinie zum Loch und nicht nur bezüglich der Lage?

1 Woche her

Golf Rules

Spielbeschleunigung - ein sehr wichtiger Punkt, dem sich die Spielleitung im Vorfeld des Wettspiels annehmen sollte. In diesem Beispiel gibt es auf dem Platz ein Par 4, welches die Spieler mit dem Abschlag erreichen können. Um den Spieler die Wartezeit auf dem Tee verkürzen, wurde in diesem Fall das sogenannte "Call on hole" aktiviert.

Das bedeutet, dass die Spieler auf dem Grün die Bälle markieren und der nachfolgenden Spielgruppe (sofern diese schon auf dem Abschlag warten) zuerst den Abschlag ermöglichen. Währen die Spieler dann vom Abschlag zum Grün gehen kann die vorausspielende Gruppe das Loch beenden.

Ein ziemlich einfaches Prinzip, welches auch bei längeren Par 3 Löchern angewandt werden kann. Nur sollten die Spieler auch das Prinzip kennen und danach handeln... (tk)
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Spielbeschleunigung - ein sehr wichtiger Punkt, dem sich die Spielleitung im Vorfeld des Wettspiels annehmen sollte. In diesem Beispiel gibt es auf dem Platz ein Par 4, welches die Spieler mit dem Abschlag erreichen können. Um den Spieler die Wartezeit auf dem Tee verkürzen, wurde in diesem Fall das sogenannte Call on hole aktiviert.

Das bedeutet, dass die Spieler auf dem Grün die Bälle markieren und der nachfolgenden Spielgruppe (sofern diese schon auf dem Abschlag warten) zuerst den Abschlag ermöglichen. Währen die Spieler dann vom Abschlag zum Grün gehen kann die vorausspielende Gruppe das Loch beenden.

Ein ziemlich einfaches Prinzip, welches auch bei längeren Par 3 Löchern angewandt werden kann. Nur sollten die Spieler auch das Prinzip kennen und danach handeln... (tk)Image attachment

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Ist das nicht teilweise sehr gefährlich? Wir hatten gestern auch wieder einen Vorfall wo jemand seine Reichweite unterschätzt hat und der Ball direkt neben uns eingeschlagen ist. Ich hätte da Sorge wenn ich mich nicht irgendwie in Sicherheit hinter eine Absperrung/Bäume etc. begeben kann getroffen zu werden

1 Woche her

Golf Rules

Wenn sich der Ball in Ruhe bewegt, dann kann dieses viele Gründe haben. Macht dazu doch mal einen Beitrag - so der Wunsch an uns von Paul, dem wir natürlich gerne nachkommen.

Ab Regel 9.2 sind nämlich diese Punkte zusammengefasst worden, so dass die verschiedenen Gründe und der korrekte regeltechnische Umgang relativ übersichtlich Nachgelesen werden kann.

Vorab: Ein ruhender Ball eines Spielers wird ausschließlich dann als bewegt behandelt, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er sich bewegt hat. Wenn der Ball sich bewegt haben könnte, dies aber weder bekannt noch so gut wie sicher ist, gilt der Ball als nicht bewegt und muss gespielt werden, wie er liegt.

Doch im einzelnen - die Regeln kennen lediglich vier Ursachen für einen ruhenden Ball, der sich bewegt, bevor der Spieler einen Schlag ausführt:
- Naturkräfte wie Wind oder Wasser (siehe Regel 9.3),
- den Spieler einschließlich seines Caddies (siehe Regel 9.4),
- den Gegner im Lochspiel einschließlich dessen Caddie (siehe Regel 9.5) oder
- einen äußeren Einfluss einschließlich jedes anderen Spielers im Zählspiel (siehe Regel 9.6).

Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, dann bei einer Bewegung durch Naturkräfte wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss.

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. Aber hier sind auch vier Ausnahmen zu berücksichtigen: wenn der Spieler dieses darf, wenn dieses bei der Suche oder auf dem Grün unabsichtlich geschieht oder wenn dieses in Anwendung einer Regel passiert.

Nimmt der Gegner den ruhenden Ball des Spielers auf oder bewegt ihn absichtlich, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Der Gegner zieht sich hierfür einen Strafschlag zu.

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein äußerer Einfluss (einschließlich eines anderen Spielers im Zählspiel oder eines anderen Balls) den Ball des Spielers aufgenommen oder bewegt hat, ist dies straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). (tk)
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Wenn sich der Ball in Ruhe bewegt, dann kann dieses viele Gründe haben. Macht dazu doch mal einen Beitrag - so der Wunsch an uns von Paul, dem wir natürlich gerne nachkommen.

Ab Regel 9.2 sind nämlich diese Punkte zusammengefasst worden, so dass die verschiedenen Gründe und der korrekte regeltechnische Umgang relativ übersichtlich Nachgelesen werden kann. 

Vorab: Ein ruhender Ball eines Spielers wird ausschließlich dann als bewegt behandelt, wenn es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass er sich bewegt hat. Wenn der Ball sich bewegt haben könnte, dies aber weder bekannt noch so gut wie sicher ist, gilt der Ball als nicht bewegt und muss gespielt werden, wie er liegt.

Doch im einzelnen - die Regeln kennen lediglich vier Ursachen für einen ruhenden Ball, der sich bewegt, bevor der Spieler einen Schlag ausführt:
- Naturkräfte wie Wind oder Wasser (siehe Regel 9.3),
- den Spieler einschließlich seines Caddies (siehe Regel 9.4),
- den Gegner im Lochspiel einschließlich dessen Caddie (siehe Regel 9.5) oder
- einen äußeren Einfluss einschließlich jedes anderen Spielers im Zählspiel (siehe Regel 9.6).

Wenn Naturkräfte (wie Wind oder Wasser) verursachen, dass sich der ruhende Ball des Spielers bewegt, ist dies straflos und der Ball muss von der neuen Stelle gespielt werden. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass der Ball des Spielers auf dem Grün, nachdem der Spieler den Ball bereits aufgenommen und an die Stelle zurückgelegt hatte, dann bei einer Bewegung durch Naturkräfte wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss.

Wenn der Spieler seinen ruhenden Ball aufnimmt oder absichtlich berührt oder verursacht, dass dieser sich bewegt, zieht er sich einen Strafschlag zu. Aber hier sind auch vier Ausnahmen zu berücksichtigen: wenn der Spieler dieses darf, wenn dieses bei der Suche oder auf dem Grün unabsichtlich geschieht oder wenn dieses in Anwendung einer Regel passiert.

Nimmt der Gegner den ruhenden Ball des Spielers auf oder bewegt ihn absichtlich, muss der Ball an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Der Gegner zieht sich hierfür einen Strafschlag zu.

Ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein äußerer Einfluss (einschließlich eines anderen Spielers im Zählspiel oder eines anderen Balls) den Ball des Spielers aufgenommen oder bewegt hat, ist dies straflos und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). (tk)

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Viele wissen aber nicht wie es ist,wenn der Ball durch unvorsichtiges Handeln,bewegt wurde.Probe Putt und der Ball wird bewegt,Probeschlag und der Ball bewegt sich. Dort bestehen die meisten Unklarheiten bei vielen Spielern.

1 Woche her

Golf Rules

Folgendes Bild und Frage erreichte und von Roland:

"Bei uns ist auf einer Bahn ein Wespennest in einem Busch. Das Nest ist mit einem Schild “Vorsicht Wespen“ gekennzeichnet. Nun könnte man ja Erleichterung nach 16.2 in Anspruch nehmen - allerdings ist die nächste Stelle der Erleichterung ja sehr unterschiedlich - beim einen vielleicht nur 2 m bei einem anderem Spieler 5 oder mehr Meter. Wie ist hier richtig zu Verfahren?"

Dieser Punkt ist in den Regeln bewusst etwas "offen" gelassen, denn eine Gefährdung durch Tiere nach R16.2 ist bei dem ein oder anderen Spieler sicherlich anders ausgeprägt. Regel 1.3b(2) "Zustimmung zur 'angemessenen Einschätzung' des Spielers beim Bestimmen eines Orts zur Anwendung der Regeln" besagt, dass eine vertretbare Entscheidung des Spielers anerkannt wird, solange der Spieler die von ihm unter den gegebenen Umständen genaue Bestimmung vornimmt.

Allerdings gibt es bei der Anwendung von R16.2 auch Einschränkungen. Erleichterung nicht gewährt wird, wenn es aufgrund anderer Umstände als der Gefährdung durch Tiere eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt (zum Beispiel, wenn ein Spieler nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) oder wenn die Beeinträchtigung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, eine Art des Stands oder Schwungs oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist. (tk)
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Folgendes Bild und Frage erreichte und von Roland:

Bei uns ist auf einer Bahn ein Wespennest in einem Busch. Das Nest ist mit einem Schild “Vorsicht Wespen“ gekennzeichnet. Nun könnte man ja Erleichterung nach 16.2 in Anspruch nehmen - allerdings ist die nächste Stelle der Erleichterung ja sehr unterschiedlich - beim einen vielleicht nur 2 m bei einem anderem Spieler 5 oder mehr Meter. Wie ist hier richtig zu Verfahren?

Dieser Punkt ist in den Regeln bewusst etwas offen gelassen, denn eine Gefährdung durch Tiere nach R16.2 ist bei dem ein oder anderen Spieler sicherlich anders ausgeprägt. Regel 1.3b(2) Zustimmung zur angemessenen Einschätzung des Spielers beim Bestimmen eines Orts zur Anwendung der Regeln besagt, dass eine vertretbare Entscheidung des Spielers anerkannt wird, solange der Spieler die von ihm unter den gegebenen Umständen genaue Bestimmung vornimmt.

Allerdings gibt es bei der Anwendung von R16.2 auch Einschränkungen. Erleichterung nicht gewährt wird, wenn es aufgrund anderer Umstände als der Gefährdung durch Tiere eindeutig unvernünftig ist, den Ball zu spielen, wie er liegt (zum Beispiel, wenn ein Spieler nicht in der Lage ist, aufgrund der Balllage in einem Busch, einen Schlag durchzuführen) oder wenn die Beeinträchtigung nur vorkommt, weil der Spieler einen Schläger, eine Art des Stands oder Schwungs oder eine Spielrichtung wählt, die unter den Umständen eindeutig unvernünftig ist. (tk)

1 Woche her

Golf Rules

Danke an Jannik, der uns diesen interessanten Fall geschickt hat:

"Hallo ich habe eine Frage zur Spielverbotszone. Mein Ball liegt außerhalb aber für den Schwung müsste ich innerhalb der Spielverbotszone stehen die laut Platzregel ein striktes Betretungsverbot hat. Bei stand und Schwung allerdings straflose Erleichterung gewährt. Auf den zwei Fotos ist einmal die Lage des Balls markiert und die Bahngrafik. Wo wäre der nächste Punkt der Erleichterung?"

Zunächst einmal ist es vollkommen korrekt, dass der Spieler bei einer Balllage außerhalb der Penalty Area (und in diesem Fall gleich Spielverbotszone) und einer Behinderung im Stand den Ball nicht spielen darf. Ein Spieler muss Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn sein Ball in einer Spielverbotszone ist oder eine Spielverbotszone seinen Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beim Spielen eines Balls außerhalb dieser Zone beeinträchtigt (siehe Regeln 16.1f und 17.1e).

In 16.1f(2) "Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area" heißt es hierzu:
Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber eine Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler entweder
- wenn erlaubt, Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder
- den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen.

Möchte der Spieler straflose Erleichterung nach 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" in Anspruch nehmen, so gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden. Da sich der Bezugspunkt im Gelände, aber nicht näher zum Loch befinden muss, ist folglich auf der Kreisbahn rund um das Loch eine Stelle im Gelände zu suchen (s. Bild) an der keine Beeinträchtigung durch die Spielverbotszone (Balllage, Stand, Schwung) besteht. Von diesem Bezugspunkt ist der Erleichterungsbereich zu bestimmen in dem der Ball straflos gedroppt werden muss.

Sollte der Ball dann z.B. in einem Erleichterungsbereich auf dem Weg zur Ruhe kommen, so kann in dem nächsten Schritt noch einmal straflose Erleichterung von dem ungewöhnlichen Platzverhältnis genommen werden... (tk)
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Danke an Jannik, der uns diesen interessanten Fall geschickt hat:

Hallo ich habe eine Frage zur Spielverbotszone. Mein Ball liegt außerhalb aber für den Schwung müsste ich innerhalb der Spielverbotszone stehen die laut Platzregel ein striktes Betretungsverbot hat. Bei stand und Schwung allerdings straflose Erleichterung gewährt. Auf den zwei Fotos ist einmal die Lage des Balls markiert und die Bahngrafik. Wo wäre der nächste Punkt der Erleichterung?

Zunächst einmal ist es vollkommen korrekt, dass der Spieler bei einer Balllage außerhalb der Penalty Area (und in diesem Fall gleich  Spielverbotszone) und einer Behinderung im Stand den Ball nicht spielen darf. Ein Spieler muss Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn sein Ball in einer Spielverbotszone ist oder eine Spielverbotszone seinen Raum des beabsichtigten Stands oder Schwungs beim Spielen eines Balls außerhalb dieser Zone beeinträchtigt (siehe Regeln 16.1f und 17.1e).

In 16.1f(2) Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area heißt es hierzu: 
Wenn der Ball eines Spielers außerhalb einer Spielverbotszone im Gelände, im Bunker oder auf dem Grün liegt, aber eine Spielverbotszone (gleich, ob in ungewöhnlichen Platzverhältnissen oder in einer Penalty Area) beeinträchtigt den Bereich des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers, muss der Spieler entweder
- wenn erlaubt, Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder
- den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen.

Möchte der Spieler straflose Erleichterung nach 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände in Anspruch nehmen, so gilt es zunächst den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung zu finden. Da sich der Bezugspunkt im Gelände, aber nicht näher zum Loch befinden muss, ist folglich auf der Kreisbahn rund um das Loch eine Stelle im Gelände zu suchen (s. Bild) an der keine Beeinträchtigung durch die Spielverbotszone (Balllage, Stand, Schwung) besteht. Von diesem Bezugspunkt ist der Erleichterungsbereich zu bestimmen in dem der Ball straflos gedroppt werden muss. 

Sollte der Ball dann z.B. in einem Erleichterungsbereich auf dem Weg zur Ruhe kommen, so kann in dem nächsten Schritt noch einmal straflose Erleichterung von dem ungewöhnlichen Platzverhältnis genommen werden... (tk)Image attachment

2 Wochen her

Golf Rules

Ergänzend zum gestrigen Beitrag noch eine andere Besonderheit von Markierung von Penalty Areas. Lt. Definition "Penalty Area" sollte die Grenze einer Penalty Area sollte durch Pfähle, Linien oder physische Merkmale gekennzeichnet werden:
- Pfähle: Wenn sie durch Pfähle gekennzeichnet ist, wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area.
- Linien: Wenn sie durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, ist die Grenze der Penalty Area die äußere Kante der Linie und die Linie selbst befindet sich in der Penalty Area.
- Physische Merkmale: Wenn sie durch physische Merkmale (wie einen Strand oder Wüstenbereich oder eine Stützmauer) definiert ist, sollte die Spielleitung bekannt geben, wie die Grenze der Penalty Area bestimmt ist.

Dabei ist zu beachten, dass Pfähle einem (insbesondere ortsfremden) Spieler die Penalty Area aus der Ferne anzeigen. Beim Verzicht auf Pfähle (so wie in diesem Beispiel durch farbige Bodenplatten) sollte zudem darauf geachtet werden, dass diese abweichende Kennzeichnung in den Platzregeln aufgenommen wird, damit der Spieler über diese Besonderheit in Kenntnis gesetzt ist und deren Bedeutung verstehen.

Insofern gilt auch hier wieder einmal - insbesondere auf fremden Plätzen sollten die Platzregeln vor der Runde aufmerksam zur Kenntnis genommen werden... (tk)
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Ergänzend zum gestrigen Beitrag noch eine andere Besonderheit von Markierung von Penalty Areas. Lt. Definition Penalty Area sollte die Grenze einer Penalty Area sollte durch Pfähle, Linien oder physische Merkmale gekennzeichnet werden:
- Pfähle: Wenn sie durch Pfähle gekennzeichnet ist, wird die Grenze der Penalty Area durch die Linie zwischen den äußersten Punkten der Pfähle auf Bodenhöhe definiert und die Pfähle befinden sich innerhalb der Penalty Area.
- Linien: Wenn sie durch eine farbige Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, ist die Grenze der Penalty Area die äußere Kante der Linie und die Linie selbst befindet sich in der Penalty Area.
- Physische Merkmale: Wenn sie durch physische Merkmale (wie einen Strand oder Wüstenbereich oder eine Stützmauer) definiert ist, sollte die Spielleitung bekannt geben, wie die Grenze der Penalty Area bestimmt ist.

Dabei ist zu beachten, dass Pfähle einem (insbesondere ortsfremden) Spieler die Penalty Area aus der Ferne anzeigen. Beim Verzicht auf Pfähle (so wie in diesem Beispiel durch farbige Bodenplatten) sollte zudem darauf geachtet werden, dass diese abweichende Kennzeichnung in den Platzregeln aufgenommen wird, damit der Spieler über diese Besonderheit in Kenntnis gesetzt ist und deren Bedeutung verstehen. 

Insofern gilt auch hier wieder einmal - insbesondere auf fremden Plätzen sollten die Platzregeln vor der Runde aufmerksam zur Kenntnis genommen werden... (tk)

2 Wochen her

Golf Rules

Detlef bat darum einmal folgenden Fall zur Diskussion zu stellen:

"Könntet ihr den Fall mal behandeln? Wenn ich IM Penalty Area liege und der rote Pfahl (ohne grüne Kappe) im Schwung oder Stand stört im Vergleich zu wenn ich AUSSERHALB liege und der gleiche Pfosten in Schwung oder Stand stört. Diese Pfosten werden gefühlt immer häufiger als unbewegliche Hemmnissen deklariert. Nicht gut aus meiner Sicht."

Die Golfregeln gehen davon aus, dass alles künstlich Bewegliche ein Hemmnis ist, das ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann.

Allerdings besteht auch die Möglichkeit der Spielleitung ein solches bewegliches Hemmnis zu einem unbeweglichen Hemmnis zu deklarieren (s. Definition "Bewegliches Hemmnis" bzw. "Hemmnis"). Hierbei solle sich eine Spielleitung jedoch bewusst sein, dass damit die Möglichkeiten des Spielers eingeschränkt werden können. In dem geschilderten Fall von Detlev wäre dieses zum Nachteil des Spielers, denn der Spieler bekommt keine straflose Erleichterung von einem unbewegliches Hemmnis, wenn der Ball in einer Penalty Area liegt.

Zudem sollte auch der Sicherheitsaspekt berücksichtigt werden. Wenn ein Hemmnis weder Schwung, Stand noch Balllage behindert erhält der Spieler sowieso nach den Golfregeln keine Erleichterung. Befindet sich jedoch z.B. eine Entferungsmarkierung nur wenige Meter auf der Spiellinie und diese wurde von der Spielleitung als "Nicht-beweglich" deklariert, so kann dieses erhebliche Nachteile oder sogar Gefährdungspotential mit sich bringen.

Insofern sollte die Entscheidung bewegliche in unbewegliche Hemmnisse per Platzregel zu verwandeln durch die Spielleitung / Platzverantwortliche gut abgewogen werden, auch wenn ab und zu einmal Unverbesserliche eine bewegliche Markierung nicht wieder zurückstecken.

Wie ist es auf Euren Plätzen? (tk)
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Detlef bat darum einmal folgenden Fall zur Diskussion zu stellen:

Könntet ihr den Fall mal behandeln? Wenn ich IM Penalty Area liege und der rote Pfahl (ohne grüne Kappe) im Schwung oder Stand stört im Vergleich zu wenn ich AUSSERHALB liege und der gleiche Pfosten in Schwung oder Stand stört. Diese Pfosten werden gefühlt immer häufiger als unbewegliche Hemmnissen deklariert. Nicht gut aus meiner Sicht.

Die Golfregeln gehen davon aus, dass alles künstlich Bewegliche ein Hemmnis ist, das ohne übermäßigen Aufwand und ohne das Hemmnis oder den Platz zu beschädigen, bewegt werden kann. 

Allerdings besteht auch die Möglichkeit der Spielleitung ein solches bewegliches Hemmnis zu einem unbeweglichen Hemmnis zu deklarieren (s. Definition Bewegliches Hemmnis bzw. Hemmnis). Hierbei solle sich eine Spielleitung jedoch bewusst sein, dass damit die Möglichkeiten des Spielers eingeschränkt werden können. In dem geschilderten Fall von Detlev wäre dieses zum Nachteil des Spielers, denn der Spieler bekommt keine straflose Erleichterung von einem unbewegliches Hemmnis, wenn der Ball in einer Penalty Area liegt.

Zudem sollte auch der Sicherheitsaspekt berücksichtigt werden. Wenn ein Hemmnis weder Schwung, Stand noch Balllage behindert erhält der Spieler sowieso nach den Golfregeln keine Erleichterung. Befindet sich jedoch z.B. eine Entferungsmarkierung nur wenige Meter auf der Spiellinie und diese wurde von der Spielleitung als Nicht-beweglich deklariert, so kann dieses erhebliche Nachteile oder sogar Gefährdungspotential mit sich bringen.

Insofern sollte die Entscheidung bewegliche in unbewegliche Hemmnisse per Platzregel zu verwandeln durch die Spielleitung / Platzverantwortliche gut abgewogen werden, auch wenn ab und zu einmal Unverbesserliche eine bewegliche Markierung nicht wieder zurückstecken.

Wie ist es auf Euren Plätzen? (tk)

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stellt euch nicht so an... Regel 9 Spiel den Ball wie er liegt.....

Ich frage mich wie es die Golfer über Jahrhunderte hinbekommen haben, ohne unzählige Platzregeln nach Regeln zu spielen und den Platz auch für die nachfolgenden Spieler spielbar zu hinterlassen. Zum Beispiel in dem sie das, was sie an künstlichen Hemmnissen kurz bewegt haben einfach sofort wieder an der selben Stelle platzieren. Den Ball spielbar in einem der (mittlerweile wie Unkraut aus dem Boden sprießenden) Penalty Areas spielbar zu finden und ihn dann wegen eines Markierungspfahls nicht spielen zu können - viel schlimmer geht’s nicht.

Ja bei uns ist es auch wegen Corona verboten die roten Pfosten anzufassen. Da man in der Penalty Arena nicht straffrei droppen darf, ein klarer Nachteil für den Spieler, muss aber leider so hingenommen werden und man sollte mit Strafe außerhalb dropped.

Golf Rules, wegen Corona sieht man auf Plätze dass die Pfosten als unbeweglich bestimmt werden, damit man die nicht mehr angefassen braucht. Bin zwar auch der Meinung dass dies ein Spieler einschränkt, aber ich verstehe auch dass es Spielern vom Coronagefahr schutzt.

Warte mal? Spiellinie? Sagst du gerade, dass ein bewegliches Hemmnis/Pfahl gezogen werden darf, wenn er die Spiellinie behindert?

Ich bin da etwas näher an der Lebenswirklichkeit, als meine beiden Vorredner. Auch wenn ich Hygienemaßnahmen insgesamt richtig und wichtig finde, so gilt es m.M.n abzuwägen. Abzuwägen zwischen der reelen Gefahr und der Beeinträchtigung des Spiels. Wie groß, ist die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb des Zeitraums, in dem die Coronaviren über die Oberfläche infektiös wären, zwei Spieler die gleiche Beeinträchtigung des Spiels durch den als Hemmnis zu sehenden Pfosten haben? Und noch dazu der erste der beiden infektiöser Coronapatient ist? Ich halte die Wahrscheinlichkeit für so gering, dass man hier nicht eingreifen bräuchte. Konsequenterweise müsste ich der Argumentation folgend nämlich sonst ALLE beweglichen Hemmnisse zu unbeweglichen machen, da ja dann alle als potentielle Infektionsquelle in Frage kommen (gleiche Situation wie Flaggenstock und Bunker-Harke)...

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2 Wochen her

Golf Rules

Eine Frage von DiKir:

"Hallo liebes Team, gestern hatten wir eine kleine Diskusion. Es ging um REGEN....darf der Flight entscheiden zu pausieren ? Turnier?"

Zunächst einmal gibt es zwei Arten von Spielunterbrechungen, die eine Spielleitung anordnen kann, jeweils mit unterschiedlichen Anforderungen, wann die Spieler das Spiel beenden müssen (siehe Regel 5.7b).
- Sofortige Unterbrechung (zum Beispiel bei drohender Gefahr). Gibt die Spielleitung eine sofortige Spielunterbrechung bekannt, müssen alle Spieler sofort das Spiel beenden und dürfen keinen weiteren Schlag machen, ist die Spielleitung das Spiel wieder aufnehmen lässt.
- Normale Unterbrechung (zum Beispiel wegen Dunkelheit oder unbespielbarem Platz). Unterbricht die Spielleitung das Spiel aus normalen Gründen, hängen die nächsten Handlungen davon ab, ob eine Gruppe sich zwischen zwei Löchern befindet oder ein Loch spielt.

Gründe für eine Spielunterbrechung können Gewitter / Blitzgefahr, Sichtbarkeit / Nebel oder Dunkelheit, Wasser oder Wind sein. Im Falle der Blitzgefahr dürfen Spieler das Spiel auch selbstständig unterbrechen, wenn sie Blitzgefahr für gegeben halten. Insofern - nein... (tk)
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Eine Frage von DiKir: 

Hallo liebes Team, gestern hatten wir eine kleine Diskusion. Es ging um REGEN....darf der Flight entscheiden zu pausieren ? Turnier?

Zunächst einmal gibt es zwei Arten von Spielunterbrechungen, die eine Spielleitung anordnen kann, jeweils mit unterschiedlichen Anforderungen, wann die Spieler das Spiel beenden müssen (siehe Regel 5.7b).
- Sofortige Unterbrechung (zum Beispiel bei drohender Gefahr). Gibt die Spielleitung eine sofortige Spielunterbrechung bekannt, müssen alle Spieler sofort das Spiel beenden und dürfen keinen weiteren Schlag machen, ist die Spielleitung das Spiel wieder aufnehmen lässt.
- Normale Unterbrechung (zum Beispiel wegen Dunkelheit oder unbespielbarem Platz). Unterbricht die Spielleitung das Spiel aus normalen Gründen, hängen die nächsten Handlungen davon ab, ob eine Gruppe sich zwischen zwei Löchern befindet oder ein Loch spielt.

Gründe für eine Spielunterbrechung können Gewitter / Blitzgefahr, Sichtbarkeit / Nebel oder Dunkelheit, Wasser oder Wind sein. Im Falle der Blitzgefahr dürfen Spieler das Spiel auch selbstständig unterbrechen, wenn sie Blitzgefahr für gegeben halten. Insofern - nein... (tk)

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Daniel Werthmann 🙋‍♀️ weiß schon...uns wurde ja DQ angedroht

DANKE !

2 Wochen her

Golf Rules

Der eingebettete Ball im Gelände - gut das es Unterstützung durch die Referees gibt. So geschehen gestern bim PGA Tour Finale bei Herrn Morikawa. Aber auch im Amateur-Golf halten sich immer noch hartnäckig Gerüchte, dass der Ball mehr als zur Hälfte eingebettet sein muss und ähnliches.

Regel 16.3a "Wann Erleichterung in Anspruch genommen werden darf" legt hier klare Kriterien fest:
- Ball muss im Gelände eingebettet sein (also nicht in einer Penalty Area oder Bunker)
- Der Ball eines Spielers gilt nur dann als eingebettet, wenn der Ball in Folge des letzten Schlags des Spielers in seinem eigenen Einschlagloch
liegt und teilweise unter der Oberfläche des Bodens liegt.

In dem Fall auf dem Video scheint der Ball nur im geringen Umfang eingebettet zu sein, so dass Morikawa den Referee dazu bittet, um dieses zu überprüfen. Der Bejaht und Morikawa bekommt die Erlaubnis den Ball im Erleichterungsbereich zu droppen. Der Ball rollt nach dem ersten und zweiten Drop aus diesem heraus, so dass der Amerikaner den Ball anschließend legen darf.

Soweit alles "Standard" - aber dann wird es doch noch einmal interessant. Legt Morikawa den Ball dann an die kennzeichnete Stelle so ist der Ball im Spiel. Sollte der Ball dann anschließend den Hang zurückrollen, so müsste der Ball von der neuen Stelle gespielt werden. Also entschließt er sich - nach Rückfrage beim Referee - erst die Schlagvorbereitungen durchzuführen, dann den Ball zu platzieren, um dann den Schlag durchzuführen... (tk)

www.facebook.com/watch/?v=308562440373754&extid=BcFBLSSywaw0x90D
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Herr Morikawa ist aber trotzdem ein Amerikaner und kein Japaner 😉

„eingebetter Ball“? Pimp my Golfpro, wie lächerlich.

Cäcilia Egger

2 Wochen her

Golf Rules

Schnell ist es passiert, der Ball wurde versehentlich bewegt. Daneben gibt es noch einige andere Regeln, die das zurücklegen des Balls verlangen. Soweit, so gut. Aber was vielen nicht bewusst ist, ist, dass der Ball nicht mit dem Schläger zurechtgeschubst werden darf, wenn er zurück gelegt werden muss, wie die Definition "zurücklegen" sagt:

"Ball darf nicht mit einem Schläger zurückgelegt werden

Damit ein Ball auf die richtige Weise zurückgelegt wird, muss er hingelegt und losgelassen werden. Dies bedeutet, dass der Spieler seine Hand verwenden muss um den Ball an der Stelle zurück ins Spiel zu bringen, von der er aufgenommen oder bewegt wurde.

Beispiel: Nimmt ein Spieler seinen Ball auf dem Grün auf und legt ihn zur Seite, darf der Spieler seinen Ball nicht zurücklegen, indem er ihn mit dem Schläger an die geforderte Stelle rollt. Verfährt er so, wurde der Ball nicht auf die richtige Weise zurückgelegt und der Spieler zieht sich einen Strafschlag nach Regel 14.2b(2) (Wie der Ball zurückzulegen ist) zu, wenn dieser Fehler nicht berichtigt wird, bevor der nächste Schlag gemacht wird."
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Schnell ist es passiert, der Ball wurde versehentlich bewegt. Daneben gibt es noch einige andere Regeln, die das zurücklegen des Balls verlangen. Soweit, so gut. Aber was vielen nicht bewusst ist, ist, dass der Ball nicht mit dem Schläger zurechtgeschubst werden darf, wenn er zurück gelegt werden muss, wie die Definition zurücklegen sagt:

Ball darf nicht mit einem Schläger zurückgelegt werden

Damit ein Ball auf die richtige Weise zurückgelegt wird, muss er hingelegt und losgelassen werden. Dies bedeutet, dass der Spieler seine Hand verwenden muss um den Ball an der Stelle zurück ins Spiel zu bringen, von der er aufgenommen oder bewegt wurde.

Beispiel: Nimmt ein Spieler seinen Ball auf dem Grün auf und legt ihn zur Seite, darf der Spieler seinen Ball nicht zurücklegen, indem er ihn mit dem Schläger an die geforderte Stelle rollt. Verfährt er so, wurde der Ball nicht auf die richtige Weise zurückgelegt und der Spieler zieht sich einen Strafschlag nach Regel 14.2b(2) (Wie der Ball zurückzulegen ist) zu, wenn dieser Fehler nicht berichtigt wird, bevor der nächste Schlag gemacht wird.

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Ich bin richtig begeistert über die tollen Regelbesprechungen hier. Danke. Allen einen herrlichen Sonntag

2 Wochen her

Golf Rules

Wir wünschen Euch allen eine erfolgreiche Clubmeisterschaft und möglichst wenig Probleme mit den Golfregeln. Und falls doch, so lasst es uns wissen - wir würden gerne darüber berichten... ... MehrWeniger

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Loch 1, schnelle Grüns. Nach dem 5. Putt nimmt er den Ball auf und sagt „mir reichts. Schreib mir ne 8 auf“. Großes Hallo „es ist Zählspiel!“. Wutentbrannt legt er den Ball zurück und locht ein, bekommt vom Ref noch einen Strafschlag dazu wegen Aufnehmens ohne Markieren. 🤪

2 Wochen her

Golf Rules

Horst fragte uns:

"Hallo,

ich habe da mal eine Frage.

Ein Spieler spielt einen Ball. Dieser kommt in einer Lage zur Ruhe die ein Weiterpielen nicht ermöglicht. Er nimmt Erleichterung mit einem Strafschlag in Anspruch. Der Ball bleibt nach dem Troppen im Erleichterungsbereich auf einem Weg zur Ruhe.

Hat der Spieler dadurch Anspruch auf eine weitere Erleichterung, und diese ohne Strafschlag?

Ich bin der Meinung er muss für eine weitere Erleichterung einen weiteren Strafschlag in kauf nehmen.

Auszug aus Regel 19.2/1

19.2/1 – Keine Gewähr dafür, dass Ball nach Inanspruchnahme von Erleichterung für unspielbaren Ball spielbar sein wird
Wird für einen unspielbaren Ball Erleichterung in Anspruch genommen, muss der Spieler das Resultat akzeptieren, auch wenn es unvorteilhaft ist, zum Beispiel, wenn ein gedroppter Ball in seiner ursprünglichen Lage oder in einer schlechten Lage an einem anderen Ort im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt.

• Sobald der gedroppte Ball im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt, entsteht eine neue Situation für den Spieler.

• Entscheidet der Spieler, dass er den Ball, wie er nun liegt, nicht spielen kann (oder nicht spielen will), kann er erneut mit einem Strafschlag Erleichterung für einen unspielbaren Ball in Anspruch nehmen und dabei jede verfügbare Erleichterungsmöglichkeit, nach Regel 19 nutzen.

Gruß Horst"

Die zitierte Regel behandelt eine weitere Erleichterung nach R19, unspielbarer Ball. Der Spieler hat tatsächlich keinen Anspruch auf eine spielbare Lage des Balls nach dem Erleichterungsverfahren, allein, von DEM Umstand, von dem er Erleichterung in Anspruch nimmt, wird er befreit. ANDERE Umstände werden dabei nicht berücksichtigt. Liegt der Spieler nach dem Erleichterungsverfahren dann auf einem neuen Umstand von dem Erleichterung in Anspruch genommen werden kann, ist dies als neue Spielsituation neu zu bewerten. Von einem Weg zB, kann er dann das straflose Erleichterungsverfahren nach R16 durchlaufen oder wiederum mit einem Strafschlag auf Unspielbarkeit plädieren.
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Horst fragte uns:

Hallo,
 
ich habe da mal eine Frage.
 
Ein Spieler spielt einen Ball. Dieser kommt in einer Lage zur Ruhe die ein Weiterpielen nicht ermöglicht. Er nimmt Erleichterung mit einem Strafschlag in Anspruch. Der Ball bleibt nach dem Troppen im Erleichterungsbereich auf einem Weg zur Ruhe.
 
Hat der Spieler dadurch Anspruch auf eine weitere Erleichterung, und diese ohne Strafschlag?
 
Ich bin der Meinung er muss für eine weitere Erleichterung einen weiteren Strafschlag in kauf nehmen.
 
Auszug aus Regel 19.2/1
 
19.2/1 – Keine Gewähr dafür, dass Ball nach Inanspruchnahme von Erleichterung für unspielbaren Ball spielbar sein wird 
Wird für einen unspielbaren Ball Erleichterung in Anspruch genommen, muss der Spieler das Resultat akzeptieren, auch wenn es unvorteilhaft ist, zum Beispiel, wenn ein gedroppter Ball in seiner ursprünglichen Lage oder in einer schlechten Lage an einem anderen Ort im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt. 

• Sobald der gedroppte Ball im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommt, entsteht eine neue Situation für den Spieler. 

• Entscheidet der Spieler, dass er den Ball, wie er nun liegt, nicht spielen kann (oder nicht spielen will), kann er erneut mit einem Strafschlag Erleichterung für einen unspielbaren Ball in Anspruch nehmen und dabei jede verfügbare Erleichterungsmöglichkeit, nach Regel 19 nutzen.
 
Gruß Horst

Die zitierte Regel behandelt eine weitere Erleichterung nach R19, unspielbarer Ball. Der Spieler hat tatsächlich keinen Anspruch auf eine spielbare Lage des Balls nach dem Erleichterungsverfahren, allein, von DEM Umstand, von dem er Erleichterung in Anspruch nimmt, wird er befreit. ANDERE Umstände werden dabei nicht berücksichtigt. Liegt der Spieler nach dem Erleichterungsverfahren dann auf einem neuen Umstand von dem Erleichterung in Anspruch genommen werden kann, ist dies als neue Spielsituation neu zu bewerten. Von einem Weg zB, kann er dann das straflose Erleichterungsverfahren nach R16 durchlaufen oder wiederum mit einem Strafschlag auf Unspielbarkeit plädieren.

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Verstehe ich jetzt aber nicht ganz. Wenn der Ball nach dem droppen auf der strasse zu liegen kommt ist dies ja eine neue Situation, oder Umstand wie ihr es bezeichnet. Da müsste doch dann eine Straflose, völlige Erleichterung zum Tragen kommen. Wenn ich dort hin spiele ist dies ja auch so?

Also, ich habe nun auf dem Weg gedroppt und kann nun ja straffreie Erleichterung in Anspruch nehmen. Dies könnte aber für einen Rechtshänder, auf der linken Seite des Bildes, knapp werden. MUSS ich den prinzipiell eine komplette Erleichterung in Anspruch nehmen, also nicht nur der Ball, sondern auch der Stand, nicht mehr auf dem Weg? Oder hätte ich noch eine andere Möglichkeit? Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. 🙈 Danke für die Hilfe!

2 Wochen her

Golf Rules

Martin stellte uns eine Frage, die so richtig zur Jahreszeit passt:

"Im Turnier vor mir hat ein Spieler seine Banane aus der Tasche verloren - mein Ball kam direkt daran zur Ruhe. Bekomme ich straflose Erleichterung von der Banane?"

Worauf er anspielt ist, dass in Deutschland eher wenig Bananenstauden auf den Golfplätzen wachsen, sprich die Banane möglicherweise kein loser hinderlicher Naturstoff ist. Aber: Ist dass so? Hier hilft ein Blick in die Definition loser hinderlicher Naturstoff und, siehe da, auch diese Frage gab es schon:

"Status von Früchten
Eine Frucht, die sich nicht an ihrem Baum oder Busch befindet, ist ein loser hinderlicher Naturstoff, auch wenn die Frucht von einem Busch oder Baum stammt, der auf dem Platz nicht vorkommt.

Beispiel: Eine Frucht, die angebissen oder in Stücke geschnitten wurde und die Schale, die von einer Frucht entfernt wurde, sind lose hinderliche Naturstoffe. Wird sie jedoch von einem Spieler getragen, ist es seine Ausrüstung."

Danach kann er also die Banane als losen hinderlichen Naturstoff behandeln...
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Martin stellte uns eine Frage, die so richtig zur Jahreszeit passt:

Im Turnier vor mir hat ein Spieler seine Banane aus der Tasche verloren - mein Ball kam direkt daran zur Ruhe. Bekomme ich straflose Erleichterung von der Banane?

Worauf er anspielt ist, dass in Deutschland eher wenig Bananenstauden auf den Golfplätzen wachsen, sprich die Banane möglicherweise kein loser hinderlicher Naturstoff ist. Aber: Ist dass so? Hier hilft ein Blick in die Definition loser hinderlicher Naturstoff und, siehe da, auch diese Frage gab es schon:

Status von Früchten
Eine Frucht, die sich nicht an ihrem Baum oder Busch befindet, ist ein loser hinderlicher Naturstoff, auch wenn die Frucht von einem Busch oder Baum stammt, der auf dem Platz nicht vorkommt.

Beispiel: Eine Frucht, die angebissen oder in Stücke geschnitten wurde und die Schale, die von einer Frucht entfernt wurde, sind lose hinderliche Naturstoffe. Wird sie jedoch von einem Spieler getragen, ist es seine Ausrüstung.

Danach kann er also die Banane als losen hinderlichen Naturstoff behandeln...

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Ist das Verzehren der Banane straffrei? 🤔

2 Wochen her

Golf Rules

Etwas, was für die Platzvorbereitung der Clubmeisterschaften von Belang sein könnte ist, wie der Status von Pflanzen ist, die aus einer Spielverbotszone herauswachsen und/ oder überhängen. Macht das in einer Penalty Area regelmäßig keine Probleme, gleich ob mit oder ohne Betretensverbot sieht dass bei Boden in Ausbesserung schon anders aus:

"Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen

Der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Beispiel: Ist eine Spielverbotszone als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone."

Also, achtet bei der Platzvorbereitung darauf!
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Etwas, was für die Platzvorbereitung der Clubmeisterschaften von Belang sein könnte ist, wie der Status von Pflanzen ist, die aus einer Spielverbotszone herauswachsen und/ oder überhängen. Macht das in einer Penalty Area regelmäßig keine Probleme, gleich ob mit oder ohne Betretensverbot sieht dass bei Boden in Ausbesserung schon anders aus:

Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen

Der Status von Pflanzen, die aus einer Spielverbotszone herausragen, hängt von der Art der Spielverbotszone ab. Dies ist wichtig, da die Pflanzen Teil der Spielverbotszone sein können und der Spieler dann Erleichterung in Anspruch nehmen muss.

Beispiel: Ist eine Spielverbotszone als Penalty Area gekennzeichnet (deren Grenze sich oberhalb und unterhalb des Bodens fortsetzt) ist jeglicher Teil einer Pflanze, die über die Grenze der Spielverbotszone herausragt, kein Teil der Spielverbotszone. Ist die Spielverbotszone jedoch als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet (was den gesamten Boden innerhalb der gekennzeichneten Flächen einschließt und alles, was darin wächst und sich über den Boden und außerhalb der Grenzen erstreckt) ist alles, was über die Grenze der Spielverbotszone ragt, Teil dieser Spielverbotszone.

Also, achtet bei der Platzvorbereitung darauf!

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Gabriele Kopetzky

3 Wochen her

Golf Rules

"Bekannt oder so gut wie sicher" ist ein Begriff, der uns in den Golfregeln öfter begegnet. Doch was ist damit eigentlich genau gemeint?

Nach der Definition ist bekannt oder so gut wie sicher

"Der Maßstab für die Entscheidung, was mit dem Ball eines Spielers passierte - zum Beispiel ob der Ball in einer Penalty Area zur Ruhe kam, sich bewegte oder wodurch die Bewegung verursacht wurde.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:

• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.

• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat.

„Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann. Anwendung des Prinzips „Bekannt oder so gut wie sicher“, wenn der Ball sich bewegt

Ist nicht „bekannt“, was die Bewegung des Balls verursachte, müssen alle angemessen verfügbaren Informationen berücksichtigt werden und die Beweise müssen bewertet werden, um zu bestimmen, ob es „so gut wie sicher“ ist, dass der Spieler, Gegner oder ein äußerer Einfluss die Bewegung des Balls verursachte.

Abhängig von den Umständen kann „angemessen verfügbare Information“ einschließen, ist aber nicht beschränkt auf:

• Die Auswirkung aller in der Nähe des Balls vorgenommenen Handlungen (zum Beispiel das Bewegen von losen hinderlichen Naturstoffen, Übungsschwünge, Schläger aufsetzen und Einnahme des Stands),

• die zwischen diesen Handlungen und der Bewegung des Balls verstrichene Zeit,

• die Lage des Balls, bevor er sich bewegte(zum Beispiel auf dem Fairway, oben auf längerem Gras, auf einer Bodenunebenheit oder auf dem Grün),

• der Zustand des Bodens in der Nähe des Balls (zum Beispiel das Ausmaß des Gefälles oder das Vorhandensein von Bodenunebenheiten, usw.), und

• Windgeschwindigkeit und -richtung, Regen und andere Wetterbedingungen."
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Bekannt oder so gut wie sicher ist ein Begriff, der uns in den Golfregeln öfter begegnet. Doch was ist damit eigentlich genau gemeint?

Nach der Definition ist bekannt oder so gut wie sicher

Der Maßstab für die Entscheidung, was mit dem Ball eines Spielers passierte - zum Beispiel ob der Ball in einer Penalty Area zur Ruhe kam, sich bewegte oder wodurch die Bewegung verursacht wurde.

Bekannt oder so gut wie sicher bedeutet, dass es mehr als nur möglich oder wahrscheinlich ist. Es bedeutet entweder:

• Es gibt einen schlüssigen Beweis, dass der fragliche Vorgang mit dem Ball des Spielers geschehen ist, zum Beispiel wenn der Spieler oder andere Zeugen dies gesehen haben.

• Trotz eines sehr kleinen Zweifels deuten alle angemessen verfügbaren Informationen darauf hin, dass der fragliche Vorgang mit mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat.

„Alle angemessen verfügbaren Informationen“ schließt alle Informationen ein, die der Spieler kennt und alle anderen Informationen, die er mit angemessenem Aufwand und ohne unangemessene Verzögerung bekommen kann. Anwendung des Prinzips „Bekannt oder so gut wie sicher“, wenn der Ball sich bewegt

Ist nicht „bekannt“, was die Bewegung des Balls verursachte, müssen alle angemessen verfügbaren Informationen berücksichtigt werden und die Beweise müssen bewertet werden, um zu bestimmen, ob es „so gut wie sicher“ ist, dass der Spieler, Gegner oder ein äußerer Einfluss die Bewegung des Balls verursachte.

Abhängig von den Umständen kann „angemessen verfügbare Information“ einschließen, ist aber nicht beschränkt auf:

• Die Auswirkung aller in der Nähe des Balls vorgenommenen Handlungen (zum Beispiel das Bewegen von losen hinderlichen Naturstoffen, Übungsschwünge, Schläger aufsetzen und Einnahme des Stands),

• die zwischen diesen Handlungen und der Bewegung des Balls verstrichene Zeit,

• die Lage des Balls, bevor er sich bewegte(zum Beispiel auf dem Fairway, oben auf längerem Gras, auf einer Bodenunebenheit oder auf dem Grün),

• der Zustand des Bodens in der Nähe des Balls (zum Beispiel das Ausmaß des Gefälles oder das Vorhandensein von Bodenunebenheiten, usw.), und

• Windgeschwindigkeit und -richtung, Regen und andere Wetterbedingungen.

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Kennt Ihr diesen Dialog? Spieler 1: Hast Du meinen Ball gesehen? Spieler 2: Irgendwo rechts unten habe ich ihn aus den Augen verloren. Spieler 1: Soll ich provisorisch spielen? Spieler 2: Wenn wir ihn unten nicht finde, wird er wohl im Wasser sein. So erlebe ich das häufig. Darin sind viele Verstösse gegen die Golfregeln aber ist "bekannt oder so gut wie sicher" erfüllt, wenn der Ball sich auf ein Hindernis zu bewegt aber vor dem Hindernis nicht gefunden wird?

Dazu fällt mir spontan 16.1e ein. Hatte dazu folgende Diskussion Herbs, sehr weiches Fair. Da ich das wusste, bat ich alle im Flight mit auf den Abschlag zu achten. Ja der Ball muss Mitte Fairway liegen. Wir kommen zu der Stelle, wir können den Ball nicht finden. Wenn da jetzt nur Fairway wäre, würde ich sagen es ist so gut wie sicher und könnte dort nen free drop machen. Es lagen aber überall Herbstblätter herum, daher bin ich der Meinung das es dann auch möglich ist das der Ball unter einem Blatt liegt. Dann wäre es meiner Meinung nach nicht so gut wie sicher und ich kann 16.1e nicht in Ansruch nehmen. Die anderen aus dem Flight haben sich amüsiert, da ich mir selber den Sieg damit genommen hatte. Sieht das event. Jemand anders ?

3 Wochen her

Golf Rules

Gestern hatten wir schon das Nearest not nicest - doch was, wenn man sich beim Messen des Erleichterungsbereichs nicht an das empfohlene Verfahren hält? Hier hilft uns eine Interpretation zum NPdvE weiter:

"Spieler verfährt nicht nach dem empfohlenen Verfahren zur Bestimmung des nächstgelegenen Punkts vollständiger Erleichterung
Obwohl es ein empfohlenes Verfahren zur Bestimmung des nächstgelegenen Punkts vollständiger Erleichterung gibt, verlangen die Regeln von einem Spieler nicht, diesen Punkt zu bestimmen, wenn er Erleichterung nach einer entsprechenden Regel in Anspruch nimmt (zum Beispiel bei Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen nach Regel 16.1b (Erleichterung für Ball im Gelände)). Bestimmt ein Spieler nicht den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung genau oder findet er einen unzutreffenden nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, zieht der Spieler sich nur dann eine Strafe zu, wenn dies dazu führt, dass er einen Ball in einem Erleichterungsbereich droppt, der den Anforderungen der Regel nicht entspricht und der Ball dann gespielt wird."
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Gestern hatten wir schon das Nearest not nicest - doch was, wenn man sich beim Messen des Erleichterungsbereichs nicht an das empfohlene Verfahren hält? Hier hilft uns eine Interpretation zum NPdvE weiter:

Spieler verfährt nicht nach dem empfohlenen Verfahren zur Bestimmung des nächstgelegenen Punkts vollständiger Erleichterung 
Obwohl es ein empfohlenes Verfahren zur Bestimmung des nächstgelegenen Punkts vollständiger Erleichterung gibt, verlangen die Regeln von einem Spieler nicht, diesen Punkt zu bestimmen, wenn er Erleichterung nach einer entsprechenden Regel in Anspruch nimmt (zum Beispiel bei Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen nach Regel 16.1b (Erleichterung für Ball im Gelände)). Bestimmt ein Spieler nicht den nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung genau oder findet er einen unzutreffenden nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung, zieht der Spieler sich nur dann eine Strafe zu, wenn dies dazu führt, dass er einen Ball in einem Erleichterungsbereich droppt, der den Anforderungen der Regel nicht entspricht und der Ball dann gespielt wird.

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Was bedeutet, dass ich mir nur dann einen Strafschlag zuziehe, wenn mein eigentlicher nächstgelegener Punkt z.B. im Rough läge, ich ihn jedoch aus Ungenauigkeit (oder Faulheit) aufs Fairway verlege und dann schlage. Richtig? Oder anders ausgedrückt: wenn man - wie die meisten - den Driver stecken lässt und Pi mal Daumen (aufgrund zahlreicher Erfahrungswerte) den Ball droppt, ist das prinzipiell auch okay, solange der Ball hinterher regelgerecht liegt? Also ich persönlich nutze lieber das komplette Verfahren...

3 Wochen her

Golf Rules

Die Golfregeln, die Erleichterungsverfahren behandeln stellen oft auf den "nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung" ab. Doch was ist das eigentlich? Hier hilft - wie so oft - ein Blick in die Definitionen:

"Der Bezugspunkt bei Inanspruchnahme von strafloser Erleichterung wegen ungewöhnlicher Platzverhältnisse (Regel 16.1), einer Gefährdung durch ein Tier (Regel 16.2), einem falschen Grün (Regel 13.1f), oder einer Spielverbotszone (Regel 16.1f, 17.1e) oder nach bestimmten Platzregeln.

Er ist der geschätzte Punkt, an dem der Ball liegen würde, der

• der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch als diese,

• im vorgeschriebenen Bereich des Platzes liegt und

• an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Zum Schätzen dieses Bezugspunktes muss der Spieler den Schläger, Stand, Schwung und die Spiellinie bestimmen, die er für diesen Schlag gewählt hätte."

Also, denkt daran: Nearest, not nicest!
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Die Golfregeln, die Erleichterungsverfahren behandeln stellen oft auf den nächstgelegenen Punkt der vollständigen Erleichterung ab. Doch was ist das eigentlich? Hier hilft - wie so oft - ein Blick in die Definitionen:

Der Bezugspunkt bei Inanspruchnahme von strafloser Erleichterung wegen ungewöhnlicher Platzverhältnisse (Regel 16.1), einer Gefährdung durch ein Tier (Regel 16.2), einem falschen Grün (Regel 13.1f), oder einer Spielverbotszone (Regel 16.1f, 17.1e) oder nach bestimmten Platzregeln.

Er ist der geschätzte Punkt, an dem der Ball liegen würde, der

• der ursprünglichen Stelle des Balls am nächsten ist, aber nicht näher zum Loch als diese,

• im vorgeschriebenen Bereich des Platzes liegt und

• an dem der Umstand den Schlag nicht beeinträchtigt, den der Spieler von der ursprünglichen Stelle aus gemacht hätte, wenn dort der Umstand nicht vorhanden wäre.

Zum Schätzen dieses Bezugspunktes muss der Spieler den Schläger, Stand, Schwung und die Spiellinie bestimmen, die er für diesen Schlag gewählt hätte.

Also, denkt daran: Nearest, not nicest!

3 Wochen her

Golf Rules

Gregor hatte eine Frage:

"In einem Patenturnier steht der Rookie-Spieler in einem Bunker tief unter dem Ball und kann den Schlag kaum ausführen. Darf ich ihm als Pate nach dem Schlag den Tipp geben, wie diese Situation zu lösen ist?"

Hier hilft ein Blick in die Definition "Beratung":

"Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei

• der Wahl eines Schlägers,

• der Ausführung eines Schlags oder

• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist.

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:

• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,

• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder

• die Regeln."

Nach dem Schlag einen Hinweis zu geben, wie diese Situation auf einer anderen Runde zu lösen ist ist daher kein Problem und gerade in Paten- oder Rabbit-Turnieren sogar gewollt. Nur vorher eben nicht.
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Gregor hatte eine Frage:

In einem Patenturnier steht der Rookie-Spieler in einem Bunker tief unter dem Ball und kann den Schlag kaum ausführen. Darf ich ihm als Pate nach dem Schlag den Tipp geben, wie diese Situation zu lösen ist?

Hier hilft ein Blick in die Definition Beratung:

Jeglicher mündliche Hinweis oder jede Handlung (zum Beispiel das Zeigen, welcher Schläger gerade für einen Schlag verwendet wurde) mit der Absicht, einen Spieler zu beeinflussen bei

• der Wahl eines Schlägers,

• der Ausführung eines Schlags oder

• der Entscheidung, wie während eines Lochs oder der Runde zu spielen ist. 

Aber: Öffentlich verfügbare Informationen gelten nicht als Beratung, zum Beispiel:

• die Lage von Bereichen oder Sachen auf dem Platz zum Beispiel das Loch, das Grün, das Fairway, Penalty Areas, Bunker oder den Ball eines anderen Spielers,

• die Entfernung von einer Stelle zu einer anderen oder

• die Regeln.

Nach dem Schlag einen Hinweis zu geben, wie diese Situation auf einer anderen Runde zu lösen ist ist daher kein Problem und gerade in Paten- oder Rabbit-Turnieren sogar gewollt. Nur vorher eben nicht.

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Also meine Oma, eine ehemalige Proette, die hat gesagt, dass ....

Je nach Spielform ist Advice schon erlaubt ... check Rules 22/23/24 .....

Regina Kammermeier 😉

3 Wochen her

Golf Rules

Susanne hatte eine Frage:

"Hi Torben,
in einem Turnier kam mein Ball im Rough nahe des 100m Pfahls zur Ruhe. Balllage sehr schlecht im tiefen Rough. Direkte Linie zum Stock wäre ein Schlag möglich gewesen, aber aufgrund der Lage nicht realistisch, da eine weite Flugstrecke über Rough, Bunker und Büsche verlaufen wäre. Aber nach dem Motto : Aus dem Rough direkt zum Fairway" war die Markierung im Schwungweg. Es gab einen Freedrop, der auch im Rough durchgeführt wurde. Hierbei blieb der Ball obenauf liegen, worauf ich dann die Spielrichtung und den Schläger neu entschieden habe und Richtung Fahne gespielt habe. Daraufhin monierte mein Mitspieler, ich hätte den simulierten Schlag für den Freedrop auch dann nach dem Droppen durchführen müssen. Ich sehe es anders, da durch den Drop eine neu zu beurteilende Situation entstanden ist und ich neu entscheiden darf.

Wie siehst Du das?"

Tatsächlich ist es so, dass immer wieder Verwirrung um den Schläger zum Messen entsteht, wenn der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung ermittelt werden soll. Das ist regelmäßig der Schläger, mit dem der Schlag gespielt werden würde, den der Spieler ohne Erleichterung plant. Dann, nachdem der Erleichterungsbereich gefunden und mit dem längsten Schläger im Bag mit Ausnahme des Putters gemessen wurde, ist nach dem Drop eine neue Spielsituation entstanden, der Spieler darf dann frei über sein neues Vorgehen entscheiden und ist nicht mehr an den alten Schläger gebunden.
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Susanne hatte eine Frage:

Hi Torben,
in einem Turnier kam mein Ball im Rough nahe des 100m Pfahls zur Ruhe.  Balllage sehr schlecht im tiefen Rough. Direkte Linie zum Stock wäre ein Schlag möglich gewesen, aber aufgrund der Lage nicht realistisch, da eine weite Flugstrecke über Rough, Bunker und Büsche verlaufen wäre. Aber nach dem Motto : Aus dem Rough direkt zum Fairway war die Markierung im Schwungweg.  Es gab einen Freedrop, der auch im Rough durchgeführt wurde. Hierbei blieb der Ball obenauf liegen, worauf ich dann die Spielrichtung und den Schläger neu entschieden habe und Richtung Fahne gespielt habe. Daraufhin monierte mein Mitspieler, ich hätte den simulierten Schlag für den Freedrop auch dann nach dem Droppen durchführen müssen. Ich sehe es anders, da durch den Drop eine neu zu beurteilende Situation entstanden ist und ich neu entscheiden darf.

Wie siehst Du das?

Tatsächlich ist es so, dass immer wieder Verwirrung um den Schläger zum Messen entsteht, wenn der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung ermittelt werden soll. Das ist regelmäßig der Schläger, mit dem der Schlag gespielt werden würde, den der Spieler ohne Erleichterung plant. Dann, nachdem der Erleichterungsbereich gefunden und mit dem längsten Schläger im Bag mit Ausnahme des Putters gemessen wurde, ist nach dem Drop eine neue Spielsituation entstanden, der Spieler darf dann frei über sein neues Vorgehen entscheiden und ist nicht mehr an den alten Schläger gebunden.

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Ist es bei einem beweglichen Hemmnis wie dem 100-Meter-Pfahl nicht so, dass das Hemmnis entfernt wird und der Ball so gespielt wird, wie er liegt?

Die Markierung kann auch unbeweglich sein...

Das habe ich auch gerade gedacht....

3 Wochen her

Golf Rules

Dirk hat eine schöne Frage an uns:

"Guten Morgen zusammen, ich mal wieder. 😜
„Liegt ein Ball in besonders schlechter Lage, kann er durch den Spieler selbst für unspielbar erklärt werden. Dies kann jederzeit durch den Spieler erfolgen und Bedarf keiner Zustimmung durch Dritte (Regel 19). Ist ein Ball in einer »Penalty Area« gelandet, so kann er nicht für unspielbar erklärt werden.“

Wie verhält es sich wenn der Ball auf der Teichfolie in der Penalty Area liegt, den könnte ich ja spielen wie er liegt, allerdings könnte ich damit auch die Teichfolie kaputt machen.

Habe bis jetzt immer gesagt „Pech gehabt“ und mit Strafe außerhalb gedroppt. Jetzt kam es aber bei jemand anderes dazu das er meinte, „da dürfte er straffrei innerhalb der Penalty Area droppen.“ Dies hätte er auch auf der Tour gesehen als im Bunker die Folie im Sand zum Vorschein kam.

Gibt es da was zum nachlesen, oder wie würdet ihr da vorgehen?

Viele Grüße Dirk"

Kreativer Ansatz, leider nicht mit den Golfregeln vereinbar. Die Folie ist ein unbewegliches Hemmnis und gehört damit zu den ungewöhnlichen Platzverhältnissen, R16. R16.1a (2) stellt klar, dass Erleichterung bei Beeinträchtigung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse ist nach Regel 16.1 nur zulässig ist, wenn sowohl

· die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und

· der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Im Bunker, wie vorgetragen, wäre das etwas anderes, dort wäre eine straflose Erleichterung innerhalb des Bunkers möglich.
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Dirk hat eine schöne Frage an uns:

Guten Morgen zusammen, ich mal wieder. 😜
„Liegt ein Ball in besonders schlechter Lage, kann er durch den Spieler selbst für unspielbar erklärt werden. Dies kann jederzeit durch den Spieler erfolgen und Bedarf keiner Zustimmung durch Dritte (Regel 19). Ist ein Ball in einer »Penalty Area« gelandet, so kann er nicht für unspielbar erklärt werden.“ 

Wie verhält es sich wenn der Ball auf der Teichfolie in der Penalty Area liegt, den könnte ich ja spielen wie er liegt, allerdings könnte ich damit auch die Teichfolie kaputt machen.

Habe bis jetzt immer gesagt „Pech gehabt“ und mit Strafe außerhalb gedroppt. Jetzt kam es aber bei jemand anderes dazu das er meinte, „da dürfte er straffrei innerhalb der Penalty Area droppen.“ Dies hätte er auch auf der Tour gesehen als im Bunker die Folie im Sand zum Vorschein kam. 

Gibt es da was zum nachlesen, oder wie würdet ihr da vorgehen?

Viele Grüße Dirk

Kreativer Ansatz, leider nicht mit den Golfregeln vereinbar. Die Folie ist ein unbewegliches Hemmnis und gehört damit zu den ungewöhnlichen Platzverhältnissen, R16. R16.1a (2) stellt klar, dass Erleichterung bei Beeinträchtigung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse ist nach Regel 16.1 nur zulässig ist, wenn sowohl

·         die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und

·         der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Im Bunker, wie vorgetragen, wäre das etwas anderes, dort wäre eine straflose Erleichterung innerhalb des Bunkers möglich.

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Meine Frage wäre eher, darf ich den Ball auch von der Teichfolie spielen ( Ball spielen, wie er liegt). Schlau wäre es natürlich, wenn es eine Platzregel gäbe...

Mir begegnete neulich jemand, der ähnlich behauptete, dass eine bestimmte Situation eine straflose Erleichterung in der PA (Zitat: „im Hindernis“) zur Folge habe. Ich glaube, das liegt daran, dass für die meisten sowohl PA als auch Bunker mit dem Begriff Hindernis gleich gesetzt werden. Das führt nämlich auch zu der weit verbreiteten Fehlannahne, das man mit den neuen Regeln im Bunker den Schläger aufsetzen darf. Wenn man nämlich dagegen hält, heißt es immer, dass man doch jetzt im Hindernis aufsetzen dürfe.

Spielen wie er liegt, ausser die Platzregel verbietet das ausdrücklich.

4 Wochen her

Golf Rules

Eine Grasinsel im Bunker, was ist das eigentlich regeltechnisch?

Nach der Definition "Bunker" ist der Bunker "eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde.

Zum Bunker gehören nicht:

• eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,

• Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche,

• Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und

• alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Bunker sind einer der fünf definierten Bereiche des Platzes.

Eine Spielleitung darf eine vorbereitete Sandfläche zum Bestandteil des Geländes erklären (dies bedeutet, es ist kein Bunker) oder eine nicht besonders vorbereitete Sandfläche zum Bunker erklären.

Wird ein Bunker repariert und die Spielleitung erklärt den ganzen Bunker zu Boden in Ausbesserung, wird dieser als Gelände behandelt (dies bedeutet, es ist kein Bunker).

Das in dieser Definition und in Regel 12 benutzte Wort „Sand“, schließt jedes sandähnliche Material ein, das zur Bunkerfüllung verwendet wird (zum Beispiel zerstoßene Muscheln), wie auch jeden mit dem Sand vermischten Boden."

Die Grasinsel in der Mitte ist also Gelände, mit der Folge, dass von dort regulär gespielt werden darf. Ihr seht, auch ein Blick in die Definitionen kann helfen...
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Eine Grasinsel im Bunker, was ist das eigentlich regeltechnisch?

Nach der Definition Bunker ist der Bunker eine besonders vorbereitete Fläche mit Sand, oft eine Vertiefung, von der Grassoden oder Erde entfernt wurde.

Zum Bunker gehören nicht:

• eine Bunkerkante, eine Mauer oder Bunkerwand am Rand einer angelegten Fläche, die aus Boden, Gras, geschichteten Soden oder künstlichem Material besteht,

• Erde oder jeder wachsende oder befestigte natürliche Gegenstand (zum Beispiel Gras, Büsche oder Bäume) innerhalb der Grenzen der vorbereiteten Fläche,

• Sand, der aus dem Bunker herausgespült wurde oder außerhalb der Bunkergrenze liegt und

• alle anderen Sandflächen auf dem Platz, die nicht innerhalb der Grenze der vorbereiteten Fläche liegen (zum Beispiel Wüsten oder andere natürliche Sandflächen oder die manchmal als „Waste Areas“ bezeichneten Flächen).

Bunker sind einer der fünf definierten Bereiche des Platzes.

Eine Spielleitung darf eine vorbereitete Sandfläche zum Bestandteil des Geländes erklären (dies bedeutet, es ist kein Bunker) oder eine nicht besonders vorbereitete Sandfläche zum Bunker erklären.

Wird ein Bunker repariert und die Spielleitung erklärt den ganzen Bunker zu Boden in Ausbesserung, wird dieser als Gelände behandelt (dies bedeutet, es ist kein Bunker).

Das in dieser Definition und in Regel 12 benutzte Wort „Sand“, schließt jedes sandähnliche Material ein, das zur Bunkerfüllung verwendet wird (zum Beispiel zerstoßene Muscheln), wie auch jeden mit dem Sand vermischten Boden.

Die Grasinsel in der Mitte ist also Gelände, mit der Folge, dass von dort regulär gespielt werden darf. Ihr seht, auch ein Blick in die Definitionen kann helfen...

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na wenn das nicht die bahn 14 des Golf Park am Deister ist 😉👍

Das ist Golfplatz-design-mäßig kompletter Schwachsinn!

... und eine pflegetechnische Herausforderung 😜

4 Wochen her

Golf Rules

Zeitweiliges Wasser nach starken Niederschlagen im Bunker - hier kann Regel R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker" angewandt werden. Der Ball darf straflos an der nächstgelegenen Stelle der vollständigen Erleichterung im Bunker gedroppt werden. Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet.

Problematisch ist u.U. aber auch die Auswaschungen an den Bunkerkanten, wenn ein Ball in diesen zur Ruhe kommen sollte. Sofern diese Beschädigungen nicht mehr rechtzeitig vor dem Wettspiel beseitigt werden können, sollte die Spielleitung diese Bereiche per Platzregel als "Boden in Ausbesserung" definieren. Aus der Musterplatzregel F-1 "Ungewöhnliche Platzverhältnisse und Bestandteile des Platzes festlegen" könnte folgender Satz entnommen werden:

Bereiche in Bunkern, in denen der Sand durch Wasser ausgespült wurde und tiefe Rinnen hinterlassen hat, sind Boden in Ausbesserung.

Der Spieler kann dann auch in diesem Fall nach Regel R16.1c "Erleichterung für einen Ball im Bunker" handeln... (tk)
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Zeitweiliges Wasser nach starken Niederschlagen im Bunker - hier kann Regel  R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker angewandt werden. Der Ball darf straflos an der nächstgelegenen Stelle der vollständigen Erleichterung im Bunker gedroppt werden. Gibt es keinen nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung im Bunker, darf der Spieler Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er die Stelle der größtmöglichen Erleichterung im Bunker als Bezugspunkt verwendet.

Problematisch ist u.U. aber auch die Auswaschungen an den Bunkerkanten, wenn ein Ball in diesen zur Ruhe kommen sollte. Sofern diese Beschädigungen nicht mehr rechtzeitig vor dem Wettspiel beseitigt werden können, sollte die Spielleitung diese Bereiche per Platzregel als Boden in Ausbesserung definieren. Aus der Musterplatzregel F-1 Ungewöhnliche Platzverhältnisse und Bestandteile des Platzes festlegen könnte folgender Satz entnommen werden: 

Bereiche in Bunkern, in denen der Sand durch Wasser ausgespült wurde und tiefe Rinnen hinterlassen hat, sind Boden in Ausbesserung. 

Der Spieler kann dann auch in diesem Fall nach Regel R16.1c Erleichterung für einen Ball im Bunker handeln... (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Strommasten und Stromleitungen sind auf dem ein oder anderen Golfplatz immer wieder einmal anzutreffen. Was ist, wenn ein Ball den Mast oder die Leitung trifft?

Normalerweise ist dieses Spielzufall, aber wenn eine dauerhaft vorhandene Stromleitung das Spiel eines Lochs behindert, darf die Spielleitung festlegen, dass, wenn ein Ball die Stromleitung trifft (ggf. erweitert um Masten, Halteseile oder Pfähle, die die Stromleitung stützen), der Schlag nicht zählt und der Spieler den Schlag erneut spielen muss. Diese Platzregel sollte üblicherweise nicht für Stromleitungen gelten, die das Spiel eines Lochs nicht behindern oder die im Aus sind.

Eine Platzregel, die dem Spieler eine Wahl lässt, den Schlag zu wiederholen, wenn sein Ball eine Stromleitung trifft, sollte nicht eingeführt werden.

In der Musterplatzregel E-11 ist dieser Fall beschrieben und durch die Aufnahme in die meisten Wettspielbestimmungen / Platzregeln der Landesverbände bzw. des DGV auch in Karft gesetzt. (tk)
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Strommasten und Stromleitungen sind auf dem ein oder anderen Golfplatz immer wieder einmal anzutreffen. Was ist, wenn ein Ball den Mast oder die Leitung trifft?

Normalerweise ist dieses Spielzufall, aber wenn eine dauerhaft vorhandene Stromleitung das Spiel eines Lochs behindert, darf die Spielleitung festlegen, dass, wenn ein Ball die Stromleitung trifft (ggf. erweitert um Masten, Halteseile oder Pfähle, die die Stromleitung stützen), der Schlag nicht zählt und der Spieler den Schlag erneut spielen muss. Diese Platzregel sollte üblicherweise nicht für Stromleitungen gelten, die das Spiel eines Lochs nicht behindern oder die im Aus sind.

Eine Platzregel, die dem Spieler eine Wahl lässt, den Schlag zu wiederholen, wenn sein Ball eine Stromleitung trifft, sollte nicht eingeführt werden.

In der Musterplatzregel E-11 ist dieser Fall beschrieben und durch die Aufnahme in die meisten Wettspielbestimmungen / Platzregeln der Landesverbände bzw. des DGV auch in Karft gesetzt. (tk)

4 Wochen her

Golf Rules

Mega-Schlag - aber Loch kaputt 🙁 Und jetzt?

So wie in diesem Fall auf der PGA Tour steht in den seltensten Fällen immer gleich ein komplettes Greenkeeping-Team in Bereitschaft, welches zunächst versucht das Loch auszubessern oder dann gleich ein neunes sticht. Aber wie ist das überhaupt mit einem neuen Loch auf dem Grün bei einer laufenden Runde?

Generell gilt, dass nach Regel R13.1c "Verbesserungen, die auf dem Grün erlaubt sind" auch die Beschädigungen an der Lochkante ausgebessert werden dürfen, um das Grün in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Kann aber ein Spieler einen Schaden am Grün nicht reparieren, zum Beispiel Dellen durch einen Schläger oder einen alten Lochpfropfen, der unter die Oberfläche abgesunken ist, darf der Spieler verlangen, dass die Spielleitung den Schaden repariert.

Im Lochspiel ist das Setzen eines neuen Lochs überhaupt kein Problem, da ja Spieler gegen Spieler jedes Loch für sich spielt. Im Zählspiel kann es jedoch sein, dass schon einige Teilnehmer des Feldes das Loch passiert haben.

Liegt am Ball auf dem Grün und das Loch wurde beschädigt, sollte die Spielleitung versuchen, das Loch zu reparieren, damit es der Definition „Loch“ entspricht. Ist dies nicht möglich dürfen die Spieler das Loch mit dem Loch in seinem beschädigten Zustand beenden.

Es ist nicht wünschenswert, das Loch zu versetzen, bevor alle Spieler der Gruppe das Spielen des Lochs beendet haben. Die Spielleitung darf jedoch das Loch in eine nahe gelegene ähnliche Position versetzen, falls dies erforderlich ist um einen ordentlichen Spielbetrieb sicherzustellen.
Geschieht dies, bevor die Spieler in der Gruppe das Loch beendet haben, sollte die Spielleitung von jedem Spieler, dessen Ball sich auf dem Grün befindet verlangen, seinen Ball an eine Stelle zu legen, die der vergleichbar ist die sich nach dem vorherigen Schlag für den Spieler ursprünglich ergeben hätte. Liegt ein Ball außerhalb des Grüns, sollte die Spielleitung verlangen, dass dieser Ball zu spielen ist, wie er liegt. (tk)
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Darf auch ein Spieler ggf nach dem Einlochen eine Beschädigung am Loch reparieren? Beispielsweise wenn er bemerkt, dass die Lochkante durch das Ziehen und/oder Zurückstecken der Fahne offensichtlichen Schaden genommen hat? Wie ihr sagt, steht ja weder das Greenkeeping Team sofort zur Verfügung noch die Spielleitung 😉

4 Wochen her

Golf Rules

Und heute die Folge drei zum Thema "Abschlag" - so geht es natürlich nicht;-)

Ein Spieler muss jedes Loch beginnen, indem er einen Ball nach Regel 6.2b innerhalb des Abschlags spielt (siehe R6.1b). Wenn ein Spieler, der ein Loch beginnt, einen Ball von außerhalb des Abschlags spielt, dann gibt es einen Unterschied zwischen Loch- und Zählspiel:

Im Lochspiel gilt:
Dies ist straflos, aber der Gegner darf den Schlag für ungültig erklären:
- Dies muss unverzüglich erfolgen, bevor einer der Spieler einen weiteren Schlag macht. Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, kann er dies nicht widerrufen.
- Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, muss der Spieler einen anderen Ball von innerhalb des Abschlags spielen, wobei er immer noch an der Reihe ist, zu spielen.
- Erklärt der Gegner den Schlag nicht für ungültig, zählt der Schlag. Der Ball ist im Spiel und muss gespielt werden, wie er liegt.

Im Zählspiel gilt:
Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags
spielt:
- Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel.
- Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.
- Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

Und um die Frage gleich mit zu beantworten, in welcher Folge denn der "Provisorische Ball" gespielt wird, blicken wir noch in R6.4c "Spielen eines provisorischen Balls oder anderen Balls vom Abschlag":
In diesem Fall spielen alle Spieler der Gruppe nach der Spielfolge zuerst ihren ersten Schlag an dem Loch, bevor ein Spieler den provisorischen oder einen anderen Ball vom Abschlag spielt. Spielen mehrere Spieler einen provisorischen oder anderen Ball vom Abschlag, gilt die ursprüngliche Spielfolge. (tk)
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Und heute die Folge drei zum Thema Abschlag - so geht es natürlich nicht;-)

Ein Spieler muss jedes Loch beginnen, indem er einen Ball nach Regel 6.2b innerhalb des Abschlags spielt (siehe R6.1b). Wenn ein Spieler, der ein Loch beginnt, einen Ball von außerhalb des Abschlags spielt, dann gibt es einen Unterschied zwischen Loch- und Zählspiel:

Im Lochspiel gilt:
Dies ist straflos, aber der Gegner darf den Schlag für ungültig erklären:
- Dies muss unverzüglich erfolgen, bevor einer der Spieler einen weiteren Schlag macht. Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, kann er dies nicht widerrufen.
- Erklärt der Gegner den Schlag für ungültig, muss der Spieler einen anderen Ball von innerhalb des Abschlags spielen, wobei er immer noch an der Reihe ist, zu spielen.
- Erklärt der Gegner den Schlag nicht für ungültig, zählt der Schlag. Der Ball ist im Spiel und muss gespielt werden, wie er liegt.

Im Zählspiel gilt:
Der Spieler zieht sich die Grundstrafe (zwei Strafschläge) zu und muss den Fehler berichtigen, indem er einen Ball von innerhalb des Abschlags
spielt:
- Der von außerhalb des Abschlags gespielte Ball ist nicht im Spiel.
- Dieser Schlag und alle weiteren Schläge vor Berichtigung des Fehlers (gespielte Schläge einschließlich Strafschläge, die beim Spielen dieses Balls angefallen sind) zählen nicht.
- Berichtigt der Spieler seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag macht, um das nächste Loch zu beginnen oder beim letzten Loch der Runde, bevor er seine Scorekarte einreicht, ist er disqualifiziert.

Und um die Frage gleich mit zu beantworten, in welcher Folge denn der Provisorische Ball gespielt wird, blicken wir noch in R6.4c Spielen eines provisorischen Balls oder anderen Balls vom Abschlag: 
In diesem Fall spielen alle Spieler der Gruppe nach der Spielfolge zuerst ihren ersten Schlag an dem Loch, bevor ein Spieler den provisorischen oder einen anderen Ball vom Abschlag spielt. Spielen mehrere Spieler einen provisorischen oder anderen Ball vom Abschlag, gilt die ursprüngliche Spielfolge. (tk)

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Ist denn die letzte Frage bezgl. Reihenfolge beim provisorischen Ball zu Gunsten von Ready Golf nicht zumindest “aufgeweicht” ?

Kommt nur mir das so vor, oder hat die Dame auf dem Foto einen ca. 3m langen Driver?🤔🤣🤣🤣🤣🤣🤣

4 Wochen her

Golf Rules

Und wo wir gestern beim Abschlag waren - heute noch einmal ein paar weitergehende Details...

In R6.2b "Regeln für den Abschlag" gibt es klare Definitionen und zusätzliche Informationen in den Unterpunkten zu diesem Thema:
(1) Wann der Ball innerhalb des Abschlags liegt.
- Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet.
- Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen.
(2) Der Ball darf aufgeteet oder vom Boden gespielt werden. Nach dieser Regel schließt „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit ein, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen. Der Spieler darf keinen Schlag nach einem Ball von einem unzulässigen Tee ausführen oder nach einem Ball, der in einer nach dieser Regel unzulässigen Weise aufgeteet wurde.
(3) Bestimmte Bedingungen auf dem Abschlag dürfen verbessert
werden, z.B. die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht), Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen, Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen.
(4) Einschränkung des Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird. (s. gestriger Beitrag)
(5) Ball bis zum Schlag nicht im Spiel. Sowohl bei Beginn eines Lochs als
auch beim erneuten Spiel vom Abschlag nach einer Regel und gleich, ob der Ball aufgeteet ist oder auf dem Boden liegt, ist der Ball nicht im Spiel, bis der Spieler nach ihm geschlagen hat und darf der Ball vor dem Schlag straflos aufgenommen oder bewegt werden.
(6) Ball im Spiel liegt innerhalb des Abschlags. Liegt des Spielers Ball im
Spiel nach einem Schlag innerhalb des Abschlags (zum Beispiel ein
aufgeteeter Ball nach einem Schlag, der den Ball verfehlt hat) oder nachdem Erleichterung in Anspruch genommen wurde, darf der Spieler den Ball straflos aufnehmen oder bewegen (siehe Regel 9.4b, Ausnahme 1) und diesen oder einen anderen Ball innerhalb des Abschlags von einem Tee oder dem Boden nach Ziffer (2) spielen oder den Ball spielen wie er liegt. (tk)
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Und wo wir gestern beim Abschlag waren - heute noch einmal ein paar weitergehende Details...

In R6.2b Regeln für den Abschlag gibt es klare Definitionen und zusätzliche Informationen in den Unterpunkten zu diesem Thema: 
(1) Wann der Ball innerhalb des Abschlags liegt.
- Ein Ball liegt innerhalb des Abschlags, wenn irgendein Teil von ihm den Abschlag berührt oder sich oberhalb eines Teils des Abschlags befindet.
- Der Spieler darf außerhalb des Abschlags stehen, um einen Ball von innerhalb des Abschlags zu spielen.
(2) Der Ball darf aufgeteet oder vom Boden gespielt werden. Nach dieser Regel schließt „Boden“ Sand oder anderes natürliches Material mit ein, das angehäuft wurde, um entweder das Tee oder den Ball aufzusetzen. Der Spieler darf keinen Schlag nach einem Ball von einem unzulässigen Tee ausführen oder nach einem Ball, der in einer nach dieser Regel unzulässigen Weise aufgeteet wurde.
(3) Bestimmte Bedingungen auf dem Abschlag dürfen verbessert
werden, z.B. die Bodenoberfläche des Abschlags verändern (zum Beispiel, indem er eine Kerbe mit einem Schläger oder Fuß macht), Rasen, Gräser und andere natürliche Gegenstände, die innerhalb des Abschlags befestigt sind oder wachsen, bewegen, biegen oder brechen, Sand und Boden auf dem Abschlag entfernen oder niederdrücken und Tau, Reif oder Wasser innerhalb des Abschlags beseitigen.
(4) Einschränkung des Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird. (s. gestriger Beitrag)
(5) Ball bis zum Schlag nicht im Spiel. Sowohl bei Beginn eines Lochs als
auch beim erneuten Spiel vom Abschlag nach einer Regel und gleich, ob der Ball aufgeteet ist oder auf dem Boden liegt, ist der Ball nicht im Spiel, bis der Spieler nach ihm geschlagen hat und darf der Ball vor dem Schlag straflos aufgenommen oder bewegt werden.
(6) Ball im Spiel liegt innerhalb des Abschlags. Liegt des Spielers Ball im
Spiel nach einem Schlag innerhalb des Abschlags (zum Beispiel ein 
aufgeteeter Ball nach einem Schlag, der den Ball verfehlt hat) oder nachdem Erleichterung in Anspruch genommen wurde, darf der Spieler den Ball straflos aufnehmen oder bewegen (siehe Regel 9.4b, Ausnahme 1) und diesen oder einen anderen Ball innerhalb des Abschlags von einem Tee oder dem Boden nach Ziffer (2) spielen oder den Ball spielen wie er liegt. (tk)

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Das Zauberwort in Absatz 3 ist „innerhalb“. Gras, das vor dem Abschlag hochsteht, niederdrücken = Strafe. Frage Phil

1 Monat her

Golf Rules

Wir hatten ja erst vor kurzem einen Bericht über die richtige Ausrichtung der Abschlagmarkierungen auf dem Abschlagbauwerk. Bei der Positionierung bedarf es allerdings manchmal nicht nur eines Blickes nach vorne in die Spielrichtung sondern auch nach oben zur gedachten Spiellinie. In diesem Beispiel ist der rechte Bereich des Abschlagbauwerkes "tot", den dieser kann maximal für eine Fade oder kurze Schlag quer über das Fairway genutzt werden.

Nach R6.2b(4) gibt es Einschränkung beim Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird. Die Stelle der Abschlagmarkierungen wird von der Spielleitung bestimmt, um jeden Abschlag zu definieren und sollte für alle Spieler, die von diesem Abschlag spielen werden, an derselben Stelle bleiben.

Der Spieler zieht sich die Grundstrafe nach Regel 8.1a(1) zu, wenn er vor dem Spielen vom Abschlag durch das Bewegen einer dieser Abschlagmarkierungen die Bedingungen für seinen Schlag verbessert. (tk)
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Wir hatten ja erst vor kurzem einen Bericht über die richtige Ausrichtung der Abschlagmarkierungen auf dem Abschlagbauwerk. Bei der Positionierung bedarf es allerdings manchmal nicht nur eines Blickes nach vorne in die Spielrichtung sondern auch nach oben zur gedachten Spiellinie. In diesem Beispiel ist der rechte Bereich des Abschlagbauwerkes tot, den dieser kann maximal für eine Fade oder kurze Schlag quer über das Fairway genutzt werden.

Nach R6.2b(4) gibt es Einschränkung beim Bewegens von Abschlagmarkierungen, wenn vom Abschlag gespielt wird. Die Stelle der Abschlagmarkierungen wird von der Spielleitung bestimmt, um jeden Abschlag zu definieren und sollte für alle Spieler, die von diesem Abschlag spielen werden, an derselben Stelle bleiben.

Der Spieler zieht sich die Grundstrafe nach Regel 8.1a(1) zu, wenn er vor dem Spielen vom Abschlag durch das Bewegen einer dieser Abschlagmarkierungen die Bedingungen für seinen Schlag verbessert. (tk)

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Man kann wenigstens die ganze Breite nutzen! Auch nicht überall so... Was wäre wenn ich nach meinem Schlag umstecke - für die folgenden Spieler „verbessere“ ?

Bedeutet das, dass der rechte Bereich des Abschlagbauwerks nicht ausgesteckt sein SOLLTE oder gibt es sogar so etwas wie ein Verbot, solche Bereiche nicht auszustecken, da es für manche Spieler quasi unspielbar ist (in diesem Fall für den notorischen Draw) ?

1 Monat her

Golf Rules

Wenn Euch auf der Runde einmal ein Schild im Stand behindert - und das tut es auch, wenn Ihr Euch einfach unwohl fühlt beim Schlag - kann das Schild als bewegliches Hemmnis (es sei denn eine Platzregel sagt etwas anderes) entfernt werden. Nach dem Schlag dann einfach das Schild zurückstecken und weiter gehts... Einfach, oder? ... MehrWeniger

1 Monat her

Golf Rules

Und eine Frage aus Bayern erreichte uns von Christian: "Bei unserer Runde in Beuerberg trat mehrfach die oben zu erkennende Situation auf : schmaler Streifen zwischen „Rot“ also PA und Weg. Ist es korrekt, dass für Erleichterung vom Weg nicht in der PA gedroppt werden muss, was am Ende einen Drop hier links vom Weg ermöglicht?"

Regel 16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" definiert, dass der Ball im Erleichterungsbereich zu droppen ist, welches im Gelände liegen muss. Da die Penalty Area nach den Definitonen der Bereiche des Platzes (R2.2) kein Gelände ist, würde dieses die in der Frage genannte Schlußfolgerung zulassen.

Entscheidend ist nun aber, dass der Spieler vollständige Erleichterung von der Balllage bzw. dem Stand vom Weg nimmt. Hierfür ist zunächst ja einmal der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung zu bestimmen - und je nachdem, ob es sich um einen Rechts- oder Linkshänder handelt, dann dieser unterschiedlich weit von dem unbeweglichen Hemmnis liegen.

Wenn man annimmt, dass die Spielrichtung in Richtung des Fotos verläuft, dann würde sich der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung für einen Linkshänder rechts des Weges befinden. Der Erleichterungsbereich wäre dann allerdings nicht mehr eine Schlägerlänge im Radius, sondern würde durch Weg und Penalty Area reduziert.

Insofern ist die Aussage in der Frage "was am Ende einen Drop hier links vom Weg ermöglicht" nicht mit einem klaren Ja oder Nein un beantworten... (tk)
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Und eine Frage aus Bayern erreichte uns von Christian: Bei unserer Runde in Beuerberg trat mehrfach die oben zu erkennende Situation auf : schmaler Streifen zwischen „Rot“ also PA und Weg. Ist es korrekt, dass für Erleichterung vom Weg nicht in der PA gedroppt werden muss, was am Ende einen Drop hier links vom Weg ermöglicht?

Regel 16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände definiert, dass der Ball im Erleichterungsbereich zu droppen ist, welches im Gelände liegen muss. Da die Penalty Area nach den Definitonen der Bereiche des Platzes (R2.2) kein Gelände ist, würde dieses die in der Frage genannte Schlußfolgerung zulassen.

Entscheidend ist nun aber, dass der Spieler vollständige Erleichterung von der Balllage bzw. dem Stand vom Weg nimmt. Hierfür ist zunächst ja einmal der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung zu bestimmen - und je nachdem, ob es sich um einen Rechts- oder Linkshänder handelt, dann dieser unterschiedlich weit von dem unbeweglichen Hemmnis liegen.

Wenn man annimmt, dass die Spielrichtung in Richtung des Fotos verläuft, dann würde sich der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung für einen Linkshänder rechts des Weges befinden. Der Erleichterungsbereich wäre dann allerdings nicht mehr eine Schlägerlänge im Radius, sondern würde durch Weg und Penalty Area reduziert.

Insofern ist die Aussage in der Frage was am Ende einen Drop hier links vom Weg ermöglicht nicht mit einem klaren Ja oder Nein un beantworten... (tk)

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Könnte man nicht erst Erleichterung von der PA und dann noch einmal vom Weg nehmen?

Der Ball lag etwa auf Höhe des Schattens des Schirms nicht im Schatten 😉 auf dem Weg und der Spieler war Rechtshänder

Nehmen wir an, an der rot gesteckten Grenze würde das echte Wasser beginnen. Wäre der Erleichterungsbereich für den Linkshänder dann immer noch rechts des Weges? Die Regel kann doch niemanden zwingen, kniehoch im Wasser zu stehen um "Erleichterung" zu bekommen???

Joerg Viehmann Marcus Stieler Frank Schusta 😉

1 Monat her

Golf Rules

Chris fragte: "Wir waren heute gemeinsam auf einer EDS Runde. Getreu dem Motto Ready Golf haben zwei Spieler gleichzeitig den Ball in Richtung Fahne gespielt und gegenseitig nicht auf den anderen geachtet. Der eine Spieler lag im Vorgrün und der andere auf dem Grün. Beide Bälle haben sich in der Bewegung getroffen und sind dann zum Liegen gekommen. Wie ist hier die genaue Regelung? Der aus dem Vorgrün ohne Strafe und der auf dem Grün 2 Strafschläge? Wir sind uns unsicher und freuen uns total auf eure Aufklärung!"

Hier kommt Regel R11 "Sich bewegender Ball trifft versehentlich eine Person oder einen äußeren Einfluss" zur Anwendung. Zunächst einmal gilt - es gibt keine Strafe für einen Spieler, da der Vorfall unabsichtlich geschah. Allerdings gibt es einen, aber feinen, Unterschied, der beachtet werden muss, denn der eine Ball wurde aus dem Gelände und der andere vom Grün gespielt:

- Für den gespielte Ball aus dem Gelände gilt R11.1b zu: Trifft der sich bewegende Ball versehentlich eine Person oder einen äußeren Einfluss, muss der Ball gespielt werden wie er liegt.

- Für den gespielten Ball vom Grün greift allerdings Ausnahme 2 dieser Regel: Auf dem Grün gespielter Ball trifft versehentlich eine Person, ein Tier oder ein bewegliches Hemmnis (einschließlich einen anderen sich bewegenden Ball) auf dem Grün: Der Schlag zählt nicht, der ursprüngliche Ball oder ein anderer Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss).

Also zunächst einmal keine Strafschläge... (tk)
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Chris fragte: Wir waren heute gemeinsam auf einer EDS Runde. Getreu dem Motto Ready Golf haben zwei Spieler gleichzeitig den Ball in Richtung Fahne gespielt und gegenseitig nicht auf den anderen geachtet. Der eine Spieler lag im Vorgrün und der andere auf dem Grün. Beide Bälle haben sich in der Bewegung getroffen und sind dann zum Liegen gekommen. Wie ist hier die genaue Regelung? Der aus dem Vorgrün ohne Strafe und der auf dem Grün 2 Strafschläge? Wir sind uns unsicher und freuen uns total auf eure Aufklärung!

Hier kommt Regel R11 Sich bewegender Ball trifft versehentlich eine Person oder einen äußeren Einfluss zur Anwendung. Zunächst einmal gilt - es gibt keine Strafe für einen Spieler, da der Vorfall unabsichtlich geschah. Allerdings gibt es einen, aber feinen, Unterschied, der beachtet werden muss, denn der eine Ball wurde aus dem Gelände und der andere vom Grün gespielt:

- Für den gespielte Ball aus dem Gelände gilt R11.1b zu: Trifft der sich bewegende Ball versehentlich eine Person oder einen äußeren Einfluss, muss der Ball gespielt werden wie er liegt.

- Für den gespielten Ball vom Grün greift allerdings Ausnahme 2 dieser Regel: Auf dem Grün gespielter Ball trifft versehentlich eine Person, ein Tier oder ein bewegliches Hemmnis (einschließlich einen anderen sich bewegenden Ball) auf dem Grün: Der Schlag zählt nicht, der ursprüngliche Ball oder ein anderer Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (die, wenn nicht bekannt, geschätzt werden muss). 

Also zunächst einmal keine Strafschläge... (tk)

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Zitat: ‚Getreu dem Motto Ready Golf haben zwei Spieler gleichzeitig den Ball in Richtung Fahne gespielt und gegenseitig nicht auf den anderen geachtet.‘ 🤦 Genau das ist hat mit Ready Golf eben nichts zu tun! Und vor allen Dingen: gegenseitig nicht auf den anderen geachtet... Wenn ich könnte, würde ich Dir die Platzreife entziehen! 🤣🤣

Da gab es doch auf der Tour mal den Fall mit eingewehten Blatt, dass in Bewegung den Putt abgelenkt hat und der Spieler dann aber doch noch eingetippt hat.

1 Monat her

Golf Rules

Das ist mein "Lieblings-Falsches-Grün" - wie oft habe ich in den vergangenen Runden schon meinen Abschlag bei uns auf einem Par 3 schon auf das benachbarte Grün befördert. Und häufig schauen mich dann die dort ankommenden Spielgruppen verwundert an, wenn ich das Erleichterungsverfahren in Anspruch nehme.

Nach Regel R13.1f muss von einem falschen Grün Erleichterung in Anspruch genommen werden. Das liegt vor, wenn der Ball des Spielers mindestens mit einem Teil ein falsches Grün berührt oder auf oder in etwas liegt (wie einem losen hinderlichen Naturstoff oder einem Hemmnis) und sich innerhalb der Grenzen des falschen Grüns befindet oder ein falsches Grün den Raum des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigt.

Der Spieler muss straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem
er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball droppt und aus diesem
Erleichterungsbereich (Bezugspunkt = der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung; Größe des Erleichterungsbereichs = eine Schlägerlänge) spielt.

Beachte zudem: Die Spielleitung darf eine Platzregel (s. hierzu Musterplatzregel D-3) erlassen, die keine Erleichterung von einem falschen Grün gewährt, wenn nur der beabsichtigte Stand des Spielers beeinträchtigt ist). Zudem kann auch das Spiel vom Vorgrün eines falschen Grüns untersagt werden (s. Musterplatzregel D-4). (tk)
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Das ist mein Lieblings-Falsches-Grün - wie oft habe ich in den vergangenen Runden schon meinen Abschlag bei uns auf einem Par 3 schon auf das benachbarte Grün befördert. Und häufig schauen mich dann die dort ankommenden Spielgruppen verwundert an, wenn ich das Erleichterungsverfahren in Anspruch nehme.

Nach Regel R13.1f muss von einem falschen Grün Erleichterung in Anspruch genommen werden. Das liegt vor, wenn der Ball des Spielers mindestens mit einem Teil ein falsches Grün berührt oder auf oder in etwas liegt (wie einem losen hinderlichen Naturstoff oder einem Hemmnis) und sich innerhalb der Grenzen des falschen Grüns befindet oder ein falsches Grün den Raum des beabsichtigten Stands oder beabsichtigten Schwungs des Spielers beeinträchtigt.

Der Spieler muss straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem
er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball droppt und aus diesem
Erleichterungsbereich (Bezugspunkt = der nächstgelegene Punkt der vollständigen Erleichterung; Größe des Erleichterungsbereichs = eine Schlägerlänge) spielt.

Beachte zudem: Die Spielleitung darf eine Platzregel (s. hierzu Musterplatzregel D-3) erlassen, die keine Erleichterung von einem falschen Grün gewährt, wenn nur der beabsichtigte Stand des Spielers beeinträchtigt ist). Zudem kann auch das Spiel vom Vorgrün eines falschen Grüns untersagt werden (s. Musterplatzregel D-4). (tk)

1 Monat her

Golf Rules

Heute kommen wir einmal zu Dirks Frage, der sich an der Recherche nach der richtigen Beurteilung so richtig ins Zeug gelegt hat. Auf Nachfrage hat er uns noch ein Bild und dann auch noch die Platzregeln zugeschickt. Aber zur Frage:

"Heute gab es bei uns eine Diskussion um eine Regelfrage, bzw. wie vorzugehen ist. Folgende Situation
Entlang der Bahn 4 ist ein seitliches Wasserhindermis mit roten Pfählen markiert. Nun verläuft aber auch in ca 50cm Abstand dahinter ein Wildfangzaun, also eigentlich im Wasserhindernis. Nun hat eine Spielerin den Ball ins Wasserhindernis gespielt. Dieser bleibt unter dem Wildfangzaun liegen. Zu diesen Zäunen gibt es bei uns eine Platzregel, die in solchen Situationen straflose Erleichterung erlaubt. Also nimmt die Spielerin dies in Anspruch. Ein Mitspieler allerdings meinte, der Ball kann nur mit Strafschlag besser (aus dem seitlichen Wasserhindernis) gelegt werden.
Welche Regel greift nun?"

Auf dem Bild ist schön zu erkennen, dass sich der Zaun innerhalb der Penalty Area befindet. Und tatsächlich ist in den Platzregel ein Hinweis auf diesen Zaun zu finden. Dort steht unter "Boden in Ausbesserung, ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16.1)": "Mit Pfählen, Manschetten, Bändern oder Seilen gekennzeichnete Anpflanzungen, sowie Elektrozäune sind unbewegliche Hemmnisse."

Insofern könnte die Spielerin straflose Erleichterung von dem Zaun im Gelände in Anspruch nehmen - allerdings nicht, wenn sich der Ball in einer Penalty Area befindet. In R16.1a(2) "Erleichterung überall auf dem Platz zulässig, außer der Ball liegt in einer Penalty Area." heißt es, dass Erleichterung bei Beeinträchtigung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse nach Regel 16.1 nur zulässig ist, wenn sowohl
- die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und
- der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Insofern ist die Meinung des Mitspielers fast richtig, denn die Spielerin kann Erleichterung nach R17 nutzen. dann ist der Ball aber bitte im Erleichterungsbereich zu droppen - und nicht zu legen... (tk)
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Heute kommen wir einmal zu Dirks Frage, der sich an der Recherche nach der richtigen Beurteilung so richtig ins Zeug gelegt hat. Auf Nachfrage hat er uns noch ein Bild und dann auch noch die Platzregeln zugeschickt. Aber zur Frage: 

Heute gab es bei uns eine Diskussion um eine Regelfrage, bzw. wie vorzugehen ist. Folgende Situation 
Entlang der Bahn 4 ist ein seitliches Wasserhindermis mit roten Pfählen markiert. Nun verläuft aber auch in ca 50cm Abstand dahinter ein Wildfangzaun, also eigentlich im Wasserhindernis. Nun hat eine Spielerin den Ball ins Wasserhindernis gespielt. Dieser bleibt unter dem Wildfangzaun liegen. Zu diesen Zäunen gibt es bei uns eine Platzregel, die in solchen Situationen straflose Erleichterung erlaubt. Also nimmt die Spielerin dies in Anspruch. Ein Mitspieler allerdings meinte, der Ball kann nur mit Strafschlag besser (aus dem seitlichen Wasserhindernis) gelegt werden. 
Welche Regel greift nun? 

Auf dem Bild ist schön zu erkennen, dass sich der Zaun innerhalb der Penalty Area befindet. Und tatsächlich ist in den Platzregel ein Hinweis auf diesen Zaun zu finden. Dort steht unter Boden in Ausbesserung, ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16.1): Mit Pfählen, Manschetten, Bändern oder Seilen gekennzeichnete Anpflanzungen, sowie Elektrozäune sind unbewegliche Hemmnisse.

Insofern könnte die Spielerin straflose Erleichterung von dem Zaun im Gelände in Anspruch nehmen - allerdings nicht, wenn sich der Ball in einer Penalty Area befindet. In R16.1a(2) Erleichterung überall auf dem Platz zulässig, außer der Ball liegt in einer Penalty Area. heißt es, dass Erleichterung bei Beeinträchtigung durch ungewöhnliche Platzverhältnisse nach Regel 16.1 nur zulässig ist, wenn sowohl
- die ungewöhnliche Platzverhältnisse sich auf dem Platz befinden (nicht im Aus) und
- der Ball auf dem Platz liegt, außer in einer Penalty Area (hier erhält der Spieler nur Erleichterung nach Regel 17).

Insofern ist die Meinung des Mitspielers fast richtig, denn die Spielerin kann Erleichterung nach R17 nutzen. dann ist der Ball aber bitte im Erleichterungsbereich zu droppen - und nicht zu legen... (tk)

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Mmhhh nur noch mal zum richtigen Verständnis...das heißt (in diesem Fall) ich kann straflose Erleichterung in Anspruch nehmen (Behinderung durch den Zaun), aber der Erleichterungsbereich befindet sich innerhalb der Penalty Area?

Ganz klar nein: Mit Strafe nach den Regeln für seitliche Penalty Area. Die Platzregel greift in der Penalty Area nicht, da dies kein Gelände im Sinne der Auftrilung des Platzes in Bereiche ist.

Nach den Regeln bin ich bei euch. Tatsächlich ergibt sich durch sie in diesem Fall jedoch eine Ungleichbehandlung von Links- und Rechtshändern mit einem klaren Vorteil für Erstere: Diese werden (wie es ausschaut) nicht vom Zaun behindert und können den Ball innerhalb der Penalty Area problemlos spielen.

1 Monat her

Golf Rules

Michael aus Bonn fragt: "Auf unserem Golfplatz wird regelmäßig morgens mittels Sprenkleranlage gewässert. Was ist möglich, wenn mein Ball nach dem Abschlag auf dem Fairway zum liegen kommt, ich in der Ansprechposition nass werde. Gemeint ist nicht die Sprenkleranlage an sich, sondern die Beeinträchtigung durch den Wasserstrahl an sich. Eure App ist absolut topp. Macht bitte weiter so."

Eine Golfregel für eine solche „Behinderung“ ist im Regelwerk nicht vorgesehen. Wenn man davon ausgeht, dass eine "normale" Spenkleranlage einen rotierenden kreisförmigen Wasserauswurf hat, dann sollte man zwischen den jeweiligen "Wasserphasen" eigentlich ausreichend Zeit haben einen Schlag unbeeinträchtigt durchzuführen.

Aber auch hier sollte die Spielleitung im Vorfeld dafür Sorge tragen, dass die Spieler möglichst unbeeinträchtigt von den Pflegemaßnahmen bleiben. Sofern es sich nicht um einen Kanonenstart handelt, könnte die Wässerung auf den nicht genutzten Löchern erfolgen. (tk)
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Michael aus Bonn fragt: Auf unserem Golfplatz wird regelmäßig morgens mittels Sprenkleranlage gewässert. Was ist möglich, wenn mein Ball nach dem Abschlag auf dem Fairway zum liegen kommt, ich in der Ansprechposition nass werde. Gemeint ist nicht die Sprenkleranlage an sich, sondern die Beeinträchtigung durch den Wasserstrahl an sich. Eure App ist absolut topp. Macht bitte weiter so.

Eine Golfregel für eine solche „Behinderung“ ist im Regelwerk nicht vorgesehen. Wenn man davon ausgeht, dass eine normale Spenkleranlage einen rotierenden kreisförmigen Wasserauswurf hat, dann sollte man zwischen den jeweiligen Wasserphasen eigentlich ausreichend Zeit haben einen Schlag unbeeinträchtigt durchzuführen.

Aber auch hier sollte die Spielleitung im Vorfeld dafür Sorge tragen, dass die Spieler möglichst unbeeinträchtigt von den Pflegemaßnahmen bleiben. Sofern es sich nicht um einen Kanonenstart handelt, könnte die Wässerung auf den nicht genutzten Löchern erfolgen. (tk)

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Wenn der Boden nass ist so das wasser steht, wäre es zeitweiliges wasser. Dafür muss der Boden aber so nass sein, dass es richtig steht. Richtig?

Siehe Definition "Zeitweiliges Wasser": Jede vorübergehende Ansammlung von Wasser auf der Bodenoberfläche (zum Beispiel Pfützen, entstanden durch Regen oder Beregnung oder wenn ein Gewässer über seine Ufer tritt), die ••nicht in einer Penalty Area ist und ••zu sehen ist, bevor oder nachdem der Spieler seinen Stand einnimmt (ohne seine Füße übermäßig niederzudrücken). Es reicht nicht aus, wenn der Boden nass, matschig oder weich ist oder dass das Wasser kurzzeitig sichtbar ist, wenn der Spieler auf den Boden tritt. Eine Ansammlung von Wasser muss bestehen bleiben, bevor oder nachdem der Stand eingenommen wurde.

1 Monat her

Golf Rules

Wir versuchen in unserem Forum ja nicht nur über Golfregeln zu berichten - das ein und andere Mal gibt es auch "Auffälligkeiten", die in die Kategorie Spielleitung gehen. So wie hier auf dem Abschlag an diesem Par 3 😉

Natürlich gibt es keine Vorschrift, wohin die Abschlagmarkierungen zeigen müssen. Eine senkrechte Ausrichtung der Markierungen auf dem Bauwerk in Richtung der Landezone sollte aber angestrebt werden, denn viele Spieler richten sich (manchmal auch im Unterbewusstsein) daran aus. Das hat dann unter Umständen zur Folge, dass die Abschläge dann rechts des Grüns im Bunker oder ggf. sogar im Rough landen und hierdurch unnötige Suchzeiten entstehen. Insofern ist dieser Aspekt nicht nur ein optischer "Makel" sondern hat auch Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit / Dauer des Wettspiels.

Wenn Euch so etwas einmal auffallen sollte: bitte unbedingt die Markierungen stehen lassen (s. R 6.2b(4)) und die Spielleitung anschließend darauf ansprechen, beim nächsten Mal doch auf eine bessere Ausrichtung zu achten... (tk)
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Wir versuchen in unserem Forum ja nicht nur über Golfregeln zu berichten - das ein und andere Mal gibt es auch Auffälligkeiten, die in die Kategorie Spielleitung gehen. So wie hier auf dem Abschlag an diesem Par 3 ;-)

Natürlich gibt es keine Vorschrift, wohin die Abschlagmarkierungen zeigen müssen. Eine senkrechte Ausrichtung der Markierungen auf dem Bauwerk in Richtung der Landezone sollte aber angestrebt werden, denn viele Spieler richten sich (manchmal auch im Unterbewusstsein) daran aus. Das hat dann unter Umständen zur Folge, dass die Abschläge dann rechts des Grüns im Bunker oder ggf. sogar im Rough landen und hierdurch unnötige Suchzeiten entstehen. Insofern ist dieser Aspekt nicht nur ein optischer Makel sondern hat auch Auswirkungen auf die Spielgeschwindigkeit / Dauer des Wettspiels.

Wenn Euch so etwas einmal auffallen sollte: bitte unbedingt die Markierungen stehen lassen (s. R 6.2b(4)) und die Spielleitung anschließend darauf ansprechen, beim nächsten Mal doch auf eine bessere Ausrichtung zu achten... (tk)

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Vielleicht bevorzugt der Greenkeeper den Draw..✌️

Viele der greenkeeper sind Leiharbeiter,Machinenring z.b.,d.h.sie haben keeeeeiiiineeee Ahnung vom Golf,zuständig wäre der Headgreenkepper,sie darauf aufmerksam zu machen🤷‍♀️

Was denkt ihr über folgende Variante: Abschlag rot ganz hinten, Abschlag gelb ganz vorn gesteckt 😅

Falk Hißlinger 🙂

Letztens erst wieder ein Thema bei uns gewesen. Manchmal stehen die Abschläge auch direkt ins Wasser. 🙈😂

Ich sehe dies doch etwas differenzierter und sehe darin kein großes Problem. Es ist doch zu erkennen, dass die Fahne etwas links steht. Also kann man sich doch eine Markierung zwischen Ball und Fahne suchen und sich so korrekt ausrichten.

bei uns sind sie auch sehr oft falsch ausgerichtet, haben wir schon ein paar mal selbst korrigiert.......(auf privater Runde natürlich)

Morris Kother #15

Das ist durchaus sehr häufig der Fall

Wie weit sollten die Abschlagmarkierungen ausrinander liegen? Golf Rules

Gut zu wissen das sich eigendlich die Spielleitung darum kümmern müsste. Hier in dem Beispiel ist ja alles schön gerade hintereinander, da könnte man ja noch sagen ok. Allerdings gibt es manchmal Ausrichtungen wo z.B. Gelb, Rot usw. einen eigenen Abschlag haben und dann extrem zur anderen Bahn gespielt würde, wenn man die Kugeln als Maßstab nimmt, das ist dann wirklich nicht schön. 🙈

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1 Monat her

Golf Rules

Schöne Frage von Markus zum Thema Lochspiel:

"Moin, ich habe mal eine Frage zu Lochspiel, ganz speziell Matchplay Einzel: vielleicht denke ich auch zu kompliziert, aber die Frage konnte mir
noch nie einer richtig beantworten.Wir haben in unserem Golfclub ein Loch das ist von Gelb für Männer ein Par4 (HCP1), für Damen von rot ein Par5 (HCP7). Wir haben nun im Matchplay eine Begegnung Herr gegen Dame. Die Ausschreibung sagt, die Vorgabe 3/4 wird nach der Vorgabe der HC schwächeren Partei geführt. Grundsätzlich mal: HC wäre gleich, bzw keiner hat eine Vorgabe an dieser Bahn: Wird das Loch dann geteilt wenn die Dame eine 5 spielt und der Herr eine 4? Oder ist das Par vollkommen egal? Meine nächste Partie wird sein, wo ich genau einen vor habe, also an dieser Bahn 4. Bedeutet es, wenn ich eine 5 spiele und die Dame eine 5 wird geteilt? Ich finde nichts dazu im Netz. Vielelicht ist es auch ganz simple und ich dneke zu kompliziert..."

Kompliziert gedacht - aber die Lösung ist relativ simpel, denn in Regel R3.2a(1) "Ergebnis des Lochs und des Lochspiels / Ein Loch gewinnen" steht geschrieben:
Ein Spieler gewinnt ein Loch, wenn
- er das Loch mit weniger Schlägen einschließlich Strafschlägen als sein Gegner beendet,
- der Gegner das Loch schenkt oder
- der Gegner sich die Grundstrafe (Lochverlust) zuzieht.

In Bezug auf die Frage bedeutet das, dass der Spieler mit der geringen Anzahl an Schlägen (Brutto oder Netto) das Loch gewinnt / einen Bezug zu dem Par des Lochs ist in den Golfregeln nicht vermerkt. Um eine "Gleichberechtigung" bzgl. der Längen der Löcher herzustellen, wäre es eine geeignete Überlegung der Spielleitung, die Position der Abschläge für das Lochspiel in Bezug auf das Par der Löcher anzugleichen... (tk)
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Schöne Frage von Markus zum Thema Lochspiel:

Moin, ich habe mal eine Frage zu Lochspiel, ganz speziell Matchplay Einzel: vielleicht denke ich auch zu kompliziert, aber die Frage konnte mir 
noch nie einer richtig beantworten.Wir haben in unserem Golfclub ein Loch das ist von Gelb für Männer ein Par4 (HCP1), für Damen von rot ein Par5 (HCP7). Wir haben nun im Matchplay eine Begegnung Herr gegen Dame. Die Ausschreibung sagt, die Vorgabe 3/4 wird nach der Vorgabe der HC schwächeren Partei geführt. Grundsätzlich mal: HC wäre gleich, bzw keiner hat eine Vorgabe an dieser Bahn: Wird das Loch dann geteilt wenn die Dame eine 5 spielt und der Herr eine 4? Oder ist das Par vollkommen egal? Meine nächste Partie wird sein, wo ich genau einen vor habe, also an dieser Bahn 4. Bedeutet es, wenn ich eine 5 spiele und die Dame eine 5 wird geteilt? Ich finde nichts dazu im Netz. Vielelicht ist es auch ganz simple und ich dneke zu kompliziert...

Kompliziert gedacht - aber die Lösung ist relativ simpel, denn in Regel R3.2a(1) Ergebnis des Lochs und des Lochspiels / Ein Loch gewinnen steht geschrieben: 
Ein Spieler gewinnt ein Loch, wenn
- er das Loch mit weniger Schlägen einschließlich Strafschlägen als sein Gegner beendet,
- der Gegner das Loch schenkt oder
- der Gegner sich die Grundstrafe (Lochverlust) zuzieht.

In Bezug auf die Frage bedeutet das, dass der Spieler mit der geringen Anzahl an Schlägen (Brutto oder Netto) das Loch gewinnt / einen Bezug zu dem Par des Lochs ist in den Golfregeln nicht vermerkt. Um eine Gleichberechtigung bzgl. der Längen der Löcher herzustellen, wäre es eine geeignete Überlegung der Spielleitung, die Position der Abschläge für das Lochspiel in Bezug auf das Par der Löcher anzugleichen... (tk)

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Mmmmh, die Antwort ist aber keine auf die Frage bzw. die Rahmenbedingung der Frage. Der Club hat das Lochwettspiel mit HCP-berücksichtigung ausgeschrieben. Diese Antwort heisst: Der Club soll das Wettspiel ändern bzw. schreibt regelinkonform aus.

Loch kann man durchaus mit Netto-Wertung spielen, sagt der DGV: www.golf.de/dgv/rules4you/spiele/index.cfm

Wenn immer der Spieler mit der geringeren Schlagzahl gewinnen würde, wäre Lochspiel mit Vorgabeberücksichtigung nicht möglich. Das wird aber regelmässig so gespielt. Ich bin von Eurer Aussage jetzt verwirrt.

Um zu den Kommentaren noch einmal Bezug zu nehmen - natürlich kann man ein Lochspiel auch Netto spielen. Die Vorgabenschläge werden Lochweise gewährt (s. hierzu R3.2c(2)) und es gewinnt derjenige das Loch mit dem niedrigsten Nettoergebnis für das Loch. Dabei ist anzumerken, dass bei Gleichstand und einer Verlängerung die Vorgabenschläge an dem Loch wie für die Runde gelten - es sei denn die Spielleitung bestimmt ein abweichendes Verfahren).

Ich liebe diese Seite und die „Fälle“ die hier aufgearbeitet werden. In diesem Fall wäre meine (amateurhafte) Entscheidung, dass jeder gegen sein „persönliches“ (Netto)Par spielt und wer im Vergleich dazu die wenigsten Schläge benötigt hat das Loch gewonnen. Der größere Fehler liegt allerdings im Platz selber - vergleichbare Damen/Herren-Abschläge mit unterschiedlichen Pars sind mehr als unglücklich...

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1 Monat her

Golf Rules

Roman hatte eine Frage zu einem vergangenen Masters, dass dieser Tage im TV lief:

"Moin, ich hätte da mal wieder ne Frage.
Es geht um den Schwungabbruch von Tiger in dem einen Masters... konnte aber nix in der Gruppe finden .

Wenn ich unter Definition Schlag schaue, verstehe ich das sobald ich den Abschwung begonnen habe es eigentlich ein Schlag i.. egal was ich mache oder ??

Es steht ja drin Absicht begonnen ... also müsste kann ich meine Absicht ja nicht ändern ?

Also ist das ein Schlag ?"

Viele Grüße
Roman"

Schlag nach der Definition ist die Vorwärtsbewegung des Schlägers (1) in der Absicht den Ball zu schlagen (2). Im Schwungabbruch gibt man eines oder beides auf, damit ist die Definition nicht erfüllt und es ist kein Schlag. Bei Pros wie TW ist es so, dass sie tatsächlich koordinativ dazu in der Lage sind, die Bewegung abzubrechen oder umzuleiten, etwas von dem der Durchschnittsamateur sehr weit entfernt ist. Aber auch bei Amateuren gilt: Wird der Schwung abgebrochen oder die Absicht den Ball zu schlagen aufgegeben ist es kein Schlag. Außerhalb des Tees kann es aber trotzdem dazu führen dass der Ball in Ruhe bewegt wird und ein Strafschlag anfällt (R9.4). Und es gilt natürlich die Regel, ehrlich zu sein mit sich selbst und den Mitspielern, wenn es dann doch ein Schlag war...
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1 Monat her

Golf Rules

Der eingeebnete Maulwurfshaufen und die straflose Erleichterung - diese Problemstellung bekommen wir sowohl bei unseren Referee-Einsätzen als auch in Form von Fragen gestellt.

Lt. Definition "Tierloch" ist auch jeglichen Bereich des Bodens, der durch das Tier hochgedrückt oder verändert wurde, eine Voraussetzung, um diesen Bereich als ungewöhnlichen Boden zu anzusehen. Dabei ist aber abzuwägen, ob es sich wirklich um einen "alten" Maulwurfshaufen handelt (sind ggf. andere in der Nähe) oder sich stattdessen nur um eine Kahlstelle im Gelände handelt.

Trifft das "Tierloch" zu, dann kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16 "Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen" in Anspruch nehmen. Hier ist aber trotzdem zu beachten, dass die Beeinträchtigung des Standes durch die Hardcard in DGV-/Landesverbandswettspielen oder ggf. durch eine entsprechende Platzregeln ausgenommen werden kann. (tk)
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Der eingeebnete Maulwurfshaufen und die straflose Erleichterung - diese Problemstellung bekommen wir sowohl bei unseren Referee-Einsätzen als auch in Form von Fragen gestellt.

Lt. Definition Tierloch ist auch jeglichen Bereich des Bodens, der durch das Tier hochgedrückt oder verändert wurde, eine Voraussetzung, um diesen Bereich als ungewöhnlichen Boden zu anzusehen. Dabei ist aber abzuwägen, ob es sich wirklich um einen alten Maulwurfshaufen handelt (sind ggf. andere in der Nähe) oder sich stattdessen nur um eine Kahlstelle im Gelände handelt.

Trifft das Tierloch zu, dann kann der Spieler straflose Erleichterung nach R16 Erleichterung von ungewöhnlichen Platzverhältnissen in Anspruch nehmen. Hier ist aber trotzdem zu beachten, dass die Beeinträchtigung des Standes durch die Hardcard in DGV-/Landesverbandswettspielen oder ggf. durch eine entsprechende Platzregeln ausgenommen werden kann. (tk)

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Golf Rules, danke für Ihre tolle Seite, die ich immer gerne lese. Nur habe ich Euch schon mal darauf hingewiesen daß ‘unterirdisch’ bei Tierloch nicht mehr stimmt seit 2019. Siehe beigehende Ausschnitt ‘Animal Hole’ aus der Englische Version. Jegliches Tierloch, außer von Tiere die auch als lose Naturstoffe definiiert werden können, ist also Teil dieser Definition und entsprechende Regeln. Bleibt gesund! Gruss aus Holland.

Wie verhält es sich mit Tierspuren in einem Bunker? Beispielsweise wenn ein Ball im Trittloch eines Tieres zum liegen gekommen ist?

1 Monat her

Golf Rules

Bezugnehmend zum Beitrag vom 23.07. hat uns Leserin Corinna noch ein Bild geschickt, bei dem es immer Schwierigkeiten bei der Feststellung des Erleichterungsbereiches gibt - verbunden mit der Frage:

"Hier „unser“ Weg, über den wir gestern schrieben. Wenn der Ball nun beim Droppen so wieder nach unten Richtung Weg rollt, dass er zwar im Erleichterungsbereich liegen bleibt, aber der Stand auf dem Weg eingenommen werden müsste zum Spielen, dann erneut droppen (danach legen), weil immer noch eine Behinderung da ist?"

Der Reihe nach...

1) Erleichterungsverfahren von der Penalty Area / mit einem Strafschlag:
1a) Bei der seitlichen Erleichterung von einer Penalty Area nach Regel R17.1d(3) "Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area" misst der Spieler vom Kreuzungspunkt (rotes X) einen Erleichterungsbereich (nicht näher zur Fahne) mit dem Radius zweier Schlägerlängen aus (pinkfarbene Linie).
1b) Der Ball wird in dem Erleichterungsbereich gedroppt und muss in dieser zur Ruhe kommen (R14.3c). Kommt der Ball im Erleichterungsbereich zur Ruhe, hat der Spieler das Erleichterungsverfahren abgeschlossen und muss den Ball spielen, wie er liegt. Kommt der Ball außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe, muss der Spieler die Verfahren der Regel 14.3c(2) anwenden. Letztes bedeutet, dass der Spieler ein zweites Mal einen Ball auf richtige Weise droppen muss. Kommt dieser Ball erneut außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe, muss der Spieler den Ball an die Stelle legen, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte. Bleibt der hingelegte Ball nicht an dieser Stelle liegen, muss der Spieler den Ball ein zweites Mal an diese Stelle legen.

2) Erleichterungsverfahren von dem Weg / straflos:
Nach Regel R16.1b "Erleichterung für einen Ball im Gelände" ist hier der der nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu bestimmen. Und dieser ist von der ursprünglichen Balllage (also erst nach Abschluss des oben beschriebenen Erleichterungsverfahren) zu bestimmen. Unter der Annahme es handelt sich um einen Rechtshänder ist der nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung bei dem gelben Ball links des Weges und bei dem weißen Ball auf der rechten Seite.
Von dem nächstgelegenen Punkt der vollständiger Erleichterung (Bezugspunkt) ist dann wiederum ein Erleichterungsbereich (im Radius einer Schlägerlänge) zu bestimmen, der im Gelände liegen muss, nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt sein darf, und vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch die
ungewöhnlichen Platzverhältnisse bietet.

Es könnte folglich sein, dass der gelbe Ball dann in dem Streifen zwischen Weg und Penalty Area zu Ruhe kommt und der Spieler in der Penalty Area stehen müsste oder im Fall des weißen Ball dieser in dem dicken Gras rechts des Weges gedroppt werden muss. Alternativ kann der Ball aber auch vom Weg gespielt werden, wenn auf diese Erleichterung verzichtet wird.

Klingt vielleicht ungerecht - so sind aber nun einmal die Regeln. Die Spielleitung könnte sich aber auch Alternativen zu dieser Auspflockung überlegen: so könnte die Penalty Area rechts des Weges ausgepflockt werden, so dass der Spieler dann mit dem Strafschlag nach R17 und zwei Schlägerlängen in den kurzgemähten Bereich auf der rechten Seite kommt. Oder es könnten (ggf. mehreren) Dropzonen als zusätzliche Erleichterungsoption aufgenommen werden - auch hier bietet das Regelbuch den Verantwortlichen mehrere Optionen. (tk)
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Bezugnehmend zum Beitrag vom 23.07. hat uns Leserin Corinna noch ein Bild geschickt, bei dem es immer Schwierigkeiten bei der Feststellung des Erleichterungsbereiches gibt - verbunden mit der Frage: 

Hier „unser“ Weg, über den wir gestern schrieben. Wenn der Ball nun beim Droppen so wieder nach unten Richtung Weg rollt, dass er zwar im Erleichterungsbereich liegen bleibt, aber der Stand auf dem Weg eingenommen werden müsste zum Spielen, dann erneut droppen (danach legen), weil immer noch eine Behinderung da ist?

Der Reihe nach...

1) Erleichterungsverfahren von der Penalty Area / mit einem Strafschlag:
1a) Bei der seitlichen Erleichterung von einer Penalty Area nach Regel R17.1d(3) Erleichterungsverfahren für Ball in Penalty Area misst der Spieler vom Kreuzungspunkt (rotes X) einen Erleichterungsbereich (nicht näher zur Fahne) mit dem Radius zweier Schlägerlängen aus (pinkfarbene Linie).
1b) Der Ball wird in dem Erleichterungsbereich gedroppt und muss in dieser zur Ruhe kommen (R14.3c). Kommt der Ball im Erleichterungsbereich zur Ruhe, hat der Spieler das Erleichterungsverfahren abgeschlossen und muss den Ball spielen, wie er liegt. Kommt der Ball außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe, muss der Spieler die Verfahren der Regel 14.3c(2) anwenden. Letztes bedeutet, dass der Spieler ein zweites Mal einen Ball auf richtige Weise droppen muss. Kommt dieser Ball erneut außerhalb des Erleichterungsbereichs zur Ruhe, muss der Spieler den Ball an die Stelle legen, an der der zum zweiten Mal gedroppte Ball zuerst den Boden berührte. Bleibt der hingelegte Ball nicht an dieser Stelle liegen, muss der Spieler den Ball ein zweites Mal an diese Stelle legen.

2) Erleichterungsverfahren von dem Weg / straflos:
Nach Regel R16.1b Erleichterung für einen Ball im Gelände ist hier der der nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung im Gelände zu bestimmen. Und dieser ist von der ursprünglichen Balllage (also erst nach Abschluss des oben beschriebenen Erleichterungsverfahren) zu bestimmen. Unter der Annahme es handelt sich um einen Rechtshänder ist der nächstgelegene Punkt der vollständiger Erleichterung bei dem gelben Ball links des Weges und bei dem weißen Ball auf der rechten Seite.
Von dem nächstgelegenen Punkt der vollständiger Erleichterung (Bezugspunkt) ist dann wiederum ein Erleichterungsbereich (im Radius einer Schlägerlänge) zu bestimmen, der im Gelände liegen muss, nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt sein darf, und vollständige Erleichterung von jeglicher Beeinträchtigung durch die
ungewöhnlichen Platzverhältnisse bietet.

Es könnte folglich sein, dass der gelbe Ball dann in dem Streifen zwischen Weg und Penalty Area zu Ruhe kommt und der Spieler in der Penalty Area stehen müsste oder im Fall des weißen Ball dieser in dem dicken Gras rechts des Weges gedroppt werden muss. Alternativ kann der Ball aber auch vom Weg gespielt werden, wenn auf diese Erleichterung verzichtet wird.

Klingt vielleicht ungerecht - so sind aber nun einmal die Regeln. Die Spielleitung könnte sich aber auch Alternativen zu dieser Auspflockung überlegen: so könnte die Penalty Area rechts des Weges ausgepflockt werden, so dass der Spieler dann mit dem Strafschlag nach R17 und zwei Schlägerlängen in den kurzgemähten Bereich auf der rechten Seite kommt. Oder es könnten (ggf. mehreren) Dropzonen als zusätzliche Erleichterungsoption aufgenommen werden - auch hier bietet das Regelbuch den Verantwortlichen mehrere Optionen. (tk)

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Ich lese seit einiger Zeit die interessanten und recht umfangreichen Kommentierungen zu diversen Regelanfragen. Nach etwas mehr als 20-jähriger Golferfahrung und einem akzeptablem Hcp frage ich mich inzwischen, ob die letzten Regeländerungen tatsächlich der allgemeinen Spielvereinfachung und -erleichterung gedient haben. Dem Amateurgolfer kann es keine Freude bereiten, sich ständig mit den immer komplizierter werdenden Auslegungen der Regeln zu befassen. Freude am Golf stellt sich für mich leider anders dar. Mit sportlichen Grüßen Jochen Bull

2 Monate her

Golf Rules

Boden in Ausbesserung wird in der Regel durch blaue Pfähle oder weiße Linien gekennzeichnet - hier sollte unbedingt auch die Festlegung in den Platzregeln berücksichtigt werden.

Allerdings können für die Abgrenzung auch physische Merkmale genutzt werden. Bei Kennzeichnung durch physische Merkmale (wie ein Blumenbeet, einen Sodengarten oder ein Bereich mit Neuanpflanzungen) sollte die Spielleitung dann bekannt geben, wodurch die Grenze des Bodens in Ausbesserung definiert ist.

Ist die Grenze des Bodens in Ausbesserung durch Linien oder physische Merkmale definiert, können Pfähle verwendet werden, um zu zeigen, wo der Boden in Ausbesserung ist, aber sie haben keine andere Bedeutung. (tk)
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Boden in Ausbesserung wird in der Regel durch blaue Pfähle oder weiße Linien gekennzeichnet - hier sollte unbedingt auch die Festlegung in den Platzregeln berücksichtigt werden. 

Allerdings können für die Abgrenzung auch physische Merkmale genutzt werden. Bei Kennzeichnung durch physische Merkmale (wie ein Blumenbeet, einen Sodengarten oder ein Bereich mit Neuanpflanzungen) sollte die Spielleitung dann bekannt geben, wodurch die Grenze des Bodens in Ausbesserung definiert ist.

Ist die Grenze des Bodens in Ausbesserung durch Linien oder physische Merkmale definiert, können Pfähle verwendet werden, um zu zeigen, wo der Boden in Ausbesserung ist, aber sie haben keine andere Bedeutung. (tk)

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Aus sowas würde ich schon nicht spielen, weil es so aussieht, wie es aussieht. 🙂

Wie ist also mit diesem Bereich umzugehen? Es steckt nur ein blauer Pfahl mitten in diesem Bereich. Eine Beschreibung was eben diesen Bereich eingrenzt findet sich nirgends. Linien sind ebenfalls nicht gezogen. Geht man dann einfach davon aus dass wahrscheinlich das gesamte „Beet“, also die sandige Fläche, gemeint ist?

2 Monate her

Golf Rules

Gerade in der Tageszeitung über einen ambitionierten Fussballer gelesen. Mal eine Frage in die Runde: wie wird denn bei Euch im Club mit "Regelkunde" verfahren? Gibt es regelmäßige Veranstaltungen (Theorie und/oder Praxis)? Wie werden Neumitglieder und jugendliche Nachwuchsspieler an das Thema herangeführt? Welche Themen werden da vorzugsweise besprochen? Und vielleicht das wichtigste - wie ist die Teilnahme / Resonanz?

Zu guter Letzt: was ist mit Euch? Schaut Ihr auch mal ins Regelbuch oder die App? Wann und wie häufig kommt das vor?

Vorab schon mal lieben Dank für Eure Rückmeldung. Ist in diesem Forum ggf. nicht repräsentativ aber trotzdem ja mal ganz interessant...
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Gerade in der Tageszeitung über einen ambitionierten Fussballer gelesen. Mal eine Frage in die Runde: wie wird denn bei Euch im Club mit Regelkunde verfahren? Gibt es regelmäßige Veranstaltungen (Theorie und/oder Praxis)? Wie werden Neumitglieder und jugendliche Nachwuchsspieler an das Thema herangeführt? Welche Themen werden da vorzugsweise besprochen? Und vielleicht das wichtigste - wie ist die Teilnahme / Resonanz?

Zu guter Letzt: was ist mit Euch? Schaut Ihr auch mal ins Regelbuch oder die App? Wann und wie häufig kommt das vor?

Vorab schon mal lieben Dank für Eure Rückmeldung. Ist in diesem Forum ggf. nicht repräsentativ aber trotzdem ja mal ganz interessant...

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Günter hat ja so recht. Wir bieten 1x im Monat Regelkunde an, und keine Sau kommt.

Bei uns im OGC findet man immer eine Antwort, wenn man selbst unsicher ist und eine Frage zu den Regeln hat - beispielsweise ist der Geschäftsführer fast immer vor Ort und ein wandelndes Lexikon in puncto Regelkunde! Ich mache mich gerne schlau, da es neben den offiziellen Regeln auch noch die spezifischen des Platzes gibt 😉 Zugleich bin ich kein Regelfuxer und sozusagen päpstlicher als der Papst. Gibt es ein (für den Moment unlösbares) Problem auf der Runde, plädiere ich gerne für einen Regelball - das ist für solche Fälle ja stets eine überaus brauchbare Lösung und hilft Konflikte zu vermeiden. Im Zuge der Einführung der neuen Regeln gab es eine Reihe von Regelabenden in unserem Club, die sehr viel Zuspruch gefunden haben. Im Übrigen gibt es neben der offiziellen, kostenfreien R&A Regel App noch zwei ungemein kundige Typen, die ihr Wissen mal mehr mal minder ungefragt, unermüdlich Tag für Tag an die interessierte Golfregel-Fangemeinde weitergeben - hier auf FB und seit einiger Zeit auch mittels eigener App 😅😊

nach dem Herrengolf auf der Terrasse beim Kölsch, da diskutiert es sich am besten 😎👌

Darf ich mal ehrlich sein. Meine Regelkunde war....null. Platzreife ohne Regelkunde bekommen. Da ich aber die Regeln der Sportart kennen will wie ich es immer mache. Egal was ich spiele. Ich habe mich auch beim Baseball zum Umpire ausbilden lassen. Also die Regeln die ich kenne in Selbststudium gelernt.

Schön, wenn man einen richtigen Referee als Kumpel hat 😇 bei Fragen, frage ich Manfred Gah oder hier. Ich habe im Frühjahr auch einen Lehrgang zum Clubspielleiter besucht, danach 6 Wochen die Regeln gebüffelt...dann kam Corona 😢...was soll ich euch sagen: wenn man sich 6 Wochen nicht mit den Regeln beschäftigt, hat man fast alles wieder vergessen 😭

Ich habe in 2 Clubs das Management gehabt und überall regelmässig Regelabende mit Schwerpunkten gemacht. Was auffällt: Im Sommer kommt praktisch niemand. Die beste Zeit dafür ist März bis Mai und September bis November. Trotzdem kommen immer nur die selben Leute zu Regelabenden, nämlich die, die Etikette und Regeln sowieso schon ganz gut kennen und sich dabei verbessern wollen. Diejenigen, die nicht einmal wissen wie man richtig dropped oder dass man bunker rechen sollte, kommen nie. Man erreicht sie auch nicht über diese Regelabende. Selbst wenn man neue Platzregeln per email versendet, dann lesen sie diese email nicht einmal. Ich schätze dass maximal 10% der golfer wirklich an regelkenntnis interessiert sind, 60% reicht es, wenn sie wissen wo sie droppen dürfen und 30% spielen sowieso immer nach ihren eigenen regeln die nichts mit golf zu tun haben.

Unterschiedlich. Nimmt man an den Platzreifekursen Teil, sind mindestens zwei ausführliche regelabende Bestandteil. Wenn ich aber so meine Erfahrungen Revue passieren lasse, bleibt bei den meisten da wohl nicht viel hängen.

In den Platzreifekursen werden die Regeln kurz angerissen. Die „tiger and rabbit Tuniere“ über neun Loch haben regelmäßig Regelkunde an der die rabbits teilnehmen müssen. Hier werden bevorzugt die kritischen Stellen (Biotop, drop Zonen) erklärt. Vieles übernehmen dann die tigers auf der Runde. Für die anderen gibt es keine spezielle Regelkunde. Lediglich als die neuen Regeln anstanden gab es Informationen, zum Teil auch gezielt für die Mannschaften (mit mäßigem Interesse). Meine persönliche Meinung ist, dass die Regelkunde immer weniger Beachtung findet und das regelkonforme Verhalten (incl. Etikette) auf dem Platz schon fast nicht mehr vorhanden ist. In Privatrunden wird nach eigenen Regeln gespielt und im Turnier kommt es dann zu den interessantesten Regelauslegungen. Beispiel vom Wochenende: Flightpartner (HCP 12!) erklärt eine kahle Stelle zu einem Mauseloch, nimmt den Ball ohne markieren auf, droppt ohne auch nur zu zögern an einer Stelle die näher zur Fahne ist. Mein Hinweis das dies nicht korrekt ist (in mehrfacher Hinsicht) wird mit den Worten : ist doch hier nicht die PGA Tour kommentiert. 🤷‍♀️ Natürlich gibt es Regeln die ich persönlich unsinnig finde, auch die eine oder andere Situation macht ein korrektes Auslegen der Regeln nicht immer einfach aber ich bin überzeugt das eine solide Kenntnis der gängigen Regel wichtig und unumgänglich ist.

Wir haben im Club über die Saison so alle 2 Wochen Regelabend. Meistens sind nur die Platzreifekandidaten da. Ich selber hab nie eine Platzreife gemacht. Aber ich finde es wichtig, daß es diese Möglichkeiten gibt. Leider nutzen viel zu wenig Spieler mit gutem HCP die Möglichkeit, mal das Regelwissen aufzufrischen. Wir bekommen aber regelmäßig im Club einen Newsletter immer mit einem Regelthema drin. Ansonsten lernen die meisten Leuten Regelfragen auf der Clubhaus Terrasse oder wenn der DQ auf der Ergebnisliste steht...

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2 Monate her

Golf Rules

Spielverbotszonen sind Bereiche, aus denen nicht gespielt werden - das hatten wir schon häufiger in Beiträgen. In der Regel werden diese durch zusätzliche grüne Kappen auf den Pfosten bei Penalty Areas oder Boden in Ausbesserung gekennzeichnet. Zudem kann die Spielleitung diesen Bereich auch mit einem Betretungsverbot belegen, so dass in diesem Fall immer Erleichterung (mit oder ohne Strafe) in Anspruch genommen werden muss.

Was aber, wenn ein Ball mit Backspin über den Graben springt und dann zwar knapp außerhalb der Penalty Area im Gelände zur Ruhe kommt, der Spieler beim Schlag aber in der Penalty Area (Spielverbotszone mit Betretungsverbot) stehen müsste?

Regel R16.1f(2) "Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area" bietet hier zwei Möglichkeiten: entweder - wenn erlaubt - Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen. (tk)
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Spielverbotszonen sind Bereiche, aus denen nicht gespielt werden - das hatten wir schon häufiger in Beiträgen. In der Regel werden diese durch zusätzliche grüne Kappen auf den Pfosten bei Penalty Areas oder Boden in Ausbesserung gekennzeichnet. Zudem kann die Spielleitung diesen Bereich auch mit einem Betretungsverbot belegen, so dass in diesem Fall immer Erleichterung (mit oder ohne Strafe) in Anspruch genommen werden muss.

Was aber, wenn ein Ball mit Backspin über den Graben springt und dann zwar knapp außerhalb der Penalty Area im Gelände zur Ruhe kommt, der Spieler beim Schlag aber in der Penalty Area (Spielverbotszone mit Betretungsverbot) stehen müsste?

Regel R16.1f(2) Spielverbotszone beeinträchtigt den Stand oder Schwung für einen Ball auf dem Platz, aber außerhalb einer Penalty Area bietet hier zwei Möglichkeiten: entweder - wenn erlaubt - Erleichterung nach Regel 16.1b, c oder d in Anspruch nehmen, abhängig davon, ob der Ball im Gelände, in einem Bunker oder auf dem Grün liegt oder den Ball für unspielbar halten und Erleichterung nach Regel 19 in Anspruch nehmen. (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Stefan fragt kurz und knackig: "Darf ich am Tag eines vw Turniers über 18 Loch die 9 Bahnen einer 27 Loch Anlage die nicht beim Turnier gespielt werden vor der Turnier Runde spielen?"

Golf Rules antwortet: ja 😉

Detail findet mal in Regel R5.2 "Üben auf dem Platz vor der Runde oder zwischen den Runden". Im Lochspiel ist dieses grundsätzlich zulässig - ein Spieler darf auf dem Platz vor oder zwischen den Runden eines Lochspiel-Turniers üben. Im Zählspiel darf ein Spieler vor der Runde nicht auf dem Platz (also auf den zu spielenden Löchern) üben, außer dass der Spieler Putten oder Chippen auf oder nahe des für ihn ersten Abschlags und auf jedem Übungsbereich üben darf. Letztes natürlich nur, wenn keine Platzregeln das "üben" untersagen. (tk)
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Stefan fragt kurz und knackig: Darf ich am Tag eines vw Turniers über 18 Loch die 9 Bahnen einer 27 Loch Anlage die nicht beim Turnier gespielt werden vor der Turnier Runde spielen?

Golf Rules antwortet: ja ;-)

Detail findet mal in Regel R5.2 Üben auf dem Platz vor der Runde oder zwischen den Runden. Im Lochspiel ist dieses grundsätzlich zulässig - ein Spieler darf auf dem Platz vor oder zwischen den Runden eines Lochspiel-Turniers üben. Im Zählspiel darf ein Spieler vor der Runde nicht auf dem Platz (also auf den zu spielenden Löchern) üben, außer dass der Spieler Putten oder Chippen auf oder nahe des für ihn ersten Abschlags und auf jedem Übungsbereich üben darf. Letztes natürlich nur, wenn keine Platzregeln das üben untersagen. (tk)

2 Monate her

Golf Rules

Wenn der Tag mal wieder so richtig rund läuft und man sich unversehens auf dem Abschlag wiederfindet - dem falschen, wohlgemerkt: Was ist dann mit den Tee-Markern? ... MehrWeniger